Visual Studio 2015 veröffentlicht, bringt unter anderem Android-, iOS- und Apple Watch-Support mit

22. Juli 2015 Kategorie: Android, iOS, Windows, geschrieben von:

Wenige Tage vor dem offiziellen Start von Windows 10 erhalten Entwickler eine neue Version von Microsofts Visual Studio-Tool für die Cross-Platform Entwicklung an die Hand. Dabei kommt Visual 2015 Enterprise mit voller Unterstützung für C#, C++, Visual Basic, Java, F#, Python, JavaScript, PowerShell, Microsoft’s JavaScript-based TypeScript und SQL daher.

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Visual Studio 2015 bietet zudem Entwicklungsunterstützung für die Android-Plattform dank optionaler SDK-Installation. Und da sich auch Xamarin Libraries in Visual Studio 2015 befinden, ist auch die Entwicklung für iPhones, iPads und Apple Watches möglich.

So viel Umfang benötigt allerdings auch seinen Platz und so raubt Visual Studio 2015 insgesamt 23 GB Festplattenspeicher, sofern man sämtliche Optionen und Drittanbieter-Komponenten mitinstalliert. Packt man hier noch lokale Dokumentationen oben drauf, werden ein paar weitere Gigabyte fällig. Wer sich das ganze also zulegt, sollte vorher eventuell seine Festplatte entrümpeln.

Visual Studio 2015 unterstützt zwar die Windows 8.1 Plattform, jedoch aus unerfindlichen Gründen nicht Microsofts Windows 10 Unverisal App Plattform. Das mag daran liegen, dass die Windows 10-Plattform aktuell zu umfangreich ist und von Desktop-PCs über Tablets, Smartphones, der Xbox One und sogar der HoloLens reicht. Da das SDK für Windows 10 erst am 29. Juli erscheint, muss man hier in der Zwischenzeit einige abstriche machen oder zum letzten Visual Studio 2015 Release Candidate greifen, der wiederum Windows 10 für Entwickler unterstützt.

Neu ist unterdessen in Visual Studio 2015, dass sowohl C# als auch Visual Basic einen auf dem Roslyn Compiler Framework-basierenden Code-Editor beinhaltet. Dies hat zum Vorteil, dass aufgrund des erweiterbaren Frameworks Teams ihre eigenen Warnungen und Refactorings erstellen können. Roslyn erlaubt zudem komplexere Regeln, die in den Text-Editor eingebaut werden können.

Doch das sind nur einige Auszüge des neuen Visual Studio 2015, die für Entwickler eine Menge neue Spielereien mit sich bringt und die Entwicklung für die Windows Plattform erleichtern soll. Wer einen detaillierten Blick in die Neuerungen werden möchte, sollte die Kollegen von ArsTechnica besuchen, die Visual Studio 2015 etwas genauer durchleuchtet haben.

Preistechnisch kann man abschließend schon mal vorweg nehmen, dass Visual Studio 2015 nicht ganz billig ist. Bestehende Premium-Abonnenten sollen wohl auf die Enterprise Version von Visual Studio 2015 upgraden können. Ehemalige Ultimate-Nutzer müssen hingegen 5.999 Dollar initial oder 2.569 Dollar als Account-Erneuerung hinblättern. Dabei ist das noch ein Schnäppchen, denn beim Vorgänger mussten Nutzer 13.299 Dollar beziehungsweise 4.249 Dollar als Verlängerung zahlen.


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