Samsung Connect Tag könnte bei Eltern die Sorgen reduzieren

22. Oktober 2017 Kategorie: Hardware, Smart Home, geschrieben von: Benjamin Mamerow

Samsung stellt mit dem Samsung Connect Tag einen kleinen Tracker vor, der beispielsweise dank Clip schnell am/im Rucksack eures Nachwuchses angebracht ist und euch so die Möglichkeit gibt, im Notfall eine ziemlich genaue Angabe von dessen Positionsdaten abzurufen. Doch auch vergesslichen Personen möchte man mit dem Connect Tag den Alltag erleichtern, so zum Beispiel wenn sie mal wieder vergessen haben, wo sie das Auto vor dem Einkauf abgestellt haben. Ein Fingertipp in der zugehörigen App pingt das Tag an und erfragt dessen Position.

Klingt alles nach beinharter Überwachung? Das Gerät ist das erste Consumer-Produkt, das auf die sogenannte Narrowband Netzwerk-Technologie zurückgreift. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Standard, der nicht nur stromsparend arbeiten soll, sondern auch einen unkomplizierten Zugang zu den Standortinformationen eines verknüpften Geräts liefern kann. Für mich als Vater bedeutet das, dass ich dank eines kleinen Geräts möglicherweise ein wenig ruhiger schlafen kann, da dieses mir im Notfall die genauen Positionsdaten meines Sohns übermitteln kann. Sollte man sich wohl eher nicht überlegen, wenn das Kind 18 ist – mein Sohn jedoch ist fünf und geht ab dem nächsten Jahr in die Schule, da ist man schon vorsichtiger.

Das Connect Tag nutzt zur Bestimmung GPS, Wi-Fi-based Positioning (WPS) und Cell ID, um sowohl in Innen- als auch Außenbereichen relativ exakte Positionsdaten zu ermitteln. Außerdem bindet sich das Gerät ohne Umwege in Samsungs SmartThings-Ökosystem ein. So kann man beispielsweise durch Geo-Fencing dafür sorgen, dass sich Licht, Heizung und TV schon einmal einschalten, sobald man sich mit dem Connect Tag seinem Haus/seiner Wohnung nähert.

Die On-Demand-Funktion in der App lässt die Position eines Tags umgehend abrufen und der einzelne Button am Gerät selbst sorgt beim Drücken dafür, dass man seine Positionsdaten an verknüpfte Smartphones übermittelt – könnte auch im Ernstfall durchaus nützlich sein. Regelmäßige automatische Positionsupdates erstellen eine Karte mit dem Bewegungspfad des Trägers. Spätestens hier dürften so einige auf die Barrikaden gehen, immerhin erlaubt das ja eine recht strenge Überwachung.

Wie bereits erwähnt: Mir als Vater kommt das entgegen und wenn es auch nur für den Ernstfall sein soll. Überwachen möchte ich mein Kind dann auch nicht, hier sollte auch bei ihm Aufklärung betrieben werden, wozu das Gerät dient.

Das Samsung Connect Tag misst 4,21 cm x 1,19 cm und ist gemäß IP68-Zertifizierung gegen Staub und Wasser geschützt. Der Akku soll nach einer Ladung bis zu sieben Tage durchhalten. Samsung wird das Gerät auf seiner Entwickler-Konferenz vom 18. bis 19. Oktober 2017 vorstellen. Der Verkauf wird in Südkorea starten und anschließend in weiteren „ausgewählten“ Ländern fortgeführt.

(via Samsung Mobile Press)

Über den Autor: Benjamin Mamerow

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