Deutscher Wetterdienst (DWD): App muss im aktuellen Umfang kostenpflichtig bleiben

Der Bundesgerichtshof hat heute ein Urteil bekannt gegeben, welches sich mit etwas beschäftigt, was auch bei uns Thema war. Es geht um WarnWetter, die App des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Der unter anderem für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat nämlich entschieden, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine App mit zahlreichen über reine Wetterwarnungen hinausgehenden Informationen zum Wetter nicht kostenlos und werbefrei anbieten darf.

Das Ganze zieht sich schon ein paar Jahre und es handelte sich ja auch nicht um das erste Gerichtsverfahren, denn bereits Ende 2017 gab es ein erstes Urteil, das besagte, dass es die App nicht kostenlos geben dürfe. In diesem Zuge wurde der Preis im Dezember 2017 auf 1,99 Euro angehoben. Warum das Ganze? Na klar: Ein Mitbewerber hatte gegen das kostenlose Angebot geklagt und auch Recht bekommen.

Der DWD hat mit seinem für die Nutzer kostenlosen und nicht durch Werbung finanzierten Angebot einer WarnWetter-App allerdings nicht erwerbswirtschaftlich, sondern allein zur Erfüllung seiner öffentlichen Aufgaben gehandelt.

Er hat dabei aber die Grenzen der Ermächtigungsgrundlage des § 4 Abs. 6 DWDG überschritten, weil sich die Inhalte der unentgeltlichen WarnWetter-App nicht allein auf Wetterwarnungen beschränkten, sondern darüber hinaus zahlreiche allgemeine Wetterinformationen enthielten – so der Bundesgerichtshof. Deshalb ist das Angebot der WarnWetter-App als geschäftliche Handlung anzusehen und an den Regeln des Wettbewerbsrechts zu bemessen.

WarnWetter
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?DWD WarnWetter
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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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75 Kommentare

  1. Wieso nehmen die dann nicht einfach DIE Infos raus, die sie NICHT kostenlos zu Verfügung stellen dürfen?
    Und diese Zusatz Infos können sie ja dann verkaufen wenn sie wollen.

    • Genau das machen sie doch?!

    • Genau so ist die App aufgebaut und ich habe gerade 2€ investiert um die Premiuminhalte freizuschalten. Macht einen guten Eindruck. Welche App bzw Anbieter macht das noch besser?

      • Ich nutze Weather Pro und bin sehr zufrieden damit. Ist regelmäßig ganz vorne bei Tests dabei.

        • Die „neue“ WeatherPro App ist ein Scherz gegen die alte blaue. 3,4 Sterne heute gegen 4,9 bei der alten. Von wegen bei Tests ganz vorne mit dabei…

          • Das sind ja keine Tests…. Aber Werbung in gekaufter App geht garnicht. Seitdem ist sie bei mir deinstalliert. Abo wurde mit der Zeit auch immer teurer…..

            • wie? Du hast ein App gekauft und war immer noch Werbung enthalten?
              Wenn es so ist würd sowas auch für ewig verbannt werden aus meiner Liste.

              • Genauer gesagt, die WeatherPro-App bot die App mal kostenpflchtig an, hatte seine Preispolitik aber geändert, in dem die App nun an sich werbefinanziert und kostenfrei ist. Von der Werbung kann man sich seit der Umstellung (die zeitgleich mit der Designumstellung) stattfand nur noch per Abo freikaufen. Das führte wohl auch zu schlechteren Bewertungen im Playstore, da sich viele Käufer zurecht „ge*rscht“ fühlten. Keine Ahnung, ob sich das mittlerweile geändert hat, aber soetwas geht bei mir (trotz vorhandenen Werbeblocker) nicht, alleine schon aus Prinzip… 😉

        • Weather Pro hab ich auch für die normale Wettervorhersage . Allerdings kosten die Premiuminhalte dort 10€ im Jahr, das ist was anderes als einmalig 2€.

      • Sparbrötchen says:

        > Welche App bzw Anbieter macht das noch besser?
        Bezogen auf was? Den Leistungsumfang, die optische Aufbereitung, die Usability, die Korrektheit der Vorhersage an *Deinem* Standort oder an beliebigen Inlands- Auslandsstandorten?

        Auf Android Hilfe gibt es einen Thread in dem die Datenquellen der bekanntesten Apps gesammelt werden, denn so viele Wetterdatenanbieter gibt „hintenraus“ nicht.

        Die App Anbieter können diese Daten dann unterschiedlich aufbereiten oder mehre Quellen zusammenführen, um eine Verbesserung (Ort/Zeit) und/oder Vergrößerung des Leistungsumfang zu erreichen. Gerade wenn Du nicht in einer Großstadt oder direkt neben einer Meßstation wohnst, ist die korrekte „Interpolation“ für Deinen Ort wichtig.

        Neben der von mir auch selbst gekauften DWD App, kann ich von der Vorhersagequalität die Apps empfehlen die die Daten vom norwegischen Wetterdienst nutzen.
        Das kannst Du hier testen https://www.yr.no/place/Germany/

        Am besten auf den Webseites der Anbieter für Deinen Ort die Werte mit dem Blick aus dem Fenster vergleichen und erst dann schauen welche zugehörige App, Dir optisch oder von den Zusatzfunktionen gefällt.
        Denn was nutzt es Dir, wenn Dir die Optik gefällt, aber die Vorhersage nie stimmt?

      • Der DWD ist kein Anbieter, sondern der nationale Wetterdienst. Er betreibt die Hochleistungsrechenzentren der Wettermodelle und die ganz realen Wetterstationen. Alle anderen bekommen diese Daten und kochen daraus ihr Süppchen. Dabei wird auch viel Augenwischerei betrieben. Beispielsweise eine präzise Temperaturangabe und Prognose für Hintertupfing. Das ist so nicht möglich und alles nur herbei gerechnet. Die DWD App zeigt die realen Meßdaten und die darauf seriös basierenden Prognosen für die nächstgelegene richtige Wetterstation an. Das gibt einen realen Eindruck vom Wetter jetzt und morgen in der jeweiligen Region und ist wesentlich nützlicher, als die bunten Superapps die suggerieren Tausendsassas zu sein, aber mehr mit Nostradamus gemeinsam haben.
        Auch ausländische Wetterdienste greifen fürs Deutschlandwetter selbstverständlich nur auf die Daten des DWD zurück.
        Einzig die Firma die Herr Kachelmann gegründet hat besitzt ein eigenes, nennenswertes Stationsnetz in Deutschland, allerdings nicht so dicht und wird noch aus anderen Gründen fachlich kritisiert (die Standorte seien nicht repräsentativ ausgewählt, usw.; kann ja jeder selbst googlen und sich eine Meinung dazu bilden).
        Und was jeder wissen sollte: der DWD erhebt diese Daten und berechnet die Wettermodelle mit Steuergeld! Alle privaten Wetterdienste, sei es der Wetterbericht in der Glotze oder irgend eine App, können darauf KOSTENFREI zugreifen und das selbst zu Geld machen, indem sie dann Werbung in „ihrer“ App einblenden etc. Aber sie haben von Anfang an versucht zu unterbinden, dass der DWD selbst die Daten kostenfrei an jene aufbereitet herausgibt, die sie finanziert haben, uns alle, die steuerzahlenden Bürger. Das als WETTBEWERB zu bezeichnen, wenn der DWD gerade keinerlei Gebühr für diese App nehmen wollte, war schon ein starkes Stück. Aber so ist leider die Rechtslage. Eigentlich müsste man jetzt die Wetterdaten für die ganzen Privatfirmen auch kostenpflichtig machen, dann hätten sie sich schön ins eigene Knie geschossen. Aber wird leider nicht passieren, Lobbyismus und Unkenntnis des Bürgers über diese Zusammenhänge. Sagt es weiter. Es ist unfassbar dreist was hier passiert ist.

        • Gute Zusammenfassung dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

        • Christian S. says:

          „… Einzig die Firma die Herr Kachelmann gegründet hat besitzt ein eigenes, nennenswertes Stationsnetz in Deutschland, allerdings nicht so dicht und wird noch aus anderen Gründen fachlich kritisiert (die Standorte seien nicht repräsentativ ausgewählt, usw.; kann ja jeder selbst googlen und sich eine Meinung dazu bilden). …“

          Ja, der Kachelmann betreibt eigene Wetterstationen. Er greift aber auch auf die Daten des DWD zurück. Und andere.
          Und er stellt zig verschiedene globale und lokale Modelle zum vergleichen zur Verfügung.
          Für Wetterfetischisten der absolute Traum.

          Fachlich kann da nix kritisiert werden, da es genaue Vorgaben zur Meßmethode gibt. Und er sagte mal selbst, eigene Stationen zu wenig, so dass man weitere Daten anderer Anbieter zur Berechnung nutzt.

          Gut, der Herr Kachelmann ist nicht besonders beliebt. Schon mal überlegt, dass die Kritik daher kommt?

          • Der Kachelmann hat seine Wetterstationen zumindest in Deutschland längst an die Meteogroup (u.a. Betreiber der App WeatherPro) veräußert —-> http://wetterstationen.meteomedia.de/

            • Christian S. says:

              „Der Kachelmann hat seine Wetterstationen zumindest in Deutschland längst an die Meteogroup (u.a. Betreiber der App WeatherPro) veräußert —-> http://wetterstationen.meteomedia.de/ .“

              Wenn ich es nicht falsch in Erinnerung habe war das so:
              Der gute Mann hat/ musste seine damalige Firma Meteomedia – seine Firma als er noch im TV war – verkauft/ verkaufen. Grund dürfte bekannt sein.
              Der neue Eigentümer verkaufte Meteomedia dann an die MeteoGroup. Die behielt nur die Wetterstationen und entließ (fast?) alle Mitarbeiter, worüber der Herr Kachelmann nicht glücklich war.

              Seine neue aktuelle Firma betreibt soweit ich weiß wieder ein paar wenige Wetterstationen, arbeitet auch mit privaten Hobbymeteorologen zusammen und greift auch auf deren Daten zu – vielleicht daher auch der (angebliche) schlechte Ruf?

              Wenn man sich allerdings seine Website und Apps anschaut, sieht man, das dort einige Daten und Modelle aus zig Quellen zum Vergleich angeboten werden.

        • +1! Schon 2017 fiel mir die Kinnlade runter als ich von der Wetter-Online Klage hörte, da habe ich die DWD App sofort gekauft/ freigeschaltet und nutze NUR sie bis heute -übrigens, klasse App-! Alle anderen sind für mich auf immer und ewig gestorben!

      • Wetter Online ist genauer und zeigt einem auch nicht nur das Wetter aus der Vergangenheit an

        • Christian S. says:

          „Wetter Online ist genauer und zeigt einem auch nicht nur das Wetter aus der Vergangenheit an“

          Als ich bis vor 2 Jahren noch Twitter nutzte gab es einen regelrechten Sport zu tweeten, wie fehlerhaft die Angaben und Prognosen von WetterOnline sind.
          Damals wurde behauptet das WO größtenteils die Werte errechnet statt auf reale Daten von Wetterstationen zuzugreifen, es gab auch genug Beispiele dafür.
          Vielleicht hat sich das ja jetzt geändert.

          Falls du mit Vergangenheit die DWD WarnWetter App meinst, die zeigt Vergangenheit, Aktuell und Zukunft/ Prognose an. Wenn man bezahlt. Siehe Meldung.

    • Frage mich warum man dies nicht Über die GEZ ok heißt ARD bla bla blub… quasi einbindet und somit hat jeder schon bezahlt… scheiß auf die Konkurenz die es nicht mal schafft 2h vorher das Wetter gescheit anzugeben. Die beziehen ja sowiso auch von DWD die Daten und zahlen dafür nicht ausreichend…

  2. Na toll. Total dämliches Urteil. Wir zahlen dich für den DWD schon über unsere Steuern. Typisch Deutschland…

    Ich hoffe, der DWD baut seine App durch dieses Urteil noch weiter aus (ist etwas müßig, dort das Wetter nachzuschauen. Da sind die Mitbewerber schon besser / übersichtlicher) und belässt den Preis bei 1,99€. Mal sehen, wie die Mitbewerber das finden…

  3. Dämliches Urteil, wenn man es nicht versteht.
    Der Steuerzahler bezahlt für Wetterwarnungen, nicht für den Wetterbericht. Beides beruht auf den Wetterdaten, die auch den Wettbewerbern kostenfrei zur Verfügung stehen.

  4. Die 2 € bezahle ich gerne. Unaufdringliche und sehr seriös anmutende App. Das Urteil… nun es ist eben noch immer Deutschland. Neid, Missgunst und Hauptsache klagen. Jämmerlich!

  5. Etliche Urteile vom BGH, BVerfG oder EuGH sind seit Jahren zweifelhaft und nicht nachvollziehbar, mehr ist dazu nicht zu sagen und erst recht nicht im „Namen des Volkes“

    • Was will man auch erwarten von einem Land ohne unabhängige Justiz.
      Wenn „unser“ Justizminister der Staatsanwaltschaft einfach so die Ermittlung verbieten darf hat das mit Rechtsstaatlichkeit sowieso längst nichts mehr zu tun.

      • Auch das Wahlen rückgängig gemacht werden ist ein klares Indiz, dass hier schon lange etwas nicht mehr stimmt. Das setzt sich durch die ganzen Behörden durch und ist am besten jetzt bei Corona zu erkennen!

        • Welche Wahl wurde denn so rückgängig gemacht in letzter Zeit? Kleiner Tipp: Thüringen ist es nicht gewesen.
          Für den Zusammenhang zwischen Corona und dem nicht stattgefundenen zurückziehen von Wahlen, dafür reicht nichtmal der IQ von Gott mit seinem unendlichen Wissen. Herzlichen Glückwunsch, dass du ihn aber erkannt hast!

          • Also ist die Wahl eines Ministerpräsidenten keine Wahl? Nur weil Du nicht selbst abstimmen durftest? Was für eine eingeschränkte Sicht von Deiner Seite.
            Bezogen auf den Vorgängerpost war die aussage auf dem Versagen und Rechtsstaatlichkeit bei uns.

            • Auch diese wurde nicht Rückgängig gemacht. Das würde ja bedeuten, dass die Situation so wäre, als hätte die Wahl nie stattgefunden. Der komplette Verlauf in Thüringen ist von deren Verfassung komplett gedeckt und rechtsstaatlich abgelaufen (Andernfalls könntest du ja aufzeigen, welche Gesetze gebrochen wurden?). Dir passt es nur einfach nicht, das ist alles. Das darfst du gerne so sagen, es herrscht ja schließlich Meinungsfreiheit, aber zu behaupten damit wird der Rechtsstaat bei uns ausgehebelt ist einfach nur purer Blödsinn.

              Auch ein Zusammenhang zwischen Corona und dem Versagen des Rechtsstaates ist komische Phantasie, die Verbindung ist absolut aus der Luft gegriffen.

              • das sieht aber Mutti uns andere aber anders – die hat es sogar aus dem fernen Afrika verlauten lassen, obwohl darf man Afrika noch sagen oder ist das schon diskriminierend wie die Kekse?

                Warten wir mal ab,aktuell nutzen die Börsen gerade die Möglichkeit die aufgeblasenen Verzerrungen zu entledigen.

                Der Drops ist noch lange nicht gelutscht und war vorher abzusehen. Warum alle Länder um uns vorsichtiger sind und wir erst einmal so weiter machen kennen wir ja schon – 1. Wir schaffen das schon und 2. jetzt ist Corona halt da. Man hat genügend Zeit gehabt um Pläne zu entwickeln und sich auf das ganze vor zu bereiten!

                • Herr Müller says:

                  Junge, Junge, was faselst du?! Ist Facebook grade down?

                • > das sieht aber Mutti uns andere aber anders

                  Ja, unsere liebe Mutti hat sich da unglücklich ausgedrückt. Ändert aber nichts daran, dass in Thüringen nichts rückgängig gemacht wurde und alles gemäß deren Verfassung ablief. Etwas gegenteiliges hast du bisher trotz meiner Nachfrage nicht gezeigt – das sagt schon alles.

                  > obwohl darf man Afrika noch sagen oder ist das schon diskriminierend

                  Darf man. Niemand in der Geschichte der Menschheit hat jemals auch nur angedeutet, dass man das nicht sagen darf. Deine Phantasie ist mit dir durchgegangen.

                  > Warten wir mal ab,aktuell nutzen die Börsen gerade die Möglichkeit die aufgeblasenen Verzerrungen zu entledigen.

                  Was hat das jetzt mit Rechtsstaat zu tun und wie zeigt das den Zusammenhang zwischen Rechtsstaat und Corona? Ach so, gar nicht? Dachte ich mir.

                  > und wir erst einmal so weiter machen kennen wir ja schon

                  Wir machen bei weitem nicht so weiter. Es gibt umfassende Maßnahmen, die willst du einfach nicht sehen. Universitäten eine Vielzahl von Veranstaltungen (inklusive Prüfungen teilweise) ein, Schulen werden geschlossen, Mitarbeiter machen Home Office, … Was willst du noch, das ganze Leben pausieren? Das wäre weitaus schlimmer als Corona je sein könnte, du Witzbold.

                • Schlimm, wenn Facebook, Snapchat, Instagram und StudiVZ alle gleichzeitig offline sind, oder?

    • … wieder einer, der glaubt, seine Meinung sei die „des Volkes“ und schön unreflektiert mal ’ne Behauptung raushaut. Dann fang doch mal mit dem EuGH an und nenn mal die „zweifelhaften“ Urteile. Ich freu mich schon auf deine „Begründung“…

      • aber deine zählt mehr oder was?

        • „Aber deine…“ war schon im Kindergarten kein überzeugendes Argument.
          Nein, mir ist klar, wie komplex und unterschiedlich Meinungen sein können – im Gegensatz zu dir, wie mir scheint. „Im Name des Volkes“ hat einfach so genau gar nichts mit Meinungen zu tun…
          Ich gehe mal davon aus, das die Beispiele nicht kommen werden – wie erwartet, muss ich wohl sagen.

          • Da fallen mir mehrere ein: Maut, Rundfunkbeitrag oder das untersagen der Rückführung von Gefährdern. Solange sich die Junker-Gang (Luxemburg) zur Selbstbereicherung alles zugesteht und gleichzeitig von anderen das Gegenteil verlangt kann man den EuGH nicht erst nehmen. Gleiches gilt natürlich auch für die EU.

            Oder meinst Du etwas das es OK ist wenn wir ganz böse Menschen die uns umbringen wollen hier ertragen müssten weil sie in ihre Herkunftsländer gefoltert werden? Meinst Du das mit dem Rundfunkbeitrag mit knapp 100 TV/Radioprogrammen für die Grundversorgung ausreicht? Auch ist es OK wenn anderer Länder über Jahrzehnte Maut kassieren nur Deutschland darf es nicht?

            • Christian S. says:

              Ich mische mich nur ungern in eure Off Topic Diskussion ein.
              Aber redet man über Politik, sollte man wissen, worüber man redet.

              DE darf natürlich eine Maut einführen, der Scheurer führte die aber faktisch nur für „Ausländer“ ein, was bekanntlich gegen EU Recht ist. Konnte der Mann aber nicht wissen. Oh.

              Und EuGH ist nicht EGMR.
              Den Fehler machen aber auch Profis.

              Und der Junker ist auch nicht mehr.
              Wir werden da jetzt von (der) Leyen regiert (frei nach M. Sonneborn).

              Viel Spaß noch euch beiden.

              • falsch die Berechnung wäre für alle gleich gewesen, nur würde sie mit der Kfz-Steuer verrechnet werden. laut Plänen der CSU. Zum Tv Auch das andere Länder ihr TV Programm für nicht Staatsbürger verschlüsseln ist denn OK?

                • Das Ding hieß von Anfang an Ausländermaut und wurde auch als genau das beworben. Aber klar, die Ausländermaut ist natürlich nicht gegen Ausländer, wie kann man nur auf die Idee kommen!!! Merkste selber, ne?

              • Ja, sorry für’s Off-Topic. Ich mische mich eigentlich auch nicht in sowas ein, aber heute war irgendwie so ein Tag, wo mir das substanzlose Phrasengedresche einfach zu sehr auf den Sack gegangen ist…

          • Auch das Kindergeld für im Ausland lebender Kinder (sofern sie überhaupt existieren) – Gerade Österreich geht da einen anderen Weg – ist das Jetzt eine Diktatur? Gerade da Die Österreicher (Im Sinn) Hauptverantwortliche für 2 Weltkriege sind….

            die liste ist lang und kann immer so weiter geführt werden, was interessieren es schon den Richter im Luxemburg! Jetzt DU!

            • Das hast du in einer Stunde googlen geschafft… Donnerwetter. Und dann wieder jede Menge Schlagworte, ohne eine einzige Begründung – wäre jetzt natürlich toll, auch mal zu sagen „WARUM“ das jeweils „zweifelhafte“ Urteile seien?

              Maut? Das Urteil sagt, dass das Gesetz in der Form gegen EU-Recht (also Verträge, die Deutschland ratifiziert hat) verstößt. U.a. wenn Maut, dann alle oder keiner – ein wirkliches Skandalurteil… du hast anscheinend nicht mal das grundlegende Problem verstanden – deine Aussage, Deutschland „dürfe“ keine Maut einführen ist schlichtweg einfach falsch! Du wirst ganz überrascht sein, wir können sofort eine Maut einführen, ohne Probleme. Nur dann darf man sich nicht so dämlich bei dem Gesetz anstellen.

              Rundfunkbeitrag? Die haben gesagt: ist eure Entscheidung, aber verstößt so nicht gegen EU-Recht. Wo ist der Skandal?

              Rückführung von „Gefährdern“ – ja, welches Urteil meinst du denn da?

              Von deinem für mich etwas seltsamen Österreich/Kindergeld-Exkurs habe ich ehrlich gesagt nur die Hälfte verstanden, da müsstest du dann für mich nochmal etwas langsamer schreiben, weil mir hier dein Punkt nicht klar ist.

              Aber: wo sind hier die Skandalurteile? Mir ist klar, dass du in den jeweiligen Fällen nicht mit der Regelung einverstanden bist, aber sich hier hinzustellen und mal eben „Skandal“ rauszuhauen und dann nicht im Ansatz belegen zu können, worin denn der Zweifel an den Urteilen liegt? Die sind in allen von dir genannten Fällen weder überraschend gewesen noch zweifelhaft – sie entsprechen einfach etwas, das man Gesetz nennt. (und die hat man, damit man nicht das „Volksempfinden“

              Also nochmal: hör endlich damit auf, so zu tun als ob alle Dinge im Leben so klar und einfach sind, dass du sie mit ein-zwei Schlagworten lösen kannst. Du liegst damit nicht nur falsch, du hast vielleicht auch mal einen wirklich ernstzunehmenden Punkt – nur geht der schnell unter, wenn man dich nicht ernstnehmen kann.

              • Du mich auch, weder hab ich eine Stunde gesucht, da ich noch anderes zu tun habe um deine Fragen zu beantworten, Auch versuchst du mir Skandalurteile zu unterstellen, denn ich schrieb „zweifelhaft und nicht nachvollziehbar“. Macht so weiter aber jammert später nicht…

  6. Scheiß Wetteronline!

  7. Das Allgemeinwohl sollte hier – selbstverständlich – über den Gewinninteressen einzelner Firmen stehen.
    WIR (die Steuerzahler) haben das alles bereits bezahlt, da ist es ja wohl selbstverständlich das wir auch ein Recht auf die Verwendung und Nutzung dieser Daten und Dienste haben.
    Ich wette egal wie es der Richter begründet, er wird mich von seiner Entscheidung nicht überzeugen können.

    • Ist leider noch nicht lange her, dass amtliche Landkarten von NRW downloadbar sind. Sind ja auch von Steuern finanziert. ZB in Baden-Württemberg gibts das immer noch nicht.

    • Fake News, wird auch nicht wahrer, wenn man es immer wiederholt. Das, was das Gericht untersagt hat, gehört nicht zur Leistung, für die der DWD durch Steuergelder bezahlt wird. Aber das wird dich auch nicht überzeugen.

      • Um mögliche Gefahren einschätzen und evtl. erforderliche Warnungen aussprechen zu können, ist es unerlässlich, detailiert über die Wettersituation informiert sein zu müssen. Dafür ist ein verlässlicher Dienst eingerichtet, durch Steuergelder finanziert da Allgemeinwohl, Sicherheit und Infrastrukur betreffend, es werden logischerweise Daten erhoben und umfassend Wetterlagen berechnet, ohne das geht das nicht.
        Die DWD-App ist nichts mehr als eine Daten-Viewer-App, eben für etablierte, zeitgemäße Plattformen erstellt und die ermöglicht, dass eine schnelle Informationsweitergabe für indivduelle Positionen gewährleistet ist – schneller geht es de facto nicht.
        Wenn dieses kritisiert und per Urteil angefochten wird, ist die Ursache eher bei Neid zu suchen. Hinzu vielleicht etwas Raffgier. Fehleinschätzungen und Unwissenheit gibt es auch wohl viel.

  8. WetterOnline kann man nur alles erdenklich Schlechte wünschen. Is so.

    • Absolut. Hatte die App bis zur Klage. Dann bin ich dwd rüber. Die 2€ zahle ich gerne.
      (Btw.: Die Messwerte bei WetterOnline sind keine Messwerte sondern nur gerechnet. Werden aber Messwerte genannt. Ziemlich dreist. Das ist schon Grund genug, um dem Laden den Rücken zu kehren.)

      • Christian S. says:

        Der Herr Kachelmann hatte mal eine zeitlang, oder macht er es immer noch?, das Bedürfnis zu zeigen, wie Fake die Daten von WetterOnline sind.
        Das war schon sehr erschreckend.
        Er hat den Laden auch offen als Betrüger bezeichnet. Da Kachelmann scheinbar nicht verklagt wurde und WetterOnline augenscheinlich gerne verklagt, kann jeder selbst sich ein Urteil bilden.

        Ich nutze für bestimmte Sachen teils die Apps von Kachelmann (Pflotsch xxx), das iOS Widget Pflotsch Storm mit Wolkenradar und Anzeigen der (realen) Temperaturen der Messstationen in meiner unmittelbaren Nähe ist schon geil.

        WarnWetter habe ich mir aus Solidarität wegen der WO-Klage gekauft, nutze gerne das Widget mit den Warnhinweisen.

        Derzeit nutze ich am liebsten Meteoblue, wie Kachelmann ebenfalls Schweiz. Die Daten sind auch ähnlich gut und genau!
        Jahresabonnement für Werbefrei ganze 0,99 Cent.

  9. Die 2€ habe ich wirklich gerne investiert, und als Folge davon habe ich auf all meinen Geräten alle Konkurrenz-Apps entfernt.

  10. Dann nutze ich halt Pflotsch

  11. Nutze Warnwetter schon seit Jahren und hab die 2€ seit Einführung investiert. Pro Weather seit Einführung des Abomodells sowie Werbung für gekaufte App deinstalliert. Daneben noch Meteogram mit den Daten des DWD und der Googledienst mit aktuellen Werten ist auch erstaunlich präzise. Warnwetter hat zudem imho den besten Niederschlagsradar, kein Geruckele wie bei den meisten privaten Anbietern.

  12. Google-Suche Wetter auf den Startbildschirm verlinken und die Benachrichtigung zulassen. Reicht für mich.

  13. Ich kann nur sagen, dass ich mit der APP voll zufrieden bin und die 2 € schon seit dem ersten Urteil gerne bezahlt habe.
    Ansonsten kann man ja noch auf dem Rechner einige Daten im Browser zu Rate ziehen. Und mir recht das . Mehr brauche ich nicht.

  14. Finde den yr.no Wetterdienst am Genausten.
    Pflotsch ist schon so ein bisschen Overkill wenn man nur schnell mal das Wetter wissen will.
    Wenn man aber voll einen Wetterfetisch hat, dann ist Pflotsch genial!

  15. Heisenberg says:

    Also auf den homescreen vom Pixel Launcher habe ich auch Wetter, und schlimme Sachen werden mir von der Nina warn App gezeigt, wofür braucht man diese App?
    Wohne quasi in Hamburg, also hier ist nichts gefährliches wie Berge mit 2 m Schnee oder sowas! xD

  16. Ich kann nur empfehlen mal windy.com anzuschauen.

  17. Das ist Deutschland 2020:

    Der stastseigene Wetterdienst darf die Bevölkerung nicht kostenlos über’s Wetter informieren. Der Wettbewerb könnte beeinflusst werden.

    Auch Deutschland 2020:

    Es wird für die bescheuertesten Projekte Geld raugehauen: Hüpfen für’s Klima, Erfindung neuer Geschlechter, Beerdigung der Automobilindustrie,… Hier spielt der Wettbewerb nicht nur keine Rolle, wenn die Industrie platt ist, ist der Wettbewerb ganz abgeschafft.

    Man könnte meinen die Bevölkerung soll nach Kräften schikaniert werden…

    • Herr Müller says:

      Das ist Deutschland 2020:

      Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk informiert übers Wetter. Kostenlos.
      Pluralismus und Meinungsfreiheit herrschen, man bereitet sich technologisch auf morgen vor, statt im Gestern zu leben und Menschen können sich frei entfalten.

      Auch Deutschland 2020:

      „iCh FüHl MiCh VoM gLüCk AnDeReR mEnScHeN sChIkAnIeRt“

  18. Zum Wetter bzw. zur Darstellung des zukünftigen Selbigen gibt es keine detailiertere Übersicht als die von kachelmannwetter.com Kennzeichen ist hier nicht *eine* Darstellung mit der Hoffnung, dass diese möglichst genau ist, sondern es werden verschiedene Wettermodelle und Ansichten angeboten. Lässt man sich viele Modelle übereinandergelegt anzeigen, kann man dabei erkennen, wie sicher die Prognose überhaupt ist bzw. sein kann. Auch wird hier der Taupunkt angezeigt, welcher als normierter Wert der Luftfeuchtigkeit wertvolle Hinweise gibt, ob es z.B. „nasskalt“ oder „trockenkalt“ oder auch gewittrig wird. Auch ist eine Wetterprognose nur mit zeitlichem Verlauf überhaupt sinnvoll, denn nur singuläre Angaben „morgen wird es 8°C“ sind zu nichts nutze.

  19. Ich finde es immer zu einfach, die Richter in die Pfanne zu hauen. Klar haben die auch manchmal etwas Spielraum, aber ihre Aufgabe ist es nicht, zu prüfen, ob etwas gerecht oder ungerecht ist, sondern ob etwas gesetzmäßig ist.
    Wenn das Gesetz Richtern ermöglicht oder gar zwingt eine ungerechte Sichtweise zu vertreten ist es an der Politik, mit einer Klarstellung oder Ergänzung die Rechtslage für die Zukunft so zu gestalten, dass es gerechter wird.
    Wenn man sich die Pressemitteilung des BGH anschauen würde, geht aus den zitierten Gesetzen, wie ich finde nachvollziehbar begründet hervor, dass das Bereitstellen von Wetterberichten nicht zu den kostenlosen Dienstleistungen des DWD gehört und wenn er es doch macht, dann verstößt er gegen Wettbewerbsrecht.
    Jetzt muss der Gesetzgeber „nur“ das DWD-Gesetz ändern und dann ist wieder alles gut.

    In meiner Wahrnehmung hat sich der Staat jedoch zu weiten Teilen aus jeglichen Beratungsaufgaben zurückgezogen und alles der Privatwirtschaft überlassen. Ob es dafür zum Beispiel EU-rechtliche oder verfassungsrechtliche Vorgaben gibt, die eine einfache Anpassung des DWD-Gestzes verhindern würden, weiß ich nicht.
    Aber ich bin ja auch kein Jurist, sondern wollte nur Mal eine Gegenposition zum Richterbashing vorschlagen und empfehlen, einfach selber in Urteile oder Gesetze zu schauen. Denn alle Gesetzte und Urteile findet man in kostenlosen Internetportalen.

    • +1 und wie immer ist nun der Gesetzgeber gefragt, gilt ja auch für alle anderen Urteile in letzter und vorletzter Zeit (etwa Sterbehilfe etc pp)

  20. Ich sach nur eins dazu, egal welche WetterApp. Nur einen Buchstaben austauschen und es stimmt:

    Meteorolügen

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