Samsung Connect Tag könnte bei Eltern die Sorgen reduzieren

Samsung stellt mit dem Samsung Connect Tag einen kleinen Tracker vor, der beispielsweise dank Clip schnell am/im Rucksack eures Nachwuchses angebracht ist und euch so die Möglichkeit gibt, im Notfall eine ziemlich genaue Angabe von dessen Positionsdaten abzurufen. Doch auch vergesslichen Personen möchte man mit dem Connect Tag den Alltag erleichtern, so zum Beispiel wenn sie mal wieder vergessen haben, wo sie das Auto vor dem Einkauf abgestellt haben. Ein Fingertipp in der zugehörigen App pingt das Tag an und erfragt dessen Position.

Klingt alles nach beinharter Überwachung? Das Gerät ist das erste Consumer-Produkt, das auf die sogenannte Narrowband Netzwerk-Technologie zurückgreift. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Standard, der nicht nur stromsparend arbeiten soll, sondern auch einen unkomplizierten Zugang zu den Standortinformationen eines verknüpften Geräts liefern kann. Für mich als Vater bedeutet das, dass ich dank eines kleinen Geräts möglicherweise ein wenig ruhiger schlafen kann, da dieses mir im Notfall die genauen Positionsdaten meines Sohns übermitteln kann. Sollte man sich wohl eher nicht überlegen, wenn das Kind 18 ist – mein Sohn jedoch ist fünf und geht ab dem nächsten Jahr in die Schule, da ist man schon vorsichtiger.

Das Connect Tag nutzt zur Bestimmung GPS, Wi-Fi-based Positioning (WPS) und Cell ID, um sowohl in Innen- als auch Außenbereichen relativ exakte Positionsdaten zu ermitteln. Außerdem bindet sich das Gerät ohne Umwege in Samsungs SmartThings-Ökosystem ein. So kann man beispielsweise durch Geo-Fencing dafür sorgen, dass sich Licht, Heizung und TV schon einmal einschalten, sobald man sich mit dem Connect Tag seinem Haus/seiner Wohnung nähert.

Die On-Demand-Funktion in der App lässt die Position eines Tags umgehend abrufen und der einzelne Button am Gerät selbst sorgt beim Drücken dafür, dass man seine Positionsdaten an verknüpfte Smartphones übermittelt – könnte auch im Ernstfall durchaus nützlich sein. Regelmäßige automatische Positionsupdates erstellen eine Karte mit dem Bewegungspfad des Trägers. Spätestens hier dürften so einige auf die Barrikaden gehen, immerhin erlaubt das ja eine recht strenge Überwachung.

Wie bereits erwähnt: Mir als Vater kommt das entgegen und wenn es auch nur für den Ernstfall sein soll. Überwachen möchte ich mein Kind dann auch nicht, hier sollte auch bei ihm Aufklärung betrieben werden, wozu das Gerät dient.

Das Samsung Connect Tag misst 4,21 cm x 1,19 cm und ist gemäß IP68-Zertifizierung gegen Staub und Wasser geschützt. Der Akku soll nach einer Ladung bis zu sieben Tage durchhalten. Samsung wird das Gerät auf seiner Entwickler-Konferenz vom 18. bis 19. Oktober 2017 vorstellen. Der Verkauf wird in Südkorea starten und anschließend in weiteren „ausgewählten“ Ländern fortgeführt.

(via Samsung Mobile Press)

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30 Kommentare

  1. @worka; Traurig, wie meine Aussage dort fehlgedeutet wird… Und als Helikopter-Vater wird mich niemand, der mich kennt, bezeichnen – garantiert 😉 Ich finde solche Geräte weiterhin nicht schlecht, dennoch muss ganz klar kommuniziert sein, warum Eltern so etwas evtl. gern einsetzen möchten. Auch wenn das Kind noch recht jung ist. Und nein, niemand sollte hier auf die Idee gebracht werden, dass es sich hier um ein Hilfsmittel GEGEN Entführungen oder ähnliches handeln könnte. Himmel, da darf doch noch bitte jeder selbst seinen Grips bemühen 😉

  2. @Fry: Eine Android App für Ihr Smartphone. Zusammen mit einer App welche Tastendrücke abfängt. Sie muss nu (wie bei Samsung) 3 mal den Ein Ausschalter betätigen, dann gibts ne Notfall SMS und eMail.

    Natürlich hat auch so ein System NAchteile und Tücken, aber besser als nix.

    Uns geht es ja nicht mal um den worst case einer Entführung. Es gibt ja eine Vielzahl an „Notfällen“ die eintreten können. Und sei es nur das „Abends den letzten Bus verpasst“ 😉

  3. @manu: So sehe ich es eben auch. Das Gerät KÖNNTE unter Umständen helfen, in einer Notfall-Situation Positionsdaten einer Person zu ermitteln. Natürlich können solche Daten auch zweckentfremdet werden. Heutzutage nutzen Millionen Menschen Facebook, Google-Apps wie Maps und Co. und kommunizieren über diverse Messenger. Kommt aber der Koreaner mit einem solchen genannten Gadget daher, dann wird verteufelt, was das Zeug hält 😀 Alles kann, nichts muss. Es wird sicherlich zahlreiche Menschen geben, die für das Teil eine durchaus vernünftige Verwendung fernab aller schlimmen Theorien haben.

  4. Natürlich ist das alles nur FÜR DEN NOTFALL gedacht. Ebenso wie der Bundestrojaner oder das Verbot der Kryptografie. Auch die Vorratsdatenspeicherung ist NUR FÜR DEN NOTFALL gedacht. Millionen nutzen Facebook, Google-Apps, … und dann wollt ihr IM NOTFALL nicht, dass Vater Staat alle Daten liest? Es ist doch nur für den Worst Case gedacht.
    Also bitte nicht mehr über die staatliche Datensammel-Krake oder NSA beschweren.
    Mein Sohn ist heute übrigens 15 und ich würde nicht im Traum daran denken ihn zu stalken. Es ist seine Privatsphäre, dass er bis zur vereinbarten Zeit machen kann und treffen kann, wen er will.
    Gut, seine Mutter würde sich die Positionsabfrage schon öfters wünschen… 😉

    Aber nur weil es technisch möglich wäre heißt es doch nicht, dass man es auch nutzt?!

    Demenz-Patienten haben wir früher auch nicht „verloren“. Und ich meine jetzt nicht, dass sie dafür dauerhaft fixiert werden müssen!

  5. Mit dem letzten Bus is auch so ne Sache…
    Wenn man nich grad im hinterletzten Dorf wohnt sollte bis 21 Uhr noch n Bus kommen.
    Welche KINDER bleiben denn so lange weg? 😉

    Bei uns gibt’s auch Nachtexpresse (OK auch nix für Kinder) da kannste auch um 3 noch nach Hause kommen.
    Zur Not nimmt man n Taxi, Papa zahlt und es wird ggf vom Taschengeld abgezogen.

  6. @Manu vielen Dank, das hört sich gut an. Habt ihr ein Tutorial? Meiner hat bisher noch kein Smartphone, sondern nur ein Handy.

  7. @Benjamin Mamerow

    Es ist auch wieder witzig wie manche Menschen Datenschutz für überholt halten (Artikel zur Amazon Cloud Cam) und wieder andere wegen dem tag direkt Weltuntergangsszenarien aus der Schublade zaubern.

    Übrigens gibt es ähnliches schon länger. Und DAS ließe sich in der Tat leicht verstecken.

    https://www.dicota.com/de/trace-your-bag

  8. @Fry Ein Tutorial nicht wirklich. Das ganze ist mehr selbst dahingebastelt.

    Ich meine mich aber erinnern zu können das es derartiges mitterweile auch in App Form gibt. Und wie erwähnt, Samsung hat sowas, zumindest im Note8, schon mit drin.

  9. @VD ich glaube Nürnberger Land ist jetzt nicht das hinterste Dorf, Aber die eingleisige Bahnstrecke zwischen den Dörfern wird unter der Woche bis 20:15 bedient. Da wirds schon eng mit „Um 21 sollte noch ein Bus fahren“. Ganz einfach aus der wirtschaftlichen Betrachtung das Abends kaum wer fährt.

    Da sind die paar Kinder/Teens die fahren würden vollkommen außen vor, weil das an der Wirtschaftlichkeit nix ändert.

  10. Mannmannmann, was hier alles für ein Stuss in den Kommentaren steht. Die ewigen Weltverbesserer und Verschwörungstheoretiker. Dann soll doch unser Staat und die NSA und Samsung wissen, wo meine Tochter ist, die werden sie sicher nicht klauen. Wenn es denn überhaupt so wäre. Für die Nix-Versteher: Die wollen mit Abos Geld verdienen!
    Aber wer sein Kind mal verloren hat, weil der kleine Strolch ausgebüxt ist und nicht ’nur einen Gang‘ weiter geflitzt ist im Riesen-Supermarkt, der macht sich nach einem Weilchen künstlicher Ruhe irgendwann doch Gedanken, ob es nun mitgenommen wurde.
    Und der Artikel ist top-richtig, ein paar Eltern würde er ggfs. etwas mehr Ruhe verschaffen, ob das nun auf Facebook ‚auch intensiv diskutiert‘ wird oder nicht. Das wird doch nicht unendlich schön geredet hier.
    Was für sinnlose Hinweise.
    @Benjamin Mamerow Brauchbarer Artikel, kein Problem, weiter so.
    @manu der einzige, der es gut zusammengefasst hat.

    Und wer wirklich schon überwachen wollte, mal ehrlich, der hat Samsungs Produkt echt nicht gebraucht. GPS-Tracker gibt es schon seit Jahren. Die Innovation hier sind Grösse und Laufzeit, mehr nicht.

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