Huawei Mate 20 Pro angetestet: Der Dauerläufer mit der klasse Kamera

Seit der Vorstellung des Huawei Mate 20 Pro habe ich dieses im Einsatz. Zeit für die nächsten Worte, nachdem ich in einzelnen Beiträgen bereits die neue Backup-Möglichkeit auf einem NAS und die Gestensteuerung beschrieb. Fangen wir erst einmal mit den technischen Spezifikationen des Mate 20 Pro an, auch im Vergleich zum Mate 20 und dem Mate 20 Lite, welches wir bereits testeten.

Mate 20 Pro Mate 20 Mate 20 lite
Display 6,39 Zoll OLED mit 2K Auflösung (3.120*1.440 Pixel)mit 538 ppi und Edge Display 6,53 Zoll LCD mit FHD+ Auflösung (2244*1080 Pixel)mit 381 ppi 5,3 Zoll TFT-LCD (1080*2340 Pixel)mit 409 ppi
Android-Version Android 9 / EMUI 9 Android 9 / EMUI 9 Android 8.1 / EMUI 8.2
Prozessor Kirin 980 mit 2 NPUs(Octa-Core mit 2x 2,6 Ghz, 2x 1,9 Ghz, 4x 1,8 GHz) Kirin 980 mit 2 NPUs(Octa-Core mit 2x 2,6 Ghz, 2x 1,9 Ghz, 4x 1,8 GHz) Kirin 710(4 x 2,2 GHz, 4 x 1,7 GHz, 1 x 1 GHz)
RAM 6 GB 4 GB 4 GB
interner Speicher 128 GB erweiterbar per nanoSD 128 GB erweiterbar per nanoSD 64 GB erweiterbar mit microSD
Hauptkamera Leica Triple Cam Leica Triple Cam Dual-Kamera
40 MP (f/1.8 Blende) 12 MP (f/1.8 Blende) 20 MP (f/1,8)
20 MP Weitwinkel (f/2.2 Blende) 16 MP (f/2.2 Blende) 2 MP (f/1,8)
8 MP 3-fach opt. Zoom (5-fach hybrid) (f/2.4 Blende) 8 MP (f/2.4 Blende)
mit LightFusion Technologie mit LightFusion Technologie
Frontkamera 24 MP 24 MP 24 MP (f/2,0)
Fingerabdruckscanner unter dem Display Rückseite Rückseite
Akku 4.200 mAh 4.000 mAh 3.750 mAh
induktives Laden Ja, auch „Reverse“ Nein Nein
Klinkenstecker nein nein ja
USB-Port USB Typ-C USB Typ-C USB Typ-C
IP-Zertifizierung IP68 IP53 Nein
Abmessungen/Gewicht 157,8 x 72,5 x 8,6 mm / 189 g 158,2 x 72,2 x 8,5 mm / 188g 148,6 x 71,2 x 7,5 mm / 145 g
Farben Black, Midnight Blue, Twilight, Emerald Green, Pink* Black, Midnight Blue und Twilight Schwarz, Saphirblau, Platingold
*nicht in jedem Land
Preis 999 Euro 799 Euro 399 Euro

In das Huawei Mate 20 Pro hat Huawei also quasi alles gesteckt, was dem Unternehmen derzeit möglich ist. Des Weiteren hat man sich nicht ausgeruht, sondern setzt auf ein neues Design. Mate 9, 10 und 20 unterscheiden sich sehr in ihrer Designsprache.

Huawei Mate 20 Pro: Die Verarbeitung

Hier habe ich bei meinem Gerät nichts zu bemängeln. Das Gerät ist perfekt verarbeitet. Ich habe das schwarze Modell, die Rückseite spiegelt natürlich, wenn man keine Hülle einsetzt. Gefühlt ist das Gerät weniger rutschig als das P20 und das Mate 10 Pro, die Kameras zudem nicht so scharfkantig wie beim direkten Vorgänger. Auf der Unterseite befindet sich der USB-C-Anschluss, der auch als Lautsprecher-Öffnung fungiert sowie der Slot für SIM-Karte und nanoSD. Kopfhörer werden per Adapter auf USB-C angeschlossen oder via Bluetooth.

Huawei Mate 20 Pro: Das Display

Huawei setzt auf ein 6,39 Zoll großes OLED mit 2K Auflösung (3.120 x 1.440 Pixel maximal). Schwarz erscheint knackig schwarz und die Farben sind laut meines subjektiven Eindrucks gut ausbalanciert. In Sachen der Auflösung müsst ihr einmal schauen, wie ihr am besten fahrt.

Hochauflösende Displays verbrauchen oft mehr Energie. Aus diesem Grund nutzt Huawei eine smarte Auflösung, um Akku zu sparen, wird diese automatisch reduziert. Ihr könnt aber auch von Hand auf 3.120 x 1.440 Pixel, 2.340 x 1080 Pixel oder 1.560 x 720 wechseln. Full HD wäre die normale, aktivierte Auflösung, zudem habt ihr natürlich noch die Möglichkeit, Schriftarten kleiner zu machen, sodass ihr da sicherlich passendes findet.

Als Besonderheit darf man sicherlich den Fingerabdruckscanner im Display nennen. Mit diesem entsperrt man das Gerät. Aktiviert man das Mate 20 Pro von Huawei, so wird die Stelle visualisiert, auf die man seinen Finger legen muss. In meinen Testläufen funktionierte dies jederzeit fehlerfrei und flott. Dennoch bin ich persönlich der Meinung, dass diese Entsperrtechnologie nicht mehr allzu lange in Smartphones zu finden ist, man wird sich sicherlich komplett auf Face Unlock einschießen. Ansonsten gilt: Fingerabdruck oder Code / Passwort nutzen.

Die Displayaussparung ist etwas größer als beim P20, allerdings setzt Huawei im Mate 20 auch auf einen 3D-Scan.  Wichtiger Tipp: Aktiviert in den Einstellungen unter Face Scan den Punkt „Direktes Entsperren“. Damit landet ihr bei Face Unlock auf dem Startbildschirm und nicht im Sperrbildschirm. Spart einen Wisch und natürlich Zeit!

Ansonsten mag ich das Display sehr, auch die Rundungen an den Seiten stören mich optisch nicht – sie bieten zu den Seiten hin aber auch keinen echten Mehrwert. Allerdings kann es natürlich zu nervigen Effekten kommen, wenn man denn auf die Gestensteuerung setzt. Hier finde ich, dass nachgearbeitet werden sollte. Bei aktivierter Gestensteuerung habe ich Probleme an die linksseitigen Menüs zu bekommen. Darüber hatte ich bereits ein Video gemacht, welches ihr über diesem Absatz findet.

Übrigens: Das Display kann auf always on gestellt werden. Entweder dauerhaft oder für einen bestimmten Zeitraum. Eingeblendet wird der Akkuzustand, das Datum und die Uhrzeit. Ich habe Fremd-Apps getestet, aber Benachrichtigungen dieser waren nicht zu sehen auf dem Display. Benachrichtigungs-LED: ja, Infos auf dem AOD: Nein.

Huawei Mate 20 Pro: EMUI 9

Normalerweise gehe ich nicht groß auf das Betriebssystem ein, es ist halt Android. Im Falle des Huawei Mate 20 Pro setzt man auf Android 9.0 Pie nebst eigenem Überzug EMUI – auch in Version 9. EMUI und ich waren nie Freunde und ein Dritt-Launcher war für mich immer Pflicht.

Ist mit Version 9 von EMUI etwas anders geworden. Die Einstellungen und Menüs wirken etwas leichtgängiger und aufgeräumter. Selbst mit dem Launcher kann ich mich arrangieren, sogar ohne App Drawer. Huawei bringt wieder zig eigene Themes mit, ich selber bin happy, wenn ich möglichst wenig sehe und schnell auf meine Apps zugreifen kann. Ansonsten kann man in EMUI 9 sehr detailliert die einzelnen Rechte für Apps und deren Energieverbrauch und Benachrichtigungen regeln – und Huawei hat sogar Googles Digital Wellbeing nachgebaut. Inwiefern das sinnvoll ist, darf jeder für sich selber entscheiden. Zu finden im Bereich der Einstellungen unter Digital Balance.

EMUI 9 ist besser als sein Vorgänger, aber nicht jede Funktion muss auch wirklich sein für mich, da bin ich eher Minimalist. Was mich echt nervte, ist die Gestensteuerung in Verbindung mit EMUI. Ich kenne viele der Tester, die deswegen auch wieder die klassische Steuerung nutzen. Bei so einem Gerät möchte ich aber dann doch eher eine gute Gestensteuerung sehen. Da muss ein Update her.

Sind alles so Kleinigkeiten, die stören. Beispiel: Ich habe die Google-App auf dem zweiten Bildschirm. Bin ich auf dem Hauptbildschirm und starte per Wisch den Google Assistant und will nach Ende dessen Nutzung auf den Bildschirm zurück, dann lande ich auf Bildschirm 2, weil dort die Google-App liegt. Da muss Huawei echt noch einmal ran, OnePlus zeigt ja auch, dass man Gestensteuerung besser als Google machen kann.

Huawei Mate 20 Pro: Der Akku

Verlässliche Aussagen werdet ihr nicht bekommen, ich kann euch nur meine Erkenntnis anhand meines Nutzungsszenarios erklären. Ihr könnt so einen Akku in ein mehreren Stunden Pokémon oder Ghostbusters kleinbekommen, ihr könnt aber auch LOCKER mehr als einen Tag mit 4.200 mAh bei normaler Nutzung hinkommen.

Das Akkuerlebnis anhand meines normalen Berufslebens zu bewerten wäre fatal – denn ich kann ja in meinem Büro jederzeit an die Steckdose gehen. Entscheidend ist auf dem Platz, das bedeutet: wenn ich meine Bude verlasse, dann möchte ich möglichst lange mit dem Akku haushalten können, ohne irgendwelchen Zusatz-Akkus anzuschließen.

Eine genaue Angabe meiner Nutzungszeit ist schier unmöglich, da so unfassbar viele Szenarien wie WLAN oder mobiler Netzzugang, Signalstärke, automatische Displayhelligkeit, Außenbedingungen, Art der Anwendung und ähnliches mit in die Laufzeit des Akkus fallen. Ich kann euch einfach nicht sagen: „Ich habe das Smartphone aufgedreht und x Stunden Video geschaut“. Das hilft keinem wirklich. Ich habe in der ersten Zeit natürlich extrem viel mit dem Gerät gemacht, da komme ich aber auch locker einen Tag hin. Normale Nutzer kommen gut damit durch den Tag und die Nacht, wer noch spielt und extrem viel am Handy sitzt, der lädt lieber nach und hat ein Akkupack.

Dennoch, falls es euch hilft: Ich habe einen synthetischen Benchmark durchlaufen lassen. Eine SIM-Karte drin, Display fest auf 50%, alle Benachrichtigungen an und den PC Mark durchrappeln lassen. Der testet diverse Anwendungsszenarien, bis der Akku von 100% auf 20% runter ist. Hat beim Mate 20 Pro über 11 Stunden gedauert. Das sind extrem gute Werte!

Ihr müsst euch mit dem Huawei Mate 20 Pro einfach recht wenig Gedanken machen, wenn ihr unterwegs seid. Der Akku hält ordentlich und wenn ihr Saft braucht, reicht manchmal schon ein halbes Stündchen an der Steckdose, um wieder Saft für etliche Nutzungsstunden zu bekommen. Ihr könnt das Mate 20 Pro drahtlos laden mit einer schnellen Ladestation, alternativ gibt Huawei ein leistungsstarkes 40 Watt Kabel-Netzteil mit. In Sachen Akku gibt es den Daumen nach oben, da hat man fein optimiert und liefert einen reinen Dauerläufer ab.

Mate 20 Pro lädt iPhone

Nettes Gimmick: Du kannst mit deinem Huawei Mate 20 Pro sogar ein anderes Smartphone aufladen, sogar drahtlos! In den Akkueinstellungen findet sich der Punkt „Umgekehrtes Laden ohne Kabel“. Ist dieser aktiviert, so könnt ihr ein anderes drahtlos ladbares Smartphone auf die Rückseite halten – und eben jenes kann dann durch euch geladen werden. Helfer in der Not-Funktion quasi.

Huawei Mate 20 Pro: Die Leistung

Leistung hat das Huawei Mate 20 Pro dank Kirin 980 und 6 GB RAM jedenfalls genug, auch für aufwändigere Tätigkeiten. Keine Klagen meinerseits an dieser Stelle. Was auch immer ich mit dem Mate 20 Pro angestellt habe, es hat ohne Murren mitgemacht. Für die Freunde synthetischer Tests habe ich mal noch ein paar Benchmark-Ergebnisse für die interessierteren Leser eingefügt, ich selbst gebe da wenig drauf, sondern verlasse mich da auf mein Empfinden. So lange ein Smartphone meine Anforderungen erfüllt, muss es keine Angst haben.

Ohne Performance Modus

Für Gamer ja wichtig: Der Leistungsmodus im Bereich der Akku-Einstellungen. Daddelt man, dann wird weniger dynamisch gehaushaltet, was aber auch für ein Mehr an Wärme und Einbußen bei der Akkukapazität sorgt. Schaut man sich den Geekbench an und vergleicht online, dann liegt das Mate 20 Pro im Single- und Multi Core Score vor dem S9 von Samsung oder dem P20 von Huawei.

Mit Performance Modus

Schaut man sich die nackten Zahlen an, dann liegt man in Sachen Grafikleistung immer noch etwas hinter der aktuellen Snapdragon-Konkurrenz und auch Samsung liegt mit den eigenen aktuellen Exynos-Lösungen weiter vorne. Dennoch hat man hier in den letzten Jahren auch aufholen können.

Huawei Mate 20 Pro: Der Sound

In Sachen Sound nutzt Huawei das Gehäuse, wie auch beim P20, offenbar gut aus. Auch bei hohen Lautstärken aus den internen Lautsprechern bleibt es verhältnismäßig klar und klingt auch nicht allzu blechern. Detail: Einer der Speaker verbirgt sich im USB-C-Anschluss, lädt man hier auf und schaut etwas, so kann man leicht merken, dass sich der Sound etwas verändert.

Persönliche Meinung: Im direkten Vergleich zum iPhone XS Max verliert man hier sehr klar und deutlich in Sachen Sound, der ist beim iPhone wesentlich satter. Und ehrlich gesagt: Im Vergleich zum P20 Pro sieht das Mate 20 Pro auch alt aus. Ergebnis: Sound ok, nicht überragend.

Huawei Mate 20 Pro: Die Kamera

Die Zwischen-Überschrift ist eigentlich falsch. Es ist ja gar nicht die Kamera, sondern die Kameras. Derer drei befinden sich nebst Blitz mittig im Huawei Mate 20 Pro. In nackten Worten: Leica Triple Cam, 40 MP (f/1.8 Blende) – 27mm, 20 MP Weitwinkel (f/2.2 Blende), 8 MP 3-fach opt. Zoom (5-fach hybrid) (f/2.4 Blende) mit LightFusion Technologie. Es gibt also keine klassische S/W-Cam mehr, Huawei setzt auf Weitwinkel, mehr soll auf das Bild passen. Und das ist meines Erachtens sicherlich der Anwendungsfall, der häufiger als S/W genutzt wird. Deshalb hat für mich rein funktionell das Mate 20 Pro die Nase vor dem P20 Pro von Huawei. Hier einmal Weitwinkel-Fotos, eine Funktion, die tatsächlich bei einigen Arten der Fotos sinnvoll ist:

Im normalen Nutzerfall fand ich das Kamera-Setup sehr gelungen, die normalen „Tagsüber-Bilder“ sind alle aus der Hüfte sehr gut anschaubar geworden, Weitwinkel ist ebenfalls eine nette Sache in unterschiedlichen Situationen und der Low-Light-Modus ist sehr beeindruckend, wie ich finde. Hier hat das P20 einiges vorgelegt und das Mate 20 Pro steht dem in nichts nach. Aufpassen muss man dennoch, denn beim „Nachtmodus“ werden viele Einzelbilder zusammengeführt. Nicht zu lange den Auslöser gedrückt halten, sonst kommen Bilder heraus, die durch zu hartes Tonemapping zu überzeugen versuchen.  Nicht überraschend: Mittlerweile gehen auch andere Hersteller den Weg und versuchen, mehr aus schlechtem Licht zu holen.  Hier mal ein paar Beispiele, gute sowie schlechte. Alle aus der Hand geschossen und nicht editiert.

Optischer Zoom ist immer toll und dies auch beim Mate 20 Pro. Allerdings habe ich hier zumeist nur den 3x Zoom genutzt, der 5x Zoom liefert eher Mehrwert, wenn man mit ruhiger Hand auf dem Stativ fotografieren will und den klasse Pro-Modus der Kamera ausnutzen will. Aber auch für den flotten Schuss mann man das mal nutzen (bitte bedenkt, dass die Bilder im Blog beschnitten und komprimiert sind). In der Reihenfolge: Normal, 3x und 5x Zoom:

Persönliche Meinung: Das Google Pixel 2 oder das Pixel 3 werden natürlich zu Recht aufgrund ihrer Ergebnisse der Kamera gelobt, für mich persönlich hat Huawei mit seinem Gesamtpaket die Nase vorn – und für mich dank Weitwinkel dies sogar vor dem P20 Pro. Dieses Smartphone ist eine fantastische Kamera. Müsste ich was an der Kamera kritisieren, dann ist es der von mir nicht genutzte Beauty-Quatsch, der glatte Gesichter macht. Der ist teilweise so hart justierbar, dass das Ergebnis grotesk wirkt. Ein paar Bilder habe ich euch hier mal bei Google Fotos hochgeladen.

Weiteres zum Mate 20 Pro von Huawei:

Man kann damit telefonieren! In meinen Tests im Vodafone-Netz wurde ich gut verstanden und konnte auch mein Gegenüber klar hören.

Fingerprintleser im Display funktionierte sehr gut bei mir, Face Unlock ebenso, letzteres ziehe ich vor.

Die Nano-Speicherkarte um den Speicher zu erweitern: Entweder hält man sie für Quatsch oder man nutzt sie. Fakt ist halt: Solltet ihr die Karte außerhalb nutzen wollen, so braucht ihr einen Adapter – wobei das auch nicht die große Mehrausgabe sein solle.

Habt ihr einen TV oder Empfänger, der Miracast unterstützt, dann könnt ihr den bereits bekannten PC-Modus auch kabellos ausführen.

Eine Art Fazit nach rund zwei Wochen?

Ich musste mir etwas Zeit nehmen, da ich wusste, dass für das Gerät noch ein Firmware-Update anstand. Alle Tests in den Medien vor dem 26. Oktober liefen mit einer Vorab-Firmware – bzw. einer nicht ganz fehlerfreien. Das bedeutete für mich erneute Sichtungen und Testläufe einiger Details.

Dennoch hat sich in meiner grundsätzlichen Meinung nichts geändert: Das Huawei Mate 20 Pro ist mit 999 Euro natürlich ein Gerät weit oben im Preisregal, im Android-Bereich dürfte es aber mit das beste Smartphone sein, welches ihr bekommen könnt. Das liegt – subjektiv natürlich betrachtet – nicht an einzelnen Punkten, sondern am Gesamtpaket. Für mich liegt es vor dem P20, alleine durch die Kamera mit dem Weitwinkel.

Wer dann allerdings die Kamera weniger gewichtet als ich und dicke Lautsprecher vorzieht, der sieht das vielleicht ganz anders. Für mich ist es auch im Rückblick das bisher gelungenste Smartphone von Huawei. Jetzt zuschlagen? Schwer zu sagen! Der Sparfuchs wartet ein wenig. Auf der anderen Seite haben auch andere Mütter hübsche Töchter, des Weiteren zeigt die Erfahrung, dass auch die Flaggschiffe schnell im Preis fallen können, da lassen sich mehrere Hundert Euro sparen.

Das war also ein erster Blick, aber ich werde euch da auf dem Laufenden halten, was da noch passiert in Sachen Updates und Co.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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23 Kommentare

  1. Gibt es das Hintergrundbild irgendwo zum Download?

  2. Wolfgang D. says:

    Geht also doch, ordentlich funktionierender Fingerscanner im Display. Der Hypothese zur Gesichtsentsperrung stimme ich allerdings nicht zu, alternativ (also bei fehlendem/falsch sitzendem FS wie beim Mix 2S) würde ich das Gerät gar nicht mehr sperren – nur noch die SIM. Statt Android Pay nehme ich dann zum Zahlen eben nur noch die NFC Maestro Karte.

    • Stimme der These in Teilen zu. Gerade im Geschäftskundenbereich gibt es viele Bereiche, in denen Kameras bei Betreten des Firmengeländes abgeklebt werden müssen. Oft kann das nur an einer Stelle gemacht werden, welche nicht immer gut erreichbar ist, sodass viele die Aufkleber direkt drauf lassen.

  3. Carsten, am 10.01 habe ich Geburtstag wollst meine Adresse? Lol

  4. Sehr guter erster Test!
    Beim umgekehrten Laden hättest du aber noch darauf eingehen können, dass dies mehr ein nettes Gimmick ist. Der Nutzen ist minimal. Klar, lässt man ein anderes Handy über Nacht darauf liegen bringt es etwas, unter normaler Ladezeit (~3 Std) tut sich da nicht viel.
    Würde mich interessieren wie lange es dauert die Bluetooth Kopfhörer von Huawei darauf zu laden.

  5. Funktioniert das Gerät mit Android-Auto?
    Mit meinem anderen Huawei-Smartphone funktioniert die Telefonfunktion nicht!!!

  6. Hallo Caschy,
    kannst du bitte noch ein paar Worte zu dem installierten Andoid und Bloatware und ggf. Werbung sagen. Wie schlimm ist es gegenüber einem OxygenOS oder plain Android?

    Ich habe verstanden, dass du EMUI 9 besser als die Vorgängerversionen findest. Kann man einen alternativen Launcher benutzen oder gehen dann Features verloren?

    • Bein einem Update kamen in meinem Fall Vodafone-Apps, das war nervig, aber die sind deinstallierbar. Ist aber dennoch kein Vergleich zu Oxygen OS, das ist einfach wesentlich flotter und besser. Nutzt du einen anderen Launcher, ich probierte Nova, dann gehen Funktionen verloren, beispielsweise das Suchen wie bei iOS-Spotlight, da dies via EMUI geregelt ist.

      • Christopher says:

        Hi Leute, das Smartphone hier gefällt mir echt gut. Ich bin derzeit am überlegen, es mit zu zulegen. Eine Frage hätte ich dennoch… Kann man Apps wie Facebook löschen?

  7. Verstehe nicht, warum das Weitwinkel so herausgestellt wurde. Alle Bilder damit sehen für mich mehr als schlecht aus. Ist ja schon fast ein Fischauge. Die Verzerrungen sind einfach zu extrem. Und bevor jetzt ein schlauer Spruch kommt: Ja, Verzerrungen sind bei Weitwinkelobjektiven normal. ABER bei guten Ovjektiven kann man damit mich relativ gut leben und sie sind recht gleichmäßig. Beides trifft bei den weitwinkelbildern nicht zu. Und das sieht man, ohne dass ich die Bilder am
    Smartphone groß machen musste. Also Weitwinkel

    • @sgo, du hast anscheinend keine Ahnung von Weitwinkelfotografie. Das hier sind keine Linsen-Fehler wie krumme Fisheye-Verzeichnung, sondern lediglich normale Perspektiven-Effekte. Perspektive gehört zur Weitwinkel-Fotografie dazu, wenn man die Kamera nicht waagrecht hält, sondern schräg nach oben kippt. Genau das hat Caschy hier gemacht. Solche stürzenden Linien sind also entweder Fotografen-Fehler oder ein gewolltes Stilmittel der Perspektive. Das hat nichts mit der Linse zu tun. Wenn man das nicht will, muss man die Kamera halt waagrecht halten.

      Fisheye-Verzeichnung ist was völlig anderes. Da sind die Linien nicht gerade und schräg, sondern rund gekrümmt.

  8. Michael Gross says:

    Hallo Caschy, was ist das für ein megacooler Bildschirmschoner auf dem iMac im Hintergrund des Videos?

  9. Als ich EMUI gelesen habe, hätte ich fast nicht weitergelesen. Als dann noch der Preis dazukam, bin ich fast vom Stuhl gefallen vor Lachen. Wer kauft sowas?!

  10. Toller Test und interessantes Video. Und Caschy – ich feiere Dich gerade auch ab, weil endlich mal jemand Huawei richtig ausspricht. Wobei die das ja sogar in der eigenen Werbung falsch aussprechen…der gemeine Deutsche scheint damit wohl überfordert.

  11. Ich hadere gerade zwischen dem Mate 20 pro und dem oneplus 6t. Vermeintlich ist das Mate 20 pro die eierlegende wollmilchsau. Ich hatte aber seit dem oneplus3, das 3t,5 und 6. Wollte nun eigentlich auf iPhone xs wechseln, habe es aber nach 2 Tagen wieder zurück geschickt weil ich damit absolut nicht klar kam.

  12. Also ich kann nach wie vor nicht nachvollziehen, warum immer wieder auf diese Edge-Displays gesetzt wird. Das ist für mich persönlich ein absolutes KO-Kriterium für ein Smartphone. Genauso wie jetzt beim Mate 20 Pro die Anordnung der Kameras…für mich persönlich ein absoluter Design-Fail…

    Das Mate 20 Pro mag technisch aktuell das Beste sein, was am Markt zu bekommen ist, aber ich persönlich würde es mir alleine schon aufgrund der beiden genannten Dinge NICHT kaufen.

    Wenn sich der Trend weiter in diese Richtung mit noch mehr Kameras und wieder verstärkt zu Edge-Displays entwickelt, dann werde ich irgendwann kein Smartphone mehr haben…

  13. Hintergrund: Ich habe durch das Mate 20 Pro mein Nexus 6P abgelöst.

    Also mit meinen etwas stark beschädigten Fingerkuppen kommt der Sensor leider in ca. 40% der Fälle nicht klar. Beim Nexus war das nie ein Problem. Leider lässt sich den „übliche“ Trick mit dem Mehrfacheinscannen bei dem Gerät nicht anwenden: Die Software merkt irgendwann, dass der Fingerabdruck bereits hinterlegt wurde und bricht den Scan ab. Bei dem alten Galaxy S-irgendwas konnte man einen Finger mehrmals einscannen, sodass die Zuverlässigkeit deutlich besser war.

    Außerdem ist das Entsperren per Fingerabdruck im Auto (Halterung) kaum möglich, da man doch sehr sest aufdrücken muss. Mir ist dabei schon die Halterung (angebracht an der Lüftung) abgefallen. Klar kann man sich auch was an die Scheibe kleben.

    Folglich bin ich beim „Face control“ gelandet, da es in der Tat sehr gut funktioniert, auch wenn ich diese Methode eigentlich nicht mag. (Persönliche Meinung!)

  14. Gerald Sander says:

    Habt ihr zufällig auch mal das Streamen von Google Fotos bzw. das Screen Mirroring auf einen Chromecast ausprobiert? Im letzteren Fall bekomme ich den Hinweis, dass das Display nicht optimiert ist und das Casten von Fotos in Google Fotos an den Chromecast ist unheimlich verpixelt. Hat das noch jemand?

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