Thunderbird vor dem Absturz? Mozilla will Team auflösen

6. Juli 2012 Kategorie: Firefox & Thunderbird, geschrieben von: caschy

Keine guten Nachrichten aus dem Hause Mozilla. Dort will man in Zukunft nämlich mehr auf Web-Technologien und das mobile System Firefox OS Wert legen. Eigentlich sollte die Information frühestens ab Montag veröffentlicht werden, doch einer der Mozilla-Entwickler stellte die Informationen bereits jetzt 1:1 ins Netz. Man habe festgestellt, dass die Investition von Ressourcen in Thunderbird nicht mehr möglich sei, angesichts der ehrgeizigen Ziele der Mozilla-Organisation.

Dennoch wolle man weiter in Stabilität und Sicherheit von Thunderbird investieren, das sei man den 20 Millionen Nutzern schuldig. Thunderbird sei einer der wenigen freien Mail-Programme und diese Tatsache wolle man verteidigen. Man hält dem Thunderbird nicht das Stoppschild vor das Gesicht, doch wird man das Team in seiner jetzigen Form nicht mehr weiter unterhalten, die Entwickler müssen sich anderen Projekten zuwenden.

Montag wird man mit Einzelpersonen und Organisationen sprechen, um über die genaue Zukunft und eventuelle Weiterentwicklung von Thunderbird Klarheit zu haben. So könne man den Sommer planen um dann im September 2012 einen Aktionsplan in der Tasche zu haben. Bereits jetzt findet man Informationen dazu im Mozilla Wiki. Sind wir mal realistisch. Fehlt uns heute, Stand Juli 2012, irgendwas an einem Mail-Programm?

Die meisten Thunderbird-Nutzer dürften mit ihrem Donnervogel zufrieden sein – so wie er ist. Sofern weiterhin Sicherheitsupdates eingespielt werden, dürfte für die meisten der Nutzer wohl die Welt in Ordnung sein. Ich selber bin im Jahr 2010 komplett auf Webmail umgestiegen und vermisse nichts, ganz im Gegenteil. Wer diesen Schritt auch plant und vielleicht Google Mail nutzt, der kann sich mal meine ganzen Beiträge mit Tipps & Tricks für Gmail durchlesen. (Danke chriszim)


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120 Kommentare

caschy 6. Juli 2012 um 23:50 Uhr

Da die Mail öffentlich ist, hat Mozilla nun auch ein Statement ausgegeben: http://blog.lizardwrangler.com/2012/07/06/thunderbird-stability-and-community-innovation/

bob 6. Juli 2012 um 23:58 Uhr

ich nutze TB seitdem ich von outlook umgestiegen bin, (bug, dass keine ordner angezeigt werden) nutze es für reine text-mails und finde ihn wesentlich komfortabler als jede weboberfläche. was mich stört ist die trägheit wie bei firefox auch, wäre nett wenn da noch was gemacht werden kann.

Namerp 7. Juli 2012 um 00:02 Uhr

Wenn man mehrere Emailkonten hat ist TB schon bequemer als jede Web Oberfläche. Naja hoffentlich kommen wenigstens Sicherheitsupdates !

Tim 7. Juli 2012 um 00:03 Uhr

Webmail macht bei 5 Postfächern einfach keinen Spaß ;)
Und die möchte ich auch nicht über einen Anbieter zusammenstecken. Wenn dann auf einem eigenen Mailserver, dafür fehlt mir aber die Hardware.
Mal sehen… Ich könnte mir ja mal einen TP-Link Router kaufen und da OpenWRT draufkloppen ;D Kost ja nicht die Welt :D
Wobei die Konfiguration bestimmt auch wieder ein Spaß wird :D

Georg S. 7. Juli 2012 um 00:28 Uhr

Ich nutze Thunderbird+Lightning unter Windows (fest installiert wie auch portable) und unter Linux wobei ich mir wohl jetzt einmal Evolution Anschauen werde, da steckt in Zukunft wohl mehr Potential dahinter: http://projects.gnome.org/evolution/

Gruggi 7. Juli 2012 um 00:29 Uhr

Also ich sehe das nachteilig. Da für mich einige Sachen nicht richtig funktionieren, wie z.B. imap mit yahoo-mail.
Mit mehreren Mail-Accounts bei verschiedenen Anbietern ist ein Mailclient unverzichtbar. Da ich nicht mehrere Tabs nur für Mail im Browser haben möchte. Da nicht jeder Anbieter eine gute Weboberfläche hat. Zudem fehlen mir auch oft Filtereinstellungen bei den Weboberflächen.
Mit einem anderen Mailclienten konnte ich mich noch nicht anfreunden, aber wenn es bei Thunderbird wieder zu einer schleichenden Entwicklung kommt, muss ich nach Alternativen suchen. Kennt jmd gute Mailclients. die es vllt für Win und Linux gleichermaßen gibt?

Andreas G. 7. Juli 2012 um 00:55 Uhr

Die Traurige Wahrheit ist, das es nur wenige vernüpftige Mailprogramme auf dem Markt gibt. Und wenn man es auch noch Plattformübergreifend haben möchte dann schrumpft die Zahl noch weiter.
Thunderbird ist zwar nicht überall das Optimum und ein paar Kleinigkeiten (z.B. Redirect nativ statt über Erweiterung, Email verfassen in einem Tab) fehlen mir noch aber ich bin im großen und ganzen zufrieden.

Webmail ist keine Alternativ für einen lokalen Client für mich. Ich arbeite mit mehreren Konten und oft sind 2 oder 3 Emails gleichzeitig offen. Mit Webmail wäre das ein Albtraum.

Die einzigen Alternativen für mich persönlich wären dann KMail und Claws Mail. Evolution ist zwar auch nicht schlecht aber ich bin KDE Benutzer und Evolution bringt mal kurzerhand den halben Gnome als Abhängigkeit mit.

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 01:22 Uhr

Mich machen zwei Sachen an dieser Geschichte traurig:

1. Der Inhalt dieser Meldung an sich. Natürlich ist Thunderbird auch nicht DER perfekte E-Mail-Client. Aber es ist ein sehr guter E-Mail-Client, den ich früher intensiv genutzt habe und seit kurzem wieder nutze. Ich fand es wirklich schön zu sehen, wieviel sich hier in den letzten Monaten getan hat. Es hatte ganz den Eindruck, als sei Thunderbird endlich wieder gut dabei, was die Weiterentwicklung betrifft. Und diese Pläne gehen nun in die komplett andere Richtung. Es gibt noch so viel zu machen. Wie eine richtige Maildir-Unterstützung und nicht nur dieses versteckte Semi-Maildir, welches seit kurzem unterstützt wird, inkl. Möglichkeit, die Berkeley-Mbox-Mailfächer zu konvertieren, ein von Grund auf neu geschriebenes Adressbuch etc. Bleibt nur zu hoffen, dass man wenigstens das Australis-Theme noch fertigstellen wird. Denn Thunderbird leitet seit sehr, sehr langer Zeit an nicht fertiggestellten Designs. Ein Mailprogramm muss keinen Schönheitspreis gewinnen. Aber es darf auch nicht wie eine Baustelle aussehen.

2. Die Tatsache, dass man auch Mozillians nichts anvertrauen kann und diese E-Mail geleakt ist. Ich gehöre selbstverständlich auch zu den Empfängern, welche solche Dinge vor allen anderen Dinge direkt von Mozilla erfahren. So wusste ich auch hiervon schon einige Stunden vor dem Leak Bescheid. Aber diese Informationen früher zu erhalten, das ist doch eine Ehre und es ist eine Sache des Respekts, diese Dinge nicht auszuplaudern, wenn ganz groß betont wird, dass es sich um vertrauliche Informationen handelt. Mozilla wollte das am Montag ankündigen, um die letzten Details bis dahin auszuarbeiten. Und solche Dinge zwingen Mozilla zu einer verfrühten und deswegen unter Umständen unvollständigen Stellungnahme. Ich verstehe nicht, was sich solche Leute dabei denken. Man sollte sie direkt von den Mozillians ausschließen (das ist eine Art “Telefonbuch” der Mozilla-Community. Wer dort darin steht – dafür muss jemand von Mozilla für einen bürgen – bekommt diese E-Mails).

smk 7. Juli 2012 um 01:23 Uhr

Ich nutz TB in Tray minimiert, Webmail ist bei mehreren Konton doof, auch kann ich bei TB manche Mail mit nem Filter hervorheben. So richtig “weiter”entwickeln muss man da auch nicht viel. Er kann was er soll und gut.

Seit ich ausschließlich IMAP nutze fällt das alte Kriterium “Ich kann nicht wechseln weil ich die Mails nicht importieren kann” weg. Aber dennoch würd ich gern bei TB bleiben. Nutze ihn mit dem gleichen Skin wie beim FF, so hab ich das schön einheitlich.

Es gibt nach Live Mail und Dream Mail (vor Ewigkeiten mal getestet), aber wenn man einmal alle richtig schön eingerichtet hat, vermisst bei einem anderen Programm immer was;)

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 01:25 Uhr

@smk: Hättest du nicht fünf Sekunden später antworten können? Deswegen konnte ich meinen Kommentar nicht mehr bearbeiten. “leiten” statt “leiden” ist ein übler Typo in meinem Kommentar, den ich korrigieren wollte! :D

Tyll 7. Juli 2012 um 01:26 Uhr

Thunderbird ist neben Outlook eins der besten E-Mail Programme. (Ich kenne keine anderen guten, außer Evolution). Und Webmail ist mir zu umständlich. (Bei GMail ist das zwar gut gelöst (aber nicht perfekt) aber ich bin wegen eigener Domain 1und1 Nutzer.

THO 7. Juli 2012 um 01:51 Uhr

Dieser Schritt ist sehr schade. Ich hätte mir eher erhofft, dass Lightning und das Adressbuch nun überarbeitet werden. Dann hätte der Client die Nase vorne gehabt. Thunderbird ist einer der wenigen Mailclients, die man auch einem weniger versierten Publikum empfehlen kann.
Aber vielleicht sind das, wenn auch unerfreulich, die Zeichen der Zeit. Mails, Kalender, Adressen in der Cloud, keine lokale Offline-Kopie und noch mehr Tabs im Browser offen.

XtC4UaLL 7. Juli 2012 um 02:12 Uhr

“Please don’t tweet, blog or discuss on public mailing lists before
then.”.

Oh man, immer dieser “ich will als Erster posten” Reflex.

XeniosZeus 7. Juli 2012 um 02:19 Uhr

Das große Problem sind immer die Kontakte, also bei Thunderbird das Adressbuch. Bei mehreren Mailkonten muss man schon ein Mailprogramm haben, um zentral für alle Konten auch die Kontakte pflegen zu können. Bei Webmailern habe ich die Kontakte online – aber nicht synchron bei mehreren Providern. Man kann natürlich eine Umleitung oder Abholung über ein Konto abwickeln (Gmail und Hotmail bieten dazu alles), aber da ist dann wieder das Problem beim Antworten oder Schreiben von Mails, wenn man z. B. mit einer bestimmten Emailadresse korrespondieren muss. Und wenn man ehrlich ist – Gmail und Hotmail haben schon durchdachte Oberflächen mit vielen Einstellmöglichkeiten – aber die Teile sind trotz immer besseren Webbrowsern irgendwie zähflüssig. Thunderbird hat es aber nie von Haus aus geschafft, Adressbücher synchron zu halten. Dazu muss ich Dienste wie Funambol in Anspruch nehmen oder andere Addons, die wieder irgendwann ihren Dienst einstellen.
Meine persönliche Lösung ist ein Hotmail-Account und Windows Live Mail als Mailclient. Die Kontakte und Termine sind dadurch online und somit mit allen anderen Geräten immer synchron. Trotzdem hat man den Komfort eines Mailprogrammes – Windows Live Mail ist besser als sein Ruf. Ich pflege also Kontakte und Termine vom Heimrechner, vom Laptop und vom Smartphone, ohne die Weboberfläche von Hotmail überhaupt zu sehen. Das Adressbuch von Thunderbird ist da für mich unbrauchbar und man benötigt viel Energie, um das so elegant und schnell hinzubekommen.
Für mich war damals das starre Adressbuch der Grund, Thunderbird den Rücken zu kehren. Die Entwickler waren zu sehr mit anderen – teils unwichtigen und vielen Designentscheidungen – beschäftigt. Thunderbird hat ganz klar den Anschluss an die mobile Wirklichkeit verschlafen. Thunderbird muss von Grund auf neu entwickelt werden, sollte es noch eine Zukunft haben. Eine “Weiterentwicklung” auf der jetzigen Basis mit anderen Leuten in anderen Projekten wäre der erste Sargnagel für TB.

Martin 7. Juli 2012 um 02:35 Uhr

Ich warte auf den Tag, an dem die ganze bekloppte Cloud-Blase platzt…

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 02:39 Uhr

@XeniosZeus: Ich widerspreche dir in zwei Punkten gegen Endes deines Kommentars. ;)

1. Mit welchen *vielen Design-Entscheidungen* war Mozilla zu viel beschäftigt? Hier wurde Version über Version veröffentlicht, wo dem Design absolut gar keine Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Im Gegenteil, man hat es in Kauf genommen, total unfertige Oberflächen mit finalen Versionen auszuliefern.

2. Anschluss an die mobile Wirklichkeit verschlafen. Sehe ich ganz und gar nicht so. Thunderbird gehört nicht aufs Smartphone, Thunderbird ist ein Desktop-Programm. Für die E-Mails am Smartphones gibt es bereits mit dem Betriebssystem hervorragende Apps zur Mailverwaltung. Die ohnehin schon knappen Ressourcen wären hier vollkommen verschwendet gewesen. Das wäre ein ganz neues Projekt gewesen, aber mit Thunderbird hätte das nichts mehr zu tun gehabt, da eine Desktop-Anwendung ja keine Grundlage für eine App ist.

@Martin: Wo gehts hier um Clouds? oO

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 04:15 Uhr

Achja, eine Frage: Woher stammt eigentlich die Information, dass die E-Mail ein Entwickler veröffentlicht hätte? Ich hab keinen Beleg dafür gefunden, wer das veröffentlicht hat. Ein Entwickler ergäbe aber irgendwie wenig Sinn, wieso sollte der seinem Arbeitgeber in den Rücken fallen. ;)

Kreve 7. Juli 2012 um 04:26 Uhr

Zitat Beginn // Martin 7. Juli 2012 um 02:35 Uhr

Ich warte auf den Tag, an dem die ganze bekloppte Cloud-Blase platzt… // Zitat Ende

Oh ja, da warte ich auch sehnsüchtig drauf :-) Facebook gleich mit!

Mal zum Thema: Habe ich das richtig verstanden? Bitte um kurze Antwort, ggf. Berichtigung.

Thunderbird bleibt erhalten so wie es jetzt ist und nebenbei gibt es noch die ESR Version? Beide Versionen werden alle sechs Wochen mit Sicherheits-/Stabilitätsupdates versorgt? Bei der herkömmlichen TB-Version ist aber nicht auszuschließen, daß auch mal mehr Updates reinkommen, je nachdem wie die Entwickler Zeit haben?

https://wiki.mozilla.org/Thunderbird/Proposal:_New_Release_and_Governance_Model

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 04:34 Uhr

Hast du im Prinzip richtig verstanden, es wird weiter zwei Thunderbird-Zweige geben, die gepflegt werden. Die Feature-Entwicklung wird allerdings ausgelagert an Kontributoren aus der Community.

Kreve 7. Juli 2012 um 04:39 Uhr

Ok, besten Dank für Info!

Dann bin ich ja wieder etwas beruhigter.

Kreve 7. Juli 2012 um 04:40 Uhr

für DIE Info

david 7. Juli 2012 um 04:44 Uhr

Naja, als schöne alternative kann man auch die mailfunktion von Opera nutzen.
scheint mir auch als einziges einigermaßen mit den imap – besonderheiten von gmail klar zu kommen. das ist ein feature das ich bei thunderbird sehr vermisse. Dass dies mal kommt.. hat sich wohl nu erledigt. Ansonten mag ich TB schon sehr gerne ;(

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 05:01 Uhr

@david: Nein, hat sich nicht erledigt. Die Google Mail-Unterstützung wird verbessert. Das ist ein Google Summer of Code-Projekt. Das ist bereits ein Beleg dafür, dass auch die Community etwas leisten kann.

http://www.google-melange.com/gsoc/project/google/gsoc2012/atuljangra/31001

david 7. Juli 2012 um 05:20 Uhr

@sören h.
vielen Dank für die Info!

TmoWizard 7. Juli 2012 um 07:19 Uhr

Und was passiert dann mit SeaMonkey? Immerhin ist der davon ja auch betroffen! Das ist ziemlich bitter, da ich schon seit Netscape dabei bin. Wie schon mehrfach erwähnt wurde ist die Arbeit mit Webmail bei mehreren Mailkonten ziemlich unsinnig. Es wäre schade, wenn ich nach so langer Zeit plötzlich umsteigen müßte. Für mich war und ist SeaMonkey immer noch die beste Lösung als Mailclient, vor allem in Verbindung mit Lightning und einigen anderen Add-ons, z. B. Enigmail.

@David: Opera ist zwar ganz nett, kann aber als Suite nicht mit SeaMonkey konkurrieren. Spätestens beim Verschlüsseln von Emails mit PGP oder einem TSL/SSL-verschlüsseltem IRC-Room versagt Opera schon seit Jahren, das funktioniert dort nämlich gar nicht! Von einem Kalender wie Lightning man sowieso nur träumen, das wird auch wohl für immer ein Wunschtraum bleiben.

Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

Mike, TmoWizard

Matze_B 7. Juli 2012 um 07:32 Uhr

‘Fehlt uns heute, Stand Juli 2012, irgendwas an einem Mail-Programm?’
Ja sicher – ein vernünftiges Adressbuch! Ich möchte pro Name z.B. mehrere Mailadressen (>2) eintragen können u. diese auch komfortabel beim verfassen auswählen können. Kennt da jemand ne Lösung od. Erweiterung? GUI Anpassbarkeit wie in Firefox lässt auch zu wünschen übrig.

Peter 7. Juli 2012 um 08:00 Uhr

Also diese Meldung ist ja wirklich der Hammer, denn ich liebe Thunderbird mit all seinen Komponenten. In Webmail sehe ich keinen Vorteil, denn da muss ich ja online sein, wenn ich meinen Kalender o.ä. bearbeite. Ich glaube, wenn Thunderbird nicht mehr sein wird, dann muss ich wohl auf Outlook zugreifen. Leider.

tomtom 7. Juli 2012 um 08:10 Uhr

Für mich ware das ein rückschlag. Da ich mehrere mailkonten habe kommt webmail für mich nur im notfall in frage. Die integration von lightning finde ich auch sehr gelungen. Eine echte kostenlose alternative habe ich noch nicht gefunden. Privat un dienstlich kann ich mir nichts besseres vorstellen. Wäre wirklich schade, wenn die da nicht mehr weitermachen. Würde dafür auch was bezahlen, nur keine 100 euro wie bei outlook. Alternativ konnte sich ms überlegen, eine home version von outlook herauzubringen, 3 pc, fuer 50 euro. Wuerde ich noch akzeptieren.

3lektrolurch 7. Juli 2012 um 08:49 Uhr

Nutze auch schon seit Jahren Webmail. Bin bei Zoho und finde es um Längen intuitiver als Gmail und ähnelt der Bedienung von Thunderbird.

@ndreas 7. Juli 2012 um 08:56 Uhr

Outlook ist schon aufgrund der fehlenden Portabilität keine Alternative.

Hans 7. Juli 2012 um 09:08 Uhr

Ich bin vor ein paar Monaten auf Windows Live Mail umgestiegen. Funktioniert mit Gmail et al. (IMAP) und Hotmail (Synchronisation) perfekt.

Ny Alesund 7. Juli 2012 um 09:32 Uhr

sinnfrei das diese mozilla kunden auch dem zeitgeist verfallen sind. der laden ist dem ende geweiht!

und all diejenigen die ihre mail irgendeinem webanbieter vollumfänglich anvertrauen – sprich mails nicht runterladen – sei gesagt, dass auch dieses verhalten in bälde zu negativen folgen führen wird. denn alle menschen werden – nicht brüder (wie es die europahymne feststellt) – gläsern, durchschau- und durchsuchbar und am ende sklaven. viel spaß!

Ny Alesund 7. Juli 2012 um 09:35 Uhr

alternatives mailprogramm: the bat

Ny Alesund 7. Juli 2012 um 09:46 Uhr

@ Martin (twitter @loft75) 7. Juli 2012 um 02:35 Uhr

Ich warte auf den Tag, an dem die ganze bekloppte Cloud-Blase platzt…

///

Hoffentlich wird es bald knallen! Ich sehe mir diesen Tag herbei und zwar schnell!

sebweber 7. Juli 2012 um 09:57 Uhr

Ich werde Thunderbird vermissen.
Ich bin Linux Nutzer und mehre ab und an zu Windows gezwungen. Aber ich liebe meinen TB, der hat auf Linux und Win das selbe Profil und sieht immer gleich aus.
Outlook wäre eine Alternative, jedoch was mache ich auf Linux?

Phadda 7. Juli 2012 um 10:07 Uhr

Hm mal schaun was da geht… Gibt ja noch Mulberry für IMAP Fans…

Dominik 7. Juli 2012 um 10:37 Uhr

Das ist sehr schade, denn gerade nach dem letzten Update war der Thunderbird seit langem endlich mal wieder brauchbar.

Scout 7. Juli 2012 um 11:01 Uhr

/Ich warte auf den Tag, an dem die ganze bekloppte Cloud-Blase platzt…/
*mitwart*
Keine gute Idee, die TB Entwicklung einzustellen, finde ich. Ich bin von The Bat zum TB gekommen, weil TB portabel und für win/ linux geht. Nun muss ich erstmal gucken. :-(

Beobachter 7. Juli 2012 um 11:10 Uhr

Zum Glück wird TB nicht komplett eingestampft, denn eine echte Alternative sehe ich nicht. LiveMail ist eher ein Witz und webmailer sind bei mehreren Konten unbrauchbar. Outlook ist teuer und nicht gerade leicht zu administrieren. Und andere Anbieter wie Tobit oder mdaemon kosten richtig Geld sind eher für Mehrplatz gedacht.

Also liebe Entwickler: Hier tut sich gerade eine Marktlücke auf! Zugreifen und unsagbar reich werden!

Aber bitte ohne Cloud-Gedöns.

Paul Peter 7. Juli 2012 um 11:12 Uhr

der Genickbruch für den Donnervogel ist dieses Versiongehasche wie beim Firefox (beim Firefox finde ich diese kurzen Release-Zyklen völlig i.O.). Meiner Meinung nach würde es beim E-Mailprogramm völlig ausreichen, wenn jedes Jahr eine neue Version kommen würde und der Rest aus Bugfixes besteht. Bei Mailprogrammen ändert sich ja nicht so viel und so schnell wie im http-Web. Aber ab und an müssen Anpassungen stattfinden (z.B. neue Betriebssysteme, neue Designs, neue Nutzerkonzepte wie Cloud-Speicher usw.).

Wie geht es mit dem noch weniger erfolgreichen Mozilla SeaMonkey weiter? DEN alten Zopf kann man meiner Meinung nach abschneiden….

Ralf 7. Juli 2012 um 11:30 Uhr

Habe nie verstanden, was die Leute an TB so toll finden, finde ihn von Haus aus schon unkomfortabel, teils unlogisch und v.a. langsam, wenn man die fehlenden Sachen dann via Extensions nachbessert, wird’s noch langsamer.

Mutt und Claws sind mir da doch wesentlich lieber.

Dominik 7. Juli 2012 um 11:37 Uhr

@ Ralf: wozu muss ein Mail Programm schnell sein? Mal davon abgesehen, dass TB ordentlich performt.

Daniel 7. Juli 2012 um 11:44 Uhr

Bin beim Lesen der Überschrift ganz schön erschrocken – was für ein Mailprogramm hätte ich dann benutzen sollen? Bisher habe ich nämlich kein anderes gefunden, das mir gefällt und genügend Funktionen bietet.
Aber der Artikel sagts ja: Thunderbird braucht keine neuen Funktionen – und wenn doch, gibts ja Add-Ons

Dagobert 7. Juli 2012 um 11:48 Uhr

ich nutze für meine ganzen Mailkonten gmail inkl. pop3 abholung und versand über alternative Adresse. Habe so mein Mailrpogramm überall. Wobei ich gestehe, dass die Webmailoberfläche recht träge ist und ich daher auf meinen Desktop auch ein TB laufen habe, was sich via imap zu gmail verbindet. Aber irgendwie nutze ich dennoch die Weboberfläche. Nur meine Uni-Adresse habe ich nicht in gmail integriert.

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 11:48 Uhr

Doch, Thunderbird braucht schon noch neue Funktionen. ;) Thunderbird braucht endlich eine richtige Maildir-Unterstützung und wie schon von manchen angesprochen, das Adressbuch muss dringend erneuert werden.

jump_a 7. Juli 2012 um 11:55 Uhr

Ich benutze zwei Betriebssysteme (ubuntu & Win7), auf beiden ist TB installiert und mit beiden greife ich auf das selbe Benutzerkonto zu.
Das ist schon sehr komfortabel, das möchte ich nicht mehr missen.

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 12:22 Uhr

Ich hab mal noch ein paar Dinge herausgesucht, wo Thunderbird großes Verbesserungspotential hat. Maildir und Adressbuch wurden bereits genannt. Weiter eine Metro-Version, Verfassen von Nachrichten in einem Tab, Vereinigung der beiden Suchleisten, ein Attachment-Browser, URL-Vorschau, Profil-Recovery bei beschädigte Profilen, Zentralisierung aller Einstellungen inkl. Suchfunktion für Einstellungen, Home Tab, … das sind alles Dinge, die ich mir nicht aus den Fingern gesaugt habe, sondern wozu auch wirklich Seiten im Mozilla Wiki zu finden sind. Thunderbird kann ja durch externe Kontributoren weiterentwickelt werden, womit es nicht ausgeschlossen ist, das eine oder andere in Zukunft in Thunderbird zu sehen, aber bitte, gerade die Metro-Entwicklung MUSS Mozilla selber in die Hand nehmen…

Gutti 7. Juli 2012 um 12:28 Uhr

Also ich finde den Clienten von Opera sehr gut. Clean, Schnell und individuell. Noch nie Probleme mit gehabt (1 Jahr im Gebrauch). Außerdem mag ich es spartanisch und das Internet mit den Mails in einem Browser zu haben ist für mich mehr als angenehm.

Nebenbei ist Opera 12.50 “Marlin” rausgekommen (Beta) mit guten Neuerungen.

dAShEIKO 7. Juli 2012 um 12:31 Uhr

Es stellt sich (vermutlich nicht nur) mir die Frage, warum man alle 4 Wochen eine neue Version herausbringen muß. Vier, fünf vernünftige Updates/Patches im Jahr und alle 1-2 Jahre ne neue Version WENN! es denn Vorteile bringt.
Ich finde auch, dass ich eigentlich keine Funktion so richtig misse. Die sollen ruhig an ihrem Betriebssystem basteln.

btw: auch vom Firefox brauch ich jetzt nicht unbedingt Version 27b bis Dezember.

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 12:41 Uhr

Alle sechs Wochen und nicht alle vier Wochen und höher als Version 17 wird es in diesem Jahr nicht gehen können. Meine Lieblingsstelle: 4-5 Patches im Jahr. Es sind hunderte mit jedem Release. Und die letzten Monate haben viele Neuerungen in Thunderbird gebracht und in Firefox extrem viel – also was genau willst du @dAShEIKO?

aend 7. Juli 2012 um 12:42 Uhr

und was passiert jetzt mit postbox-inc.com? muss ich mir sorgen machen, dass die ihre entwicklung auch einstellen?

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 12:57 Uhr

@aend: Ich denke nicht. Sie können ja weiter die Codebasis von Thunderbird nutzen und ihre eigenen Neuerungen implementieren. Es ändert sich für Postbox eigentlich gar nichts, außer dass keine Neuerungen mehr direkt von Mozilla kommen.

(sie könnten ja die Thunderbird-Entwicklung vorantreiben. Aber das ist eher unwahrscheinlich, da sie kommerzielle Absichten verfolgen).

dischue 7. Juli 2012 um 13:14 Uhr

Ich weiß nicht, ob Mozilla da die richtigen Prioritäten setzt.Es gibt Windows, es gibt MacOS – in jeweils einer “eigenen” Welt und dann gibt es Linux in diversen Varianten und Chrome – OS. Letztere mit meiner Meinung nach recht zweifelhaften Erfolg – zumindest, was die Verbreitung betrifft. Mobil ein ähnliches Bild_ iOS, Android – dann eine weile nichts und dann Bada, Blackberry, Symbian, WP…
Warum alle Kraft in eine weiteres OS dessen Erfolg recht zweifelhaft ist??? Und dafür ein (in meinen Augen)erfolgreiches Projekt zurück fahren? Das ist, als würde MS Windows zurückfahren, um mal zu probieren wie es Autos zu bauen, oder Apple iOS einstellt um Angelrollen zu fertigen…
Auf einen Mailclienten möchte ich nicht verzichten – hier kann mich mich einigen anderen Post nur anschließen: Webmail mit mehreren Konten, offline verfügbar – das funktioniert nicht wirklich. Und die Einstellungen/Profile von einem Win-PC auf einen Ubuntu-notebook zu kopieren ist auch sehr komfortable.

Rainer 7. Juli 2012 um 13:22 Uhr

Das ist ziemlich traurig. Thunderbird arbeitet perfekt mit GMail und dem Kalender zusammen. Besonders die einfache Bearbeitung des Kalenders ist für mich äussers praktisch, da ich quasi alle Termin dort verwalte. Die Web-Oberfläche von GMail allerdings ist leider in gewissen Punkten keine sonderliche Hilfe dabei. Beispiel: Ich trage einmal im Jahr die Termin für die Müllabfuhr ein. Die kommt hier an völlig unterschiedlichen Wochentagen, wobei auch die Abstände der Abfuhrtermine unterschiedlich sind. Viel Spaß dabei, das mit der Weboberfläche zu erledigen! Da hilft nämlich keine Wiederholungs-Regel für Termine!

Auch wer mehrere Accounts verwaltet, kommt ohne einen richtigen Desktop-Client nicht aus. Insgesamt schade und traurig.

Matthias 7. Juli 2012 um 13:24 Uhr

Oha, na also das wäre was… Nutze TB seit mehreren Jahren und habe bis dato NUR positive Erfahrungen gemacht. Zwischendurch wollte ich auch mal webmail testen, da ich viel unterwegs bin und der komfortable online zugriff daher relativ praktisch ist. Leider war googlemail hier nicht das richtige, gerade bei mehreren e-mail adressen.
In diesem Sinne drücke ich die Daumen, dass es bei Thunderbird so weitergeht wie bisher!

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 13:30 Uhr

Ich glaube, du ordnest Firefox OS falsch ein. Es geht Mozilla nicht darum, ein Betriebssystem in den Kampf gegen Android und iOS zu schicken, welches langfristig zur Nummer 1 aufsteigt. Es bedient erst einmal einen ganz speziellen Markt, Entwicklungsländer, wo es extrem günstige Geräte geben und den Menschen das Ganze überhaupt erst realistisch zugänglich gemacht wird. Das ist von Android oder iOS sicher nicht die primäre Zielgruppe. Und dazu ist genau das, was Mozilla sich auf die Fahnen geschrieben hat, es ist der nächste Schritt, welcher Mozillas “Mission” fortsetzt, wenn du so willst. Mozilla legt damit einen wichtigen Grundstein, ähnlich wie seinerseits Firefox für den Desktop-Bereich. Ich bin mir fast sicher, dass wir auch bei Google in zwei, drei Jahren überwiegend Web-Apps sehen werden. In jedem Fall ist die Entwicklung von Firefox OS eine logische Konsequenz aus dem, was Mozilla ausmacht und wofür Mozilla immer stand. Und macht es Mozilla nicht, macht es jemand anderes. Aber das wäre schlecht für Mozilla, denn das ist Mozillas “Gebiet”. Sie haben schon den Android-Markt beinahe verschlafen, das passiert denen nicht zweimal.

Aber ich bin schon abgeschweift, der Fokus sollte hier bei Thunderbird bleiben. Ich finds auch schade, dass der Fokus auf Kosten von Thunderbird geht. Man muss leider sagen, dass es immer schon einen Ressourcenmangel bei Thunderbird gegeben hat und Mozilla es nicht gelungen ist, daran etwas zu verbessern. Es ist schade. Aber wer weiß. Die Reaktionen sind überwiegend negativ. Einen finalen Plan soll es im September erst geben. Vielleicht rudert man ja sogar zurück? Am ersten Tag nach der Ankündigung gibt es dafür zwar noch kein Anzeichen (wäre auch zu früh), aber möglich ist alles.

hrinzilla 7. Juli 2012 um 13:30 Uhr

Doofe Idee. TB hätte noch Ausbaupotential, damit man es auch im unternehmen nutzen kann, fehlt noch eine Terminverwaltung und die Möglichkeit, Einladungen zu veschicken und zu erhalten. Zudem ist die Installationsversion unter Windows relativ träge, wenn man bedenkt, dass er eigentlich nur Mails verwaltet, sind 80 – 90 MB Ram-Verbrauch tu matsch.

dischue 7. Juli 2012 um 13:42 Uhr

@sören:
die Hintergründe von Firefox OS kenne ich wirklich nicht… fällt also in eine ähnliche Kategorie wie OLPC (Hardware-Seitig) u.ä. Projekte?
Aber dafür dann doch bitte kein erfolgreiches(?) Projekt wie TB ausbremsen!!! Sollte das zu negativen Konsequenzen für TB führen, ist es fraglich, ob neu gewonnene User für Firefox OS die enttäuschten TB-Nutzer aufwiegen würden. Und ob sich jemand mit schlechten Erfahrungen dann nochmal für ein Mozilla-Projekt erwärmen kann, das evtl. dann wieder eingestellt oder zurückgefahren wird, ist auch fraglich – auch wenn das jetzt sehr überspitzt formuliert ist.

Patrick 7. Juli 2012 um 13:43 Uhr

— BEGIN SIGNED MESSAGE —

Ich werde Thunderbird nicht vermissen, bin auch schon vor Jahren auf Webmail (https://www.fastmail.fm/) umgestiegen – zumal ich Thunderbird im Vergleich zu The Bat! immer echt armselig fand.

— BEGIN SIGNATURE —
This message has been signed by the sender. You can verify
the signature and authenticity of this message by visiting
http://msig.qnea.de/c.php?s=22232764CBDF7
— END SIGNATURE —

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 13:46 Uhr

@dischue: OLPC kenne ich wiederum nicht. :D

aend 7. Juli 2012 um 13:51 Uhr

…um nochmal das Thema postbox aufzugreifen: wenn die Tb aufhört, gehen wohl auch die kommerziellen Erweiterungen unter. finde ich schon schade! ich bezweifel, dass postbox weitermacht, wenn nur noch sicherheitsupdates gepflegt werden.

also sehr schade, wie ich finde.

dischue 7. Juli 2012 um 14:01 Uhr

@sören:
war das nicht die Abkürzung für One Laptop per Child? dann gab es noch den PC für 100 Dollar (falls es nicht das Selbe war…) alles Projekte, die vor allem für Entwicklungsländer gedacht waren – die allerdings vor allem die Hardware betrafen.
Von der Sache her wohl ehrenwerte Ziele aber mit z.T. durchwachsenen Erfolgen….

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 14:02 Uhr

@aend: Und aus welchem Grund bezweifelst du das? Ich sehe das eigentlich komplett gegenteilig. Postbox bietet Features, welche Thunderbird selber erst kürzlich gebracht hat (Cloud-Dienste) oder dran arbeitet (bessere GMail-Integration), womit Postbox entscheidende Kaufargumente genommen werden. Wenn Mozilla die aktive Entwicklung zurückstellt, werden in Zukunft immer mehr Dinge für Postbox sprechen können. Desweiteren verringert sich der Aufwand für die Postbox-Entwickler spürbar, je weniger Features Thunderbird von Mozilla bekommt. Im Endeffekt heißt das, dass die Macher dahinter noch mehr Geld machen können. Wieso sollten sie das aufgeben? ;)

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 14:15 Uhr

No, that’s not “it” for Thunderbird…
http://mikeconley.ca/blog/2012/07/06/no-thats-not-it-for-thunderbird/

Mike Conley ist einer der Entwickler von Thunderbird. Seine Meinung sollte bei der ganzen Diskussion auch erwähnt sein, denke ich. Im Prinzip steht da nichts ganz Aufregendes, aber es ist schon richtig, dass das auch nochmal betont wird, was er da schreibt. ;)

Frank 7. Juli 2012 um 14:30 Uhr

Wieder eine krasse Fehlentscheidung von Mozilla. Man hat den besten, frei verfügbaren, Mailclient und statt diese Position weiter auszubauen (Kalender, Filter usw.) und hier gerade einen Gegenpart zu Google und M$ zu setzten gibt man auf.

Schaun wir mal ob es (hoffentlich!) auch eine Initiative als OpenOffice -> LibreoOffice geben wird.

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 14:38 Uhr

@Frank: “Wieder” – so viele Fehlentscheidungen gab es beim besten Willen nicht.

So etwas wie mit OpenOffice und LibreOffice wird es hoffentlich nicht geben! Das wäre schlimm! Ich sage nur: “Fork? Y U NO CONTRIBUTE?”. Thunderbird wird auch in Zukunft Verbesserungen erhalten können. Das Projekt zu forken wäre absolut kontraproduktiv, davon hätte niemand was. Wieso nicht allen Thunderbird-Nutzern die Änderungen zur Verfügung stellen? Genau das ist doch der Plan! Thunderbird soll eben nicht eingestampft werden und Mozilla unterstützt die Entwicklung durch die Community!

Kubikunde 7. Juli 2012 um 14:47 Uhr

Schade, jammerschade.

Stevo 7. Juli 2012 um 15:30 Uhr

So lange ich Internet habe (ca. 15 Jahre), nutze ich schon TB. Ich glaube, es wird schwer, sich an ein neues Programm zu gewöhnen…

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 15:39 Uhr

@Stevo: Wenns schwer für dich wird, dann wechsel das Programm doch nicht. :) Ich werde auf jeden Fall vorerst weiter bei Thunderbird bleiben. Thunderbird wird ja weiter gewartet werden und auch Neuerungen erhalten – bloß eben nicht mehr von bezahlten Mozilla-Entwicklern.

Ronny 7. Juli 2012 um 16:45 Uhr

Geht mir genauso wie Stevo oben. Ich nutze seit anbeginn der Internetzeit Thunderbird bez. dessen Vorläufer der damals noch Netscape hies. Ich wüsste nicht warum ich wechseln sollte, aber es besteht ja auch kein Grund zur Sorge wenn es weiterhin Sicherheitsupdates gibt. Und wie schon oft erwähnt, bei mehreren Mail-Konten ist Webmail nix.

Holgi 7. Juli 2012 um 20:42 Uhr

Einem Smartphone Thunderbird wäre ich auch nicht abgeneigt.

Cujo 7. Juli 2012 um 21:45 Uhr

Ich nutze Thunderbird schon seit über 8 Jahren und fände es auch schade, wenn ich wechseln müsste. Dass es weiterhin Sicherheitsupdates geben wird ist kein großer Trost. Bei der schnellen Entwicklung im Internet wird es bald Funktionen geben, die Thunderbird fehlen werden. Spätestens in 2 Jahren ist TB dann total veraltet.

Kennt jemand eine gute Alternative zu TB?

Alexander 7. Juli 2012 um 21:47 Uhr

Thunderbird ist nicht der bester Mail-Client, aber er hat ein paar Vorzüge, die ein Webmailer oder so Schwergewichte wie Outlook nicht bieten: Für mich ist dabei die Plattform-Unabhängigkeit ein wichtiger Vorteil, aber auch dass die Funktionen solide sind; sprich weder gibt es Konfigurationsorgien wie unter Outlook Express noch ist die Oberfläche überladen.

Für viele Dinge reicht Thunderbird einfach aus. Punkt.

Aber bei aktuellen Trends im Mail-Bereich wäre ich sehr erfreut, wenn Thunderbird diese aufgreift und zumindest teilweise integriert. Google Mail verwaltet Mails statt mit Ordner mit Tags. Es wäre nicht schwer mit der schon vorhandenen Funktion Suchordner ein solches System nachzubilden. Aber eben in der Form, dass die Konfigurationsdaten in einem IMAP-Ordner gespeichert werden, sodass verschiedene Thunderbird-Instanzen automatisch die gleiche Ordnerstruktur haben ohne dass der Nutzer aktiv werden muss.

Es gibt vieler solcher Ideen, die schon teilweise umgesetzt sind. Warum nicht einfach wie Apple diese Ideen zu Ende denken und einfach umsetzen? Solange eine gewisse Abwärtskompatibilität erhalten bleibt, kann ich den proprietären Charakter solcher Ideen akzeptieren.

Der Vorteil von Thunderbird ist schlussendlich, dass es IMAP kann und das Gesamtpaket sich bewährt hat. Nicht jeder möchte dem Trend folgen Google & Co. seine privaten Daten anzuvertrauen. Stichwort: digitale Unabhängigkeit.

Aus diesen Gründen nutze ich Thunderbird und nicht Google Mail, obwohl ich ein paar Google Mail-Funktionen auch ganz sexy finde. Im Moment verwende ich für meine Haupt-Mailadresse eine eigene Domain und auf diese kann ich eben nur sinnvoll per IMAP zugreifen. Für den Rest meiner Mailadressen nutze ich meistens Google, weil IMAP, SSL und Speicherplatz einfach eine unschlagbare Kombi ist (meistens). Daher wünsche ich mir das beste aus beiden Welten, da ich keinen Sinn darin sehe die Leute auf ein System festzulegen: Ob man ein lokales Programm oder das Webinterface nutzt, sollte jeder nach seinen eigenen Präferenzen entscheiden und beide sollten inovativ weiterentwickelt werden.

Sören Hentzschel 7. Juli 2012 um 22:08 Uhr

@Cujo: Die wesentlichen Funktionalitäten eines Mail-Clients haben sich in den letzten Jahren nicht verändert und werden sich auch nicht in den nächsten paar Jahren verändern. Die letzten neuen Funktionalitäten sind Dinge wie Instant Messaging, Anbindung an Clouddienste, und wenn es in diese Richtung weitergeht, weiß ich nicht, ob das wirklich *überlebenswichtige* Dinge sind. Also ich meine schon, dass du bei Thunderbird bleiben kannst. Okay, vielleicht lässt Thunderbird wirklich irgendwann etwas vermissen, was andere bieten und einen Mehrwert darstellt. Aber das sieht man dann ja immer noch. Wer aktuell mit Thunderbird glücklich ist, muss nicht wechseln. Dazu gibt es absolut keinen Grund. ;)

@Alexander: Eine bessere GMail-Integration findet bald Einzug in Thunderbird. Ohne jetzt zu wissen, ob das genau das beinhaltet, was du beschreibst, ich kann zumindest sagen, dass es Verbesserungen geben wird.

altohr 7. Juli 2012 um 23:36 Uhr

Die würden lieber noch mehr Entwickler auf Thunderbird ansetzten und endlich mal ein Thunderbird für Android machen. Die Desktop Version ist aber schon so ausgereift das z.B. bei der Oberfläche nicht mehr viel geschehen muss und das Format der E-mail hat sich über die Jahre auch nicht gross verändert. Einpaar Bug fixes und gut ist.

XeniosZeus 7. Juli 2012 um 23:42 Uhr

@Sören Hentzschel
Thema Design: Der Begriff wurde nicht ganz glücklich von mir gewählt bzw. ausformuliert. Natürlich meine ich mit “Design” auch das reine Aussehen – z. B. die Entscheidung mit den Tabs und dann doch das Adressbuch in einem neuen Fenster zu öffnen (FF öffnet bisher die Lesezeichenbibliothek auch nur als Fenster). Oder den schon fast krankhaften Zwang der Versionsgleichheit mit Firefox (wir erinnern uns an TB 4, den es nie gab), ohne mindestens optisch gleichzuziehen (Menübutton anstatt Menüleiste). Ich meine mit Designentscheidungen aber auch die technische Gestaltung von TB. Nur als Beispiel den ab TB 13 zu aktivierenden Instant Messaging. Völliger Blödsinn und Zeitverschwendung in der heutigen Zeit bei gleichzeitiger Konkurrenz so etwas in einen Mailclienten einzubauen.
Mobile Wirklichkeit: Ich gebe dir Recht – TB gehört nicht auf ein Smartphone/Tablet whatever. Das habe ich damit eigentlich auch nicht gemeint. Aber ich möchte meine Desktop-Adressbuch- und Kalenderdaten auf einem Smartphone/Tablet nutzen und nicht alles getrennt pflegen. Synchronisierung heißt das Zauberwort. Mit Firefox kann ich doch auch Lesezeichen, Einstellungen, Addons und sogar Passwörter synchron halten. Die Technik ist vorhanden bei Mozilla, wird aber bei TB nicht genutzt! Weil man die mobile Wirklichkeit verschlafen hat oder nicht für wichtig hält – anders kann ich das nicht interpretieren.
Mozilla hat das verstanden und friert das Projekt ein – trotz über 20 Millionen Nutzer.

Sören Hentzschel 8. Juli 2012 um 00:44 Uhr

@XeniosZeus: Ich verstehe, was du meinst, teile die Meinung allerdings nicht. ;) Es ist schon so, Thunderbird ist in erster Linie ein E-Mail-Programm. Weitergedacht ist es ein Programm zur Nachrichtenübermittlung. An der E-Mail-Funktionalität wird sich die nächsten fünf Jahre und länger nichts großartig ändern. Also ist es naheliegend, andere Formen der Kommunikation anzubieten. Ich selber nutze dieses Feature sehr, sehr gerne für die wöchentlichen MozillaDE-Meetings im IRC, weil die Gespräche alle gespeichert und durchsucht werden können. Man sieht, ob seine E-Mail-Kontakte gerade online sind, wenn man über ein Netzwerk mit der Person in Kontakt steht. Das ist sogar ziemlich gut überlegt finde ich. Und das beste bei Mozilla-Produkten: Wer das nicht braucht, der deaktiviert das Feature einfach und sieht gar nichts davon. Ist das nicht genial? Ich finde schon. Zeitverschwendung sehe ich hier nicht, weil das a) eine logische Weiterentwicklung war und diese wirklich durchdacht ist. Vor allem aber b): Mozilla hat hier kein hochkomplexes Feature aus dem Boden gestampft. Kennst du Instant Bird? Das ist ein Messenger auf Mozilla Codebasis. Dieser wurde lediglich portiert und integriert. Vom Instant Bird-Entwickler. Das war nicht einmal ein Thunderbird-Entwickler, hat also ergo nicht übermäßig viele Ressourcen gekostet. Er musste fast “nur” “gementort” werden. Maximaler Ertrag mit minimalem Aufwand für Mozilla, ich würde das fast schon als solchen “Community-Beitrag” einordnen wie das, auf was man für Thunderbird in Zukunft setzt. ;)

Ein Wort zum nicht vorhandenen Thunderbird 4. Macht keinen Unterschied. Ohne Rapid Release wäre ebenso eine Versionsnummer übersprungen worden. Nach Thunderbird 3.1 sollte Thunderbird 3.3 erscheinen, eine Version 3.2 sollte es nie geben. Das Überspringen der Versionsnummer war also nicht nur dem Gleichziehen mit Firefox geschuldet.

Synchronisation. Stimme ich dir vollkommen zu. Das klingt super, was du beschreibst. Aber: Für die Synchronisation brauchst du einen Client. Der existiert für Android nicht. Also muss zuerst einmal der geschaffen werden. Das ist ein Monster-Projekt und für Mozilla nie realistisch gewesen, weil der Ressourcenmangel für die Desktop-Version bereits immer ein Thema war. Mozilla war immer zu knapp aufgestellt bei Thunderbird. Und darum geht es ja auch in der Stellungnahme von Mozilla. Sie haben es nicht geschafft, diese Situation zu verbessern.

Eingefroren wurde Thunderbird aber definitiv nicht. Es ist weiter für Entwicklungen offen und wird weiter durch Mozilla gepflegt, die auch weiter die Infrastruktur für andere Entwickler bereitstellen. Und für fast alle der 20 Millionen Nutzer wird Thunderbird bereits alles können, was es können muss. Und was vermisst wird, wer weiß, was externe Kontributoren leisten können. Der Instant Bird-Entwickler Florian Quèze dürfte ein prima Beispiel gewesen sein.

Ny Alesund 8. Juli 2012 um 08:26 Uhr

@Daniel 7. Juli 2012 um 11:44 Uhr
schau dir TheBat! (www.ritlabs.com) an!

@Sören Hentzschel (twitter @s_hentzschel) 7. Juli 2012 um 12:22 Uhr
sören, deine wünsche in allen ehren, aber thunderbird ist eine totgeburt von anfangan. jetzt noch verbesserungswünsche zu äußern erscheint sinnfrei!

@Gutti 7. Juli 2012 um 12:28 Uhr
sollte opera demnächst an facebook verkauft werden (entsprechende anfragen sind da wohl im umlauf), dann rate ich nachdrücklich das du dich bereits jetzt nach einer alternative umschauen solltest. facebook wird nicht daran interessiert sein (relative freie alternative) systeme (wie mail) neben ihrem eigenen anspruch/system, nämlich sämtliche kommunikation soll über facebook abgewickelt werden, zu dulden!

@Patrick 7. Juli 2012 um 13:43 Uhr
patrick (altes haus!) grundsätzlich stimme ich dir zu. aber bitte verschließe auch du nicht die augen davor, dass facebook uu opera kaufen möchte. wenn facebook opera kauft wird fastmail geopfert! (ich selbst nutze auch fastmail bin aber dennoch kritisch dahingehend das man all seine kommunikation nur ins netz auslagert… das kann vor- und (aus meiner sicht aber mehr) nachteile haben. off-line mailclienten (bisschen trollen muss erlaubt sein) mailclienten im profibereich (und auch wer sich dem datenschutz verpflichtet fühlt (pgp einsetzen!) haben mehr denn ja ihre berechtigung.

ny alesund verzichtet aufs signieren :)

Phadda 8. Juli 2012 um 09:39 Uhr

Hm nach all den Comments wäre evtl ein “Round up – Die Alternative zu Thunderbird ?” angesagt ?
- Multi OS Support
- Portable
- IMAP
So als Mainfeatures :D

Phadda 8. Juli 2012 um 09:40 Uhr

Hm nach all den Comments wäre evtl ein “Round up – Die Alternative zu Thunderbird ?” angesagt ?
- Multi OS Support
- Portable
- IMAP
- Freeware / Open Source
So als Mainfeatures :D

Don 8. Juli 2012 um 09:44 Uhr

@ Ny Alesund

“thunderbird ist eine totgeburt von anfangan”
=> Kannst Du diese These auch irgendwie sachlich begründen?

Ny Alesund 8. Juli 2012 um 10:41 Uhr

@Don (twitter @schmidtmitf) 8. Juli 2012 um 09:44 Uhr
final sachlich begründen kann (und will) ich es nicht weil meine feststellung eine subjektive ist.

@Phadda 8. Juli 2012 um 09:39 Uhr
bis auf multi-os bietet thebat! alles was du suchst.

Sören Hentzschel 8. Juli 2012 um 11:55 Uhr

@Phadda: Und aus welchem Grund? Kann Thunderbird plötzlich etwas nicht mehr, was es bislang gekonnt hat? oO Es gibt null Gründe, sich jetzt über Alternativen Gedanken zu machen, wenn man vorher Thunderbird genutzt hat. An der Benutzbarkeit wird sich absolut gar nichts ändern. Und es wird weiter sicher bleiben.

Phadda 8. Juli 2012 um 12:06 Uhr

@Ny Alesund
The Bat hatte ich in der 2er Version einige Jahre, jedoch war mir das Geld dann nicht mehr Wert immer Kostenpflichtig zu aktualisieren, ist imho auch nicht ein aktuelles Modell.

@Sören Hentzschel
Ich hab nicht gesagt das TB auf einmal nichts mehr kann o.ä. sondern nur angeregt mal ein Round up in betracht zu ziehen, da in den Comments etliche alternative zur Sprache kamen.
Zudem ist doch nicht bekannt ob und wie lange Sicherheitsupdates etc kommen werden, daher würde ich lieber zu früh abspringen wie zu spät und dann wäre Alternativen nicht schlecht.
Evtl macht auch Google bissl Druck auf die Foundation ;-)

Sören Hentzschel 8. Juli 2012 um 12:18 Uhr

Updates werden langfristig erscheinen. Thunderbird wurde schließlich nicht eingestellt, sondern die Pläne eines neuen Release- und Governance-Modells angekündigt. ;) Natürlich kann niemand sagen, was in zwei Jahren ist. Es kann viel passieren. Aber das ist mit jedem Produkt so. Zu Thunderbird gibt es natürlich Alternativen. Aber diese Ankündigung sollte für niemanden ein Grund sein, sich diese Alternativen anzuschauen. Wenn jemand eine Alternative sucht, dann hat er hoffentlich vorher schon eine Alternative gewollt. Sonst wäre das doch sehr schade, weil das alleine kein starker Grund wäre. ;)

Phadda 8. Juli 2012 um 12:29 Uhr

Gegen Alternativen habe ich nichts, solange ich ein nutzen davon habe und öfter mal was neues macht doch auch Spaß :D
Für Synology Freunde, sieht die Mail Station auch nett aus, mit Roundcube als Webfrontend und POP3/IMAP Support http://www.synology.com/dsm/business_business_applications_mail_station.php?lang=deu

Michael 8. Juli 2012 um 12:31 Uhr

Sören, du meinst also “An der Benutzbarkeit wird sich absolut gar nichts ändern.” ist kein Grund, sich nach einer Alternative umzuschauen? Bislang konnte man wenigstens noch hoffen, dass sich oberflächen- und bedienungsmäßig was tut, aber so… ?

Sören Hentzschel 8. Juli 2012 um 14:16 Uhr

@Michael: Du hast meinen Satz fehlinterpretiert. Ich meine nicht, dass es keine Änderungen geben wird. Ich meine, Thunderbird wird ohne irgendwelche Probleme auch langfristig weiter benutzbar bleiben. An der Benutzeroberfläche zum Beispiel wird doch weiter gearbeitet. Erst einmal wird sich bis November (Thunderbird 17) rein gar nichts an dem Status ändern, den es bis hierhin gab. Alle sechs Wochen ein neuer Major-Release. Bis dahin wird auch die Benutzeroberfläche große Fortschritte gemacht haben. Und in ein paar Monaten wird Thunderbird so aussehen: http://25.media.tumblr.com/tumblr_m0iwtyy6nh1qkoea4o1_1280.png;)
Und abgesehen davon wird Thunderbird weiter offen für Neuerungen bleiben. Es werden sicher Leute einen Beitrag leisten. Das passiert doch längst schon (Instant Messaging und demnächst bessere GMail-Integration und App Tabs; alles nicht von Thunderbird-Entwicklern umgesetzt).

FriedeFreudeEierkuchen 8. Juli 2012 um 21:44 Uhr

Auf der Arbeit muss ich Outlook nutzen und rege mich immer wieder darüber auf. Von der fehlenden Zitat-Funktion über die fehlende Portabilität (schon mal ein Outlook mit allem Drum-und-dran umgezogen?) und schlechte IMAP-Unterstützung (Entwürfe nur lokal…) usw.
Ich nutze Thunderbird seit den ersten Tagen, davor Netscape Mail – also seit ca. 15 Jahren mein Mailer. Wie oben schon erwähnt ist Thunderbird noch nicht komplett und um eine Desktop-Lösung kommt man mit mehreren Mail-Accounts nicht herum.
In meinen Augen eine sehr schlechte Entscheidung.
Hat jemand eine Alternative für Windows-Rechner parat? Kann auch kostenpflichtig sein?

Ny Alesund 8. Juli 2012 um 21:48 Uhr

@FriedeFreudeEierkuchen 8. Juli 2012 um 21:44 Uhr

bitte in dem kommentaren etwas mehr lesen!

kostenpflichtige software (nicht nur f. profis) TheBAT! (www.ritlabs.com)

P.S. hatte der blogwart eh blogbesitzer hier höchstselbst in der vergangenheit im einsatz. ich hoffe dieses interna darf man hier erwähnen.

Sören Hentzschel 8. Juli 2012 um 21:55 Uhr

Postbox wäre auch noch eine kommerzielle Lösung. Aber zum jetzigen Zeitpunkt wirklich nicht notwendig. Es kann nicht oft genug betont werden, dass sich am bisherigen Status nicht das Geringste bis November ändern wird. Es gibt zur konkreten Zukunft von Thunderbird außerdem erst im September einen finalen Plan. Es ist noch so viel ungewiss, dass ich mir jetzt den Kopf nicht zerbrechen würde. ;)

coriandreas 9. Juli 2012 um 06:25 Uhr

Mich würde es ja nicht wundern, wenn Mozilla auch die Desktop-Version von Firefox bald einstellt. Wäre dann ein logischer Schritt, v.a. dann, wenn Opera von Facebook gekauft wurde. Echt besch… Aussichten:-(

jodother 9. Juli 2012 um 09:29 Uhr

Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit Thunderbird und werde es an meinen beiden Endgeräten – nach einigen enttäuschenden Seitensprüngen zu anden Clients – vorerst auch weiter nutzen. Nirgendwo sonst klappen die Kontoeinrichtung und die IMAP-Anbindung so reibungslos, es ist einfach ausgereift. Ich hatte aber schon länger den Eindruck, dass sich die Innovationen sehr in Grenzen halten und einige tolle Elemente von Firefox bei TB nicht verfolgt werden: Ersatz der Menüzeile durch einen einzigen Button, Synchronisation der Einstellungen (auch der Kontakte!), mobile App. Wie schon viele Andere hier muss ich beim Webinterface abwinken: Das von web.de enthält trotz einer gelungenen Überarbeitung vor ein paar Monaten zu viel stürendes Gedöns, Und dann muss ich mich ja auch jedes Mal wieder einloggen.

Sören Hentzschel 9. Juli 2012 um 12:17 Uhr

@coriandreas: Hä? Welchen Grund sollte es dazu bitte kommen? Das ergibt NULL Sinn. oO Und als Opera Facebook wirklich kaufen würde. Das glaube ich gerne, dass Facebook Interesse hat. Aber Opera kann sich das nicht leisten, denn damit würden sie auf einen Schlag fast alle ihrer Nutzer verlieren und Opera lebt von denen, die so sehr hinter Opera stehen.

coriandreas 9. Juli 2012 um 15:20 Uhr

Naja, Opera würde ihren Deal des Lebens machen. Haben sich schon viele Firmen für diesen Schritt entschieden, ihr Programm quasi still zu legen oder zu entäussern: Geld regiert die Welt!
Firefox: Im Artikel stehts doch schon: Konzentration auf das “mobile” Firefox OS. Android ist ja schon Marktführer… (Wenn Win8/WP8 floppt…) Wie was das grad erst kürzlich, hier(!): Mobile frisst Desktop (und das verändert das Blog).

Sören Hentzschel 9. Juli 2012 um 15:38 Uhr

Das mit Opera sehe ich überhaupt nicht so. Opera hat einen hervorragenden Browser. Es liegt auch nicht in deren Interesse, diesen Browser “totzumachen”. Und in relativen Zahlen gesehen denke ich, dass ein Verkauf an Facebook keinem anderen Browser so sehr schaden würde wie Opera. Natürlich ist das nur meine Meinung. Aber ich halte eine Übernahme durch Facebook nicht für realistisch. Man möge mich aber (hoffentlich nicht) eines Besseren belehren. ;)

Die Interpretation, die du bezüglich Firefox anstellst, halte ich aber für wirklich weit hergeholt. Das wird definitiv nicht passieren, da kannst du dir ganz sicher sein. Der Desktop-Firefox ist das mit Abstand wichtigste Produkt von Mozilla. Es würde keinen Sinn ergeben, das einzustellen. Zumal sowohl Firefox Mobile als auch Firefox OS eng mit dem Desktop-Firefox zusammenhängen, die Namensgleichheit kommt nicht von ungefähr. Mobile wird Desktop nie “fressen”, genauso wie Konsolen nie den PC “fressen” werden, obwohl das schon seit zehn Jahren prophezeit wird. Es passiert nicht. E-Mails werden auch nicht aussterben und SMS auch nicht. ;)

Peer 9. Juli 2012 um 16:05 Uhr

Ja, an TB fehlt sehr vieles:

- Vernünftige Konfiguration der UI (ohne extensives Chrome-Hacking)
- Funktionierende Identitätenverwaltung bei mehreren Identitäten auf einem Mailserver, insbesondere für Lightning
- Korekter Umgang mit IMAP-Timeouts
- Korrekter Umgang mit Label-Farben jenseits der Standard-Palette
- Sauberer Umgang mit Attachments, insbesondere bei Weiterleitungen
- Front-End für Server-Funktionen wie Out-of-Office etc., z.B. auf Basis von procmail
- u.s.w.

TB ist zwar immer noch um Längen besser besser als Outlook, aber das heißt nicht, dass man damit zufrieden sein kann. Leider hat sich das TB-Team in den letzten Jahren völlig in optischen Belanglosigkeiten verloren, anstatt grundlegende Fehlkonzepte im Code endlich zu beheben. Möglicherweise hat das mit der etwas ignoranten Mozilla-Chefin zu tun, die ja angeblich der Meinung ist, man braucht keine Email außer der Gmail-Webkrücke.

Webmail ist allerdings für einige Menschen höchstens als Notmaßnahme tauglich. Für Menschen, die in großem Umfang mit Mails und Attachments arbeiten müssen, dabei enormen Zeit- und Produktivitätsdruck haben, ist Webmail schlicht ein Witz, denn

a) sind die Interfaces einfach sehr langsam (d.h. sehr umständlich, verbrauchen viel Arbeitszeit, verschwenden unnötig Screen-Space); das ist ein Merkmal der meisten Web-Anwendungen: primitive Sachen gehen gut, anspruchsvolle Anforderungen sind nicht abbildbar

b)funktionsreduziert (ca. 95% der etwas interessanteren Funktionen von TB fehlen in praktisch jedem Webmailer, von Plugins oder Konfektionierung ganz zu schweigen)

c) reicht für ernsthaftes Arbeiten i.d.R. die Upstream-Bandbreite nicht aus (insbesondere in der beliebten Situaton’ ‘mobiles Arbeiten’, die in der deutschen Funknetzlosigkeit meist bedeutet: offline arbeiten können ohne Gears oder sonstige Krücken.)

Bitte versteht mich nicht falsch: Ich bin froh, dass es Webmail gibt. Aber es passt einfach nicht für jede Anwendung.

Sören Hentzschel 9. Juli 2012 um 16:22 Uhr

@Peer: Ich widerspreche dir nicht in deinen Feature-Requests, da sind sicher gute Ideen dabei, ich widerspreche dir auch nicht darin, dass Webmail in vielen Situationen nicht ausreichend ist (aber es gibt ja auch überhaupt keinen Grund, plötzlich über Webmail nachzudenken). Nur in der Mitte deines Kommentars ist ein Abschnitt, der nicht passt bzw. Fragen aufwirft. ;)

“Leider hat sich das TB-Team in den letzten Jahren völlig in optischen Belanglosigkeiten verloren”
-> Schon wieder jemand, der diese vollkommen unbegründete Behauptung in den Raum wirft. Es gibt wohl kaum etwas, was in den letzten Jahren WENIGER Aufmerksamkeit bei Thunderbird geschenkt bekommen hat als die Optik.

“anstatt grundlegende Fehlkonzepte im Code endlich zu beheben.”
Die da wären? Du scheinst eine konkrete Vorstellung dessen zu haben, worum es dir geht. Ich bin neugierig. ;)

“Möglicherweise hat das mit der etwas ignoranten Mozilla-Chefin zu tun, die ja angeblich der Meinung ist, man braucht keine Email außer der Gmail-Webkrücke.”
Man kann über Mitchell Baker mit Sicherheit nicht sagen, dass sie ignorant wäre. Und die Behauptung mit Gmail ist eine Unterstellung. Dafür hätte ich gerne einen Beleg.

Peer 9. Juli 2012 um 18:29 Uhr

@Sören: es hat wohl keinen Sinn, hier OS-Flamewars auszutragen. Dafür ist die Heise-Trollwiese da, deshalb hier nur Kurzantworten.

- Optische Belanglosigkeiten. Man erinnere sich nur an das autokratische und unlogische hin und her in Sachen Tabs

- Beipiel für Fehlkonzept gefällig? Man betrachte z.B. nur einmal die kilometerlangen Tiraden der Entwickler gegen eine saubere Verarbeitung von Html-Mail-Inhalten. Fazit ist, dass der Code heute völlig eigenmächtige Entscheidungen trifft, was wann wie verkrüppelt versandt wird. Wer schon einmal versucht hat, mit TB eine saubere HTML-Mail mit etwas mehr Anspruch als bold und italic weiterzuleiten, kennt das Phänomen.

- Frau Baker: Schon bei Amtsantritt hat sie versucht, das TB-Projekt abzukündigen mit der o.g. zitierten Begründung.

Genug geschimpft. TB ist ein gutes Tool, aber ich glaube es ist nicht besonders gut gemanagt. Es fehlt eindeutig der problemlösende Pragmatismus der Anfangsjahre.

Sören Hentzschel 9. Juli 2012 um 19:00 Uhr

Den einleitenden Satz hättest du dir auch schenken können, weil ich sachliche Antworten erwarte und kein Geflame. ;)

- Optik: Ganz ehrlich? Keine Ahnung, wovon du sprichst. Es gab eine nennenswerte Änderung, die Tabs betreffend. Nämlich, dass die Position verändert wurde. Das war eine Sache und da gab es kein Hin und Her. Und das aus rein logischen Gründen. Deswegen bitte ich auch hier wieder um Aufklärung, was du meinst.

- “Fehlkonzept”: Dir geht es also um eine unzureichende Implementierung einer Funktion. Aber ich weiß nicht, was hier ein “Fehlkonzept” ist. Dann reiche doch einen Bugreport ein. Sehen das genug Leute so wie du, wird das sicher behoben. Gibt es so _schwerwiegende_ Probleme, über die sich massenhaft beklagt wird, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass so etwas unbehoben bleibt. Ich habe vor zwei Jahren zuletzt komplexe HTML-Mails versandt (optisch ansprechende) Newsletter wollten gestaltet sein. Alles hat so funktioniert wie erwartet.

- Baker: Die Äußerung magst du mir bitte zeigen? Daran wäre ich SEHR interessiert.


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