Eierlegende Wollmilchsau: Xtreamer Pro

Ich bin ja Streaming-Freak. Filme, Musik, Fotos usw. kommen alle via WLAN von meinem NAS auf die Endgeräte. Naja, eigentlich nicht ganz: ich habe vier Network Attached Storages, ein Synology DS 210+, zwei NAS von LG (fürs Business) und meinen Xtreamer. Rico hat sich den Xtreamer Pro gekauft und einen Erlebnisbericht für euch geschrieben. Ich selber habe auch noch ein paar Fragen zum Xtreamer Pro, die hänge ich dann ganz unten an. Aber lassen wir nun Rico zu Wort kommen:

Im Mai hatte Caschy über den Xtreamer berichtet. Inzwischen vertreibt der Hersteller den Xtreamer Pro, der mit seinen Abmessungen (H: 12cm, T: 17,5cm, B: 8,2cm) größer ist als der Xtreamer. Dafür bietet das Gerät auch Platz für zwei 3,5″ S-ATA II Platten mit jeweils 2TB, die sogar im RAID I betreiben werden können. Viel Besser als meine eigenen Bilder zeigt das Bild von der offiziellen Produktseite was der Xtreamer Pro alles kann:

Der USB-Anschluss ist für die WLAN-Antenne gedacht, die sich im Vergleich zum Xtreamer nicht verändert hat. Vorne kann findet sich ein e-SATA und ein weiterer USB-Anschluss. Im Vergleich zum kleinen Bruder spielt der Xtreamer Pro einfach alles ab (oder entdeckt jmd. von euch in den Specs ein „fehlendes“ Format?). Nun aber zum wirklich Wichtigen: Dem Bild, den Settings und dem Feeling.

Der Startbildschirm wurde komplett erneuert, die Menüobjekte befinden sich nun unten und die wechselnden Bilder sind sehr schick 😉 Mal was ganz anderes.

Sehr schön ist die Übersicht am rechten, unteren Rand, welche Dienste gerade laufen. Außerdem gibt es seit der neuesten Firmware die Möglichkeit zu automatischen Updates direkt vom Xtreamer aus. Bisher musste man die heruntergeladene Firmware-Datei erst umständlich auf einen USB Stick kopieren und anschließend über den Xtreamer einspielen. Das Update funktioniert auch für weitere Services:

Was gibt es sonst noch neues zu berichten? Es gibt mit der neuesten Firmware Version 2.40 beta 20 RC3 außerdem noch die Möglichkeit, Dateien aus der WebUI heraus abzuspielen. Die Übersicht über die WebUi:

Und zum Abschluss: Man kann den eigenen Streamer mit einer DDNS-Adresse verknüpfen, nach der Registrierung ist es möglich per Fernzugriff auf die WebUI zuzugreifen, wodurch man die Möglichkeit erhält alle auf der Box befindlichen Files herunter zu laden, falls man unterwegs ist:

Nach Caschys Fazit nun meins:

Noch geiler als der kleine Bruder! Das Ding macht einfach nur Spaß und die Qualität der Ausgabe ist top. Integration ins Netz, Streaming, alle möglichen Formate werden unterstützt, Nutzung als NAS ist auch möglich. Allerdings findet man auch noch Bugs, wie zum Beispiel das seit der neuesten Firmware Beta gefixten Problem mit MKV Containern, wo man anfangs keinen Ton gehört hat.

Schöne Spielerei ist das Ding jedenfalls 🙂

So, das war also der Beitrag von Rico. Ich habe den Text natürlich auch verschlungen. Die Frage ist, kann ein Xtreamer Pro ein normales NAS ablösen? Mir stellen sich folgende Fragen:

Wie sieht die Geschwindigkeit im Netzwerk – also via RJ45-Anschluss aus? Gigabit heisst nicht Gigabit und der Xtreamer Pro hat nur 100MBit. Hat das NAS einen lahmen Prozessor, dann ist es auch im LAN lahm. Ich hab schon 10-15 Geräte getestet, die Unterschiede sind frappierend. Wer sein NAS testen möchte: Geschwindigkeit von Festplatten im Netzwerk testen.

Welche Dienste unterstützt der Xtreamer Pro zusätzlich? Auf der Produktseite konnte ich nicht sehen, ob ein iTunes Server angeboten wird oder vielleicht sogar die Installation eines SqueezeCenters für die Logitech Squeezebox Boom möglich ist. Wie schaut es mit der Lautstärke aus? Wohnzimmer-tauglich? Die Geräte von LG und Synology sind so leise, dass ich sie in meinem Arbeitszimmer nutzen kann ohne genervt zu sein. Der Xtreamer Pro sieht reizvoll aus – würde mir als NAS-Ersatz nicht ins Haus kommen – wegen jenem 100MBit LAN.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

71 Kommentare

  1. Schöner Bericht, aber dafür muss man wohl wirklich ein Technik Freak sein. Die Hälfte der Begriffe musste ich erstmal googeln, bevor ich damit überhaupt etwas anfangen konnte. Man wird alt 🙁

  2. Vor einigen Tage kaufte ich mir ebenfalls ein NAS von Synology. Bin bislang sehr zufrieden. Der XTreamer Pro ist aber noch ausbaufähig. 2xUSB; 2xLAN; mehr NAS Funktionen.

    Dennoch ist es ein solides Gerät.

  3. @le_mag: welches isses geworden?

  4. @caschy: Die DS210j mit 2x1TB im RAID 0 + externes USB-Backup für private Dateien.
    Die DS710+ mit 2x1TB im RAID 1 + externes USB-Backup für berufliche Dateien.

    Ich wollte noch hinzufügen, das man die Funktionen, Anschlüsse und die Oberfläche im TV ruhig in einem NAS einbauen sollte. Dann hätte man ein Gerät für alle Einsatzfelder. Eierlegende Wollmilchsau 2.0 😉

  5. Was mich interessieren würde, da ich schon den kleinen Xtreamer nutze:

    Hat der Pro das gleiche Problem mit der Wlan-Antenne (ständige Aussetzer bei direktem Anschluss)?

    Wie sind die Transferraten im Netzwerk via Wlan? Beim Xtreamer ist diese Art der Datenübertragung quasi kaum nutzbar, da man nicht über 1 MB/s. Da kann das Kopieren eines Films vom Notebook zum Player schon mal eine Stunde dauern.

  6. Als NAS würde mir hier auch der Gbit-Anschluss fehlen, das gehört heutzutage ja einfach dazu.

    Auf der anderen Seite kommt es halt drauf an, was man damit machen möchte. Mit dem WLAN-N kommt man immerhin auf (theoretisch) 300 Mbit.

    Habe mir gestern gerade die Popcorn Hour A-200 bestellt. Die verbinde ich auch mit WLAN-N. Wird sich heraus stellen, ob das zum streamen reicht.

  7. Hier mal ein paar kleinen Anmerkungen, da ich seit längerem den kleinen Xtreamer besitze.

    1.) Die Xtreamer spielen genau die gleichen Formate ab. Daher ist dieser Satz „Im Vergleich zum kleinen Bruder spielt der Xtreamer Pro einfach alles ab“ etwas unpassend.

    2.) Anderen Leuten Dateien per Internet freizugeben, geht leider nur auf dem Xtreamer Pro.

    3.) Der kleine Xtreamer mit Sitewider hat bzw. braucht keinen Lüfter und ist daher extrem leise.

    4.) Mit der Beta-Firmware geht jetzt auch HDD Spin Off.

    5.) Der Speed im LAN ist etwas langsam, aber für 100Mbit Ok. größere Datenmengen schiebe ich per USB auf den Xtreamer.

    6.) Man kann auch 720p und 1080p per LAN/Netzwerkfreigabe anschauen. Nur das vor- und zurückspulen bei mach bei 1080p dann keinen Spaß mehr.

    7.) Die Lautstärke von Filmen hängt immer vom Material ab. Generell sind DVD- und Blueray-Filme immer leise. An meinem Fernseher muss ich immer die Lautstärke von 15 (normaler Fernsehbetrieb) auf 25 erhöhen um guten Sound zu haben. Ton ist aber dennoch Ok.

    8.) Der kleine Xtreamer hat zwei USB-Anschlüsse und der Xtreamer Pro nur einen.

    9:) AN den Xtreamer kann man per USB ach ein DVD-Laufwerk anschließen und ihn als DVD-Player verwenden. BlueRay-Laufwerke gehen aber glaube noch nicht.

    Gruß,
    Datafreak

  8. Wer einen NAS hat der braucht den Xtreamer Pro doch nicht wirklich.
    Am Fernseher will ich Ruhe haben.

    Meine Empfehlung WDTV Live , oder wer mehr Geld ausgeben will, nimmt den A-200 Popcornhour.

  9. nyan, 100MBit reichen bei mir, da meine FB7170 sowieso nicht mehr her gibt und da ich das Gerät eigentlich nur als Player nutze ist es irrelevant. Und um ein paar Sachen drauf zu kopieren brauch ich kein Gigabit LAN.

    Bzgl. der Lautstärke: Also in Verbindung mit meinem Soundsystem, optischem Ausgang und Verstärker rockt das Ding. Ist nicht anders als beim BlueRay Player. Wie soll man das objektiv messen?

    Zur Geschwindigkeit der Platte im Netz vermag ich auch nichts zu sagen, da das Gerät bei mir ja nicht überall hin streamen soll 😉

    Keine Ahnung wie es mit iTunes Server etc. aussieht… Vielleicht kann jmd. davon berichten?

  10. Hier hatte ich schon mal nen Speed-Test gemacht:
    http://forum.xtreamer.net/topic/10457-xtreamer-usb-ubertragung-extrem-langsam/page__view__findpost__p__102284

    […]
    Per LAN kann ich die Daten mit ca. 4,5 MB/s übertragen.
    Da braucht man für ca. 1 GB etwa 4 Minuten.

    Per USB kann ich die Daten mit ca. 19 MB/s übertragen.
    Da braucht man für ca. 1 GB etwa 1 Minute.
    […]

  11. Wenn sie das neue Gerät schon „Pro-Version“ taufen hätten sie ruhig mal Gbit LAN, USB 3.0 (evtl HDMI 1.4a 🙂 ) spendieren dürfen.

  12. Schluckspecht says:

    Hallo Leute, ich habe eine WDTV Live und spiele damit gerne meine 1080p Filme ab. Ich hab mir das Teil deswegen gekauft weil es im Gegensatz zum Vorgänger DTS Downmixing kann (was bei vielen mkv-Dateien mittlerweile der Fall ist)

    Bin davon ab etwas enttäuscht da das DTS quasi gequetscht wird und die Stimmen zu leise und die Effekte zu laut sind, was eine Spielerei mit der FB ist.

    Wie sieht das mit dem Xtreamer pro aus? Kann der DTS Downmixing und lässt sich das auch ohne AV-Receiver ganz gut anhören?

  13. Ich bin stolzer Besitzer von einem Xtreamer & dem e-Trayz (NAS vom gleichen Hersteller) und bin mit dieser Kombination durchauszufrieden. Filme, Fotos alle auf dem eTrayz und Xtreamer ohne Festplatte, als reiner Streamer. Funktioniert tadellos, nur Wlan natürlich zu langsam für 1080p.

    edit: Twitter: philk90

  14. „oder entdeckt jmd. von euch in den Specs ein “fehlendes” Format?)“

    Naja, WTV z.B. … das ist das Format, welches vom Windows Media Center unter Win7 zum aufzeichnen von TV-Sendungen verwendet wird.

  15. Was mich mal interessieren würde, wieviel Watt verbraucht so ein gerät tatsächlich? Idle und Full
    Und falls das ding sowas wie Standby besitzt, wieviel watt verbraucht es hier?

  16. Ich hab mehr als nur ein NAS – die Sony NAS SE55PKE – nen NAS was in einer Musikanlage steckt… ansich (nur) ne 80 GB Platte, die aber komplett ins Netzwerk einbindbar ist… – war so ziemlich die günstigste Room to Room Musikanlage im Dumpingpreis für 500€ bei Saturn (UVP=1000€).. Internetradio – Netzwerkstreaming – iPod dock – MP3 – WMA – CD – Room to Room via mitgeliefertem Router (bis zu 12 Boxen glaub ich) – 80 GB Festplatte usw usw usw usw…

    insgesamt mit Saturn 5 Jahre Pro Garantie von 570€ auf knapp 560€ runterhandeln können… Und wohlgesagt – eine Neue Anlage. Mediamarkt hätte die als Ausstellungsstück total verkratzt für 460€ verkauft, aber da hab ich doch lieber ne neue Anlage für knapp 100€ mehr….

  17. Hallo

    Und das Entscheidende wieder nicht gezeigt!

    Was mich an meinem WD-Tv live unheimlich stört ist die Platzverschwendung, ich habe über 1qm Bildschirm und sehe 6 Filmtitel in der übersicht bevor ich scrollen muß. Ich möchte eine Exploreransicht die die 1080 Bildzeilen auch ausnutzt und mir zB in alphabetischer ansicht auf einer seite 20 Titel anzeigt bevor ich blättern muß. Bei 50 Filmen mag eine mediacenter optik noch gut sein, in zeiten von TB Platten und hunderten serienfolgen ist das nichtmehr brauchbar.

    Wie ist das bei diesem Gerät?

    BTW: Ich nutze einen Dell Zino-HD als Zuspieler unter der Normalen Windowsoberfläche, nichts ist schneller zu steuern und bringt mehr Übersicht

  18. IncredibleHorst says:

    Hatte auch eine WD-TV Live, ist bei mir jedesmal nach Firmware Update abgekratzt. Konnte ich dann glücklicherweise nach dem dritten Defekt zurückgeben (Rückwandlung des Kaufvertrages). Habe mir dann einen Acer Revo 3610 gekauft, seither bin ich rundum glücklich. Dank Media Player Classic und neuen VLC Player spielt er alle Formate ruckelfrei ab (auch 1080p). Im Gegensatz zur WD-TV Live spielt der Revo auch wma pro ab. Der Revo hängt über Power Lan im Netzwerk, leider schafft das nur 2,6 MB pro Sekunde. Für HD-Filme zum Glück ausreichend. Ein NAS wäre schon gut, dann müßten meine beiden Rechner nicht immer laufen.

  19. @MikeR1
    was hat denn das popcorn hour gerät für vorteile gegenüber des WDTV Live?

    @Schluckspecht
    ich habe noch die 1. generation der WDTVs welche noch kein DTS unterstützt. deshalb bin ich gezwungen sie manuell in ac3 umzuwandeln. allerdings konnte ich auf der anlage meines kumpels bei einem audiotest auch keine unterschiede zwischen ac3-640 und dts-1536 hören, weshalb ich nun alle film mit ac3 archiviere. dadurch spare ich 400MB pro filmstunde, was sich ziemlich schnell addiert.

    worauf ich aber eigentlich hinaus wollte ist ein großartiges programm welches ich für die DTS-to-AC3 convertion benutze: http://www.videohelp.com/tools/PopCorn_MKV_AudioConverter

    ich kenn mich zwar mit den einzelnen programmen aus und könnte es auch per commandzeile konvertieren, aber warum wenn dieses programm von demuxxen, convertieren, timecode checken, remuxxen alles alleine macht. und das bei einfacher benutzung 🙂 vll hilft dir das.

  20. @paradonym

    die sc 55pke gibts ab 350€.
    und sie ist schlecht. 80gb hdd sind im jahre 2010 erbärmlich.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.