Windows 10: Microsoft nutzt deine Bandbreite zum Verteilen von Updates

31. Juli 2015 Kategorie: Windows, geschrieben von:

Windows 10

Windows 10 ist da. Das System lässt sich als ISO herunterladen und auch eine Clean Install ist machbar. Wer vorher nicht im Windows Insider-Programm war, der bekommt nun die volle Breitseite an Neuerungen kredenzt, durch die man sich erst einmal wühlen muss. Kann man ruhig einmal selber machen, die Lerneffekte sind immens. Man wird auf neue Funktionen stoßen und eine davon ist in der modernen Variante der Systemsteuerung zu finden.

Hier kann man mal den Punkt „Update und Sicherheit“ anspringen. Im ersten Punkt „Windows Update“ wagt man dann einen Schritt in die „Erweiterten Optionen“ und wählt hier „Übermittlung von Updates“ aus. Hier kann man nun sehen: Es gibt die Funktion „Updates von mehr als einem Ort“. Eine Funktion, die Microsoft nie verschwieg, sondern in der Vergangenheit schon einmal erklärte.

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War es früher normalerweise so in Privathaushalten, dass jeder PC seine Updates für sich herunterladen musste, so ist dies nicht mehr der Fall bei Windows 10. Windows 10 kann beispielsweise an Rechner 1 die Updates heruntergeladen haben und verteilt diese teilweise an Rechner 2 und Rechner 3 im Netzwerk. Dies betrifft nicht nur die reinen Updates, sondern auch die Apps:

Wenn Windows ein Update oder eine App herunterlädt, sucht es mithilfe der Übermittlungsoptimierung nach anderen PCs in Ihrem lokalen Netzwerk, die dieses Update oder diese App bereits heruntergeladen haben. Windows lädt dann Teile der Datei von diesen PCs und andere Teile von Microsoft herunter. Windows lädt nicht die gesamte Datei von einer Quelle herunter. Stattdessen wird der Download in kleinere Pakete aufgeteilt. Windows verwendet die jeweils schnellste, zuverlässigste Downloadquelle für die jeweiligen Dateiteile.

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Stein des Anstoßes ist hier nun aber das „Distributed Update“ für andere Rechner ausserhalb des Netzwerkes – seitens Microsoft Übermittlungsoptimierung genannt. Stellt euch das ein bisschen wie BitTorrent vor. Mit eurem Windows 10 PC seid ihr nicht nur jemand, der sich Windows Updates herunterlädt – ihr stellt auch gleichzeitig für andere Rechner im Netz Ressourcen bereit, was wiederum für die Entlastung der Update-Server sorgt und für schnelle Updates für alle Beteiligten sorgt.

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Aber: es wird natürlich auch etwas von eurer Bandbreite zur Verfügung gestellt, ihr ladet also nicht nur Windows Updates herunter – sondern eben auch hoch. Das ist seitens Microsoft so geregelt, dass es für den Anwender nicht spürbar ist, allerdings gibt es meines Wissens noch keine aussagekräftigen Aussagen, welche Datenmengen da nun ins Netz geschoben werden. Zudem ist es so, dass diese Updatefunktion nicht aktiv ist, wenn Microsoft eine getaktete Internetverbindung feststellt.

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Wer das Ganze nicht will, der kann dies deaktivieren. So kann man verschiedene Möglichkeiten wählen. Zum einen stellt man die Verteilung komplett hab, womit nichts mit Netzwerk und Internet geteilt wird – oder man stellt ein, dass nur mit PCs im lokalen Netzwerk getauscht wird. Was bei euch standardmäßig aktiviert ist, ist Lizenzsache. Windows 10 Enterprise und Windows 10 Education: Die Option P“Cs im lokalen Netzwerk“ ist standardmäßig aktiviert. Alle anderen Versionen von Windows 10: Die Option „PCs im lokalen Netzwerk und PCs im Internet ist standardmäßig aktiviert“.

Und nun, was macht ihr – deaktivieren?


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