Govecs Flex: Neuer Elektroroller startet ab 3.990 Euro

Govecs aus München hat einen neuen Elektroroller vorgestellt: den Govecs Flex. In Deutschland startet dieses Modell heute in den Farben Vanilla White und Sunshine Yellow zu einem Basispreis von  3.990 Euro. Zuschlagen können Interessierte im Online-Shop des Anbieters oder auch in den beiden Stores in Berlin und München. Im Basispreis enthalten ist eine Batterie mit einem Gewicht von 9,4 kg. Sie sitzt unterm Sitz. Eine weitere Batterie kann direkt beim Kauf oder zu einem späteren Zeitpunkt optional hinzugekauft werden.

Als Zubehör stehen ein Top-Case und eine externe Home-Ladestation zur Verfügung. Man wirbt mit seinem selbst entwickelten Antrieb „Go Core“, der mit 2,3 KW arbeitet. Man stellt zudem sicher, dass der Flex bis zu einem Batteriestand von 10 % (mit einer Batterie) bzw. 8 % (mit zwei Batterien) noch mit der Höchstgeschwindigkeit gefahren werden kann. Erst dann schaltet sich die Funktion Go Charge ein, um die Geschwindigkeit zu beschränken, damit noch die Weiterfahrt möglichst lange möglich ist.

Die Verkleidung besteht aus Plastik, das man geschickt als „Go Elast Plastik“ vermarkten will. Die Komponenten des Govecs Flex sollen zu 95 % von europäischen Zulieferern stammen. Die 16-Zoll-Reifen und hydraulischen Scheibenbremsen sollen Stabilität und Laufruhe garantieren. Zudem sind Full-LED-Leuchten verbaut. Praktisch soll sein, dass die Batterie sich über einen Klickmechanismus leicht entfernen lasse. Die Reichweite des Govecs Flex beläuft sich auf 57 km mit einer Batterie und 112 km mit zwei Batterien.

Weiteres zur Batterie: Die soll bis zu 2.000 Ladezyklen überstehen und so auf eine Fahrleistung von mindestens 50.000 km, beziehungsweise 100.000 km bei zwei Exemplaren kommen. Govecs wirbt zudem mit einer nachhaltigen Herstellung, wie das aktuell ja so in Mode ist. Alle technischen Daten findet ihr auch auf der offiziellen Produktseite. Die Höchstgeschwindigkeit liegt etwa bei 45 km/h.

Könnte der neue Flex-E-Roller des Unternehmens für euch eventuell spannend sein? Passt der Preis zum Gebotenen oder habt ihr hier eindeutige Kritikpunkte?

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25 Kommentare

  1. Für einen kurzen Arbeitsweg finde ich diese Geräte ja schon irgendwie interessant. Aber wo fährt man denn damit? Ich würde mich mit der Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h damit nicht auf eine Bundesstraße trauen…

    • Das Problem bei 45 km/h ist doch, dass man damit auch im (fließenden) Stadtverkehr ein Hindernis ist. Ich persönlich verstehe auch diese Grenze nicht. Meine Simson durfte noch 60 km/h fahren, damit konnte man wenigstens schön im Stadtverkehr mitfließen. Im Nachhinein war es definitiv ein Fehler, die zu verkaufen.

      Aber genau diese Begrenzung würde mich grundsätzlich davon abhalten, einen aktuellen Roller (oder eine andere „50er“) zu kaufen, bzw. fahren zu wollen. Dann lieber noch diesen „halben“ 125er-Führerschein machen und etwas flotter unterwegs sein.

    • Stadtroller halt

    • Bob (der andere) says:

      @ Sylvio:
      Sehr guter Einwand mit der Bundesstraße.
      Fahre selbst ein 45 Km/h Roller (Verbrenner). Selbst im Stadtverkehr wirst du damit gnadenlos geschnitten und/oder mit viel zu wenig Seitenabstand überholt (seitlicher Abstand beim überholen von Zweirädern: innerorts 1,5 Meter, außerhalb geschl. Ortschaften: 2 Meter).
      Ist mir gerade gestern wieder passiert: (eigene) Fahrbahn eh schon nicht voll nutzbar wegen parkender Autos, Gegenverkehr, aber die alte Trulla in ihrem fetten Benz muß mich unbedindt überholen. Seitlicher Abstand: keine 30 cm. Mittlerweile trete ich diesen “Mördern“ im Extremfall einfach in die Tür rein. Zusätzlich habe ich eine Action-Cam am Roller (wegen Beweis bei Unfall).

  2. Wenn man die Geschwindigkeit mit Go begrenzt, führt die dann 25km/h?
    Mein Vater hat seinen Autoführerschein abgegeben und könnte somit die Maschine ohne Führerschein fahren

  3. Der ganze Kram ist eigentlich uninteressant solange die Teile nur 45 laufen. Da gehört endlich eine Ausnahmeregelung für 60kmh gemacht – dann kann man auch ohne Selbstmordgedanken den Stadtverkehr revolutionieren.
    Das ist einfach politisch nicht gewollt…

  4. Ich weiß wir sind was die E-Mobilität betrifft anscheinend noch nicht im Massenmarkt angekommen aber 4000€ für ein Moped? Soll der Akku 1000€ kosten aber für den Rest so eine Summe aufzurufen ist schon lustig. Der Antrieb ist vermutlich Massenware und kostet keine 500€. Der Rest ist ein Rahmen, ein paar Meter kabeln und ein bisschen Elektronik und natürlich das Plastik nicht vergessen (vereinfacht gesagt).
    Ich will das ganze nicht ins lächerliche ziehen aber um 1100€ bekommt man ein 125cm3 Moped. https://bit.ly/3TcOQaO
    Gibts jemanden von der sich so ein E-Moped um so einen Preis gekauft hat?
    Mich würden wirklich die Pro-Argumente interessieren.

    • Du müsstest durch die THG Quote jedes Jahr um die 400€ von Vater Staat zurückbekommen,
      was den Preis drücken wird

    • Da braucht man sich nur mal die Preise für Fahrräder anschauen, was da ausgerufen wird. Da fragt man sich auch, wer da am meisten verdient. Der kleine Mann am Fließband oder der bei der Ressourcenbeschaffung wahrscheinlich wenig.

    • Hab mir 2018 eine Soco TS geholt, 2,4KW, 50km Reichweite -echte, laut Hersteller bis 70km, aber nie erreicht-. Tja, laden, fahren, laden, fahren, laden, fahren, usw., absolut wartungsfrei bis heute! Fahrkosten 0,80€/ 100Km und natürlich keine Steuer/ HU. Günstiger und schneller kann man innerorts nicht fahren. 😉

      • Ich hab mir 2019 ein CityCoco 3KW gekauft für 1.599 €. Komme auch 50-60 km weit bei bis zu 45 km/h. 70 km/h erreiche ich natürlich nur, wenn ich den unter dem Fußbrett liegenden Schalter kippe. Vielleicht ist bei der Soco auch ein Schalter drin oder es muss ein Drosselstecker gezogen werden?

  5. Deutsche Autokonzerne wollen nicht, dass wir günstig durch die Stadt cruisen. Daher haben sie ihren Einfluss auf die Politik genutzt und für völlig uninteressante 45 km/h gesorgt. Porsche-Lindner lässt grüßen.

    • Dafür, dass man so ein Teil ohne jegliche 2-Rad Ausbildung einfach so losfahren darf, ist 45kmh schnell genug. Wer schneller fahren will, sollte das auch lernen. Geht ja seit B196 sogar ohne Prüfung. Ist ja nicht so, dass es keine schnellere (E)Roller gibt.

      • Als ob 5kmh mehr so viel ausmachen würden… Wer nur innerorts fährt, bei 50km Reichweite quasi darauf begrenzt, muss nicht schneller sein. Auf eine höhere Klasse umsteigen lohnt wegen Mehrkosten (Anschaffung, HU, etc.) nicht.

        • Abgesehen davon dass es 15kmh Unterschied sind – wer so redet ist noch nie mit 45kmh in der Stadt unterwegs gewesen…

      • Danke für die Info.
        Die Erweiterung B196 kannte ich noch nicht.

      • Boib (der andere) says:

        @ Markus M.:
        Beides nur teilweise richtig. Für Roller/Moped mit 45 Km/h mußt du einen Führerschein machen (für 25 Km/H übrigens auch), also eine “Ausbildung mußt du sehr wohl machen.

        Für den B196 brauchst duein Mindestalter (25Jahre) und mußt den Autoführerschein mindestens 5 Jahre haben. Dann mußt du in der Fahrschule ein 6stündige Schulung machen, erst dann gibts denn B196!

        @ Jupp:
        Als ich 16 war durften 50ccm Teile (Roller, Moped, Mokick >>mit kleinem Nummernschild) noch 50Km/h laufen. In der DDR sogar 60Km/h.
        Wurde dann später, glaube irgendwann in den 90ern, durch ein EU-Gesetz auf 45Km/h begrenzt.

        Im Gegensatz darf man aber diese E-Tretroller (Höchstgeschwindigkeit 20Km/H) völlig ohne Führerschein oder Schulung fahren. Und diese Dinger sind aufgrund der kleinen Räder völlig instabil beim fahren.

        Zum Thema Elektro-Roller allgemein:
        Ich find die Teile eigentlich gut. Wollte mir vor 3 Jahren auch den CityCoCo zulegen. Aber alle haben zu wenig Reichweite. Deshalb hab ich mich auch für einen Verbrenner entschieden. Der Govecs Flex hat zwar mit 57 bzw. 112 km/h zwar ne gute Reichweite, kostet aber auch entsprechend viel (mit 3.990€/1 Akku hätte ich meinen Roller bis auf den Cent genau zweimal kaufen können). Ich wohne zwar in der Stadt, aber ländliches Gebiet. Hier zieht sich alles in die Länge. Wollte ich mit 57 Km Reichweite meine zwei besten Freunde besuchen (von mir zum 1., und von dort zum 2. und wieder heim), müßte ich zwischendurch schon laden. In anderen Städten ist so ein E-Roller aber sicher eine gute Wahl.

    • Deutsche Autofirmen wollen teure Autos verkaufen. Denen sind Leute, die sich für einen kleinen Roller interessieren wohl eher egal.
      Aber Hauptsache, man hat wieder mal eine Verschwörung entdeckt.
      Die 45 km/h sind schlicht historisch bedingt. Es hat sich halt nur noch keiner gefunden, das zu ändern.
      Das Wählerpotential ist in dieser Frage wohl auch zu gering.

      • „Deutsche Autofirmen wollen teure Autos verkaufen. Denen sind Leute, die sich für einen kleinen Roller interessieren wohl eher egal.
        Aber Hauptsache, man hat wieder mal eine Verschwörung entdeckt.“
        Dir ist aber schon klar, dass du dir da selber widersprichst? Wenn die Autobauer wollen, dass du ein Auto kaufst (was natürlich Sinn ergibt), dann haben sie natürlich kein Interesse, dass du stattdessen einen Roller kaufst.

        Und „historisch bedingt“ ist bei knapp 20 Jahren auch ein bisschen übertrieben. Früher durften die 50er auch 50 fahren, in der DDR sogar 60.

  6. Das sit doch wohl ein Witz?

    Das meistverkaufte chinesische Elektroauto in China (ja nicht BYD, etc.) ist diese Seifenkiste und kostet weniger als dieser Elektro Fahrrad Roller

    https://t3n.de/news/meistverkaufte-elektroautos-rang-1368220/

  7. Elektromobilität ist (überwiegend) eben noch ein Luxusmarkt für Besserverdiener. Sonst gäbe es nicht das deutliche „Übergewicht“ bei riesigen SUVs und eBikes für 5.000 Euro.

    So ein Elektroroller kann wenig, was nicht auch ein Fahrrad könnte und für die Lücke hat man in größeren Städten ÖPNV und in kleineren ein Auto. Und die Preisdifferenz zum konventionellen Roller erlaubt einem sicherlich den Erwerb von Benzin für einige zehntausend km. Also wird es eher ein Luxus-Spielzeug sein und damit eher unnötig Ressourcen verbrennen, als die Welt zu retten. Ausnahmen wird es natürlich geben.

    Aber das ist im Prinzip auch normal. Die ersten Smartphones oder Computer waren auch nicht für den Massenmarkt und den spricht man mit dem Preis und „Made in Germany“ ja auch gar nicht an.

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