Google-Mutter Alphabet übertrifft die Erwartungen im zweiten Quartal 2018

Alphabet, der Mutterkonzern von Google, hat die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2018 veröffentlicht. Dabei übertreffen die Resultate die Erwartungen der Analysten. Gleichzeitig ist aber auch eine gewisse Skepsis vorhanden, denn die aktuellen Streitigkeiten mit der EU werfen ihre Schatten voraus. Trotzdem stieg der Aktienkurs von Alphabet zeitweise um 4 % an. Pro Aktie erreichte man Gewinne von 11,75 US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg um 32 % im direkten Vergleich mit dem gleichen Zeitraum 2017.

Insgesamt erreichte Alphabet laut dem Quartalsbericht Einnahmen von 32,66 Mrd. US-Dollar. Erwartet hatte man zuvor 32,2 Mrd. US-Dollar, so dass der Konzern für Freude gesorgt hat. Allerdings berechnet man in die Ergebnisse nicht die Strafe ein, welche Google an die EU zahlen soll. Dann lägen die Gewinne pro Aktie nur noch bei 4,54 US-Dollar. Auch die Kosten für die Traffic-Akquise sind kein Teil der Ergebnisse. Damit sind die Kosten gemeint, die Google dafür entstehen, dass Partner Traffic auf die Dienste des Unternehmens weiterleiten. Zöge man jene ab, lägen die Einnahmen noch bei 26,24 Mrd. US-Dollar. Das spielt aber immer noch über den Erwartungen, welche hier bei 25,58 Mrd. US-Dollar spielten.

Google konnte dabei auch die Einnahmen durch Werbung steigern. Dafür sind aber die operativen Verluste durch die sogenannten „Other Bets“ von 633 auf 732 Mio. US-Dollar gewachsen – die Werte aus der obigen Tabelle spiegeln jeweils Millionen wider. Bei Google meinen die „Other Bets“ beispielsweise Google Fiber, Nest und andere experimentellere Projekte.

Die Börse, die Analysten und Google bzw. die Mutter Alphabet sind allerdings mit den Geschäftsergebnissen zufrieden. Nun muss sich wohl nur noch zeigen, ob Google die durch die EU verhängte Rekordstrafe am Ende wirklich zahlen muss oder sich doch noch herauswinden kann. Denn das Unternehmen hatte bisher den Standpunkt vertreten das Ergebnis nicht einfach hinnehmen zu wollen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Hm also im Watchblog wird berichtet das die Strafe bereits abgezogen ist in Q2.

  2. Strafen die irgendwie nicht weh tun. Wie sinnvoll?!

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