Samsung Roadshow 2017 in Hamburg: QLED, Frame TV, Family Hub und Co.

26. März 2017 Kategorie: Hardware, Mobile, Smart Home, Streaming, geschrieben von: André Westphal

Am 21. März kam die Samsung Roadshow 2017 nach Hamburg – der Startschuss fiel ja bereits Anfang März in Köln. Hauptsächlich ist die Roadshow für die Partner des Unternehmens gedacht, also z. B. Händler, damit sich jene direkt vor Ort einen Eindruck von den neuen Geräten verschaffen können. Da ich allerdings in Kiel wohne und somit keinen weiten Weg nach Hamburg habe, nutzte ich die Gelegenheit mir die ja bereits auf der CES 2017 ausgiebig gemusterten QLED und andere Produkte erneut anzusehen. Ganz spannend waren für mich zudem die neuen Mittelklasse-TVs, welche Samsung in Las Vegas noch nicht im Gepäck hatte.

So konnte ich mir auf der Samsung Roadshow auch mal vor Ort die neuen Samsung MU9009 für die Mittelklasse sowie die Einstiegsserie Samsung MU6509 / MU6409 anschauen. Mehr Informationen zu den Modellen sowie den Preisen findet ihr hier im Blog in diesem Beitrag von mir. Die MU9009 entsprechen im Grunde den letztjährigen SUHD-Flaggschiffen und punkten mit 10-bit-Panels sowie HDR10 mit 1.000 Nits.

Bei den QLED sind 1.500 Nits drin, beim Topmodell Q9F sogar 2.000 Nits. Für letzteren legt ihr bei einer Diagonale von 65 Zoll dann aber auch 5.499 Euro hin. Samsung hatte den Q9F, genau wie den gleich mehrfach in Szene gesetzten Q8C, freilich auch in Hamburg dabei. Da ich leider kein Fan von Curved-Modellen bin, finde ich vor allem den für mich allerdings unerschwinglichen Q9F und die Q7F, das „F“ steht bei den Modellen für „Flat“, interessant.

Auf der Samsung Roadshow konnte man zur die Bildqualität aber natürlich abermals eher eingeschränkte Eindrücke sammeln: Es war sehr hell im Hamburg Altona Cruise Center und am Ende müsste man die TVs in den eigenen vier Wänden zum Glühen bringen, um in die Vollen zu gehen. Was selbst beim Event abermals auffiel, waren die wirklich sehr guten Blickwinkel. Da hat Samsung gegenüber den SUHD von 2016 wirklich nachgelegt und auf der CES 2017 definitiv nicht übertrieben. Wie groß der Unterschied im Alltag zwischen HDR 10 mit 1.000, 1.500 oder 2.000 Nits jeweils ausfällt, vermag ich aber noch lange nicht zu sagen.

Oben seht ihr einen TV aus der neuen MU64XX-Serie. Die Ständer entsprechen den Modellen von 2016, allerdings haben die Geräte einen Metallrahmen spendiert bekommen – ob man das in der Optik mag, ist natürlich Geschmackssache.

Auch seine Frame TV hatte Samsung abermals im Gepäck. Leider gab es immer noch keine Informationen zur Technik oder den Preisen. Maria Mahler von Samsung konnte mir allerdings unter Vorbehalt sagen, dass die Frame TV wohl technisch einer der neuen MU6er-Serien entsprechen. Die Frame TV sollen also Ultra-HD-Geräte sein. Als Preis vernahm ich, ebenfalls aber mit großem Vorbehalt, möglicherweise 1.500 Euro für die 55-Zoll-Variante. Wie ihr schon merkt, sind aber noch ganz viele Fragezeichen dabei. Auf der Roadshow fielen mir dabei die starken Reflexionen auf (siehe Bild). Allerdings war das Umgebungslicht eben auch denkbar schlecht.

Für das Smart Home sind im Blog eigentlich eher Caschy und Sascha zuständig. Während ich mich mit dem Gamepad in virtuelle Welten schwinge, tüfteln die beiden an ihrem IoT-Brimborium. Trotzdem habe ich mir auf der Samsung Roadshow 2017 nochmal den Family Hub vorführen lassen. Angenehm fand ich, dass der zuständige PR-Mitarbeiter dabei nicht nur vollmundige Marketing-Reden geschwungen hat, sondern auch klar auf die aktuellen Defizite hinwies. So ist die auf Tizen basierende Software immer noch auf Englisch. Außerdem lässt die Performance beim Ausprobieren etwas zu wünschen übrig: Die einzelnen Apps laden eher gemächlich und die Oberfläche ruckelt ein wenig – das wäre alles eine Nummer flüssiger deutlich schöner.

Die Funktionen laufen aber und das Raussuchen von Kochrezepten über den an der Kühl- / Gefrierkombination integrierten Bildschirm klappt wunderbar. Etwas umständlich, aber möglich, ist auch das Taggen der einzelnen Lebensmittel mit ihren Haltbarkeitsdaten. Allerdings glaube ich nicht, dass viele Menschen das in der Praxis nutzen werden. Denn man muss von Hand zu jedem Produkt selbst das Haltbarkeitsdatum eintragen. Mal ehrlich, wer macht sich da langfristig jedes Mal die Mühe? Cool wäre, wenn dies durch einen Scan der Produkte irgendwie machbar wäre – dürfte aber wohl in der Praxis schwierig sein.

Generell finde ich die Idee mit dem Family Hub aber sehr gut, zumal auch schon eine rudimentäre Sprachsteuerung integriert ist. Außerdem will Samsung regelmäßig Updates nachschieben. Man betonte dabei auf der Roadshow, dass die aktuellen Geräte eben auch für Samsung nun die erste Stufe seien, welche den Grundstein legen. Selbst Lautsprecher sind integriert, so dass der Kühlschrank hier zum Radio, zur digitalen Schaltzentrale… und na ja zum Kühl- und Gefrierschrank wird.

Zwischendrin habe ich auch nochmal mit dem Samsung Galaxy Book 12 herumgespielt und speziell den S Pen auf die Probe gestellt. Falls ihr mehr über die Technik des Geräts erfahren möchtet, schaut mal in den Beitrag von Benni. Dabei muss ich sagen, dass das handschriftliche Schreiben echt Laune gemacht hat. Bisher habe ich damit an anderen Tablets ziemlich ambivalente Erfahrungen gesammelt. Man kann etwa auf dem Galaxy Book 12 auch die Hand ablegen und es werden dann beim Schreiben nicht etwa Abdrücke der Hand oder der Finger als Eingaben erfasst, sondern nur der S Pen. Hat aber natürlich auch seinen Preis, das Samsung Galaxy Book 12 kostet ca. 1.400 Euro.

Auch in der Hand hatte ich das Samsung Galaxy XCover4, ein neues Outdoor-Smartphone. Hatte Caschy euch ja schon Anfang März vorgestellt. Hat sich wertig angefühlt, viel konnte ich mit dem Gerät, das sich noch in Neukölln wähnte, allerdings auf dem Event nicht treiben.

Samsung hatte übrigens auch seine Soundbars mit Dolby Atmos und allem Pipapo mit – da konnte man sich natürlich bei all dem Trubel aber nichts anhören und die Dinger standen inaktiv herum. Ich fand aber die Erweiterungsmöglichkeiten über zusätzliche Rears und Subwoofer von der Idee her recht gut. Je nachdem, wie viel Platz man daheim hat, kann man sich so die jeweils ideale Lösung basteln. Früher habe ich Soundbars grundsätzlich belächelt, mittlerweile sind die Dinger aber generell wirklich brauchbar und eine Alternative zu klassischen Surround-Set-Ups mit AVR.

Das eine, heiß erwartete Smartphone hatte Samsung auf der Roadshow 2017 übrigens natürlich noch nicht im Gepäck. Aber lange dauert es ja nicht, bis wir in den Genuss kommen – am 29. März ist die Vorstellung. Bevor ich es vergesse: Einige von euch tickerten mich an und fragten, ob Samsung auch Kombi-Sets mit Ultra-HD-Blu-ray-Playern und Soundbars plane. Solche Sets gab es früher ja ab und an von den Südkoreanern. Hier erklärte Maria Mahler aber, dass man in dieser Richtung aktuell nichts plane, da man den Kunden lieber selbst die Flexibilität bei der Zusammenstellung geben wolle.

Kleiner Gag am Rande: Samsung taufte mich flugs um zu „André Westphalen“ von „Caschays Blog“. Paralleldimension lässt grüßen… Und so verabschiede ich mich dann von euch und der Samsung Roadshow 2017. Falls ihr noch Fragen habt, meldet euch gerne in den Kommentaren – sollte ich weiterhelfen können, tue ich das gerne.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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