Amazon stellt „Fire TV Stick Basic Edition“ ohne Sprachfernbedienung vor

Neues von Amazon, das Unternehmen hat die Verfügbarkeit eines neuen Streaming-Stick bekanntgegeben. Fire TV Stick Basic Edition nennt sich das in über 100 Ländern verfügbare Angebot. Es richtet sich an Nutzer, die einfach unkompliziert streamen möchten, lässt sich allerdings gar nicht so leicht einordnen. Der Kunde erhält nämlich einen Fire TV Stick mit Quad-Core-CPU, 1 GB RAM und 8 GB Speicher, die gleichen Werte, die auch beim aktuellen Stick vorhanden sind. Aber statt der Sprachfernbedienung gibt es eine ohne Spracheingabe.

Was das Ganze nun schwer zuordnen lässt, ist schlichtweg der Preis. In den USA werden für den Stick 49,99 Dollar fällig, in Frankreich sind es 59,99 Euro. In beiden Fällen ist dies mehr als die aktuelle Version mit Sprachfernbedienung kostet. Auf Amazon.com ist indes zu lesen, dass das Produkt auch nach Deutschland verschickt wird. Nur das „warum“ wird da nicht geklärt.

Denn auch die Angebote mit Apps und anderen Inhalte sind letztendlich identisch, mit einem Prime-Abo erhält man Zugriff auf Prime-Video, außerdem kann man natürlich auf Inhalte von Netflix und Co. zugreifen. Also nichts neues an dieser Stelle.

In Sachen Verfügbarkeit äußert sich Amazon folgendermaßen:

„Fire TV Stick Basic Edition is available for purchase today from Amazon.com and will begin shipping tomorrow to more than 100 countries around the world. It is available for purchase locally in Canada (Amazon.ca), France (Amazon.fr), Italy (Amazon.it), and Spain (Amazon.es). In addition, the Fire TV Stick Basic Edition will be coming soon to Brazil and Mexico.“

Das heißt wohl, dass der Stick als Basic Edition grundsätzlich nach Deutschland geschickt, aber nicht hier bestellt werden kann. Was wiederum logisch ist, warum sollte man hier einen teureren Stick mit weniger Leistung (keine Sprachfernbedienung) kaufen? Vielleicht haben wir auch etwas übersehen, das den Stick besonders macht, bei uns im Team sorgte er aber vor allem für Fragezeichen über den Köpfen.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

19 Kommentare

  1. Logische Erklärung: für alle Länder in den Alexa noch nicht verfügbar ist!

  2. was mich mehr interessiert, wann endlich das Update auf FireOS 6 für Amazon Fire TV Stick 2. Generation kommt. Es wäre für Kodi sehr interessant.

  3. Ja, Sascha, Du hast was übersehen! Der Stick hat einen schnelleren Prozessor und kann Videos in HEVC abspielen. Daher kann dieser Stick auch an schmalbandigen Internetanschlüssen noch HD Filme abspielen.

    Ob das den Preis rechtfertigt und warum nur die billige Fernbedienung dabei ist, steht auf einem anderen Blatt…

  4. Sascha Ostermaier says:

    @Matze: Auch hier die Frage, WO siehst du das?

  5. @Matze

    Nö. Laut amazon.es steckt in der Basic Edition ein „MediaTek Quad-Core ARM 1,3 GHz“ – genau wie im Fire TV Stick mit Alexa-Sprachfernbedienung. Und HEVC kann der hierzulande erhältliche Fire TV Stick 2 mit Sprachfernbedienung im Gegensatz zum Stick der 1. Generation auch.

  6. Evtl ist es an user gerichtet, die sich kein lauschendes Mikrofon ins Wohnzimmer legen möchten.

  7. @Tasek aber warum ist dann das paranoide Deutschland nicht beim bestellen einbegriffen? fragt bei amazon nach, das richtet sich vorrangig an länder in den alexa noch kein einzug hält, um netflix/google die stirn zu bieten!

  8. @Tadek: Gar keine doofe Idee, es gibt sicher etliche Nutzer, die gerne mehr bezahlen, um weniger zu bekommen, anstatt ein ungewünschtes Feature einfach nicht zu benutzen.

  9. Als Pessimist wird man nicht darauf vertrauen, dass ich es vielleicht in der SW abschalten kann.
    Und Recht hat er dann, als Enduser wird man nicht herausfinden können, ob das Micro nicht doch trotzdem mithört.

  10. Die Erklärung: Fire TV kann nicht jeder auf der Welt kaufen. In Deutschland klappt das, in den USA auch, aber versucht mal einen Fire TV z.B. in Ländern wie Griechenland oder Malta zu kaufen. Das wird nicht klappen. Fire TV ist ein Produkt das nur NATIONAL ausgerollt wurde und wenn man nicht einen eigenen Amazon Shop in seinen Land hat guckt man praktisch (nicht) in die Röhre.

  11. D.h. man kann Amazon Prime noch weltweiter schauen ab jetzt ohne große Umwege.

  12. Ich benutze meinen FireTV Stick 2 sowieso mit der alten Fernbedienung: die ist nicht nur handlicher, sondern zickt auch nicht im Zusammenspiel mit 5 GHz WLAN rum.

  13. @Sascha:
    Ich hatte die technischen Daten der Sticks jeweils auf den Anazon-Seiten verglichen. Beim hier erhältlichen steht nur H.264, beim neuen auf der US-Seite HEVC. Falls die CPU identisch ist, ist vielleicht ein anderer Decoder-Chip drin.

    @ChackZz:
    Wie steht, dass der Amazon Fire Stick 2 HEVC kann? Auf der Amazon-Website finde ich das nicht.

  14. @Matze:
    Dass der Fire TV Stick 2 HEVC in FullHD decodieren ist bestätigt und war eines der sinnvollsten Neuerungen. Also hat man eigentlich keine Vorteile durch den Stick, außer bei dem Unwohlsein gegenüber Mikrofonen.

  15. Ich würde ihn kaufen, da ich vom Amazon kein Mirko im Haus haben möchte.
    Das als paranoid zu bezeichnen ist ja inzwischen erwiesenermaßen einfach nur dumm und muss nicht mehr erklärt werden.

  16. Amazon subventioniert die Hardware bisher in seinen Kernmärkten wie USA und Deutschland. Man hofft über die Zusatzangebote wie Amazon Video zusätzliche Umsätze zu generieren und generell Amazon zum Alltagsbegleiter zu machen. Wer allabendlich per Fire TV fernschaut wird auch seine Einkäufe eher dort erledigen, alles dort erledigen, die haben ja ständig mehr Zeug im Angebot.

    Aber halt nur in einer handvoll Staaten. In der restlichen Welt muss der Stick seine Kosten durch den Verkaufspreis reinholen und wird nicht subventioniert.

    So ist „weniger für mehr“ zu erklären. Der Basic Stick wird vermutlich in Deutschland auch gar nicht angeboten werden.

  17. Hier mal eine andere Frage:
    Ich habe bereits einen Chromecast, was kann der Fire-TV-Stick besser, oder mehr, was der Chromecast nicht kann?

  18. Jan Seewald says:

    @Karsten:
    Der FireTV-Stick wird hauptsächlich über eine Fernbedienung bedient und Bedarf keinem Smartphone, da man auf dem Stick direkt die Apps wie Netflix etc. und auch Spiele installiert.
    Ein Chromecast streamt ausschließlich das Bild/Ton von Apps wie Youtube, Netflix, Spotify etc. auf den Fernseher und ist ohne Handy oder Google Home nicht benutzbar.
    Zudem hat man beim FireTV Amazon Prime Video und kann über Umwege Kodi installieren sowie Sky gucken (glaube ich).

Es kann einen Augenblick dauern, bis dein Kommentar erscheint.