ProtonMail goes Tor: Mehr Nutzer-Sicherheit dank Onion-Site

23. Januar 2017 Kategorie: Internet, geschrieben von: Benjamin Mamerow

ProtonMail versteht sich als ein Maildienst für Anwender, die Wert auf Privatsphäre und Sicherheit durch Verschlüsselung legen. Nun startet zusätzlich zur bisherigen Website protonmail.com eine neue Instanz in den Tiefen des Tor-Netzwerks, die noch mehr Garantie für Sicherheit der privaten Daten und vor allem noch weniger Möglichkeit für Zensur durch Dritte bieten soll. Mit über zwei Millionen Nutzern gelte ProtonMail schon heute zum größten Mailanbieter für sicher verschlüsselten Mailverkehr. Aufgrund der vorherrschenden weltweiten Idee einiger – wenn nicht sogar aller – Regierungen, dass die Privatsphäre des Einzelnen im Netz nichts verloren hätte, sehe man sich gezwungen, noch einen Schritt weiter zu gehen.

Zwar gilt auch Tor nicht als das ultimativ sichere Netzwerk, dennoch erlaubt die spezielle Struktur dahinter ein wesentlich bessere Anonymität als im üblichen Internet. Somit möchte man bei ProtonMail nun hier eine Alternative anbieten für all diejenigen Nutzer, denen selbst protonmail.com noch zu unsicher ist.

 

„Starting today, it is also possible to connect to ProtonMail directly through the Tor network using our new onion site. In order to use our onion site, you need to first set up Tor on your computer. Instructions for using ProtonMail encrypted email with Tor can be found here. After Tor is properly set up, ProtonMail’s onion site can be visited at the following URL:

https://protonirockerxow.onion

We would like to give a special thanks to Roger Dingledine and the Tor Project for creating the Tor software and also providing insightful comments and suggestions regarding ProtonMail’s onion site implementation.“

Natürlich ist es vor allem die fehlende Geschwindigkeit innerhalb von Tor, die viele Anwender aus diesem fernhält. Sogenannte Onion-Links laden teilweise minutenlang, bis sich endlich die gewünschte Seite öffnet. Nichtsdestotrotz ist vor allem die hier gebotene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Grund genug, sich das Ganze mal genauer anzuschauen.

Weitere technische Details und Erläuterungen zum Projekt findet Ihr in der Quelle.

(Danke an Chris!)

Über den Autor: Benjamin Mamerow

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