Google: Auch Netflix wurden verbesserte Konditionen im Play Store geboten

Epic hat Google vor den Kadi gezogen, darüber berichteten wir gestern bereits. Konkret kamen Informationen über einen Deal ans Licht, den Google Epic angeboten hat. Knapp 150 Millionen US-Dollar sollte Epic für den Verbleib Fortnites im Play Store erhalten.

Wie sich nun im weiteren Verlauf der Verhandlungen herausstellt (via The Verge), wurde auch Netflix ein unmoralisches Angebot gemacht. Aktuell kann man kein Netflix-Abo direkt aus der Android-App abschließen, da Netflix sonst die Gebühren für das Play-Store-Billing bezahlen müsste. Doch anfangs war das nicht so. Netflix bezahlte zuerst drei Prozent als man die eigene Zahlungsmethode anbieten konnte, doch dies wurde von Google eingestellt und irgendwann auf 15 % erhöht. Schlussendlich wurden Netflix 10 Prozent Gebühren angeboten. Wir alle kennen das Ende. Auch Netflix verneinte und das Abo gibt es nur über die Website.

Laut internen Google-Dokumenten sollte Netflix ein Platform Development Partner werden und interne Dokumente sprechen von einer Ausnahme für den Streaming-Riesen. Ein Google Sprecher bestätigte, dass es nicht ungewöhnlich ist, verschiedenen Entwicklern unterschiedliche Gebühren anzubieten.

Im Prozess zwischen Apple und Epic kam heraus, dass Netflix einen Deal mit Apple einging, der dem Streaming-Unternehmen 15 Prozent Gebühren sicherte, also nur die Hälfte der normalen Rate.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail

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6 Kommentare

  1. Früher nannte man solche Gestalten „Wegelagerer“.
    Besonders wenn ich an die 30% Zwangsabgaben an Apple für In-App-Käufe denke, ist das schon ziemlich unmoralisch.

    • nicht nur apple nimmt 30% schutzgeld, das machen auch Microsoft und Co, 30% für quasi nichts, alle Produkte könnten ohne dieses schutzgeld erheblich günstiger sein bzw wenn die Gebühr so wäre dass ein kleiner Obolus plus Infrastruktur Kosten bei rauskommen.

      • Ah, ich lese gerade, es geht noch mehr:
        „Der chinesische Gaming-Gigant Tencent fällt ebenfalls mit seinen Gebühren auf. Im eigenen Appstore soll der aktuell ganze 50 Prozent von den Entwicklern einnehmen und will die Abgaben Bloomberg zufolge gar auf 70 Prozent erhöhen. Die Entwickler würden hier also nur 30 Prozent von ihren Einnahmen behalten, statt so viel abzugeben. “ -> https://www.gamestar.de/artikel/steam-epic-amazon-psn-shop-anteil,3349896.html

        • Das ist typisch chinesisches Geschäftsgebahren, was Tencent da macht. Also wenn sie die 70% nehmen. Als ich dort gearbeitet habe, war meine laufende Schätzung dass „2/3 von allem“ in irgendwelchen Taschen versickert, nur dafür, dass die Taschen da sind und gefüllt werden möchten. Sollten wir uns schon mal dran gewöhnen, wenn wir weiter so auf Kuschelkurs mit denen bleiben und ihnen weiterhin erlauben hier Besitz zu erwerben.

    • Peter Brülls says:

      Wegelagerei liegt vor, wenn es keine Alternative gibt. Bei Google gibt es die schon. Bei Apple nicht. Allerdings besteht ja nun immer die Möglichkeit, das Bezahlen außerhalb des Stores zu machen.

      Die einzigen, bei denen das wirklich störend ist, sind eben die, die Spielerfolg verkaufen. Da hält sich mein Mitleid in Grenzen.

  2. > wurde auch Netflix ein unmoralisches Angebot gemacht

    Was ist denn „unmoralisch“?

    Ein prominenter Kunde bekam ein Marketingangebot.
    Einem Großkunde wurde ein Großkundenrabatt angeboten.

    Ist es nicht gang und gäbe?

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