Twitter integriert Periscope-Livestreams direkt in die Timeline

12. Januar 2016 Kategorie: iOS, Social Network, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_periscopeMit Periscope startete Twitter letztes Jahr einen Dienst, der es jedem ermöglicht, auf eine sehr einfach Weise Livestreams vom Smartphone zu verwirklichen. Seither wurden mehr als 100 Millionen Livestreams erstellt, diese konnten über die Apps betrachtet werden. Nun integriert Twitter diese Streams direkt in die Timelines der Nutzer. Streamt also jemand bei Periscope und teilt diesen Stream zu Twitter, können ihn andere Nutzer direkt in der twitter-Timeline betrachten, müssen nicht extra die App wechseln. Das Ganze gilt auch für Replays, also Aufzeichnungen der Livestreams.

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Vorerst kommen nur Nutzer der offiziellen Twitter-App für iOS in den Genuss der integrierten Livestreams, andere Plattformen sollen aber folgen. Die Videos werden in der Timeline automatisch abgespielt, tippt man sie an, sieht man sie auf dem ganzen Bildschirm und kann auch die Likes und Kommentare der Periscope-Nutzer sehen. Selbst kommentieren oder Herzen vergeben, kann man aber offensichtlich nicht. Dafür benötigt man weder einen Periscope-Account, noch die App, um Streams anzusehen.

Für die Ersteller solcher Livestreams ergibt sich dadurch natürlich ein sehr viel breiteres Publikum, das auch dann an einem Livestream teilhaben kann, wenn Periscope selbst nicht genutzt wird oder man vielleicht sogar noch nie etwas von dem Dienst gehört hat. Voraussetzung ist natürlich die Nutzung der offiziellen Twitter-App und hier bislang auch nur die iOS-Version.

Ich finde diese Neuerung durchaus gelungen, eventuell werden sich einige Nutzer am Autoplay stören. Aber alleine für die Verbreitung der Streams ist das ein großer Zugewinn. Vielleicht macht Twitter die Funktion auch in alternativen Clients verfügbar, obwohl es danach aktuell nicht aussieht, wie so oft bei neuen Twitter-Funktionen. Man möchte die Nutzer ja am liebsten alle in der eigenen App haben, da man alternative Clients aber nicht komplett verbieten kann, ermöglicht man diesen einfach nicht die Nutzung aller Funktionen.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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