Tote Mädchen lügen nicht: Kontrovers diskutierte Serienempfehlung geht in Runde 2

8. Mai 2017 Kategorie: Streaming, geschrieben von: caschy

Ich war viele Jahre nicht der Typ, der sich Serien anschaute. Generell war ich nie der Typ, der sich lange vor den TV setzen konnte. Dennoch habe ich in der letzten Zeit einiges „abgearbeitet“. Ich fing damit an, alle Akte X-Folgen zu schauen, Stranger Things, Black Mirror und The OA habe ich natürlich auch geschaut, bin ja eh in der Ecke Science Fiction daheim. So ist es auch kein Wunder, dass ich momentan auch Falling Skies streame. Ob ich da allerdings durchhalte, ist die Frage.

Während in Sachen Science Fiction Stranger Things und Black Mirror meine ultimative Empfehlung ist, kann ich auch jedem „13 Reasons Why“ auf Netflix ans Herz legen, in der deutschen Übersetzung: „Tote Mädchen lügen nicht“. Eigentlich ein Drama und somit weniger meine Welt – dennoch kann ich die Verfilmung des 2007 erschienen Buches empfehlen.

Bildquelle Netflix / Paramount Television

Vielleicht nicht weiter lesen, wenn ihr keinen Spoiler wollt.

In der Serie geht es Hannah Baker. Diese hat Selbstmord begangen – allerdings hat sie vorher Kassetten aufgenommen, die etwas über ihre Beweggründe erzählen. 12 Menschen tragen so offensichtlich eine Mitschuld an ihrem Selbstmord, die Serie ist eine Mischung aus aktuellen Geschehnissen und Rückblenden.

Die Kassetten werden dabei wie eine Art Kettenbrief von den 12 Personen weitergegeben. Hauptsächlich dreht sich das Geschehen um Clay, der die Kassetten in der Serie hört.

Hat mich sehr gepackt und schauspielerisch finde ich die Umsetzung wirklich sehr gut. Die Serie hat trotz ihrer – aus meiner Sicht großartigen – Umsetzung ordentlich Kritik abbekommen. Es geht um Gewalt, Mobbing und Vergewaltigung. Auch wird der Selbstmord sehr detailliert dargestellt, vor den entsprechenden Folgen werden Warnungen eingeblendet.

Institutionen gaben an, dass sie Sorge haben, dass sich junge, verunsicherte Menschen vielleicht ein Beispiel an Hannah Baker nehmen – sprich: Selbstmord begehen. Sie sehen den Selbstmord glorifiziert, quasi wie eine heldenhafte Handlung.

Hiervon distanzierten sich die Macher allerdings. Kate Walsh (bekannt aus „Grey‘s Anatomy“ und in der Serie Hannas Mutter) sagte in einem Interview, dass man zeigen müsse, dass der Selbstmord weder einfach, noch schön ist.

Wie weiter oben erwähnt: Meine Empfehlung hat die Serie, falls ihr sie noch nicht kennt – wobei meine Serienempfehlungen sicherlich keinem Gütesiegel gleichkommen.

Was sehr interessant und fast untypisch für Netflix ist: Der Streaming-Anbieter gab an, dass man eine zweite Staffel von „Tote Mädchen lügen nicht“ drehen werde. Interessant deshalb: Hannah ist bereits tot, die große Geschichte eigentlich erzählt. Rein inhaltlich gibt es auch keine Informationen, lediglich ein Start 2018 scheint gesetzt. Bin gespannt was Netflix dort zaubert – und ob man annähernd an die Qualität der ersten Staffel herankommt, die schauspielerisch von vielen Akteuren hervorragend umgesetzt wurde. Fesselnd und für jede Altersklasse ab Pubertät aufwärts.


Anzeige: Der neue Karriereservice von Caschys Blog in Kooperation mit Instaffo. Lass dich von Unternehmen finden. Jetzt kostenfrei anmelden!

Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Carsten hat bereits 24535 Artikel geschrieben.