Auswertung Umfrage Juni: Zurückhaltung bei E-Scootern


Die E-Scooter sind auch in Deutschland mittlerweile los! Das nahmen wir zum Anlass, um bei euch einmal nachzufragen, wie groß denn eigentlich das Interesse an den Elektrokleinstfahrzeugen ist. In der eigenen Blase stellt sich da mittlerweile schon so etwas wie Ernüchterung ein. Zu langsam, man fühlt sich als Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer und bergig möge es am besten auch nicht wirklich sein.

Und irgendwie spiegelt sich das alles auch in unserer Umfrage letzten Monat wider, denn es scheint überhaupt nicht so, als würde sich nun jeder auf einen E-Scooter schwingen und die Städte unsicher machen. So gaben gerade einmal 17 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie sich auf jeden Fall einen E-Scooter zulegen werden.

Überraschend niedrig finde ich das Interesse an E-Scooter-Sharing. 9 Prozent möchten E-Scooter auf diese Weise nutzen. Ich persönlich hätte da mit einem viel höheren Anteil gerechnet. Allerdings könnte das natürlich auch schlicht daran liegen, dass die Leihmodelle vorerst tatsächlich nur in Großstädten verfügbar sind (und dort bereits auf Grund der wilden Abstellkultur vielen ein Dorn im Auge sind).

Ablehnend ist die Haltung gegenüber E-Scootern aber von einem Großteil der Umfrageteilnehmer. 17 Prozent werden so ein Teil auf keinen Fall kaufen, satte 39 Prozent werden E-Scooter aber nicht einmal besteigen. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer in einem deutschen Blog mit Tech-Fokus hat kein Interesse an dieser neuen Form der Elektromobilität.

Rund ein Drittel (35 Prozent) der Umfrageteilnehmer möchte hingegen erst einmal beobachten, wie sich das alles so entwickelt. Sie wären also nicht komplett abgeneigt. Falls Ihr bereits eigene Erfahrungen mit E-Scootern gemacht habt, erzählt doch davon mal in den Kommentaren, auch wie sich die E-Scooter eben in den bestehenden Verkehr eingliedern oder doch nur Hindernisse für andere sind.

Hier noch die Umfrageergebnisse im Detail, die neue findet Ihr bereits in der Sidebar.

E-Scooter ab Juni in Deutschland:

  • Auf keinen Fall besteige ich so ein Ding. (39%, 1.761 Votes)
  • Ich werde das erst einmal beobachten. (35%, 1.587 Votes)
  • Ich werde mir auf jeden Fall einen kaufen. (17%, 772 Votes)
  • Ich werde sie auf jeden Fall über Sharing-Dienste nutzen. (9%, 390 Votes)

Total Voters: 4.510

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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140 Kommentare

  1. Bob (der andere) says:

    Ich denke, das zurückhaltende Nutzungsverhalten bzw. Verkaufszahlen dieser E-Scooter liegt einfach daran, daß jeder ein anderes Einsatzgebiet/Nutzungsverhalten für solch ein (elektrisches) Kleinstfahrzeug hat. Und bei den recht hohen bis absurden Preisen für diese Sperrholzbretter mit Lenkstange (teilweise 1500€ oder mehr) einerseits und dem begrenztem Nutzen andererseits, läßt man den Kauf eben sein. Das Mietmodell mag funktionieren, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben sind (siehe unten).

    Der Fall, um in einer Großstadt, möglichst ohne Steigungen, mit gut ausgebautem ÖPNV, die 600Meter von Haltestelle zu Arbeitsplatz/Wohnung zurückzulegen, trifft in D wohl eher auf die wenigsten zu. Fällt auch nur einer dieser Parameter weg, ist ein anderes Fahrzeug bzw. Fahrzeug-Konzept nötig.

    Ich hätte starkes Interesse an einem elektrischen Kleinstfahrzeug, hauptsächlich um mit meinem Einkauf von/zu Wohnung zu fahren, ohne auf den hier lausigen ÖPNV angewiesen zu sein. Da es hier aber überwiegend starke Steigungen hat (und zwar überall, außer Fußgängerzone), ist ein Fahrzeug mit entsprechender Leistung angesagt.

  2. HIer in Hamburg stehen ja diverse von den Rollern rum, also einfach mal TIER getestet, mit Gratis-Gutschein für die erste Fahrt. Bei der bleibt es wohl auch. Viel zu wenig Leistung um Spaß zu machen, unbequeme Körperhaltung für einen 1,85m-Menschen. Längere Strecken will ich damit nicht fahren und die kurzen die ich damit fahren würde, die laufe ich. Vor allem die Preise der Sharing-Anbieter sind ein Witz: 1€ pro Fahr, plus Minutengebühren fast so hoch wie bei Car2Go. Also bei 10-20 Minuten Fahrzeit mit dem Auto, ist das Auto billiger als der Roller… könnte man noch in die Gegenden rollern, wo man nicht parken kann, also die Amüsierviertel. Sind nur leider allesamt Roller-Sperrgebiete, man darf zwar durch fahren, aber nicht parken. Somit ist das sharing in Hamburg quasi tot.

  3. Ich nutze die E-Scooter von Lime, Voi und Circ regelmäßig in Berlin.

    Ich finde es gut nun eine weitere Alternative zu Sharing-Bikes und Sharing-Rollern geliefert zu bekommen.

    Normalerweise bin ich hier nur mit meinem eigenen Rad unterwegs, aber manchmal fehlt einem einfach der Elan in die Pedale zu treten.

    Furchtbar ist allerdings die Instabilität aufgrund des kleinen Lenkers und der kleinen Reifen dieser Scooter. Da kann es manchmal schon heikel werden, wenn man die Hand raus hält um abbiegen zu können. Meistens versuche ich diese Zeichen mit meinem Fuß zu geben, aber ob das der Autofahrer hinter mir das auch mitbekommt, sei dahin gestellt. Man sollte seine Augen, wie vom Radfahren gewöhnt, auch bei diesen Teilen am besten überall haben.

  4. ich nutze einen Scooter (Seat/Segway) der bei meinem neuen Auto (Seat Tarraco) dabei war, mein Weg zur Arbeit ist nur etwas weniger als 1 Km – Vorteil ist im Gegensatz zum Fahrrad dass ich nicht verschwitzt ankomme, Nachteil: es ist etwas langsamer – schon bei Steigungen von 4% sinkt die Gschwindigkeit auf ca 14 kmh, und instabiler – auf Handzeichen verzichte ich lieber – beide Hände fest am Lenker macht schon Sinn.

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