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Google Stadia: Zukünftig ohne exklusive Inhalte und ohne Jade Raymond

Wie Google mitteilt, wird das SG&E-Team von Google Stadia aus Kostengründen aufgelöst, im selben Atemzug verlässt auch die Videospiel-Produzentin Jade Raymond das Unternehmen, um sich anderen Zielen zu widmen. SG&E steht für Stadia Games & Entertainment und ist jene Abteilung, die sich um exklusive Titel für Google Stadia gekümmert hat. Derer werde es zukünftig keine neuen mehr geben, so Google, aber die bisher angekündigten Titel würden dennoch zu Ende entwickelt.

Der Fokus von Stadia soll darauf bestehen bleiben, Spiele-Streaming auf möglichst allen Plattformen anbieten zu können. In eben diese Plattform will man noch mehr investieren, zugleich steigen die Ausgaben für exklusive Inhalte aber exponentiell an, so das Team weiter. Diese Kosten wolle man lieber investieren, um die bestehende Infrastruktur weiter auszubauen. Zudem sei geplant, weitere Partnerschaften aufzubauen. Der Großteil des SG&E-Teams würde laut Google in den kommenden Monaten in andere Aufgabenbereiche eingeteilt. Für Abonnenten des Dienstes ändere sich nur, dass es zukünftig keine neuen Stadia-exklusiven Titel mehr geben wird. Der Rest bleibe wie gehabt, oder wird vielmehr noch verbessert.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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58 Kommentare

  1. Ich denke Google ist ziemlich enttäuscht vom geringen Interesse an Cloud Gaming. Wie schon Zelnick sagte, wer 60€ für ein Game zahlt, kauft auch gern eine Konsoĺe. Die 300€ haben nicht 1,8 Milliarden Menschen abgehalten games zu kaufen. Wenn überhaupt können games im Abo über die Cloud als game pass erfolgreich sein, aber bisher scheint auch das Interesse auf Android gering zu sein.

    • Zudem man ja 100€ ausgeben muss, um Stadia zu benutzen (zumindest am TV, keine Ahnung wie es an mobilen Geräten aussieht) da es meines Wissens nach nur mit dem Stadia Gamepad und dem ChromeCast Ultra funktioniert, da ist es dann nicht mehr so weit hin zur Konsole.
      Ich bekam meine Paket durch YouTube Premium geschenkt, aber einen wirklichen Mehrwert konnte ich nun daran nicht erkennen.

      • leider bist Du falsch informiert – Stadia ist eigentlich gedacht für das Gerät, mit dem Du gerade diesen Kommentar liest/schreibst. Es kostet erst mal gar nichts, auch keine 100 € (oder richtigerweise 97€).

        • Du hast Recht, aber war es nicht zumindest anfangs so, dass man zwingend den Stadia Controller gebraucht hat? Meine es so gelesen zu haben. Und nun ja, Stadia ist für jedes Gerät gedacht, welches es eben supportet, somit auch ein TV.

          • Hat man nicht, der Stadia Controller verringert aber weiter den Inputlag, was sehr wichtig ist, damit sich die Steuerung gut anfühlt. Extra angepasste Spiele haben den Inputlag sogar rausgerechnet.
            Das coole ist wirklich, dass man auch die anspruchsvollsten Spiele auf allen Geräten spielen kann, am alten Officelaptop wie auf dem Handy. Für einen Casual ist es keine schlechte Lösung, aber die großen 3 Konsolenhersteller haben den Markt einfach schon mit sehr, sehr guten Produkten abgedeckt und außerdem sehr starke Marken und treue Fans.
            Ich denke Google hat das etwas unterschätzt und könnte mir vorstellen, dass Cloud Gaming am Ende ein fließender Übergang wird, bei dem die etablierten Konsolenhersteller die wichtigsten Player bleiben. Plus vielleicht noch Nvidia / Valve.

    • Stadia ist in seiner aktuellen Form eine absolute Totgeburt.

      Ich müsste ja grenzdebil sein meine Spiele ein zweites Mal zu kaufen, nur damit ich sie bei einem Cloudservice nutzen kann. Und neue Spiele werde ich ganz sicher ebenfalls nicht zu absurd überteuerten Preisen kaufen, um diese dann als Dank nur isoliert bei einem einzigen Cloud Service nutzen zu dürfen und nicht mal auf eigener Hardware.

      GeForce Now geht hier den deutlich besseren Weg.

      • Oder man kauft das Spiel eben nur einmal im Sale direkt bei Stadia.

        • Und kann es dann nie mehr nutzen wenn Google den Streaming Dienst eingestellt hat…

          Das ist einfach ein sehr schlechter Deal Abopreis + Vollpreis kaufen + keinerlei Nutzungsrechte an dem Spiel außerhalb eines Streamingdienstes mit ungewisser Zukunft.

          • Um mal bei diesen Negativ-Szenario zu bleiben: Soll ich jetzt aus Angst 1500 Euro für einen Gaming-PC ausgeben, um 20 Euro beim Spielepreis zu sparen? Von Stromkosten reden wir lieber nicht.

            Mit einer großen Spielesammlung bist du wahrscheinlich auch nicht Zielgruppe.

            Und was bringen mir meine Nutzungsrechte, wenn Steam, Uplay oder EA Pleite gehen?

            Ich habe bisher keinen Stadia-User gelesen, der unheimlich scharf auf Exclusiv-Titel ist. Indie-Spiele gibt es auf der Plattform schon jetzt zu viele und ich werde es überleben, wenn es 2023 kein Exclusiv-Spiel gibt.

            Deshalb gebe ich wenig auf die aktuelle Entscheidung. Ich sehe es eher positiv, denn jetzt könnte man Geld auf die Technik schmeißen.

  2. Man hat auch versucht uns klar zu machen, dass Mieten viel besser als Kaufen ist. Also miete deinen Fernseher lieber als diesen zu kaufen. Nach und nach werden die Angebote eingestellt. Warum? Weil es unterm Strich meist einfach teurer ist als Kaufen. Hier beim Gaming kommt noch erschwerend dazu, dass der Anbieter die Regeln macht. Bei Game-Kauf (ohne Online Zwang) kann ich mit dem Teil machen wann, was und wie ich will. Einer der Gründe warum ich (als Musik Liebhaber) Musik kaufe und nicht leihe….

    • was redest Du da – auf Stadia musst Du genau so Spielegenau so „kaufen“ wie für jede andere Plattform auch.

      • Ich nutze Stadia sehr intensiv und da kannst du gar keine Spiele kaufen lol.

        Was du dort erwirbst ist eine Lizenz für die Dauer in der Google dir diesen Service anbietet.

        Das ist nicht zu vergleichen mit, z.B. dem Backup deiner GOG Bibliothek auf dein NAS.

        • Exakt so ist es. Ohne den Google Service kannst Du Dein eigenes – zum Vollpreis gekauftes Spiel – nicht mehr nutzen. Ich frage mich ernsthaft wie ein derart offensichtlich schlechtes Angebot überhaupt ein paar wenige Kunden finden konnte.

          • Ich kann diverse Argumente gegen Stadia verstehen. Welches mir langsam aber sicher auf den Wecker geht ist das Argument: Ich zahle doch nicht für eine Lizenz…
            Leute, ihr zahlt (rein rechtlich) dauernd nur für Lizenzen:
            Jedes ebook ist nur eine Lizenz, jeder Download (ob Spiel, Musik oder whatever) ist nur eine Lizenz.
            Ja, ich kann Spiele und Musik auch offline nutzen, aber ich könnte sie z.B. nicht nochmal downloaden wenn mir der Rechner abraucht.
            Wenn Steam morgen den Dienst einstellt (was ich nicht glaube), wäre ich mir unsicher ob nicht die Lizenzen zurückgezogen werden und die Spiele beim nächsten mal online gehen unbrauchbar werden.
            Bei einem Kindle z.B. gibt es (laut AGB) sogar eine Mengenbegrenzung zum download. Amazon setzt diese nicht um, aber theoretisch ist sie vorhanden…

            • Im Kern stimmt das, aber es ist dennoch ein gewaltiger Unterschied ob ich zum UPV ein Spiel kaufen muss und das nur ausschließlich bei einem einzigen geschlossenen Streaming Dienst verwenden kann dessen Zukunft absolut ungewiss ist.

              Oder ob ich es normal kaufe und diese Nutzungslizenz auf jeder beliebigen eigenen oder auch extern angemieteten Hardware nutzen kann.

              • BearLover1982 says:

                Wer kauft denn alles zum UVP Preis? Hab bisher jedes Game zum Sale bekommen und weitaus weniger bezahlt. Gut, Cyberpunk hat 59 EUR gekostet, war aber inklusive CCU und Gamepad. Ich versteh auch deine Kritik an Stadia, nur deine ganzen Bash-Posts zeigen nur, dass du es weder getestet noch richtig durchschaut hast wie bei denen der Hase läuft.

              • Beruhig dich du musst nichts kaufen, keiner zwingt dich. Und wenn ich mir ein Spiel bei Stadia kaufe dann mache ich das, weil ich das möchte.
                Du wirst wohl mit dieser grausamen Tatsache irgendwie leben müssen und es akzeptieren.

                • Es steht Dir vollkommen frei mit Deinem geld zu tun was Du willst.
                  Ich hatte nur aufgeführt warum Stadia in der aktuellen Form am Markt scheitern wird, und dies von Anfang an bereits absehbar war. Es ist halt ein schlechtes Angebot, das zu Recht massive Kritik einstecken musste und muss.

                  • Wieso ist das ein schlechtes Angebot? Gekaufte Spiele kann ich auch ohne Abo spielen. Und ja, es muss nicht immer 4K sein.

                    Bei den anderen Cloudiensten kannst du ohne Geld in die Hand zu nehmen gar nicht spielen.

                    Außerdem bekommst du einen Haufen Games „kostenlos“ und kannst sie spielen, solange du das Abo hast. Und im Gegensatz zum Gamepass verschwinden nicht wieder Spiele. Schon blöd, wenn ich ein Spiel halb gespielt habe und MS das Spiel aus dem Katalog streicht.

            • Also ich Kauf keine eBooks, sondern ich lade sie herunter. So ich, was selten vorkommt, mal eins mit drm bekomme wird das gestrippt, bevor es in die Ablage kommt.

              …und bei Computerspielen gibt es sehr wohl die Möglichkeit, sie zu kaufen. Ich mache das z.B., wie oben bereits erwähnt, über gog.com

              Ich kann viele Argumente für und gegen Stadia verstehen, aber dieses „ob man etwas besitzt spielt keine Rolle, macht euch keine Sorgen darüber, die Kontrolle über die Medien die euch prägen an Konzerne abzugeben“ ist doch Blödsinn.

              • Das ist genau was ich meine. Bei Gog.com kaufst du keine Spiele. Du erwirbst eine Nutzungslizenz.
                2.1 Wir gewähren dir und anderen GOG-Nutzern das persönliche Recht (auch unter dem juristischen Begriff „Lizenz“ bekannt), GOG-Dienste zu nutzen, um GOG-Inhalte herunterzuladen, auf sie zuzugreifen und/oder zu streamen (je nach Inhalt) und zu nutzen. Diese Lizenz gilt nur für deinen persönlichen Gebrauch. Unter bestimmten Umständen, die wir nachfolgend erläutern werden, können wir dir diese Lizenz entziehen oder sie vorübergehend außer Kraft setzen.

                • Ooh. Da hab ich in meiner ersten Antwort gar nicht verstanden, was du gemeint hast. Sorry. 😀

                  Diese Art von Nutzungsbedingung ist mir vollkommen egal. Wichtig ist bloß, wer die tatsächliche Kontrolle hat.

                  Also würde gog mir die Spiele nicht verkaufen hätte ich sie als torrent geladen und wär damit ähnlich zufrieden; ganz ohne Nutzungsbedingungen.

                  Wenn gog morgen der Meinung ist, sie hätten mir das Spiel lieber nicht verkauft können sie allenfalls nett fragen, ob ich so freundlich bin es zu löschen. … was ich nicht machen würde. Wenn Google morgen unzufrieden damit ist, mir ein Spiel verkauft zu haben, nehmen sie mir die Möglichkeit es zu spielen einfach weg.

                  Der Unterschied zwischen den beiden Anbietern ist: Bei Gog (oder allgemein offline-Installationsdateien) liegt die Kontrolle bei demjenigen, der System & Speicher kontrolliert, bei Stadia liegt sie bei Google.

                  Die „Lizenzen“ auf Netflix oder im Google Play Store sind Lizenzen letzter Art, insofern als dass die Kontrolle bei Google; Netflix, etc. liegt. Die Lizenzen beim kauf einer DVD sind die erster Art insofern, dass sie dir spätestens nach dem rippen egal sein können.

  3. Für mich sieht so aus, als haben exklusiv produzierte Spiele einen schlechten Return on Invest. Ich vermute Google hatte damals mit weniger Partnern geplant. Mittlerweile scheinen sich viele Publisher für die Plattform zu interessieren. Da lohnt es sich mehr in Hardware und Rechenzentren zu investieren, um mehr Kunden zu gewinnen. Exklusive selbstproduzierte Games scheinen wenig neue Kunden bescheren. Cyberpunk und Ubisoft catchen da eher mehr.

    • Ich persönlich und auch der Großteil des Subreddits halten diesen Move für Stadias Untergang. Dein Kommentar gibt aber mir aber nochmal eine andere Sichtweise.

      • Zumal man bedenken sollte, dass ggf. Microsoft oder Sony noch Studios kaufen. Und diese Titel erscheinen wahrscheinlich dann nicht mehr für Stadia…

      • r/Stadia ist nebenbei gesagt eines der vermutlich toxischsten Subreddits, die mir je untergekommen sind. Vollkommen verrückt, wie die drauf sind.

        Ich hoffe das wird besser, wenn die Plattform wächst.

      • BearLover1982 says:

        Die Leute auf Reddit sind teilweise unerträglich, weil sei absolute Fähnchen im Wind sind. Ich halte das ganze auch eher für eine Chance statt einen Untergang seitens Stadias.

    • Eher hat google mit mehr Partnern und Angeboten gerechnet, damit hätten Sie ein wesentlich besseren Standpunkt bei Verhandlungen gehabt. Aber wenn du nur 1–2 Partner hast dann musst du auch an Exklusivität das nehmen, was sie dir hergeben.
      Stadia steckt in Schwierigkeiten, weil Google gemeint hat das man das so larifari nebenher machen kann.

  4. Ohje, ohje… Warum… Habe mich so auf Cloud-native Titel gefreut…

    • Weil es so vielversprechend war… Habe als Founder auch darauf gehofft. Abgesehen davon: Habe die Tage mal GeForce Now getestet und bin begeistert. Kann jetzt Anno 1800 in voller(?) Auflösung ohne Probleme auf meinen Surface zocken. War vorher undenkbar.

      • Du kannst sogar Cyberpunk 2077 in FHD60 inclusive Raytraycing und HDR mit allen Einstellungen auf Anschlag spielen…

        Ich kann nicht nachvollziehen warum so viele Stadia so toll finden, GeForce Now aber kaum Beachtung findet.
        Meiner Meinung nach der aktuell am besten funktionierende Streamingdienst für Games.

        • Ein Kritikpunkt den ich bei GeForce Now habe: Selbst als Bezahlmitglied gibt es Wartezeiten. Gerade als Cyberpunk rauskam musste man auf einen freien Rig warten (Ich wollte dabei ein ganz anderes Spiel spielen!). Das geht mal gar nicht. Das gab es bei Stadia nie.
          Ansonsten stimme ich zu: GeForce Now läuft sehr gut und macht auch Spaß. Ich persönlich finde das Handling bei Stadia aber etwas „geschmeidiger“.

        • Läuft GeForce Now mittlerweile stabil? Als ich den Service das letzte Mal getestet hatte war er selbst für zahlende Nutzer häufig überlastet und regelmäßig (mehrmals am Tag) gab es fiese Artefaktebildung und komplett verschwommene Bildinhalte bevor das Bild wieder komplett scharf wurde.

          In der Form war der Dienst für mich unbrauchbar.

          • Ich hatte bisher keinerlei Probleme mit der Stabilität.
            Ich denke aber, der größte Faktor dabei dürfte die Internetverbindung selbst sein.

            Was die Wartezeiten angeht…
            Wenn überhaupt, dann war das maximal eine Minute zu absoluten Stoßzeiten.
            Meistens startet das jeweilige Spiel sofort im Schnitt nach bis zu 5, selten 10 Sekunden.

        • Was soll denn so geil sein, wenn ich nach ein paar Stunden vor die Tür gesetzt werde? War doch so, dass du nach 6 Stunden dein Spiel unterbrechen musst oder nicht? Das hört sich nicht nach best funktionierendem Dienst an.

  5. Stadia ging vor etwas mehr als einem Jahr an den Start und bereits jetzt schließen die ihr eigenes Studio? Hey Google – läuft bei Euch. Kein gutes Signal, zumindest extrem miese Außenwirkung in das dann doch wohl nicht so boomende Game-Streaming-Business.

    • Blacky Forest says:

      Die Außenwirkung ist vielleicht nicht so gut, aber ich glaube, dass es der richtige Schritt ist, sich auf das richtige Geschäftsfeld zu fokussieren. Und das machen sie mit diesem Schritt. Eigene Spiele zu entwickeln ist teuer (oder mitzuentwickeln) und es gibt doch hervorragende Spiele. Cyberpunk läuft bei denen super.

  6. Noch 3 Jahre

  7. R I P Stadia

  8. Man muss zunächst unterscheiden zwischen SG&E und „Stadia“.
    Stadia ist die Firma, die die Technologie zur Verfügung stellt UND mit der Abteilung SG&E ein paar exklusive Spiele Entwickeln wollte. Dies ist aber nach reiflicher Überlegung und mit nochmals 5 Jahren Wartezeit nicht rentabel.

    Dahingegen konzentriert man sich lieber auf Lizensierung der Technik für „Partner“ und kauft vielleicht für die eingesparten Mrd.$ ein paar exclusive Spiele ein. Ich schätze, statt für ein paar Mrd. selbst Studios zu unterhalten ist nicht so rentabel, wie Spiele einzukaufen oder einfach ihre Technologie zu lizensieren und für ein paar Mio. die Partner dazu zu bewegen, die Tech zu nutzen.

  9. Das Problem ist vermutlich, dass der Markt für Streaming recht begrenzt ist. Der Durchschnittskunde leistet sich bestenfalls zwei Abos im Monat, die möglichst nicht die 20€ Marke überschreiten sollen.

    Die Rangfolge ist klar, ganz vorne ist Filmstreaming. Und den zweiten Platz müssen sich alle erkämpfen.

    Am ehesten gewinnt da noch Musik, denn da kriegt man fast alle Inhalte. Alle anderen sind Nischenangebote, die nur einen Teil der Titel abdecken und teils zusätzliche Hardware erfordern. Und in Haushalten mit Kindern blockt Disney oft das zweite Abo.

    Stadia erfolgreich zu Betreiben stelle ich mir schwer vor. Die Titelauswahl der Prospiele ist mir zu dünn, ich spiele eigentlich nur die paar Spiele, die ich gekauft habe im kostenlosen Basisangebot.

    Sprich, Google hat an mir einen kleinen Gewinn an den Spielkäufen, kriegt aber nichts für den Betrieb der Infrastruktur.

    Ohne mehr Abonnenten zu haben, als reine Spieler von gekauften Games, kann Google nichts verdienen. Die generierten Daten dürften kaum Gewinne einspielen, denn außer zocken macht man ja nichts mit Stadia.

    Technisch finde ich Stadia super. Aber das war Google Music auch. Schlecht war das Marketing und die Gestaltung.

    Ein klassisches Googleproblem. Die sind intern nie aus der Nerdgarage rausgekommen. Google weiß zwar alles über seine Nutzer, kann die Daten aber nicht verstehen und in einen Kontext setzen.

    Wie der autistische Nerd, der nicht kapiert, warum die Mädels seine Witze nicht verstehen. Er erzählt den gleichen Witz, aber er kriegt Timing und Präsentation nicht hin. Er kann das nicht fühlen.

    Und Google kann das im Kern auch nicht. Die Suchmaschine Top, alles andere technisch gut, aber so schlecht auf die Kunden abgestimmt, dass es floppt. Die Pixeltelefone sind gut, haben aber die Ausstrahlung einer Brotdose und sind so hip wie Opas waschbares Taschentuch. Google Music hatte alle Titel und ein richtig gutes Radio mit tollen Titelvorschlägen ähnlicher Bands. UI und Präsentation aber mies. Und so weiter.

    Wenn Google seine Suchmaschine nie gehabt hätte und nur die Produkte drumherum, wäre es schon lange Pleite.

  10. Mal ehrlich, die exklusiven Spiele waren alle nicht wirklich der Brenner. Selbst „Gelegenheitszocker“ spielen lieber Cyberpunk, AC, Baldurs Gate &Co statt stundenlang Spiele im Stil von Outcasters. Da lohnt es sich in meinen Augen den Fokus zu verlagern. Ich mag das naiv sehen weil Stadia seit Stunde eins nutze und meine PS nur noch als BluRay Player nutze, aber ich gehe noch Hoffnung…

  11. Hätte den move Amazon gemacht, okay Verständnis nach den Fehlschlägen, aber Google hat nicht mal ein Spiel draußen und das schlimmste sie befeuern jetzt noch mehr die Ängste der Leute, wer ist denn jetzt noch so verrückt und kauft da was, immer im Nacken die machen ganz dicht, das nächste sind die Preise für spiele im Stadia Shop da Kauf ich mir doch lieber ne ps4 pro oder xbox one x für unter 200 Euro. Mit Cyberpunk 2077 haben sie eine große Chance verpasst, hätten sie hier eine highlevel Version angeboten mit clever Marketing Kampagne die auf die Unzulänglichkeiten der xbox / ps4 abgezielt.

  12. Wer hier schon den Untergang von Stadia prophezeit, der sollte sich die Zielgruppe dieses Dienstes vor Augen halten. Tipp: es ist nicht der Hardcore Gamer. Das muss man immer noch betonen, weil das einige nicht begreifen wollen.

    Wer höchste Qualität mit niedrigster Latenz will, greift auch weiterhin zu Konsole oder PC. Doch der allseits bekannte „Casual Gamer“ ist das eigentliche Ziel. Einer wie ich. Meinen Gaming PC habe ich verkauft. Weil ich maximal 3 Titel pro Jahr spiele und mir manch einer davon auch noch die Lust versaut hat, weil ich nicht flüssig spielen konnte, trotz Ryzen und einer GeForce 1050Ti. Nämlich Metro Exodus.

    Durch Stadia konnte ich völlig ohne Installationsstress auf meinem 27er iMac in der Weihnachtszeit zocken und musste mir keine Gedanken über Speicherplatz, Qualität oder sonst etwas machen. Ein tolles Gefühl. Cyberpunk wird das nächste Spiel, auch dafür wäre mein PC zu schwach gewesen und eine Grafikkarte für um die 300€ hätte her gemusst.

    Nun habe ich andere Streaming Dienste noch nicht ausprobiert, aber schon Gutes von GeForce Now gehört. Soll ebenfalls gut funktionieren und ich werde es auch mal testen. Mich als Fast Mittvierziger begeistert das Streaming, denn endlich kann ich auf jedem (!) meiner Endgeräte zocken. Auf meinem iMac, meinem Thinkpad, meinem Smartphone, meinem Tablet, meinem Fernseher. Und das Beste, es ist auch noch egal, wo ich das mache. Selbst in der Mittagspause im Büro könnte ich eine Runde ballern gehen.

    Und ja, ich kenne Google und seinen Durchhaltewillen. Da wird ein vielversprechendes Produkt auch schon mal abgesägt. Egal. Nehme ich halt einen anderen Streaming Dienst. Denn durchsetzen wird sich das. Da bin ich sicher.

    • Geforce Now hat einen Nachteil, der das Ganze für mich unspielbar macht: Jedes Mal muss man sein z.B. sein Steam Passwort neu eingeben. Da ich für alle wichtigen Dienste lange Passwörter benutze, die ich mir nicht merken kann, benutze ich einen Passwortmanager. Aber auch Copy & Paste funktioniert beim Eingabeformular nicht, sodass ich wirklich jedes Mal das Passwort händisch eingeben muss. Darauf habe ich keine Lust.

      Ansonsten stimme ich dir voll zu. Bin auch eher der fenügsame Spieler und Grafik ist mir wesentlich unwichtiger als gutes Gameplay.

    • Bei mir sieht`s genauso aus. Stadia ist ne tolle Sache. Zeit zum zocken hat man immer weniger und wenn, dann will ich, das es läuft und ich mir keine Gedanken machen muss, ob die Grafikkarte ausreicht oder Zeit abwarten muss für den Download von Updates. Eigentlich hatte ich letztes Jahr vor Cyberpunk für meine PS 4 zu kaufen, habe dann aber beim Stadia-Angebot zugeschlagen. Und was soll ich sagen, ich bin happy. Es läuft! Auf TV, PC und Laptop! Und wenn ich sehe, wie es auf der PS4 „läuft“ bin ich doppelt froh, es (hier ist es auch nur eine Lizenz) nicht im Playstationstore zum Vollpreis gekauft zu haben. Jeden Monat gibt es Angebote und so gibt es immer mal wieder Spiele für Gelegenheitszocker zu nem guten Kurs. Als nächstes werde ich mir wohl Baldurs Gate holen und keine Gedanken daran verschwenden müssen, ob es der PC oder die PS4 noch schafft oder ich neue Hardware kaufen muss. Enfach anklicken und loszocken. Geil.
      Das sie jetzt die Abteilung geschlossen haben, die für exklusive Titel zuständig war bzw. ist sollte eigentlich jeden Gamer freuen. Ich finde es sehr bedauerlich, wenn einige Spiele nur Playstation- oder Xboxexklusiv sind, kann es aus wirtschaftlicher Sicht jedoch nachvollziehen. Durch den Entschluss sind Ressourcen (Gelder und Personal) frei geworden, die hoffentlich besser eingesetzt werden können.

      Nochmal zu den Lizenzen. Wenn Sony mein Playstationkonto sperrt oder Steam Tschüss sagt, schaue ich genauso in die Röhre. Dies sind allerdings nur Spekulationen, genauso, wie ein Ende Stadias. Und bei denen beiden genannten Plattformen, wird ja auch nicht bei jeder internen Umstrukturierung darüber fabuliert, dass man nicht mehr an seine Games kommt.

    • Der große Teil der Casual-Gamer kommt nur nicht, wenn er dann trotz monatlichen Kosten auch noch die Spiele kaufen muss, die er nie wirklich besitzt.

      • Welche monatlichen Kosten meinst du? Gekaufte Spiele kannst immer spielen ohne monatliche Zusatzkosten, nur halt nicht in 4k. Und gerade bei den Gelegenheits- oder Feierabendzockern bezweifle ich, dass sie alle 4k benötigen.

  13. Typisch Google, rein in die Kartoffeln – raus aus den Kartoffeln. Ich prognostiziere dann mal, dass Stadia in 3 Jahren auf den legendären Google Friedhof folgt. Man ist vor Jahren mit dem großen Ziel angetreten „bei nur 100 Mio. Nutzern enttäuscht zu sein“. Jetzt beerdigen sie das was ein Systemseller hätte werden müssen.
    Und jetzt kommt mir nicht mit „ich nutze es und es ist super duper“, das war der Reader auch, trotzdem ist er tot.

  14. Ich persönlich finde die Nachricht nicht so schlimm, zumindest den Inhalt nicht.

    Für mich ist der große Vorteil von Stadia, dass man aktuelle Spiele auf Fernseher, Tablet, Smartphone, Laptop usw zocken kann und wenn nötig auch einfach kurz zwischen diesen hin und herwechseln kann. Für Fernseher ist lediglich ein Chromecast notwendig, den man leicht hinter dem Fernseher verstecken kann.
    Und ich bin ehrlich, seitdem ich Stadia nutze, zocke ich wieder deutlich mehr. Es ist super bequem.

    Und ich zahle auch gerne die 10 € mtl, wenn im Hintergrund die Hardware aktuell gehalten wird und man somit durchgehend aktuelle Spiele in guter Grafik spielen kann. Das muss Google allerdings erst beweisen.

    So eine Nachricht verschreckt die Leute aber natürlich wieder und macht die positive Werbung durch Cyberpunk direkt zunichte. Aber Kommunikation/Präsentation konnte Google noch nie und treibt mich des Öfteren zur Weißglut.

    Ach es gibt so viele Baustellen bei Google, da könnte ich ausflippen. Sage nur Play Movies. Meilenweit hinter dem Angebot von Apple. Zumindest hier in Deutschland. Und da tut sich seit Jahren nicht viel. Und dabei hätten die die Mittel um ein viel attraktiveres Gesamtpaket zu schnüren. Aber ich komme vom Thema ab und rege mich schon wieder nur auf. Von daher….. XD

  15. Den Hardwareaspekt sollte man noch mehr hervorheben. Eine aktuelle spieletaugliche Grafikkarte für Titel wie Cyberpunk oder Metro Exodus kostet leicht 250-300€. Nimmt man an, dass man diese 3 Jahre betreiben kann, sind das ca. 7-9€ im Monat. Nun ist Stadia selbst ja kostenlos, wenn sich mit Full-HD begnügt. Doch selbst die Pro Version mit 10€ im Monat, die dann 4k HDR mit Surround Sound bietet, kann da gut mithalten. Rechne ich mir dann kurz hoch, was ich für eine Grafikkarte bräuchte, um Cyberpunk in 4k zu spielen, müsste ich noch weit mehr in meinen Rechner investieren. So tut es auch der 2015er iMac und das finde ich ziemlich geil.

  16. Ich glaube, da haben das ganze unfähige Leute geplant. Die einfach keine Ahnung von Spielebranche haben. Und ich meine jetzt nicht die Ingenieure, die eine tolle Arbeit geleistet haben, weil der Service technisch sehr gut funktioniert.

    Ich nehme mal an, die wollten den Gewinn mit ihrem 10€/Monat Abo für 4k/60fps machen. Das Problem ist, dass ihre eigene Hardware das bei den meisten Spielen nicht liefern kann. Somit macht es kein Sinn das abzuschließen. Man versprach Leuten das, was man nicht liefern kann. Im Abo enthaltene Indie-Spiele haben mich nie interessiert. Dafür braucht man doch keinen Super-Rechner in der Cloud. 10€ im Monat zahlen, um die Spiele im Sale kaufen zu können, wird auch keiner machen.

    Sie hätten zuerst die Spielerbasis aufbauen sollen und das kann man nur machen, indem man den Markt unterbietet. Das sieht man doch bei Epic, die Spiele und Gutscheine verschenken. Die Preise bei Stadia sind entweder auf gleichem Niveau oder bei den meisten Spielen deutlich teurer, wenn man kein Abo hat. Damit kannst du doch keine Kunden gewinnen.

  17. Stadia hat ohne eigene Exclusives keine Zukunft. „Dann doch gleich X-Cloud mit ihren Exklusivtiteln/Gamepass!“
    Anders als bei zahllosen anderen Marken, die schleunigst gekillt werden, wird Stadia einen langsamen Tod sterben. Stadia zur Verfügung stehenden Kapazitäten werden stetig der Userbasegemessen verringert oder eventuell für andere Anbieter geöffnet. Sony?

    Als Marke für ein kreatives und eigenständiges Produkt von Google jedoch ist Stadia praktisch am Ende.
    Disclaimer: Ich finds schade.

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