Windows 10 Privatsphäre: welche Daten wofür gesammelt werden und welche nicht

29. September 2015 Kategorie: Windows, geschrieben von:

artikel_windowsZwei Drittel unserer Leser gaben Windows 10 in unserer Umfrage des Monats die Note 1 oder 2. Das könnte durchaus schlechter aussehen, vor allem im Hinblick auf die Privatsphäre-Meldungen nach Erscheinen von Windows 10. Warum Windows 10 überhaupt Daten sammelt, wird nun Terry Myerson im Windows Blog erklärt. Windows 10 setzt dabei auf zwei Prinzipien auf: Daten werden zum Zweck der Produktverbesserung gesammelt und der Nutzer hat jederzeit die Kontrolle über die Daten, die Windows 10 sammeln darf. Die gesammelten Daten werden laut Microsoft im Transit verschlüsselt und in sicheren Einrichtungen abgelegt.

Die gesammelten, beziehungsweise nicht gesammelten Daten, werden in 3 Stufen eingeteilt. Bei der ersten Stufe geht es um Sicherheit und Stabilität. Microsoft sammelt hier Daten in anonymisierter Form, zum Beispiel zum verwendeten Gerätetyp oder auch Crashlogs von Apps. Microsoft sammelt keine persönlichen Daten, keine privaten Inhalte und keine Informationen, die mit dem Nutzer in Bezug gebracht werden können.

Microsoft nennt sogar ein Beispiel, wie sich dieses Sammeln auswirkt. So wurde zum Beispiel festgestellt, dass ein bestimmter Grafiktreiber Windows 10 zum Reboot brachte. Mit den gesammelten Informationen konnte zusammen mit dem Hersteller ein Fix innerhalb von 48 Stunden ausgeliefert werden.

Den zweiten Block bilden Personalisierungsdaten. Hier handelt es sich wirklich um Informationen, die dem speziellen Nutzer zugeordnet sind. Benötigt werden diese zum Beispiel für Cortana, damit passende Vorschläge ausgeliefert werden können. Nutzer haben aber die Möglichkeit, diese Daten für sich zu behalten, das Sammeln kann in den Einstellungen deaktiviert werden. Aktiviert man ein Feature wie Cortana, hat man die Möglichkeit, die gesammelten Daten noch einmal anzupassen. Ist halt so ein „je mehr wir wissen, desto besser können wir liefern“-Ding.

Der dritte Block sind Daten, die für Werbezwecke gesammelt werden. Wobei es im Fall von Windows 10 eher heißen muss, dass sie nicht gesammelt werden. Hier spielt es keine Rolle, welche Privatsphäreeinstellungen man vorgenommen hat, Microsoft scannt Inhalte nie zu dem Zweck, um Werbung auszuliefern.

Auch regt Microsoft die Nutzer an, sich bei Problemen oder Wünschen via Feedback bei Microsoft zu melden. Nur so könne man Feedback umsetzen, wie man es bereits mehrfach getan hat. Der Dialog ist ein wichtiger Bestandteil von Windows 10, Microsoft möchte dies auch gerne beibehalten.

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Über den Autor:

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