Windows 10 Privatsphäre: welche Daten wofür gesammelt werden und welche nicht

artikel_windowsZwei Drittel unserer Leser gaben Windows 10 in unserer Umfrage des Monats die Note 1 oder 2. Das könnte durchaus schlechter aussehen, vor allem im Hinblick auf die Privatsphäre-Meldungen nach Erscheinen von Windows 10. Warum Windows 10 überhaupt Daten sammelt, wird nun Terry Myerson im Windows Blog erklärt. Windows 10 setzt dabei auf zwei Prinzipien auf: Daten werden zum Zweck der Produktverbesserung gesammelt und der Nutzer hat jederzeit die Kontrolle über die Daten, die Windows 10 sammeln darf. Die gesammelten Daten werden laut Microsoft im Transit verschlüsselt und in sicheren Einrichtungen abgelegt.

Die gesammelten, beziehungsweise nicht gesammelten Daten, werden in 3 Stufen eingeteilt. Bei der ersten Stufe geht es um Sicherheit und Stabilität. Microsoft sammelt hier Daten in anonymisierter Form, zum Beispiel zum verwendeten Gerätetyp oder auch Crashlogs von Apps. Microsoft sammelt keine persönlichen Daten, keine privaten Inhalte und keine Informationen, die mit dem Nutzer in Bezug gebracht werden können.

Microsoft nennt sogar ein Beispiel, wie sich dieses Sammeln auswirkt. So wurde zum Beispiel festgestellt, dass ein bestimmter Grafiktreiber Windows 10 zum Reboot brachte. Mit den gesammelten Informationen konnte zusammen mit dem Hersteller ein Fix innerhalb von 48 Stunden ausgeliefert werden.

Den zweiten Block bilden Personalisierungsdaten. Hier handelt es sich wirklich um Informationen, die dem speziellen Nutzer zugeordnet sind. Benötigt werden diese zum Beispiel für Cortana, damit passende Vorschläge ausgeliefert werden können. Nutzer haben aber die Möglichkeit, diese Daten für sich zu behalten, das Sammeln kann in den Einstellungen deaktiviert werden. Aktiviert man ein Feature wie Cortana, hat man die Möglichkeit, die gesammelten Daten noch einmal anzupassen. Ist halt so ein „je mehr wir wissen, desto besser können wir liefern“-Ding.

Der dritte Block sind Daten, die für Werbezwecke gesammelt werden. Wobei es im Fall von Windows 10 eher heißen muss, dass sie nicht gesammelt werden. Hier spielt es keine Rolle, welche Privatsphäreeinstellungen man vorgenommen hat, Microsoft scannt Inhalte nie zu dem Zweck, um Werbung auszuliefern.

Auch regt Microsoft die Nutzer an, sich bei Problemen oder Wünschen via Feedback bei Microsoft zu melden. Nur so könne man Feedback umsetzen, wie man es bereits mehrfach getan hat. Der Dialog ist ein wichtiger Bestandteil von Windows 10, Microsoft möchte dies auch gerne beibehalten.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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13 Kommentare

  1. Wozu werden Daten erhoben, wenn man sie doch gar nicht verwenden will. Heute werden alle beruhig, aber was ist morgen, wenn die User sich gewöhnt haben? Die Erde ist eine Scheibe und ich werde downgraden und bis zum Auslaufen der Unterstützung für 8.1 mich in andere Möglichkeiten einarbeiten.

  2. Könnt ihr sagen, wie die Datensammelei beim aktuellen Mac OS X aussieht?

  3. 1. dass es hier so gute noten gab liegt daran, dass viele user inzwischen entweder entnervt aufgegeben haben oder schon entsprechend konditioniert wurden und brav alles schlucken, was man ihnen vorsetzt.

    2. downgrade auf win 8.1 bzw. win 7 wird nichts bringen, da microsoft auch für diese systeme die entsprechenden „user-experience-patches“ ausliefern wird bzw. bereits ausliefert. und dann gibt es keinen unterschied mehr zu 10.

    3. egal was jemand sagt, sobald es daten gibt, gibt es begehrlichkeiten. egal ob firma oder staat.

  4. Die meisten die sich über die Daten sammelei aufregen, nutzen täglich Facebook und co.
    Verstehe dieses „gehate“ (so nennt man das glaube ich mittlerweile) nicht, wer es will solls nutzen wer nicht halt nicht, aber in jedem Post darüber zu Lesen wie schlecht es doch ist, ist nervig.

  5. @nomail:
    Danke, dem habe ich nichts hinzuzufügen. schwimme da genau auf Deiner Welle.

    Warum kommt man seitens MS jetzt auf einmal „um die Ecke“ und erzählt welche Daten (angeblich) wofür gesammelt werden? Man hat doch nicht etwa was mitbekommen, dass die Leute beunruhigt sind und versucht nun „Schadensbegrenzung“ zu betreiben?

    Übrigens habe ich immer noch nicht verstanden, was MS mit dem Aussehen meiner Schrift will…… Das sol ja wohl auch „gesammelt“ werden, oder irre ich da.

    Daten hin oder her. Sowas wird mir nicht auf die Platte kommen. Und die Updates „zur Verbesserung des Nutzererlebnisses“ sind mir auf dem Notebook auch egal. Ich habe schon immer den Update Dienst aktiviert. Das war immer gleich das Erste, was ich nach dem Neuaufsetzen eines Windows-System gemacht habe. Virenscanner drauf (natürlich Drittanbieter) und fertig.

    Vorteil: sauberes System und keine Probleme.

  6. sorry, sollte natürlich „Update-Dienst deaktivieren“ heißen“

  7. @ ataxie112

    Super, schreib doch mal bitte Caschy ne Mail mit all deinen Passwörtern zu :

    – Mail Accounts, bitte alle auch die interessanten die deine Frau / Freundin nicht kennt !
    – Bank Zugänge
    – Windows Account Daten
    ach was soll es, schreib Ihm bitte alle deine Passwörter zu allem
    Vielen Dank !

    @ Caschy
    nach erhalt der Mail von ataxie112 bitte einen Artikel mit dem Inhalt der Mail hier veröffentlichen. Freue mich auf den Artikel !

  8. Ohje was man hier wieder lesen muss ist ja nicht normal. Ja es stimmt die meisten gehen zu sorglos mit ihren Daten um und geben sie sogar freiwillig raus an Facebook Google und co. Aber sich jetzt bei Windows 10 darüber aufzuregen ist halt echt ein Witz. Schaltet doch einfach alles aus und es werden genauso viel Daten erhoben wie es seit Windows XP der Fall ist.
    Das Passwort Argument ist so schlecht das gibts garnicht. Ist ja genau das gleiche ob mein Passwort auf einem verschlüsselten Microsoft Server liegt oder ob Caschy es hier postet. Seit Windows XP konnte man sein System sowieso nicht mehr richtig sicher machen und wer auch immer wollte konnte an deine Passwörter. Dann sind sie doch bei Microsoft wahrscheinlich sicherer als bei mir. Wenn Microsoft es klug machen würde dann würden sies so verschlüsseln dass auch Microsoft selber nicht rankommt so wie es bei Apple der Fall ist (behaupten sie zumindest). So ne Kim Dotcom Verschlüsselungssache bei der der Hoster keine Kontrolle mehr hat ist halt am besten (Wenn das auch wirklich stimmt).
    Schaltet halt alles was möglich ist bei Windows 10 aus (im Notfall auch mit Tools) und nutzt verschlüsselte Passwort Software usw und euer System ist „sicher“. Und was noch dazu kommt ihr habt dann das aktuell beste Betriebssystem aufm Markt.

  9. man was für ein mist hier teilweise zusammen getragen wird. Man sieht dass es ist halt ein android und ein apple forum. anders Kann man hier nicht sagen. Versuch doch mal eure Privatsphäre bei Google oder Apple mal einstellen so wie bei Windows 10 gegeben ist. Den Button möchte ich mal sehen.

  10. @Christian
    Vielleicht deine Handschrift erkennen lernen, damit eine Software wie One Note sie in eine Schriftart umwandeln kann zum Beispiel.
    Wo allerdings nichts eingeben wird…

    Komisch. Aufregen, dass Microsoft ‚plötzlich‘ Daten von seinen Nutzern sammelt, die Apple und Google in größerem Umfang schon viel länger sammeln. Seht es mal positiv. Wenn ihr einen Desktop PC einsetzt, dürfte es für MS zumindest schwer werden, ein Bewegungsprofil von euch zu erstellen.

    Ich für meinen Teil deaktiviere schon lange Funktionen zum Sammeln von Daten in Windows. Auf meinem Android dagegen weniger, weil ich da den praktischen Nutzen direkter spüre. Also jedem wie er möchte. Ich halte MS insgesamt bisher noch für den harmlosesten Datensammler im Vergleich zu Google und Apple.

  11. „Die gesammelten Daten werden laut Microsoft im Transit verschlüsselt und in sicheren Einrichtungen abgelegt.“
    Ah, dann ist ja alles gut….

    Dazu fällt mir nur ein: Wo ein Trog ist sammeln sich die Schweine.

  12. @nomail
    „Im Mai 1940 rissen die einmarschierten deutschen Besatzer das Register an sich und ermittelten anhand dieses Datenschatzes in wenigen Tagen fast alle jüdischen Einwohner.“

    Da ist es ja gut, daß in den Ländern wo richtig viele Juden waren (Polen, Ukraine) die Nazis die nicht finden konnten…

    In solchen Fällen hilft nur die dänische Lösung. In Fischerbooten ab übers Meer (in dem Fall nach Schweden).

    Es ist ein bißchen egal was in welchen Computern steht. Finden werden „sie“ Dich auf jeden Fall. Der Weg muß doch sein Leute die so was vorhaben, rechtzeitig unschädlich zu machen.

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