Ford erforscht neue Technologien für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Der US-Autohersteller Ford erklärt, dass er gemeinsam mit Commsignia, PSS, der Ohio State University, T-Mobile und Tome Software an einer Smartphone-basierten Kommunikations-Technologie arbeite, welche am Ende Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger vor potenziellen Gefahren warnen könnte.

Ford hat da schon eine Konzept-App im Sinn, die dann etwa mit Ford-Fahrzeugen mit Sync kommunizieren kann. T-Mobile unterstützt da derzeit bei ersten Tests durch seine 5G-Infrastruktur. Die Konzept-App werkelt auf Smartphones von Fußgängern und nutzt Bluetooth Low Energy (BLE), um den Standort des Fußgängers an Connected-Fahrzeuge von Ford, die in der Umgebung fahren, mitzuteilen. Erkennt das Auto z. B. einen potenziellen Zusammenstoß, kann Ford Sync den Fahrer warnen, damit dieser selbst dann reagieren kann, wenn er den Fußgänger nicht im Sichtfeld hat.

Ford hat diese Technik auf dem Intelligent Transportation Society of America’s World Congress in Los Angeles in dieser Woche präsentiert. Ford sieht auch weitere Anwendungsgebiete, um etwa Baustellen und Bauarbeiter zuverlässig zu erkennen und zu schützen. BLE bezieht man übrigens als technische Basis ein, weil die Technik ohnehin bereits weit verbreitet ist.

Ich selbst halte es allerdings für zweifelhaft, dass sich allerlei Menschen, die selbst keinen Ford fahren, so eine App herunterladen, um Fahrzeugen im direkten Umkreis ihren Standort zu übermitteln. Zumal da sicherlich auch ein gewisses Missbrauchspotenzial vorhanden wäre.

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10 Kommentare

  1. Für D wäre eine gute und bisher selten genutzte Technik sofort verfügbar: Tempolimit!

      • Wenn schon so flach, dann bitte auch mit allen Zahlen:

        Bundesstraßen, Kreisstraßen, Landstraßen: ~ 218.000 km … 1.592 Tote
        Bundesautobahnen: ~ 13.000 km … 317 Tote

        Das heißt: Wären die Autobahnen so lang wie die „Landstraßen“, gäbe es dort deutlich über 5.000 Tote.

        • Was sagt denn die Länge des Straßennetzes aus? Machen die Straßen Unfälle oder die Autos?

          Auf Autobahnen sind etwa 3 mal mehr Autos unterwegs als auf Bundes-, Kreis- und Landstraßen.
          Leider sind die Zahlen von 1990, da es keine neuere Zahlen für Land- und Kreisstraßen gibt. Allerdings stieg der Verkehr von 1990 bis 2015 auf Autobahnen doppelt so stark an als auf Bundesstraßen. Wenn ich das bezogen auf die Bundesstraßen interpoliere, komme ich für 2015 auf 3,3.

          Das heißt: Wenn auf den anderen Straßen genau so viel los wäre wie auf Autobahnen, wären es eher 5253 zu 317 Toten.

          Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/verkehr-in-zahlen-2020-pdf.pdf?__blob=publicationFile Seite 110

          • Hier ist noch eine andere Quelle mit anderen/aktuelleren Zahlen: https://www.zukunft-mobilitaet.net/172160/analyse/tempolimit-verkehrstote-auf-deutschen-autobahnen-vergleich-ausland-eu/#fnref-172160-3

            Da sind es 2,6 zu 1,5 Tote je 1 Mrd. Fahrzeugkilometer

          • 317 sind genau 317 zu viel! Und nicht nur, alle anderen genauso…
            Gesamten Straßennetz besser ausbauen, überwachen, kontrollieren, null Promillegrenzen, Geschwindigkeit per Tempolimit überall entsprechend reduzieren, Bußgelder kräftig erhöhen, etc.pp.

            • Natürlich ist jeder Tote einer zuviel. Aber wie schon Erich Kästner gesagt hat: „Das Leben ist immer lebensgefährlich.“
              0 Autounfälle erreicht man nur durch ein konsequentes Autoverbot. Selbst perfekte automatisiert fahrende Autos werden nicht unfallfrei sein.

              Die Frage ist: Wie kann man am effektivsten Unfälle vermeiden? Und wenn es abseits der Autobahn mehr als 3 mal so viele Unfälle pro gefahrene km passieren, würde ich persönlich da ansetzen.

              Es wäre deutlich sinnvoller statt des Straßennetzes das Schienennetz auszubauen. Das führt zu weniger Straßenverkehr und damit automatisch zu weniger Unfällen (und einer saubereren Umwelt).
              Höhere und strengere Bußgelder fände ich auch gut.

    • Stimmt, ein Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen würden enorm viele Fußgänger und Radfahrern vor einem Unfall bewahren.

      • So wie es ja auch innerstädtisch schon vorbildlich zelebriert wird … bzw. halt, da wird es ja eher zu abwegigen Zeiten und Stellen zum Geld scheffeln missbraucht, was dann allen anderen Zwecken dient.
        Also klar, mehr davon; wird viel (themenfremdes) ändern.

  2. Gunar Gürgens says:

    Anstatt so eine App zu machen könnte Ford und die anderen Hersteller auch einfach aufhören diese Sinnlosen SUVs auf den Markt zu bringen, dann würden sich die Toten nicht so stapeln.

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