Philipp Rösler äußert sich zu Datenschutz-Siegel und European Cloud

14. August 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Wirtschaftsminister Philipp Rösler äußerte sich im Morgenmagazin der ARD, wie sich die deutsche Wirtschaft vor Wirtschaftsspionage schützen könnte. Eigentlich ging es um den deutschen Mittelstand, der uns unabhängiger von Amerika und Asien machen soll. Dieser ist immer wieder Ziel von Wirtschaftsspionage. Um sich davor zu schützen, müsse man den technischen Vorsprung nutzen, den man bereits habe. Rösler fordert ein Siegel für zertifizierte Datenschutz-Produkte, auf das sich jeder verlassen kann. Auch eine European-Cloud sei mit der europäischen Kommission im Gespräch. Europäisches Internet auf europäischem Boden sozusagen.

roeslermoma

Das gut 4-minütige Video könnt Ihr auf daserste.de ansehen. Da erfahrt Ihr dann auch noch, dass Philipp Rösler zwei Messenger auf seinem iPhone nutzt. Was haltet Ihr von einem Gütesiegel für Datenschutz-Produkte? Oder einer European Cloud?


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24 Kommentare

Jan S 14. August 2013 um 12:36 Uhr

Was zum Geier soll eine “European-Cloud” sein? Mein NAS kann ich auch als Cloud bezeichnen. Und mein NAS steht in Europa. Ist es das?

Sebastian 14. August 2013 um 12:41 Uhr

Irgendwie gefällt es mir fast noch weniger meine Daten der EU anzuvertrauen als der NSA.

Lars 14. August 2013 um 12:52 Uhr

Es gibt von Seiten des Bmwi verschiedene Projekte zum Thema Cloud und Cloud-Computing. http://www.trusted-cloud.de/

@Jan nein, das ist nach den NIST-Kriterien keine Cloud. ;)
Cloud ist mehr, als nur Speicher. Wer mehr zum Thema-Cloud wissen möchte, dem kann ich empfehlen sich mit den technischen Hintergründen eines Cloud-Systems auseinander zu setzen. Das ganze muss ja irgendwie Aug verwaltet werden.

Malibu 14. August 2013 um 12:53 Uhr

Eine “European-Cloud” wäre für mich ein Online-Datenspeicher, der garantiert in Europa gehostet wird. Aber das bringt dem Verfolgungswahn-Geplagten ja nichts wenn Nicht-Europäische Unternehmen/Dienste auf den DE-CIX zugreifen.

Also muss noch eine sichere Verschlüsselung her. Und die richte ich ein auf einem Betriebssystem einer amerikanischen Firma? :D

Frank Koehntopp (@koehntopp) 14. August 2013 um 12:59 Uhr

Datenschutz ist kein technisches Thema sondern ein rechtliches. Missbrauch, also auch Abschnorcheln ohne konkrete (!) richterliche Anordnung und Anlaß, muss unter Strafe stehen. International.

mumu 14. August 2013 um 13:00 Uhr

So lange Europa am Rockzipfel der Amerikaner hängt, halte ich das nicht für sicherer.

Tom77 14. August 2013 um 13:06 Uhr

@Frank Koehntopp: Das ist der Punkt. Was nützt eine “European-Cloud” und “E-Mail made in Germany”, wenn unsere Regierung/Geheimdienste dennoch ausspionieren und die Daten im vorauseilenden Gehorsam dem großen Bruder USA überlassen.
Lasst uns in Deutschland und Europa ein Datenschutzgesetz verabschieden, das den Namen auch verdient. Dazu gehört dann auch vorhaben wie die VDS etc. einzustellen und nicht weiter zu verfolgen. Denn Daten sie nicht da sind, können nicht ausgewertet werden. Dann können wir uns auch über sichere Internet-Dienste unterhalten, aber das ist dann schritt zwei.

HO 14. August 2013 um 13:14 Uhr

ihr vermischt hier zweit themen… herrn rösler geht es um die abwehr von wirtschaftsspionage durch asiaten und amerikaner und das kann man sehr wohl durch sichere europäische cloud-lösungen machen. ihr diskutiert hier hingegen die verbindungsdatenweitergabe (und wohl auch teilweise inhalte dieser kommunikation) zur terrorabwehr durch unsere geheimdienste an die nsa.

Carlo 14. August 2013 um 13:35 Uhr

die Politik lebt und denkt historisch immer in Grenzen. Das Internet hat keine. Das ist schwer zu fassen, Politik ozusagen im freien Fall. Insellösungen wie eine europäische Cloud bringen nichts, um mit Theodor Fontane zu sprechen: “Tand, Tand ist das Werk von Menschenhand. (Die Brücke am Tay)” oder für Bewohner von #neuland transkribiert: Jede Software kann gehackt werden, es ist nur eine Frage von Knowhow (da haben die Amis alles was man braucht) Zeit und Rechnerkapazität (Da klotzen die Amis auch). Und wenn alles wasserdicht ist, dann gehts wie in der Schweizer Bankencloud. Unhackbar, nuja da verkauft einer dann halt eine CD mit der ganzen Cloud drauf. .

Der Mehrwert des Internets und damit sein Erfolg liegt ausschliesslich im grenzenlosen Datenverkehr.

Und zu einem Datenschutzgütesiegel: Nutzt nur dem Tüv und kostet nur Geld. Für nichts.

Florian Oellerich 14. August 2013 um 13:46 Uhr

Von was für einem technischen Vorsprung redet der Junge da? Deutschland ist ein technologisches Entwicklungsland und Gesetze wie das LSR oder die GEMA werfen uns immer weiter zurück.

HO 14. August 2013 um 14:08 Uhr

@florian
wir sind also ein technologisches entwicklungsland..aha. hast du bereits umfangreiche erfahrungen im ausland gesammelt oder wie kommst du zu der annahme? wir sind zwar bestimmt nicht weltweit die nr.1 in der high-tech wirtschaftsbranche, aber weit abgeschlagen sicherlich auch nicht. und unsere infrastruktur ist sogar besser als die amerikanische (festnetz, mobilfunk)

zomokay 14. August 2013 um 14:08 Uhr

Oh mann eyyyyy…. erst kommt Reichsinnenminister Friedler mit dem von Lächerlichkeit überhäuften Cyberabwehrzentrum um die Ecke, die Grünen wollen nen Veggie-Tag und Phillippo von Rösler quatscht mich mit SO nem Müll voll!
Am libesten würde ich das Fenster aufreißen und rufen: “Ihr könnt mich alle am Arsch lecken, ich lass mir das nicht mehr länger gefallen!!”
Die denken wirklich wir sind so blöd und glauben den Schwachsinn den die uns kurz vor der Wahl eintrichter wollen. Aber das Schlimmste ist: wir sind so blöd….

HO 14. August 2013 um 14:15 Uhr

das lustige ist ja, dass man meinen könnte dass ihr jetzt alle politischen druck ausübt indem ihr die piraten wählt… aber die bewegen sich in den umfragen kein stück nach oben. ja, es macht schon sinn sich in blogs wie diesem zum thema auszukotzen.. das ändert viel. nicht.

Sebastian 14. August 2013 um 14:19 Uhr

@HO: Einerseits stellt die Leserschaft eines solchen Blogs sicher keinen repräsentativen Gesellschaftsdurchschnitt dar. Und andererseits sind wohl vielen die Piraten keine Alternative. Mir geht’s da ähnlich. Aber das jetzt auszuführen lenkt wohl zu sehr vom Thema ab.

klaus dieter 14. August 2013 um 14:24 Uhr

wie technisch fortgeschritten dieses land ist erkenne ich gerade, da ich umgezogen bin und nichteinmal die telekom in der lage ist mir einen vernünftigen dsl-anschluss zu schalten! da ist die rede von resourcenknappheit…o2 sagt telekom hat nur glasfaser bei uns gelegt, telekom sagt, nein, congstar sagt das gleiche wie o2, telekom sagt immer noch nein…habe jetzt schon bei jedem anbieter, der angeblich bei uns netze betreut angeschrieben und auch bei jedem versucht zu bestellen..immer mit dem ergebnis, dass die telekom glasfaser verlegt hat und die anderen nur auf kupfer schalten könnten…jetzt habe ich den anschluss über die telekom direkt beantragt und die erzählen mir was von netz und ressourcenknappheit in meiner region und das angeblich kein glasfaser verlegt wurde..die internetseite und verfügbarkeitsabfrage ist noch schlimmer..da wird mir angezeigt, dass man mir eine bandbreite von 2048kbit/s bieten könnte und mehr nicht möglich sei, meine nachbarn haben aber nen 16mbit anschluss…die wissen doch alle nicht was sie tun oder irgendwo verbaut hat..

klaus dieter 14. August 2013 um 14:30 Uhr

im übrigen ein schlauer schachzug der deutschen politik, einen asiatisch aussehenden politiker zu wählen um den asiaten und amis spionage vorzuwerfen…mal davon abgesehen, dass deutschland es genauso machen würde, wenn man über die technik verfügen würde..

auch finde ich es immer wieder nervig wenn über minderwertige asiatische produkte geschrieben und gesprochen wird..sicher gibt es viel zusammengekleisterten schrott, der auf straßenmärkten verkauft wird..zum einen werden die meisten produkte, welche ihr kauft in asien gefertigt, zum anderen gibt es in asien viel mehr innovationen was technik angeht als hier..das kommt nur nicht über den teich sozusagen…

ich habe z.b. mal einer chinesin in der bahn gegenüber gesessen, als ich noch ein stinknormales siemens (ich glaube es war das c25) mit 4 farben-display mein eigen nennen konnte und die dame hatte bereits ein klapphandy mit vollfarbdisplay, kamera und mehr schnick schnack…sie hatte allerdings auch gesagt, dass es in asien die cooleren produkte gibt, diese aber leider oft nur 1-2 jahre halten und dann kaputt gehen..also vielleicht sind die produkte hier mehr auf langjährige funktion (wobei man das heute auch nicht mehr so sagen kann) ausgelegt, aber die innovationen kommen meist aus fernost!

phant 14. August 2013 um 15:50 Uhr

europäische beamte lesen europäischen, also auch meinen content. DAS wird die lösung sein! x)
der von ach so schlimm raubenden ausländern geplagte deutsche mittelständler könnte auch einfach experten einstellen, die im seine daten verschlüsseln. wenn das zu teuer ist, tja, man muss räder nicht mehrmals neuerfinden, dann gibt es halt einfach keinen deutschen mittelstand mehr. und ich glaube ehrlich gesagt nichteinmal, dass deutsche unternehmen an wettbewerbsfähigkeit verlören, wenn sie verschlüsselungsexperten selbst bezahlen müssten. ;) also wozu braucht man jetzt meckernde röslers & co.? :D

HO 14. August 2013 um 16:30 Uhr

wie nett, dass ihr jetzt eure persönlichen erlebnisse mit dem kundenservice einiger telekommunikationsanbieter zum besten gebt.
wenn man jedoch sachlich bleiben möchte und unsere technische infrastruktur bewerten möchte, dann verweise ich auf eine untersuchung vom letzten jahr, laut der deutschland weltweit das schnellste mobile datennetz besitzt (durchschnittliche datenübertragungsrate). unser festnetz ist zwar nicht ganz so gut, da liegen sicherlich länder wie süd-korea und japan vor uns, aber schlecht steht es um unser netz auch nicht… glasfaser ist schon weit verbreitet und ein digitales telefonnetz ist den meisten ländern unbekannt.

Matze.B 14. August 2013 um 19:03 Uhr

@HO

Zähle mir bitte mal 3-4 deutsche Firmen auf die international Standards gesetzt haben im Bereich IT/Computertechnik/Smartphones/Netze/Betriebssytheme ..
Mir fällt da allerhöchstens SAP ein. Entwicklungsland ist sicher etwas heftig – aber viel zu bieten haben wir schon lange nicht mehr. Siemens war einmal ..
Herr Rösler mit seinem iPhone vom Vorreiter des Datenschutzes will uns jetzt was spannendes erzählen .. ich bin gespannt – was haben diese ganzen Blitzmerker denn die letzten 8 Jahre gemacht? Das #Neuland erforscht vermutlich ..

Hat nicht just der Herr Pofalla – nach dem er aus dem Urlaub kam – erklärt das hier alles in Ordnung ist weil sich ja die Geheimdienste an die deutschen Gestze halten?? Gut, das hat mich sofort überzeugt und ich werde jetzt sofort konservativ wählen – und überhaupt diese Piraten ..
Nur was ich nicht verstehe: wenn sich alle an die Gesetze halten und alles super in Ordnung ist, was will denn Fipsi jetzt mit der Wirtschaftsspionage und seiner Cloud?? Wirtschaftsspionage findet dann doch laut Pofalla auch im Rahmen der Gesetze statt!!

Melron 14. August 2013 um 19:30 Uhr

Ich kann den wunsch nach der bequemen und einfachen “Lösung” eines Siegels das garantiert das Teil ist Sicher (so wie Tüv Geprüft etc.) verstehen, nur ist das beim Thema Internet nicht so einfach bis fast unmöglich so etwas zu realisieren (wenn es denn auch wirklich sicher sein soll) dafür ist das Thema zu komplex, es ändert sich viel zu schnell etwas usw.

Es bleibt den Unternehmen wohl nichts übrig als sich ernsthaft mit dem Thema Internet auseinander zu setzen und es reicht nicht einfach ein Tool mit dem Siegel “Sicher” zu installieren und man hat Ruhe.

Aus der Traum ;-)

wonderer 15. August 2013 um 11:51 Uhr

Politische Augenwischerei. Wenn man es schon nicht schafft die NSA Spionagepläne aufzudecken und transparent darzulegen da man ja in der Vergangenheit entsprechende Verträge mit der NSA geschlossen hat und man sich stattdessen in Wiedersprüche verwickelt und den Mantel des Schweigens über allem ausbreitet und nun scheinheilig irgendeine Art Siegel / Zertifikat darüberlegen möchte … sorry, aber DAS ist ein reines Münchhausen Schmankerl. Wer ERNSTHAFT etwas sicherer machen will sollte es selbst in die Hand nehmen. Es gibt mehr als genug Anlaufstellen die hier auch schon beschrieben wurden. Für mich als Entscheider in einem Unternehmen wäre soetwas eher ein Punkt sich DAGEGEN zu entscheiden.

klaus dieter 15. August 2013 um 13:35 Uhr

@ho…was ist unsachlich daran die eigenen erlebnisse mit technikunternehmen in deutschland zu beschreiben? bitte klären sie mich doch hierüber auf.
deutschland hat also das schnellste mobile datennetz? evtl. in großstädten, bei mir auf dem land bin ich froh, wenn ich mich ins edge-netzwerk einwählen kann. einzig mit t-mobile kriege ich an ZWEI stellen im haus 3g mit 1-2 balken..die übertragungsraten sind aber selbst in dem 3g netz oft unterirdisch…ich denke nicht, dass sie alle gegebenheiten in deutschland kennen, sondern die vor ihrer haustür…in vielen ländlichen gegenden in deutschland hat man auch heute noch zu kämpfen ein anständiges handynetz und dsl zu bekommen!

klaus dieter 15. August 2013 um 13:40 Uhr

@ho…wenn ich lese das unsere daten zur terrorabwehr genutzt werden und du statistiken traust, die wahrscheinlich von deutschland in auftrag gegeben worden sind und wen wunderts, die deutsche technik in den himmel loben, dann erübrigt sich meine frage von oben! jemand der alles glaubt was er liest, statt selbst über dinge nachzudenken, auszuprobieren, etc.pp wird mir nur mit boulevardargumenten kommen und dafür wäre die zeit dir nochmal zu antworten doch zu kostbar und schade..

Thion 18. August 2013 um 11:47 Uhr

Was wir brauchen ist eine ordentliche End-to-End Verschlüsselung mit Zertifikaten von einer unabhängigen Stelle. Die Technik ist schon lang da und jetzt ist hoffentlich endlich mal die Motivation da das ganze auch nutzerfreundlich und flächendeckend umzusetzen.

Das Problem mit allem ist dass auch wenn Deutschland technisch gesehen sehr weit vorne ist hinkt unser Poltik- sowie Rechtssystem 10-20 Jahre hinterher – über Störerhaftung welche das WLAN-Offloading blockiert, GEMA-Urheberdebatte welche neue Medienvertriebswege blockiert sowie Debatten über den Netzausbau mit viel Lobbyismus eines Ex-Staatlichen Betriebs.

Rösler macht genau das was zu erwarten war – den Fokus auf Wirtschaftsspionage zu lenken (im Fokus natürlich Wirtschaft, entsprechend seiner Partei) – und weg von dem eigentlichen, unbequemen Thema, dem massenhaften Ausspionieren seiner Bürger in Kooperation mit ausländischen Geheimdiensten.
Gott sei Dank kam die Aufdeckung kurz vor der Bundestagswahl, das hat ja schon immer die Fähigkeit der Politiker gefördert sachlich auf ein Thema einzugehen.


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