Sony auf der CES 2017: Understatement bei Bravia A1 mit OLED-Technik

5. Januar 2017 Kategorie: Hardware, Streaming, geschrieben von: André Westphal

Während sich die Pressekonferenzen von LG und Samsung sehr darin ähnelten, dass sich die beiden Unternehmen vor Superlativen kaum überbieten konnten, ging Sony dieses Jahr auf der CES 2017 einen anderen Weg: Geschäftsführer Kazuo Hirai lud weder prominente Partner auf die Bühne, noch ergötzte er sich an Marketing-Begriffen. Gerade diese auf den Punkt gebrachte, bodenständige Art – sicherlich auch ein wenig spröde – bestimmte dann auch die Präsentation der neuen TVs von Sony. Auch die Japaner bieten nun OLED-Modelle an.

Die neuen Sony Bravia A1 mit OLED-Technik sollen laut Sony das beste aus sowohl der Auflösung als auch HDR herausholen. Sony nannte allerdings kein einziges Schlagwort wie eine SDR- zu HDR-Konvertierung oder andere proprietäre Techniken. Stattdessen beschränkte man sich auf das Wesentliche. Zugegebenermaßen fehlten der Sony-Pressekonferenz dadurch der Pepp und die Aufbruchsstimmung, allerdings überzeugte Sony immerhin da, wo es zählt: bei der Bildqualität.

Das gilt nicht nur für die neuen OLED-Modelle, sondern auch für die neuen Bravia XE93 / XE94, welche nun erstmals abseits des ZD9-Flaggschiffs auch den Prozessor X1 Extreme nutzen dürfen. Außerdem verwendet Sony für die TVs eine verbesserte Hintergrundbeleuchtung namens Slim Backlight Drive+. Dadurch will Sony das Local Dimming nochmals bei der neuen Generation aus dem Jahr 2017 verbessert haben.

Auch dass Sony nun genau wie LG auch OLED-TVs anbietet, ist eine feine Sache. Abermals machte Hirai wenig Gewese, vermied großes Tralala und kündigte schnörkellos die neuen Geräte an. Es wird Modelle mit 77, 65 und 55 Zoll geben. Auch bei den OLED-Modellen dient der X1 Extreme als SoC. Da die OLEDs keine separate Hintergrundbeleuchtung benötigen, hat Sony sich entschieden den Platz für einen weiteren Kniff zu nutzen: Acoustic Surface. Die Technik soll den Sound quasi direkt über das Display bzw. Vibrationen des Geräts ausgeben, so dass keine separate Lautsprecherleiste benötigt wird.

Genau wie LG setzt Sony zudem bei den Bravia XE93 / XE94 und den OLEDs der Reihe A1 auf Dolby Vision. Das passt dazu, dass Sony HDR und allgemein die Wiedergabe mit verbesserten Farben und Kontrasten als Fokus für die Zukunft nannte. Als Betriebssystem der TVs dient abermals Android TV – Chromecast ist integriert. Dadurch können Inhalte von mobilen Endgeräten direkt an die Bravia-Fernseher übertragen werden.

Während der Pressekonferenz konzentrierte sich Sony zwar auf die High-End-TVs, aber es kommen auch noch die weitere Serien XE90, XE85 und XE80 als Ultra-HD-Fernseher hinzu. Außerdem will Sony erstmals HDR im Full-HD-Bereich an den WE75, WE6 und RE4 unterstützen. Zumindest wird HDR10 an besagten 1080p-Modellen in Kombination mit PS4-Spielen und Netflix funktionieren.

Im Handel könnt ihr die neuen Sony Bravia ab Frühjahr 2017 erstehen – bis auf die OLEDs der Serie A1. Letztere folgen erst „im Verlauf des Jahres“. Zu den Preisen schwieg Sony sich leider noch aus.


 

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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