9-Euro-Ticket: Nicht gültig für Fernzüge im Schafspelz – Ausnahme: Gäubahn

Photo by Ben Kaden on Unsplash

Das 9-Euro-Ticket ist beschlossene SacheBundestag und Bundesrat stimmen zu – und kann in der kommenden Woche dann auch an den Start gehen. Diverse Anbieter verkaufen es bereits jetzt schon – sehr erfolgreich. Alleine die Deutsche Bahn habe wohl bereits mehr als eine Million der Tickets unter die Menschen gebracht. Auch ich habe mich bereits für die kommenden Monate eingedeckt. Etwas Verwirrung kommt nun aber bei den Gültigkeitsbereichen des 9-Euro-Tickets auf.

Grundsätzlich gilt: Das 9-Euro-Ticket lässt sich bundesweit verwenden, allerdings nur im Nahverkehr. In Zügen des Fernverkehrs (z.B. IC, EC, ICE), da gilt das Ticket nicht. Klingt logisch und einfach nachvollziehbar – ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. So lässt sich in diversen Regionen und auf bestimmten Streckenabschnitten mit einem Nahverkehrsticket auch ein IC/EC-Zug benutzen. Die Krux: Auf solchen Strecken gilt das 9-Euro-Ticket, welches eben als Fahrkarte für den Nahverkehr gilt, wiederum nicht.

Besonders intransparent ist die Tatsache, dass in der DB-Navigator-App solche Züge dennoch als Regionalzüge ausgewiesen werden. Heißt: Der Zug verkehrt eigentlich als Zug im Fernverkehr, wird aber nicht als solcher ausgewiesen und regulär ist er auch mit einem Nahverkehrsticket nutzbar. Nur aber nicht mit dem 9-Euro-Ticket. Immerhin: In der App gibt es dann den Hinweis: „Das 9-Euro-Ticket ist nicht gültig“. Ihr könnt derartige Verbindungen allerdings nicht proaktiv über die Verbindungssuche filtern. Da bleibt weiterhin nur die Wahl zwischen Nah- und Fernverkehr.

In Baden-Württemberg wiederum die erfreuliche Nachricht. Dort gilt das 9-Euro-Ticket als Ausnahme auch auf der Gäubahn zwischen Stuttgart und Singen (Kreis Konstanz). Hier dürft ihr mit dem Ticket einen Intercity-Zug besteigen. Die Ausnahme für die Gäubahn Stuttgart-Singen wird möglich, da das Land Baden-Württemberg den Einnahmeausfall bei Reisenden mit Nahverkehrsticket zahlt.

Bundesweit gibt es noch weitere derartige Verbindungen. Rund um Berlin, Bremen, Rostock, Weimar und Siegen heißt es da, Stand jetzt, Obacht. Auch dort verkehren Bahnen des Fernverkehrs unter „dem Deckmantel“ einer Regiobahn. Dort gibt es zum aktuellen Zeitpunkt, trotz Möglichkeit, die Bahnen mit Nahverkehrsticket zu nutzen, keine Ausnahme! Ihr müsst da entsprechend auf die Warnhinweise in der Navigator-App achten und könnt mit dem 9-Euro-Ticket nicht einfach zusteigen.

 

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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56 Kommentare

  1. Es könnte so einfach sein…

  2. Cloudworks says:

    Nachdem es die ersten Torfnasen geschafft haben, bereits gestern im Regionalzug mit dem Ticket zu hocken (was natürlich keinen Sinn macht, weil es erst in ein paar Tagen Gültigkeit erlangt), wünsche ich dem Zugpersonal im Sommer alles Gute und vor allem ein robuster Nervenkostüm. Immer an die Parteien denken, die sich diesen Unfug ausgedacht haben.

  3. Super! Wir fahren so mit der Gäubahn ca 2h nach Stuttgart. Die Alternative über Karlsruhe würde doppelt so lange dauern und macht keinen Sinn.
    Habe aber erst einmal nur Juni für die Familie gekauft. Mal sehen ob so wenigstens zwei Touren machbar sind wegen Überfüllung . Wird spannend und ich erwarte erst mal nichts. Zünfte geh es im Nahverkehr ein paar mal in den Stadtpark von Donaueschingen Eis essen .

    • Blacky Forest says:

      Mit dem Ring-Zug? Wieviel mal muss man da fahren, damit sich das lohnt?
      Donaueschingen ist leider mit dem Auto sehr bequem, da man praktisch überall kostenlos parken kann.

      • Laut DB Navigator exakt nach einer Fahrt hin und zurück bei einem Erwachsenen.
        Eisstadion Schwenningen bis Donau.
        Bei Kindern bei der zweiten Fahrt.

        Aber im Ernst werden wir auch einmal machen und hoffentlich zwei große Touren. Dann lohnt das schon mehrmals das BW Ticket was wir letzte Woche für Konstanz hatten (31 Euro für 2 Erw 2 Kinder)

        Aber im Ernst

        • Blacky Forest says:

          Oh ja, nach Konstanz ist das schonmal genial. Vor allem hat man die zeitlichen Einschränkungen des BW-Tickets nicht.

  4. RollinCHK says:

    Schon verrückt. Wäre ich Kontrolleur, hätte ich ernsthaft ein Problem damit, Leute mit 60 Euro bluten zu lassen, denen vielleicht gar nicht bewusst ist, dass ihr 9 Euro Ticket wie im Artikel beschrieben nicht gültig ist.

    • Dann hättest du den falschen Job.

      Wo will man ne Grenze ziehen?

      • Markus M. says:

        Wenn eine RE Nummer im offiziellen Fahrplan steht ist es eine Regional Verbindung. Fände ich eine gute Grenze. Solch eine Verbindung kann ja bisher auch mit einem Regional(Verbund) Ticket benutzt werden. Warum dann nicht mit einem Regional Monats-Ticket?

        • Weil es dazu eine Vereinbarung des jeweiligen Bundeslandes als Auftraggeber und der DB Fernverkehr bräuchte. Irgendwer muss das ja zahlen wenn es der Bund nicht macht.

          Aber man erkennt es ja wenn der Zug auch ne IC Nummer hat und auch im Fernverkehr Design ist.

  5. Ich verstehe das Problem nicht. Fernverkehrszüge kann man grundsätzlich nicht nutzen. Das wissen wir seit x Monaten.

    Dass da ein Bundesland dies vereinzelt ebenfalls ermöglicht, um den Tourismus anzukurbeln: in Ordnung. Aber nur, weil man hier und da einen Fernverkehrszug auch mit einem normalen Nahverkehrsticket nutzen kann, bleibt es doch mit der Aussage „Keine Fernverkehrszüge“ mit dem 9-Euro-Ticket nach wie vor klar und deutlich.

    • Wenn man einen Zug mit einem regulären Nahverkehrsticket nutzen kann, ist es für den normal denkenden Menschen kein Zug des Fernberkehrs. Entsprechend schwer ist das zu vermitteln.

    • Ja, wäre es wenn man dem Zug keine Re Nummer geben würde oder er im Filter wenn man Fernverkehr rausnimmt nicht da wäre.

    • Das problem ist, dass diese Züge online z.B. als „RE 52038“ gelistet werden, von daher von der Bahn eigentlich als RE behandelt werden und diese Züge entsprechend auf manchen strecken auch den RE großteils ersetzen (Bremen Emden fährt zwar auch ein RE, aber eben nur zu den Stunden, zu denen nicht eh der IC (als RE gelistet) fährt.

      • Immerhin erkennt man es vor dem Einstieg am Design des Zugs.

        • und das sagt mir dann „Mist ich darf hier nicht einsteigen und strande somit eventuell in der Pampa bei irgend einem Bahnhof?“

          • Wenn man sich halt vorher nicht vernünftig informiert hat ggf. Besser als die Strafe für das Schwarzfahren.

            • Wenn man in der App nach „Nahverkehr“ sucht und sich auf dort angegebene Verbindungen beschränkt, ist das „vernünftig informiert“.

              • Eben nicht, man sollte schon sehen das der Zug auch eine IC Nummer hat bzw. groß dabei steht das das 9 EUR Ticket hier halt nicht zählt…

        • Immerhin. Allerdings sind auf der Strecke Bremen/Emden/Norddeich 2 von 3 Zügen umgenannte ICs, man darf dann also nur alle drei Stunden mit dem RE fahren. Und Emden/Norddeich ist durchaus eine Pendelstrecke, für die einige sich sonst regionale Monatskarten kaufen (wer bereits so eine hat darf dann wiederum mit allen Zügen fahren).

        • Im BW sind Nahverkehrszüge auch weiß und haben etwas gelb. Etwa so wie ein Fernzug der DB an den Türen der ersten Klasse.

      • Das ist so in der Tat ein Problem.

        Ich hab das grade mal ausprobiert, weil es nicht in meinen Kopf wollte.

        Bin auf bahn.de gegangen, hab eine Strecke von Bremen HBF nach Emden HBF gewählt. Am Mittwoch den 1.6., ab 9:00.

        Um 9:53 gibt es zwei Züge. Der eine ist der IC 2434. Der andere ist der RE 56 (52434).
        Wenn ich auf den IC clicke steht da, dass diese Verbindung ein zweite Zugnummer hat, nämlich die RE 56 (52334). Wenn ich auf den RE clicke steht da, dass diese Verbindung eine zweite Zugnummer hat, nämlich die IC 2434.

        Da steht als roter Hinweistext: Wichtige Informationen in den Verbindungsdetails!
        Im Ende der aufklappbaren Verbindungsinformationen steht, dass diese Verbindung nicht mit dem 9€-Ticket zu bewältigen ist.

        Wenn ich das so über die Webseite mache und alle Hinweise lese ist mir klar: Das ist ein IC der als RE genutzt wird, den darf ich mit dem 9€-Ticket nicht fahren.

        Wenn ich aber über die Suche absichtlich, um das 9€-Ticket nutzen zu können, die „Verkehrsmittelwahl“ auf RE beschränke fällt zwar die erste Zeile weg in der der Zug als IC gelistet ist, aber die zweite, in der der Zug als RE gelistet ist wird mir gezeigt.

        Das heißt ich habe per Suche explizit nach Zügen gesucht die ich fahren darf, und jetzt steht da dass ich leider nicht fahren darf.

        Sollte mir das auffallen wenn da immerhin ein roter Hinweistext steht?
        Selbstverständlich.

        Ist das das zu erwartende Verhalten, dass ich Dir eine Strecke mit einer RE-Nummer auf einen Zettel schreiben kann und dann kommt ein Zug der eine RE-Nummer hat aber zusätzlich eine IC-Nummer?
        Würde ich nicht sagen.

        Ist es mir und meiner 70-jährigen Mutter nächste Woche am Bahnhof intuitiv klar, dass ein Zug der eine Doppelbezeichnung RE+IC hat nicht unter das 9€-Ticket fällt mit dem ich ja RE-Züge fahren darf?
        Keinesfalls.

        • Naja der Zug sieht aus wie ein IC und wird auch so behandelt mit Reservierungen etc. da sollte man schon sehen das was komisch ist.

          • der Michael says:

            Werden auf bahn.de die gefundenen Züge auch abgebildet?

            Bringt mir ja nichts, wenn ich das erst mit gepackten Koffern auf dem Bahnsteig sehe….

            —-> da fehlt ganz einfach eine Filtermöglichkeit auf bahn.de:
            „Nur Verbindungen, die mit dem 9 EUR Ticket nutzbar sind“.

    • Falsch, bei uns in Brandenburg gibt es auch Länderübergreifende Interregio-Express, abgekürzt Ire, zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Das 9 Euro Ticket gilt auch nicht in diesen „Regional Zügen“.

      Bin mal gespannt, was es ab Juni und den Sommerferien für Diskussionen mit Ausflüglern geben wird.

      Aber gestern hat es die Bahn schon wieder geschafft aufgrund von Materialmangel um Berlin Regios aus München einzusetzen. Immer lustig, wenn Aussen Regio Bayern dransteht und innen Fahrpläne von München und Umgebung drin sind anstatt Berlin Brandenburg.

      Und die Züge waren gestern schon überfüllt und man durfte stehen, da Regios aus Bayern nicht doppelstock Regios sind und dadurch Platz fehlt.

      Und noch viel schöner sind die ganzen Baustellen in und um. Berlin im Sommer.

      Das beste ist, das manche schon gestern mit dem Ticket unterwegs waren und 60 Euro blechen durften, da erst ab Juni gültig.

      Ich werde mir das in den Sommerferien nicht mit Regios antun und Ausflüge machen. Dann lieber reguläre ICE oder Euro City mit Sitzplatzreservierung und entspanntes Reisen anstatt als Sardine im mit Fahrrad und Tourist überfüllten Regio.

      Vor allem die Fahrradausflügler werden im Sommer lange Gesichter ziehen, wenn sie bei überfüllten Zügen am Bahnhof stehen bleiben. Denn Fahrräder werden dann des Zuges verwiesen oder von der Beförderung ausgeschlossen. Die Diskussionen und Einsätze der bundespolizei möchte ich nicht mitmachen. Übrigens hat bei überfüllten Zügen jeder das Recht die Bundespolizei als Bahnpolizei anzurufen und auf Verstoß wegen des EVG aus Sicherheitsgründen anzurufen. Diese untersagt in der Regel der Bahn dann die weiterfahrt, wenn der Zug komplett überfüllt ist und sorgt für Ordnung.

      • Also dafür kann jetzt wirklich die Bahn nichts dafür das gestern schon Leute mit dem Ticket gefahren sind. Scheinbar auch im ICE man kann es ja nicht noch größer erwähnen.

        Und wegen der anderen Punkte? Was soll man jetzt machen? Alles absagen? Man kann ja auch mal sehen was passiert aber in Deutschland muss erstmal alles 120 % geregelt werden. Einfach mal machen und dann nachbessern.

      • Auf der Gäubahn sind Fahrräder im RE eh reservierungspflichtig. Und die bekommt man nur über die Hotline oder am Schalter. Da werden schon nicht so viele dabei sein.

    • Interessant ist es zum Beispiel in Berlin. Dort hält der ICE mehrmals in der Stadt und zwischen diesen Stationen kannst du mit Nahverkehrsticket den Fernverkehr nutzen. Ob das für das 9€ Ticket auch gilt weiß ich allerding nicht

      • Natürlich nicht, nicht im ICE.

        • Lies bitte nochmal…
          Es ging konkret um diese Kurzstreckenverbindungen in denen die Nahverkehrsticket gelten.

          • Das heißt ja offensichtlich nix, sonst gäbe es diese Diskussion gar nicht. Genau das ist ja das Problem, dass das 9-Euro-Ticket u.U. nicht auf Strecken bzw. Streckenabschnitten genutzt werden kann, auf denen sonst aber ein Ticket des Nahverkehrs ausreicht.

          • Das 9€-Ticket ist ein Ticket für Züge von einem Nahverkehrsbetreiber. Ein Nahverkehrsticket ist ein Ticket für Züge, die im Nahverkehr verkehren. Beides ist nicht dasselbe. Und ich war durchaus in der Lage, Fernverkehrs-Züge zu finden, die als RE gekennzeichnet sind und den Vermerk haben, dass alle Nahverkehrstickets gelten. Ich vermute, das schließt das 9€-Ticket aus.

            Insgesamt macht es mich ein wenig fassungslos, dass diese Interpretationslücke a) existiert und b) dort die Bahn ein Problem draus macht

    • Diese Züge haben aber neben der IC- auch eine RE-Kennung. Wenn man in der Reiseauskunft nachschaut, ist nicht immer erkenntlich, dass es in Wirklichkeit ein IC ist.

  6. Da ist es wieder, dieses, ich muss ein Problem an der Sache finden Ding, nuja denn, Aufmerksamkeit muss halt sein 🙂
    Wenn ich nur zweimal im Monat in der Stadt hier fahre habe ich das Ticket quasi schon raus, mal sehen, ob sich nicht schon dadurch, sich keinen Kopp machen zu müssen, ob man (ja im Nahverkehr ist ja jetzt gut ;)) mal eben auf Samstag in die Region fährt, nicht in den Monaten etwas mehr laissez-faire einstellt. Ick freu mir jedenfalls.

    • Eben, ich will ein paar mal mit dem Bus fahren. Einmal die Woche ins Büro und mal zu den Verwandten 20 km entfernt. Da spare ich schon duzend Autofahrten ohne große Probleme zu befürchten aber Hauptsache man kann was schlecht reden…

  7. Klausisraus says:

    Das absolute Chaos ist vorprogrammiert…viel Spass im Zug. Ich als Klaustophobiker bin da raus!

    • Da schließe ich mich an. Zu kompliziert mal wieder gestrickt was man darf und nicht darf. Im Zweifel wartet dann die Strafe auf einen und das lohnt sich dann nicht mehr. Für 60€ bekomme ich den Tank halb voll und habe meine Ruhe. Keine Lust auf Diskussionen im Zug.

    • GooglePayFan says:

      Wie heißt es eigentlich, wenn man Angst vor Leuten mit dem Namen Klaus hat?

  8. Sänk you for making Politik with FDP.
    Please pay your Strafe to the Staatskasse.

    • Naja das Volk darf doch jetzt schon die 2,5 bis 3 Milliarden Euro dafür zahlen, nur das paar Hanseln jetzt für 9€ Zugfahren, was sie sonst auch nicht tun würden.

      • Und es spart viele Autofarten. Schon alleine das ist ein Gewinn.

        • GooglePayFan says:

          Das wage ich zu bezweifeln.
          Das Ticket wird nur für zusätzliche Fahrten sorgen, die ohne die Aktion gar nicht stattgefunden hätten. Genau wie der Unsinn mit dem Carsharing. Dadurch gibt es auch kaum einen privaten PKW weniger.

          Im Gegenteil, die „Sparfüchse“ die das 9-Euro-Ticket nutzen, werden ja nicht einmal die Tourismusbranche an ihrem Reiseziel unterstützen, sondern nur mit mitgebrachten Bierdosen belasten und maximal ein paar Euro beim McDonalds lassen…

      • Dafür haben „wir“ auch schon lange genug alles andere mitgetragen. Es darf gern endlich auch mal was zu denen zurückkommen denen es wirklich hilft! Das ist das erste mal zu meinen Lebzeiten das ich sowas in jenem Ausmaß erlebe.
        Die Sachen die aufkommen Zeigen nur die lethargischen Probleme weshalb es nicht schon lange besser läuft.
        Nebenbei diskutieren einige Bundesländer schon länger über freien ÖPNV. Was schon zeigt was möglich wäre. Nicht erst seit der Bahnsteigkarte weiß man wie es hier völlig unverhältnismäßig läuft.

        • GooglePayFan says:

          Was für ein Unsinn dieses „es kommt zu denen zurück, denen es wirklich hilft“ ist, sieht man doch schon daran, dass für hunderttausende Studenten mit teurem Semesterticket gar keine Erstattung vorgesehen ist, und die somit für 3 Monate praktisch umsonst viel Geld zahlen…
          Zufällig auch die einzige Bevölkerungsgruppe, die in der Pandemie und Energiekrise komplett vergessen wurde.

    • Für die Dummheit der Leute kann selbst die FDP nichts. Irgendwas zum meckern findet sich immer wenn das nicht wäre meckert man halt über die ausgeschlossenen ICEs…

  9. Auf dem Ticket (gekauft auf bahn.de) steht, es sei gültig in allen Nahverkehrszügen. Hinweise auf etwaige Einschränkungen, wie sie hier dargelegt werden, gibt es dort nicht. Wenn ich nun auf bahn.de nach Verbindungen suche und dabei explizit „nur Nahverkehr“ auswähle, sich unter den angebotenen Zügen aber dennoch ein „getarnter“ Zug des Fernverkehrs verbirgt, kann das nicht das Problem des Kunden sein.
    Entweder kann ein Zug mit einem Ticket des Nahverkehrs genutzt werden oder nicht. Wenn er aber mit einem Ticket des Nachverkehr genutzt werden kann, dann selbstverständlich auch mit diesem 9-Euro-Ticket. Alles andere ist nicht zu vermitteln und dürfte auch schwierig durchzusetzen sein.

    • Ja, so würde das auf jeden Fall Sinn ergeben. Zumal es ja auch heißt, dass diese getarnten Züge mit einem Nahverkehrsticket genutzt werden können.
      Hoffentlich wird das noch entsprechend angepasst, so dass man nicht bei der Planung erstmal meterlange Hinweise auf der Webseite ausklappen muss, oder aber bei der Reise dann am Bahnsteig steht und dann merkt, dass man nicht mitfahren darf.

    • Genau so ist das. Warum wieder so kompliziert? Keep it simple.

  10. Das Problem liegt hier nicht bei der Politik sondern bei der Bahn mit ihren undurchsichtigen Tarifstrukturen. Gleiche Verbindungen zwischen gleichen Bahnhöfen kosten zu verschiedenen Zeiten und ggf. verschiedenen Streckenführungen , auf die man ja selber gar keinen Einfluß hat beim kartenkauf, unterschiedlich. Wie früher mit dem Telefon – Mondschein-Tarif, Großmutter-Sterbetagstarif und so gab es ja auch mal bei den Fernsprechtarifen… da ging man den einzig richtigen Weg. Flatrate bzw. für bestimmte Ziele (im Ausland) Tarife nach Entfernungszonen und sonst nix. Wird Zeit daß die Bahn hier ebenfalls nur nach Entfernung und Zuggattung tarifiert – ein Tarif für nah, einer für Fernverkehr und dann nur noch bezahlen wie weit die beiden Orte Luftlinie entfernt sind – wie die Bahn das routet ist schließlich ihre entscheidung und nicht die des Passagiers. Diese vor vielen Jahrzehnten eingeleitete Bahnreform (ja anläßlich des angestrebten Börsengangs der Bahn, also eine dieser unsäglichen Privatisierungskisten vorangehender Regierungen) mit den ach so vielen Tarifvarianten ist fahrgastfeindlich und Teil des Problems was wir jetzt mit dem neun-Euro-Ticket haben. Besser wäre es gewesen die gesamte Bahn mit allen Aufgaben wäre eine bundesbehörde geblieben- netz, materieal und Betrieb aus einer Hand und nicht dutzende Teilunternehmen.

  11. In der Schweiz kann man mit einem Nahverkehrsabo auch die Züge des Fernverkehrs nutzen, so lange man sich im gleichen Verbundgebiet aufhält. Das wäre doch mal eine sinnvolle Lösung für Deutschland!

    • Da das Ticket aber bundesweit gilt, ist die Regelung mit „im gleichen Verbundgebiet“ etwas schwierig. Zumal ich das Gefühl habe, dass in der Schweiz die Verbundgebiete etwas größer sind. Abgesehen von den Großstädten gibt es vermutlich in wenigen Verbünden mehr als einen Fernbahnhof (zumindest im GVH, der Hannover und Umgebung abdeckt, fällt mir kein zweiter ein).

  12. Ganz grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass es bundesweit einheitliche Tarife geben sollte. Nicht nur bei der Bahn, sondern generell im ÖPNV.

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