Google Fotos: Aktuelle Kampagne kommt gut

artikel_google fotosGoogle hat in der letzten Zeit einiges getan, um den Dienst „Google Fotos“ zu verbessern. Logo, je nach Nutzung sind da einige Inkonsistenzen zu finden. Ich schrieb ja neulich erst darüber, wie sehr verbesserungswürdig ich das Sharing von Alben finde – und das, obwohl Google da schon nachgearbeitet hat. Dennoch muss ich Google Fotos ein Lob aussprechen – die aktuelle Kampagne mit den Werbespots spricht genau das an, was in Sachen Bildern zählt. Logo – wer Bilder nicht in der Cloud wissen möchte, der muss einen Bogen um Google Fotos machen. Google spricht im aktuellen Spot ganz klar die Realität vieler Menschen an, die ich auch beobachten konnte, wenn ich als helfende Hand in Sachen Backup von Smartphones eingreifen muss.

Google Fotos Browser

Wir fotografieren mit den Dingern so ziemlich alles. Und weil wir die Möglichkeit haben und nicht mehr wie früher Bilder für teuer Geld entwickeln lassen müssen, knipsen wir wie wild. Wir fotografieren digital mit Smartphones oder Kameras eben nicht nur 1x die Landschaft, sondern 20x. Und das gilt für alle Belange. Da bilde ich keine Ausnahme. Und so wuchsen auch bei mir die Bilderarchive in unschönem Ausmaß.

An freien Tagen hatte ich mich hingesetzt, meine Backupstrategien überdacht und mich auch gleich dazu entschlossen, Fotos zu sortieren.  Was für eine Arbeit, offensichtlich hatte ich mich zur Jahrtausendwende dazu entschlossen, mit der vermehrten Knipserei anzufangen. Ich löschte Zehntausende Fotos. Weil ich weiss, dass ich mir niemals mehr die zahlreichen Kurzurlabsfotos anschaue, auf denen 20x das Gleiche zu sehen ist. Ich schaue es mir auf wenigen Fotos an.

Ich gucke mir auch keine Fotos an, auf denen besonders toll die Silvesterrakete zu sehen ist. Das interessiert mich nie wieder – und der Krempel sieht jedes verdammte Jahr gleich aus. Wichtig ist halt, dass man sich irgendwie Gedanken um eine Sicherung macht. Apple kann das mit der iCloud, Android eben mit Google Fotos. Ja, es gibt natürlich andere zahlreiche Lösungen, aber nicht so gut auf Backup, Verfügbarkeit und Betrachtung gleichermaßen ausgelegt.

Google Fotos macht es einfach – das auch im Hintergrund. Und wenn es wirklich mal zu knapp wird in Sachen Speicherplatz auf dem Smartphone, dann drückt man den Knopf für die Speicherplatzbereinigung und gut ist – dann fliegt alles aus dem Speicher, was schon in der Cloud gesichert wurde. Hier muss man natürlich bedenken: will man die volle Auflösung der Fotos behalten, so sollte man ab einer bestimmten Fotomenge vielleicht Speicher bei Google kaufen – 15 GB sind für alle Dienste mit drin – und ein Mehr ist nun auch nicht so kostenintensiv. 100 GB? 2 Dollar im Monat. Eigentlich ein Witz. Könnte Apple auch besser lösen. 50 GB kostenlos für iOS-Nutzer. Wäre ja mal was.

Eine Internetverbindung haben wir eh immer. In der Cloud gesicherte Fotos können wir überall betrachten, diese auch herunterladen – egal ob bei Apple oder bei Google gelagert. Und die Betrachter für die Bilder werden immer smarter. Die Foto-Lösungen zeigen Gesichter, Orte und Dinge, nach denen ich suchen kann. Sie schlagen mir Geschichten und Kollektionen vor, die mein Fotoerlebnis verbessern sollen. Ich betrachte Google und Apple als Nutzer der beiden Fotodienste besonders kritisch, da ich ihnen etwas anvertraue, was mir heilig ist. Perfekt sind beide nicht. Im direkten Vergleich hat bei mir persönlich Google die Nase vorne – das gilt aber nur, so lange es nicht auf geteilte und gemeinsame Alben ankommt.

Wie eingangs erwähnt: Man muss der Cloud und der eigenen Account-Sicherheit trauen. Macht man dies, so bietet die aktuelle Zeit das wohl Beste, was man seinen Fotos antun kann. Und nein, dieser Artikel will niemanden auffordern, von seiner jetzigen Strategie abzuweichen – ich habe schließlich auch eine andere. Ich will lediglich darauf hinweisen, dass man vielleicht überhaupt mal an seine Fotos denkt – eine externe Festplatte oder ähnliches ist kein Backup. Ich habe in der letzten Zeit zu viele Menschen erlebt, die sich da leider überhaupt keine Gedanken drum machen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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23 Kommentare

  1. Wieso soll eine externe Festplatte kein Backup sein?

  2. Humbug! Natürlich kann man mit ner externen Festplatte (oder besser zwei) eine prima Backupstrategie fahren. Mache ich seit Jahren so. Zudem nicht auf eine Sortierung durch eine Software vertrauen, sondern klassisch in Ordner. Beide Festplatten örtlich getrennt aufbewahren. Mehr Sicherheit geht eigentlich nicht und alles andere würde für mich nur mehr Bequemlichkeit für mehr Komfort bedeuten. Und mehr Bequemlichkeit war schon beim Thema Backup schon immer tödlich 😉

  3. Schöne Google-Welt …

  4. @Joerg
    wer macht schon einmal im Monat ein Backup seiner Bilder !? Da kenne ich nicht einen der das Konsequent machen würde. Außerdem muss die Festplatte wo die Bilder drauf kommen mindestens eine Externe sein und dann wäre eine 2. auch noch nett – hilft natürlich gegen Viren und so auch nicht.

    Das ist der Vorteil bei Google Fotos, ich mach ein Bild und schwups ist es gespeichert – mehr Aufwand für mich genau 0. Wenn ein Backup nicht 100% automatisch abläuft dann ist es sinnlos weil es dann nicht genutzt wird.

  5. „eine externe Festplatte oder ähnliches ist kein Backup“ – hää?
    Bedeutet das, dass nur eine Speicherung in der Cloud als Backup für dich zählt?

  6. Sicherlich kann man darüber diskutieren, ob ein Dienst wie Google Fotos nun ein Backup ist oder auch nicht, aber auf jeden Fall ist es doch schon mal besser als nichts. Und noch dazu hat man die Möglichkeit, unabhängig vom Endgerät und vom Aufenthaltsort auf seine Bilder zuzugreifen. Man muss das ja nicht nutzen, aber ich jedenfalls finde es gut, dass es solche Möglichkeiten gibt.

  7. Und wenn man genügend Leute zusammen hat (5 minimum), bekommt man über Google Apps for Work unlimitierten Speicher für 8 € pro User pro Monat…

  8. @namerp: wer macht regelmäßig jeden Monat soviel Fotos, dass er für den theoretischen Verlust dieses Fragments seiner Terabyte-Mediathek all den Komfortverlust durch das Cloudbackup in Kauf nimmt. Wer soviel fotografiert und filmt hat hoffentlich ein en Glasfaseranschluss…

  9. Wunder mich immer, wer sowas wirklich braucht.
    Egal, solange es Google reich macht.

  10. @mzcgn
    bei solchen statements musst du ganz schön viel wissen der letzten 10 jahre nachholen. seit wann geht es denn bei technik noch darum, ob man es wirklich „braucht“. vielleicht in 1% der fälle? es geht nur noch darum das leben ein kleines stück einfacher zu machen. unabhängig davon ob man google mag oder vertraut, macht Google Photos das auf jeden fall, wenn es um das sichern und verwalten von bildern geht.

  11. Was für ein Handy ist das eigl. im ersten Video? Ggf. das neue Nexus?

  12. @mzcgn: Wer braucht überhaupt irgendwas? Brauchst du ein Smartphone? Ich denke nicht. Einen Internet Anschluss? Du würdest sicherlich auch ohne überleben. Auch das sind Dinge, die im Grunde niemand wirklich braucht, die aber dennoch das Leben einfacher und angenehmer gestalten.

  13. Na ja, alles was ich mit dem Handy knipse gehts über gFotos in den Cloud! Bequemer gehts gar nicht, trotz iOS! 😉 Auf nackt-Bilder stehe ich nicht, daher kein Problem…
    Was die DSLR einfängt gehts über iMac auf TimeMachine +NAS +USB Sicherung an NAS! Das dürfte reichen… Falls die Welt untergeht ist es auch egal… ;))

  14. @Mike
    welchen Komfortverlust? Speichern in Ordnern macht ja nur Sinn für wenig Fotografierer oder die nur Projekt bezogen Fotos machen, ansonsten wird in Alben sortiert. Das funktioniert bei Google genau so gut wie bei allen anderen. Und mich persönlich würde es schon stören wenn 1 Monat oder mehr an Fotos einfach weg sind wenn es keinen triftigen Grund gibt das dies so sein muss. So hat man alle seine Fotos ohne jeglichen Aufwand sicherer als zu Hause auf einer Externen Platte oder NAS.
    Das natürlich ein Cloudbackup nicht alleine reicht sollte auch klar sein. Für mich ist das Cloudbackup vor allem dafür da das sich meine aktuellen Daten gesichert habe und das nicht zuhause. Was machen eigentlich die Externe/NAS ist ein Backup Fraktion gegen Überspannung/Blitz, Brand, Diebstahl, Viren und HW Schaden bei Daten die gerne 20-30 Jahre halten sollten ?

  15. Wenn nur die vielen nervigen Bugs in Google Fotos nicht wären…

  16. Namerp: gar kein Problem, dafür haste ja das Backup des Backup/ so wie du ja auch. Ordner machen einfach immer Sinn, denn nur so biste unabhängig von einer Software. Ansonsten halte ich es wie Caschy: schieb nix unverschlüsselt in ieine Cloud, was nicht jeder überall für immer sehen dürfte.

  17. Mein erster Gedanke als das Video zu ende war … Was für ein cooles Phone am Ende in dem Rendering … Und warum schaut das nächste Nexus nicht so aus … Dann würde es richtig einschlagen …

  18. Denny Weinberg says:

    Für alle die noch gerne lokal arbeiten: schaut euch mal Levipic an.
    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.levionsoftware.photos

  19. Nach anfänglichen Zweifeln bin ich mittlerweile recht angetan von Google Fotos. Ich nutze es ganz gerne, um Alben zu teilen oder Bilder für später greifbar zu machen. Das Prinzip, alle Bilder in einem großen Topf zu haben und diese dann mittels Suchen oder Alben zu filtern, ist recht praktisch. Es bringt aber auch ein paar Nachteile mit sich.

    Seit langem nutze ich dropbox, um meine Handybilder automatisch zu sichern. Das ging lange gut, aktuell funktioniert es aber sehr mässig. Manchmal muss ich Tage warten, bis die Bilder hochgeladen werden. Das nervt. Somit keimte der Gedanke, dies mittels Google Fotos zu lösen. Zwei Schieberegler angetippt und schon wurden die ersten Bilder vom Handy zu Google geschoben. Dann habe ich eingestellt, dass Google Fotos in Drive angezeigt wird und in der Drive Synchronisierung meines PCs den entsprechenden Ordner abonniert. Jetzt kommt aber ein Problem von „Alles-in-einem-Topf“ zum Vorschein: es werden alle Bilder von Google Fotos synchronisiert. Ich habe keine Möglichkeit, nur die Handybilder zu filtern, um nur diese auf meinem Rechner zu sichern. Die anderen Bilder möchte ich ja gar nicht nochmal auf meinem Rechner, den die habe ich ja bewusst aus welchem Grund auch immmer in Google Fotos geparkt.

    Eine vermeintliche Kleinigkeit, die mich noch nervt, ist das die Weboberfläche und die App unterschiedliche Möglichkeiten bieten. So kann ich im Browser direkt alle Bilder in einem Album löschen, in der App geht das nicht.

  20. @olidie: Stimmt schon, das ein oder andere würde ich auch gerne anders gelöst sehen. Das von dir geschilderte Szenario kann ich gut nachvollziehen, das ließe sich beispielsweise beheben durch eine Trennung von Handy-Fotos und anderen Fotos innerhalb von Google Fotos. Auch „Unteralben“, also Alben innerhalb von Alben, wäre manchmal schon praktisch. Das ist auch der Grund, warum ich dort bisher wirklich nur Fotos vom Smartphone ablege. Manchmal ist man eben doch noch ein bisschen eingefahren auf die in vielen Jahren lieb gewonnene Ordnerstruktur.

  21. Hat man bei Google Fotos irgendwie die Möglichkeit Geräteübergreifend Fotos in Ordnern zu sortieren? So das ich auf dem Handy zum Beispiel private und dienstliche Bilder sortieren kann? Vielen Dank im Vorraus für die Antworten und schönen Abend noch

  22. @Sorarsan: Ordner im klassischen Sinne gibt es da nicht, lediglich Alben, in die du Fotos einsortieren kannst.

  23. Seit kurzer Zeit, funktioniert die Gesichtserkennung nicht mehr, in den Einstellungen ist sie aktiviert, wenn ich neue Fotos hochlade werden sie nicht den Personen zugeordnet.

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