Unterschiede: Apple Music und iTunes Match

1. Juli 2015 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von: caschy

Die neue iTunes-Version ist da, Apple Music auch – quasi alles, was man für einen Test benötigt, um iTunes Match und Apple Music zu vergleichen. Warum das Ganze? Ganz einfach: iTunes Match ist ein ansonsten kostenpflichtiger Dienst, der interessante Nebeneffekte bot. So war es damals beispielsweise möglich, seine graue Musikweste reinzuwaschen.

itunes

iTunes Match bietet für 25 Euro im Jahr eine Cloud für eure Musik an. So könnt ihr diese immer überall abrufen. Toll: hat man nur schlechte Qualität lokal vorliegen (man stelle sich 128 kbps oder weniger vor), dann gibt einem Apple 256 kbps AAC, sofern die den Titel in ihrer Library haben. Noch besser: man konnte den Song schlechter Qualität lokal löschen und die 256 kbps-Version laden – ohne DRM.

>>Fragen und Antworten zu Apple Music<<

Man kam so auf Wunsch zu einer akzeptablen Sammlung vernünftiger Qualität. Hatte ich damals in einem Beitrag beschrieben – falls sich also nun jemand für iTunes Match interessiert (ich selber kündigte nach einem Jahr). Und nun bietet auch Apple Music die Cloud für eure komplette Musik. So kann man Titel, die nicht bei Apple vorrätig sind, in deren Cloud laden – alles andere wird euch dann in 256 kbps direkt auf allen Geräten angeboten.

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Doch es gibt einen gewaltigen Unterschied zur iTunes Match-Funktion – man kann hier nicht einfach seine heruntergezerrten oder in schlechter Qualität vorliegenden Songs reinwaschen, wie es bei iTunes Match der Fall war. Ich habe mal ein wenig getestet: Songs, die Apple nicht hat, habe ich in deren Cloud geladen. Logo, hier gibt es keine Bitratenverbesserung, Apple kennt den Song ja nicht. Lösche ich nun lokal diesen Song, dann kann ich ihn herunterladen und wieder „besitzen“.

Dies ist aber nicht der Fall, wenn Apples Match-Funktion einen Song erkannt. Dieser Song wird nicht hochgeladen, der ist ja eh bei Apple in der Cloud. Apple weiss nun: „Aha, der Song ist beim Kunden – hier biete ich ihn dann gleich die Version in 256 kbps an“. Mit iTunes Match hätte man gelacht, den lokalen Song in schlechter Qualität gelöscht und die gute Version von Apple gezogen. DRM-frei. Geht aber nicht mit Apple Music.

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Hier kann man zwar den Song streamen und auch sogar für den Offline-Zugriff herunterladen – aber dieser ist eben mit den gleichen Restriktionen versehen, wie jeder Song von Spotify oder Apple Music auch. Liegt lokal vor, ist aber geschützt. Endet das Apple Music-Abo, könnt ihr den hochqualitativen Song nicht mehr hören – hier müsst ihr dann wieder auf eine lokale Version zurückgreifen. Also merke: Musik mit schlechter Qualität kann man mit Apple Music definitiv nicht auf Dauer „reinwaschen“. Das war nur bei iTunes Match der Fall.

Zusammenfassung: Lokale Musik, die von Apple erkannt wurde, wird euch in 256kbps angeboten. Ihr solltet aber unbedingt die lokalen Songs behalten. Läuft das Apple Music Abo aus, so bleiben euch nur die lokalen Songs, ein Umwandeln wie bei iTunes Match ist nicht machbar. Siehe Screenshot 3.

Lediglich Songs, die ihr zu Apple hochladen musstet, da diese nicht erkannt wurden, lassen sich im Nachgang wieder herunterladen und gehören euch so wieder. Siehe Screenshot 2.

Über den Autor: caschy

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