Virustotal (Google) und Microsoft kämpfen gemeinsam gegen False Positives in Anti-Viren-Programmen

11. Februar 2015 Kategorie: Google, geschrieben von:

Wenn Anti-Viren-programme auf Dateien anschlagen, die keinen Virus beinhalten, nennt man dies False Positive. Diese False Positives können im schlimmsten Fall dazu führen, dass ein System nicht mehr funktioniert, obwohl es eigentlich gar keinen Grund dafür gibt, nämlich dann, wenn es systemrelevante Dateien erwischt. Neben dem Ärger für den Nutzer, der eine Software oder ein ganzes System nicht mehr nutzen kann, müssen sich die Entwickler mit verunsicherten Kunden herumschlagen, gleichzeitig geht die Reputaion der Anti-Viren-Programme flöten, wenn dies öfter vorkommt.

Virustotal

Um dies zu verhindern will Virustotal, eine Firma, die 2012 von Google übernommen wurde, dass große Software-Hersteller ihre Dateien zur Verfügung stellen. Trusted Source heißt das Projekt, die erhaltenen Dateien werden so markiert, dass sie nicht Gefahr laufen, als False Positive von einer Anti-Virus-Software erkannt zu werden. Sollte dies doch geschehen, kann Virustotal den Entwickler entsprechend schnell informieren und dieser wiederum schneller dafür sorgen, dass sein Anti-Virus-Programm die Datei nicht mehr als Virus flaggt.

Mit Microsoft hat Virustotal nun eine Woche lang zusammengearbeitet. In dieser Zeit wurden bereits 6.000 False Positives korrigiert. Ein vielversprechendes Ergebnis, wie Virustotal findet. Der nächste Schritt wird sein, dass die Trusted Software-Sammlung vergrößert wird. Hierfür sollen sich große Software-Entwickler an Virustotal wenden, um am Programm teilnehmen zu können. Fern bleiben sollen aber bitte die, die Adware oder „potentiell ungewollte Software“ vertreiben, wie Virustotal in einem Blogpost erklärt.


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