Gartner-Prognose: 2021 werden für Wearables 81,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben

Die andauernde COVID-19-Pandemie mit einhergehendem Anstieg von Fernarbeit sorgt für ein gesteigertes Interesse an Tools zur Gesundheitsüberwachung. Das Resultat: 2021 sollen Endkunden daher rund 81,5 Milliarden US-Dollar für Wearables ausgeben – so die Prognose der Analysten von Gartner. Sollte jene Vorhersage zutreffen, so würde man einen Anstieg von 18,1 Prozent an den Tag legen: 2020 lagen die Ausgaben für Wearables bei 69 Milliarden US-Dollar.

Ein gesteigertes Empfinden für Gesundheit und Wohlbefinden sowie die Selbstverfolgung von COVID-19-Symptomen sollen für Interesse der Verbraucher am Wearable-Markt sorgen. Insbesondere sei ein starkes Wachstum in den Bereichen Hearables sowie Smartwatches zu verspüren.

Die Vergangenheitsdaten sowie Prognosen seitens Gartner für den Wearable-Markt sehen wie folgt aus:

Worldwide Wearable Devices End-User Spending by Type, 2019-2022 (Millions of Dollars)

Device Type 2019 2020 2021 2022
Smartwatch 18,501 21,758 25,827 31,337
Wristband 5,101 4,987 4,906 4,477
Ear-worn 14,583 32,724 39,220 44,160
Head-mounted display 2,777 3,414 4,054 4,573
Smart clothing 1,333 1,411 1,529 2,160
Smart patches 3,900 4,690 5,963 7,150
Total 46,194 68,985 81,499 93,858

Quelle: Gartner (Januar 2021)

Lediglich der Markt für Armbänder sei demnach rückläufig. Gestiegen seien insbesondere Ausgaben für Hearables. Hier konnte man in 2020 einen Anstieg um 124 Prozent auf 32,7 Milliarden US-Dollar verzeichnen. 2021 sollen die Ausgaben mit 39,2 Milliarden US-Dollar einen (vorerst) neuen Höhepunkt erreichen. Zurückzuführen sei dies insbesondere auf die Aufrüstung von Videotelefonie-Geräten im Home-Office.

Auch der Markt für Smartwatches ist am Boomen: Mit 21,8 Milliarden US-Dollar an Ausgaben seitens der Verbraucher und einem Wachstum von 17,6 Prozent erreichte man auch hier einen neuen Höhepunkt. Grund für ein weiteres Wachstum seien laut Gartner unter anderem neue Prozessortechnologien sowie Verbesserungen von Batterien, welche die Akkulaufzeit bei sinkenden Ladezeiten erhöht.

Neu und extra mit aufgeführt für die Prognosen sind „Smart Patches“. Jene unterscheidet man aufgrund des „signifikanten Wachstums“, welches bis 2021 prognostiziert wird, als eigenständige Kategorie. Hierbei geht es um nicht-invasive Tools zur Gesundheitsüberwachung, welche zur Kontrolle von Temperatur, Herzfrequenz, Blutzucker etc. auf die Hautoberfläche geklebt werden.

Derartige Sensorinnovationen und Miniaturisierung sollen das Wachstum im Markt im Übrigen auch künftig vorantreiben: Bis 2024 wird erwartet, dass rund 10 Prozent der Wearable-Technologien für den Benutzer unsichtbar werden. Zudem solle die Akzeptanz von Smart Patches, Wearables und intelligenter Kleidung über die nächsten Jahre weiter steigen. Ebenfalls erhöhe sich auch die Sensorgenauigkeit, sodass sich künftig die Leistungslücke zu medizinischen Geräten schließen soll. Diese Errungenschaften lassen für Gartner die Prognose zu, dass das starke Marktwachstum auch in den nächsten 3 bis 5 Jahren anhalte.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. Auf die Weltbevölkerung umgerechnet sind das ca. 10USD pro person. Die dunkelziffer wird ja um einiges höher sein als die amtliche erfasste Bevölkerung, gerade in strukturschwachen Regionen.

    Interessant wären mal Zahlen für den deutschen Markt oder anderen 1. Welt Ländern (ja ich weiß 1. Welt sagt man heutzutage nicht mehr, aber ich bin für echte Integration und einer wirklich gerechten welt anstatt nur für political corectness palaber)

    • Ich weiß nicht warum Gartner die „Fernarbeit“ als (Mit-)Grund für das gesteigerte Interesse an Wearables sieht. Aber wenn das wirklich ein Grund ist wird wohl in Deutschland nicht viel passieren. Hier gibts ja kaum Homeoffice.
      Ich heiße nicht Gartner, aber ich würde eher von einer baldigen Marktsättigung ausgehen. Man sieht doch kaum noch Leute ohne Mi Band, Apple Watch, Fitbit usw.

  2. Hmmmm, wegen der Pandemie habe ich mir KEINE Smartwatch gekauft obwohl ich das vor hatte. Macht nicht den Sinn wenn man eh nur zu Hause sitz? Und bis man sie richtig nutzt ist der Nachfolger raus 🙂

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