Thunderbird: Silent-Updates kommen

24. August 2012 Kategorie: Firefox & Thunderbird, geschrieben von: caschy

Lebt denn der alte Thunderbird noch? Jaaaa, erlebt noch, er lebt noch! Mozillas E-Mail-Client Thunderbird wird ineiner kommenden Version Aktualisierungen einfach im Hintergrund beziehen. Wir erinnern uns: Firefox hat seit Version 12 auch diese Funktion (stille Updates ab V12, Aktualisierungen im Hintergrund ab V15). Bislang war es so, dass bei aktivierter Benutzerkontensteuerung (UAC) gefragt wurde, ob wirklich installiert werden darf, das gehört nun der Vergangenheit an.

Zu diesem Zweck wird, wie es auch bei Firefox (und Chrome übrigens auch) üblich ist, ein Hintergrunddienst installiert. Dieser ist dann für die Aktualisierung zuständig. Dies ist nur bei Windows möglich. Dennoch wird zukünftig bei allen Systemen das Update nur noch im Hintergrund während der Laufzeit eingespielt. Da während der Laufzeit der Austausch von bestimmten Dateien logischerweise nicht möglich ist, bleiben diese bis zum erneuten Programmstart in einem separaten Verzeichnis und brauchen so bei einem etwaigen Neustart von Thunderbird nur umkopiert werden. (via)


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17 Kommentare

Thomas 24. August 2012 um 12:50 Uhr

Irgendwann werden die Versionsnummern bei Software verschwinden. Und das ist auch nicht schlimm.

Black Eagle 24. August 2012 um 12:53 Uhr

Doch, ist es.
Nicht jeder kann immer jede Software updaten.
Es gibt (meist in Unternehmen) abhängigkeiten. Software X läuft nur wenn Software Y in der Version Z vorliegt.
Versionsnummern wird es immer geben …

Paul Peter 24. August 2012 um 12:55 Uhr

Woher sollen die Updates bezogen werden, wenn das Projekt von Mozilla (auf lange Sicht) eingestampft wird?

Hans 24. August 2012 um 13:00 Uhr

Solange TB kein Exchange ActiveSync (bzw. outlook.com kein IMAP) unterstützt, muss ich leider bei Live Mail bleiben.

Sören Hentzschel 24. August 2012 um 13:02 Uhr

@Thomas / Black Eagle: Versionsnummern sind auch nur etwas Fiktives, Updates funktionieren auch problemlos ohne (öffentliche) Versionsangabe. Dennoch glaube ich auch nicht, dass wir in Zukunft keine Versionsnummern mehr in Software sehen werden. Hat doch einfach gewisse Vorteile. Und konkret bei Mozilla gibt es Gott sei Dank auch keine Pläne, die zu entfernen. :)

@Paul Peter: Nö, stimmt doch gar nicht. Oder hast du (mehr) Insider-Wissen? ;)

Black Eagle 24. August 2012 um 13:20 Uhr

@Sören: Selbstverständlich ist eine Nummer keine Vorraussetzung für ein Update. Öffentlich müssten diese auch nicht sein.
Aber Interne Versionsnummern wirds immer geben. Auch damit Entwickler wissen woran sie gerade schrauben :)

Thomas 24. August 2012 um 13:46 Uhr

Mein Beitrag war aus Sicht der privaten Endanwender geschrieben, mir ist es egal ob Chrome in Version 20, 21 oder 22 nutze, so lange ich die neueste Version habe. Ob das nun von mir installiert wird – “Version 21 ist da, los, installieren!”, oder im Hintergrund abläuft, darin liegt für mich der Unterschied.

SoehnelS 24. August 2012 um 14:58 Uhr

Ich kann derzeit nicht updaten, weil aus irgendeinem Grund die dann erforderliche Version von Lightning nicht mehr mit meinem Kalenderfile klarkommt.

Die Hintergrund-Dienst-Geschichte gefällt mir gar nicht,
bei mir ist persönliches alles portabel.
Mit dem Dienst klingt es erst einmal nach “Spuren hinterlassen”.

Automatische Updates?
Auf meinem Rechner bin ich Gott, ich entscheide wann was installiert wird.
Es ist nett, wenn man informiert wird, entscheiden will ich allerdings.

Bin ich in der Woche mit UMTS unterwegs werden nur kritische Updates ausgerollt, für alles andere gibts am Wochenende die 100er Leitung.

Sören Hentzschel 24. August 2012 um 15:03 Uhr

@SoehnelS: Ich weiß zwar nicht, was so ein Dienst mit “Spuren hinterlassen” zu tun haben soll, aber: Du musst den Dienst ja nicht nutzen. Das ist genau die selbe Geschichte wie bei Firefox: Optional. Ganz einfach deaktivier- und wieder aktivierbar. Es funktioniert auch ohne den Dienst nach wie vor einwandfrei und daran wird sich nichts ändern.

Anderer Punkt: Automatische Updates? Hat damit überhaupt nichts zu tun. Daran hat sich nicht das Geringste geändert. Hintergrund ist kein Synonym für Automatisch. Und ob Firefox/Thunderbird Updates automatisch installieren soll oder nicht, konnte auch vorher immer schon über die Optionen eingestellt werden. Das ist doch nichts Neues. Hintergrundupdate bedeutet nicht mehr als die Anwendung der Updates zur Laufzeit und nicht mehr erst zu Programmstart. Das war vorher doch schon so, dass bei entsprechender Konfiguration die Updates von alleine heruntergeladen worden sind.

SoehnelS 24. August 2012 um 15:11 Uhr

@Sören: Gaaaanz ruhig, heut ist Freitag… ;)
Ja, wenn es optional ist, dann ist ja alles fein.
Ich hatte nur die Befürchtung, das man um die Installation eines Dienstes nicht herum kommt (was natürlich Spuren hinterlässt, darüber dürften wir uns ja einig sein).

Sören Hentzschel 24. August 2012 um 15:15 Uhr

Ich bin ruhig, ich wollte es nur erklären. Tut mir leid, wenn das unruhig rüberkam, war nicht meine Absicht. ;)

Die Option wirst du dann unter Einstellungen > Erweitert > Update finden. Standardmäßig wird der Dienst aktiviert sein.

SoehnelS 24. August 2012 um 15:22 Uhr

Kein Problem, Danke für die zusätzlichen Infos!

Akkarin 25. August 2012 um 05:25 Uhr

“Da während der Laufzeit der Austausch von bestimmten Dateien logischerweise nicht möglich ist …” Da muss ich doch leicht widersprechen. Unter den *NIX-Systemen ist es sogar üblich Dateien verschiedener Programme während der Laufzeit zu ersetzen. Windows ist die einzige Ausnahme die File-Locks nutzt um Dateien die gerade irgendwie genutzt werden zu sperren (Und File-Locks sind eine nervige Sache die eigentlich nicht einmal wirklich nötig ist wie man bei Linux ja gut sehen kann).

Kleines Beispiel: Ubuntu aktualisiert z.B. Gnome. Was passiert? Richtig, die neuen Dateien ersetzen einfach die alten und die zugehörigen Programme werden neu gestartet (Gut das ist ein sehr schlechtes Beispiel da ein Ubuntu niemals die Umgebung ohne nachzufragen neu starten würde). Effektiv ist es also Möglich sogar die Binären-Komponenten der Anwendung (Die ja gerade komplett Läuft) zu ersetzen ;-) (As said above).

Peter 25. August 2012 um 08:12 Uhr

Die Versionsnummer interessieren mich auch nicht. Für mich ist wichtig, dass an dem Thunderbird weitergemacht wird.

Sören Hentzschel 25. August 2012 um 10:17 Uhr

@Akkarin: Das ist zwar schon richtig, aber de facto passiert das bei Firefox/Thunderbird nicht. Das Vorgehen ist auf allen Plattformen das Selbe: Die neuen Dateien kommen zuerst in ein Temporäres Verzeichnis und werden dann verschoben. Bei Windows ist dieser ganze Vorgang aus den von dir genannten Gründen natürlich etwas komplexer, aber ein direktes Ersetzen findet hier auch auf Linux nicht statt.

Im Folgenden ist das Ganze wunderbar erklärt, falls es jemand im Detail wissen möchte. Dabei in Gedanken jedes Firefox durch Thunderbird ersetzen, denn Thunderbird hat 1:1 die Firefox-Implementierung übernommen.
https://wiki.mozilla.org/Background_Updates#Background_updates

Karin 25. August 2012 um 12:08 Uhr

Ich hoffe nur, dass es mit thunderbird weitergeht und nicht, dass die Entwicklung eingestellt wird. Wer zur Hölle braucht denn schon webmail.

Sören Hentzschel 25. August 2012 um 12:30 Uhr

Ach, Webmail hat schon so seine Vorteile. Das ist einfach immer und überall vorhanden, wo es Internet gibt. An anderen Computern kann man ja nicht einfach mal Thunderbird installieren und dann tausende E-Mails herunterladen. Ich nutze zwar auch Thunderbird an meinem eigenen Computer, aber ich bin auch sehr viel auf Webmail angewiesen und habe bis vor kurzem ausschließlich Webmail genutzt. Deswegen: Ich brauche es. ;) Bloß kam es dann zu einem beinahe Datenverlust und damit habe ich dann den Vorteil eines Backups in Form eines Mailprogramms schätzen gelernt. ^^


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