Drum lösche, wer sein Smartphone verkauft

Sicher nicht ganz uneigennützig hat die Firma Avast einen Blogpost veröffentlicht, der sich mit Smartphone und Datenschutz befasst. Das Unternehmen, welches Antiviren-Produkte verkauft – und zufälligerweise ein Programm, welches sicher Smartphone-Daten löschen soll – hat bei eBay Smartphones gekauft.

20 Stück hat man genau gekauft, insgesamt 40.000 Fotos, 250 Mails und ähnliches gefunden. 750 Bilder zeigten Dabei Mädels beim Posing ohne Klamotten und 250 Bilder zeigten die Mannespracht. Lange Rede kurzer Sinn: schlimme Zahlen, allerdings geht aus ihnen nicht hervor, inwiefern die Nutzer der Smartphones überhaupt gelöscht haben. Sind es vielleicht Einsteiger, die einfach ihr Konto gelöscht haben, den Rest aber unangetastet gelassen haben? Sind es vielleicht sogar zurückgelassene microSD-Karten, die beim Zurücksetzen des Smartphones nicht gelöscht wurden?

Hierüber schweigt sich Avast aus, dennoch ruft es doch mal wieder Ordnung beim Verkauf des Smartphones auf. Tools zum Wiederherstellen gibt es einige, oftmals sind es keine teuren Spezial-Tools, sondern die kleinen, kostenlosen Tools wie Testdisk / Photorec, die schnell gemounteten Speicherkarten Geheimnisse entlocken können. Ist halt anscheinend wie bei Festplatten, die im Schnellvorgang formatiert wurden.

Beim nächsten Mal vorab verschlüsseln und dann das entschlüsselte, aber gelöschte Gerät verkaufen, oder Geschütze wie SHREDroid und Co einsetzen. Oder wie macht ihr das?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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25 Kommentare

  1. @Florian K.
    Das sind aber nur Format Befehle. Einmal Photorec und man kann vieles wieder sehen. Ich würde erstmal das Handy an den PC anschließen, alle Ordner von Hand löschen und dann Custom-Recovery oder Werkseinstellungen. Danach noch den leeren Platz mit Zufallswerten fluten, nicht mit nur 00 oder ff.
    Oder wenn das Gerät einigermaßen aktuell ist, die komplette Geräteverschlüsselung aktivieren, alles verschlüsseln lassen und danach auf Werkseinstellungen zurück setzen. Sollte reichen. Freien Speicherplatz danach wieder fluten und gut ist.

  2. SD-Karte in den PC Kartenleser und mit TrueCrypt eine verschlüsselte Partition drüberbraten. Fertig.

  3. Ich habe noch nie ein Handy wieder verkauft. Die Dinger werden idR entweder kaputt und für einen guten Zweck gespendet oder wieder einer Verwendung zugeführt (Webcam, mobiler Hotspot, ..).
    Bilder speichere ich auf externen Karten, die weiter verwendet werden bis sie kaputt sind.

    2000 Bilder sind zwar viel, aber auch nicht abartig viele. Ich habe selbst knapp 1400 Fotos/Videos drauf und dabei keine Sachen wie „mein Essen lol smile“.
    Gemacht wurden garantiert einige mehr.

    Thalon

  4. Also ich behalte meine Sd karte immer wenn ich mein Telefon wechsle was ca. alle 1,5 Jahre vorkommt. Wobei ich sagen muss das ich derzeit sagen muss das mein Xperia z immer noch ausreichend ist. Obwohl mich das Oneplus One schon Reizen würde aber anderes Thema. Den internen Speicher mache ich wie auch beim PC die Festplatten einfach ein paar mal mit unützen daten voll und lösche wieder

  5. Mein Phone ist 6 Monate alt und hat über 1000 Bilder, ich sehe hier keine unrealistischen Zahlen. Eher dass auf den Bildern zu 5% nackte Handybesitzer zu sehen sind kann ich nicht ganz glauben..

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