Fairphone 2 kann ab sofort vorbestellt werden

Im Juni wurde das Fairphone 2 vorgestellt. Das „Fair“ im Namen trägt das Smartphone aus dem Grund, dass es mit fair gehandelten Rohstoffen und unter humanen Bedingungen hergestellt wird. Etwas, dass die Großen der Branche nicht auf die Reihe bekommen, logisch, hier sind ganz andere Stückzahlen im Spiel. Außerdem wäre der Durchschnittskunde vermutlich nicht bereit, den entsprechend höheren Preis zu bezahlen. So ist Fairphone ein Projekt, das zeigt, dass es auch anders geht. Mit dem Kauf eines solchen Smartphones rettet man vielleicht nicht die Welt, aber man kann zumindest ein Stück weit sicher sein, etwas fair produziertes zu nutzen.

Fairphone2

Das Fairphone 2 kann ab sofort vorbestellt werden. 15.000 Vorbestellungen möchten die Macher gerne erreichen, um die Produktion anzuschieben und weiterhin finanziell unabhängig zu sein. Das schaffte Fairphone bereits die letzten Jahre, sodass man sich nicht auf externe Investoren verlassen muss. Die ersten Besteller (alle vor dem 30. September) erhalten zudem eine Limited Edition-Version des Fairphone 2. Von außen nicht sichtbar, wird sich die Besonderheit beim Öffnen des Gerätes zeigen. Jep, genauer wird es nicht, ich habe auch keine Ahnung, was damit gemeint ist.

Wer jetzt vorbestellt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es noch eine Weile dauert, bis er sein Fairphone 2 dann auch in den Händen hält. Mit einer Lieferung wird im November gerechnet, Vorbesteller erhalten ihre Geräte in der Reihenfolge, wie sie bestellt wurden.

Das Fairphone 2 ist 5 Zoll groß und kommt mit einem FullHD-Display daher, welches durch Gorilla Glass 3 geschützt ist. Ferner kommen beim Dual-SIM-fähigen Smartphone 2 GB RAM, 32 GB erweiterbarer Speicher und ein Qualcomm Snapdragon 801 zum Einsatz. Das Gerät verfügt über LTE, WLAN nach n/ac-Standard und auch Bluetooth 4.0 LE fehlt ebenfalls nicht. Der Akku hat eine Kapazität von 2420 mAh, die Hauptkamera löst mit 8 Megapixeln auf.

Das Fairphone 2 ist nicht gerade ein Schnäppchen, kostet aber auch nicht unverhältnismäßig viel. 529,38 Euro werden für das Gerät fällig, wenn man es jetzt bestellt. Dies kann man im Online-Shop von Fairphone erledigen. Weitere Informationen zum Vorverkauf erhaltet Ihr in diesem Blogpost, zum Online-Shop geht es hier entlang. (Danke Hans!)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

8 Kommentare

  1. Das besondere ist, dass man es nach dem Öffnen sehr leicht zerlegen kann, was auch ein Teil der Philosophie ist 🙂 das wird sicher gemeint gewesen sein.

  2. Hoffentlich klappt diesmal die langfristige Unterstützung vom OS, MTK war da ja ein Totalausfall. Wenn man sich alle drei Jahre ein neues Gerät gönnt, statt pro Jahr drei Stück von anderen Herstellern, tut der Preis auch überhaupt nicht weh. Mal schauen, sobald Fairphone einen 5,5″er anbietet, greife ich zu.

  3. hmmm, meine Frau und Schwester (die eine Veganerin und die andere Bio-Konsumenten) würden gerne bestellen, jedoch wollen beide kein 5″ da es beiden einfach zu groß wäre.

    Ich wage einmal zu behaupten, das die meisten Fairphone-Käufer Frauen sind und deren Lieblingsgröße 4,3″ sowie max. 4.7″ Zoll sind, oder nicht? Schade, das alle Hersteller den xxl-Display-Trend mitmachen 🙁

  4. @Silvio: Ich glaube eher, dass die fairphone Käufer eher männlich, jung und recht technikaffin sind. Zumindest, was die erste Serie angeht…

    Dann sollen die beiden schauen, ob sie noch ein FP1 bekommen. Sicher gibt es eine Anzahl an FP1 Nutzern, die nun auf das FP2 umsteigen. Technisch sicher nicht auf dem allerneuesten Stand, tut aber hier zuverlässig seinen Dienst und das vor allem länger als 12 Stunden am Stück.

    P.S. Trotz ‚fair‘ im Namen kann man das Telefon nur bedingt essen. Aber es wäre zumindest vegan. 😉

  5. Erdöl besteht auch aus toten Tieren, nix vegan.

  6. Beschäftigt man sich etwas mehr mit der Materie trifft man auf viel „Versuchen..“ „in Zukunft…“ etc., aber auf wenig handfestes. Aber ein gutes Marketing, das den Gutmenschen anspricht.

  7. Finds immer noch ne schöne Idee, allerdings kommt mir so bald kein Androide mehr in die Tasche. Wenns ne WinFon-Version davon gäbe würde ich mal drüber nachdenken 😉

  8. Vielleicht mal zu Gemüte führen, wie „fair“ das „fairphone“ wirklich ist. (Spoiler: Ein bisschen fairer als andere, aber nicht wahnsinnig viel fairer.)
    http://blog.faire-computer.de/fairphone-zu-viel-versprochen-eine-bilanz/