Apple zeigt Testlabor für neue Hardware, auch Biegetests

Marketing ist eines der Gebiete, auf denen Apple besondere Stärken hat. Das zeigt sich auch jetzt wieder. Nach dem Bendgate, das eigentlich gar kein Bendgate war, holte man sich The Verge ins Haus. Also nicht direkt, sondern eher in ein abgelegenes Gebäude, dem Stresstest-Labor für neue Geräte. Sieht man nicht allzu oft, wird aber auch bei Apple eingesetzt, schließlich muss man im Vorfeld wissen, ob die Geräte auch den Alltag überstehen. Ähnlich ging Apple seinerzeit beim Antenna-Gate vor, als Journalisten plötzlich die Antennen-Test-Hallen besuchen durften.

iPhone6_Bendtest

Neben Fall- und Touch-Tests, gibt es dort natürlich auch diverse Biegetests. Diese werden in verschiedenen Bereichen simuliert, Sitzen auf weichem Untergrund, auf hartem Untergrund und in verschiedenen Winkeln. Auch werden die Geräte in sich verdreht. Nicht einmal, sondern hunderte Male.

iPhone6_Bendtest_02

An Schwachstellen ist das Gehäuse des neuen iPhone-Modelle mit Stahl und Titan verstärkt, so soll es mehr aushalten. Die Bilder aus dem Testlabor zeigen außerdem, dass sich Apple bei den Tests auf Windows XP verlässt. Solche Entdeckungen sind ja immer gerne gesehen.

iPhone6_Bendtest_03

Weitere Bilder und auch ein kurzes Video findet Ihr bei The Verge. Das besuchte Testlabor ist übrigens nur ein kleiner Teil des Testbereiches. Die großen Tests werden direkt in China durchgeführt, als Vorbereitung auf die Massenproduktion. Insgesamt wurden im Fall des iPhone 6 und iPhone 6 Plus je rund 15.000 Geräte durch die Tests geschickt.

Apple hat somit direkt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, man lenkt zum einen vom verkorksten iOS 8.0.1 Update ab, zum anderen zeigt man sich offen und gibt sogar Einblick in die Testumgebungen für ein Problem, das eigentlich gar nicht besteht. Well played.

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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50 Kommentare

  1. Auf dem Monitor Windows XP 😀

  2. Wer hätte gedacht, dass Apple Geräte testet und nicht einfach nur etwas baut, weil es gut aussieht? Surpriiiseeeee

    m(

  3. Schon klar, es gibt keine verbogenen Geräte, alles nur Fake … unglaublich was hier manchmal gepostet wird …

  4. Komisch, iFixit hat von dem Stahl und Titan nichts gefunden. Wo soll das auch sein bei einem Gehäuse das aus einem Stück gefrässt ist ?

  5. @Phil,

    ich weiß nicht, wie du so in Mathe bist, aber ≈10 von 10.000.000 ist sehr, sehr nah an null dran. Und niemand weiß, was diese 10 wirklich mit dem Teil gemacht haben.. Na ja 😉

  6. Reiner Reibach says:

    Hat mal jemand geguckt wer den Hype angefangen hat?

  7. @Jon: Und hat die Zahl „10“ genannt? Ich glaub auf Youtube gibs mittlerweile schon mehr als 10 Videos dazu.

  8. “ Und niemand weiß, was diese 10 wirklich mit dem Teil gemacht haben.. Na ja“
    —————–
    Na ja, sie werden einfach an ihrem Teil rumgedrückt haben und zwar an den sensiblen Stellen, ein Fake war das ganz sicher nicht was man in den Videos sehen konnte. Wer es nicht glauben mag, kann ja selber mal leicht andrücken falls er ein iPhone6 plus hat.

    Wie auch immer, ich glaube man sollte mal ein paar Wochen ins Land gehen lassen und dann nochmal schauen wie sich dieses Thema weiter entwickelt hat…war es nur eine Blase oder gibt es dann schon mehr als nur 9 verbogene Geräte.

    Fakt scheint zu sein das sich ein iPhone6 plus eben so verbiegen läßt und andere in ähnlicher größe wie z.b. ein Note 3 nicht ob nun Praxisnah oder nicht, das muß eben die Zeit zeigen, aber eine Schwachstelle bleibt das nun mal, sonst gäbe es keine verbogenen 9 Geräte. 😉

  9. OT: Ich fands gut, dass man oben immer den Autor ersehen konnte. Warum wurde das entfernt?

  10. @visitor,

    allgemein gebe ich dir natürlich Recht, aber man sollte das schon sehr kritisch sehen, alle Quellen beziehen sich glaube ich auf ein Forum und wer sagt, dass das nicht von einer der Gegenparteien ins Leben gerufen wurde? Ein Interesse besteht da sicher.
    Ich kann nicht sagen, wie einfach sich das 6+ verbiegen lässt, aber ich traue den Ingenieuren bei Apple durchaus zu, dass sie das hinbekommen bei der Entwicklung.
    Denn f a l l s es sich bei normalem Gebrauch wirklich in der Tasche verbiegen lassen würde, dann wäre das schon ein arg grober Fehler, viel schlimmer auch als das Antennenproblem beim 4er (das ich selber kaum nachvollziehen konnte) und das Problem mit dem Lack beim 5er

  11. Ich bin weder für noch gegen Apple, aber Sascha hat unrecht. Jedes Unternehmen hat eine solche Testabteilung. Nicht nur Apple. Das gehört einfach zur Entwicklung eines Produktes dazu. Und mit einem Einblick in ein Testlabor ist ein solcher Konstruktionsfehler auch nicht einfach aus der Welt. Es sollte eher noch ein peinlicher Grund mehr sein, das neue iPhone 6 Plus nicht zu kaufen. Ansonsten hätte man nämlich früher gewusst, dass es zu Verbiegungen kommen kann.

  12. Es war so klar, dass es kein wirkliches Problem gibt.
    Spricht aber für die Faszination der Marke Apple.

    ich freue mich jedes Mal, wenn ich mein 6er in der Hand halte, sie können es einfach am besten.

  13. @Tim: Weil der jetzt drunter steht. Mit Foto!

  14. The Verge und Apple. Beide Unternehmen die mir manchmal so vorkommen wie ein einziges 😛

  15. Apple hat behauptet es hätten sich bisher bloß 10 Kunden gemeldet, diese Zahl sagt nix aus. Ich habe mittlerweile selbst ein iPhone 6 Plus gesehen, welches sich durch das Tragen in der vorderen Hosentasche leicht (!), aber dauerhaft verbogen hat. Den Besitzer hat es aber nicht gestört bisher. Wer übrigens solche Geräte in der Gesäßtasche rumträgt und sich womöglich auch noch raufsetzt hat es nicht anders verdient – ein bisschen Nachdenken sollte man noch immer.

  16. @Phil,

    na dann zeig mal her, die Videos in denen sich das Teil beim normalen Gebrauch verbogen hat.

  17. xp benutzen die weil es für den Mac kein bezahlbares CNC-Programm gibt, und das steuert den Dorn für den Biegetest.
    Ich würd mir auch ein Macprogramm wünschen für meine CNC das ich mir leisten könnte 🙁

  18. @Achim: vorher stand der Autor oben neben der Kategorie UND so wie jetzt unten drunter miot Blid. Ich muss Tim recht geben, war vorher besser mit der Nennung an 2 Stellen 😉

  19. @Dieter

    „kein bezahlbares CNC-Programm “
    – Ich bin mir sicher, dass es d a r a n liegt, dass sie keine paar tausend USD für Software übrig haben……….

  20. „Es war so klar, dass es kein wirkliches Problem gibt.
    Spricht aber für die Faszination der Marke Apple.

    ich freue mich jedes Mal, wenn ich mein 6er in der Hand halte, sie können es einfach am besten.“
    —————————————————-
    Na ja, wer es einem Hersteller so leicht macht, stimmt, dann gibt es tatsächlich nie nie ein Problem. 😉

    Man sollte schon ein wenig kritischer bleiben…auch als Fan.

    Ich bin zwar kein Apple Nutzer, ich verspüre aber auch keine Schadenfreude wenn sich jemand sein neues Phone gönnt und dann mit Problemen zu kämpfen hat nur weil es ein Apple ist.
    Schadenfreude verspüre ich eher gegenüber Apple als Unternehmen, weil die bei ihren Vorstellungen fast immer so dicke Backen machen nach dem Motto „Wir können es am besten, wir bauen die besten Phones“….wer sich so aufplustert, der sollte dann auch entsprechend liefern. Klar können Fehler passieren, aber dann sollte der Hersteller auch dazu stehen und nicht z.b. wie Apple beim Antennenproblem dem Kunden sagen er halte sein Phone nur falsch, es gibt kein Problem.

    Jetzt beim iPhone6 plus ist noch nicht abschließend klar ob es ein richtig ernstes Problem für Apple wird oder ob nur Einzelfälle bleiben die wie so oft noch künstlich aufgeblasen werden, das muß die Zeit eben zeigen. Aber einem Hersteller gleich einen Blankoscheck geben nur weil der mit treuen Augen verkündet „uns sind nur 9 Fälle bekannt“ und Kritiken als Basherei abwerten, ich weiß nicht ob das der richtige weg ist. Klar gibt es wie immer auch das Bashen eines Produktes falls sich etwas anbietet, aber das was man doch sah zum Thema verbiegen, das ist doch nachvollziehbar und kein Fake…dem sollte man schon auf den Grund geben…es sei denn für den einen oder anderen sind eben mal 800€ auch nur Peanuts….dann gibt es für den natürlich kein richtiges Problem….

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