Valve sperrt Cheater bei Steam nun auch über die Telefonnummer

3. Mai 2016 Kategorie: Games, geschrieben von: Gastautor

steam logoValve will härter gegen Cheater vorgehen. Neben den ohnehin bereits aktiven Maßnahmen gegen Schummler, die beim Auffliegen mit der Sperrung ihres Steam-Kontos leben müssen, will Valve in Zukunft auch die Telefonnummer einbeziehen. Nun ist die Freigabe der Nummer allerdings freiwillig. Warum sollte man also seine Telefonnummer angeben, wenn man davon auch noch einen Nachteil haben könnte? Hier kommt das geplante Feature „Prime Matchmaking“ ins Spiel. In Multiplayerspielen will Valve potentiell nur diejenigen Gamer zusammenschmeißen, die auch die Telefonnummer angegeben haben.

Im Grunde soll die Angabe der Telefonnummer also ein Zeichen für Vertrauenswürdigkeit darstellen. Noch ist das Prime-Matchmaking nicht aktiv. Valve will es z. B. mit „Counter-Strike: Go“ testen. Ob ihr als Gamer es nutzt, könnt ihr jedoch selbst entscheiden. Es ist also nur eine Option. Auch andere Entwickler werden die Möglichkeit erhalten Prime Matchmaking in ihre Titel zu integrieren. Zur Pflicht will Valve es aber nicht erheben.

Wer über die Angabe seiner Telefonnummer Zugang zum Prime Matchmaking erhalten hat, sollte sich allerdings vom Cheaten fernhalten. Fliegt ihr dann nämlich auf, seid ihr nicht nur das Steam-Konto los, mit dem ihr in Multiplayer-Spielen geschummelt habt, sondern die Sperre betrifft auch alle anderen Steam-Konten, bei denen ihr die selbe Telefonnummer nutzt. Immerhin werden die anderen Konten aber nicht permanent gesperrt, sondern nur für drei Monate. Außerdem könnt ihr dann unter der betroffenen Nummer vorerst keine neuen Konten anlegen. Schummelt ihr später erneut, sind möglicherweise längere Sperren für weitere Konten die Folge.

Steam_Android

Dass Valve so streng gegen Cheater vorgeht, ist verständlich: Schummler können ganze Multiplayer-Modi kaputt machen und anderen Zockern den Spaß verderben. Das schadet den anderen Gamern, den Entwicklern und letzten Endes damit auch Valve. Ein Problem könnten Prepaid-Nummern sein: Legt jemand seine Nummer zu den Akten, wird sie von den Mobilfunkbetreibern flugs neu vergeben. Theoretisch wäre es so möglich die ehemalige Telefonnummer eines Cheaters zu erhalten und direkt bei Steam gesperrt zu sein. Allerdings dürfte das Risiko eher gering sein, dass euch das passiert.

Ich persönlich bin zwar nicht der größte Online-Gamer, dafür fehlt mir einfach der Elan regelmäßig zu trainieren und die nötigen Skills aufzubauen, finde Valves Schritt aber begrüßenswert. In Singleplayer-Games sollte jeder Mogeln dürfen, wie er lustig ist. Aber in Multiplayer-Modi sind alle Beteiligten auf Fairness angewiesen, damit der Spaß erhalten bleibt.


 

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