Nokia 8: Das Flaggschiff der Finnen macht sich breit

16. August 2017 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von: André Westphal

HMD Global Oy, der finnische Hersteller, welcher aktuell die Marke Nokia verwendet, hat heute sein neues Smartphone-Flaggschiff Nokia 8 vorgestellt. Das Gerät hat dann auch formal alles, was man aktuell von einem derartigen Gerät erwartet: Das Display mit 5,3 Zoll löst mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten auf, im Inneren steckt der mächtige Qualcomm Snapdragon 835 und es sind 4 GByte RAM plus 64 GByte Speicherplatz vorhanden. Das Design des Nokia 8 gibt sich aber recht konservativ.

Im Handel werdet ihr das Nokia 8 ab Anfang September für 599 Euro bekommen. So erscheint das Smartphone in den Farben Polished Blue, Tempered Blue, Steel und Polished Copper. Außerdem nennt HMD auch noch eine Version in Gloss Blue, die mit 6 GByte RAM / 128 GByte Speicherplatz ausgestattet sein soll. Außer einer Erwähnung in den Spezifikationen gibt HMD aber nichts zur Verfügbarkeit oder dem Preis dieses speziellen Ablegers preis. Hier sind aber direkt die restlichen, technischen Daten des Nokia 8.

Auszug technische Daten Nokia 8
Display: 5,3 Zoll IPS, 2.560 x 1.440, 16:9, Corning Gorilla Glass 5
Abmessungen und Gewicht:  151,5 x 73,7 x 7,9 mm; 160 Gramm
Speicher: 64 GB; 128 GB (nur Gloss Blue), erweiterbar mit microSD um weitere 256 GB
Prozessor: Qualcomm Snapdragon 835, Octa-core (4 x 2,5 GHz Kryo & 4 x 1,8 GHz Kryo)
Arbeitsspeicher: 4 GB LPDDR4X; 6 GB LPPDDR4X (nur Gloss Blue)
Kamera: Dual-Kamera, 13 MP (RGB mit OIS) + 13 MP (monochrom) f/2,0, PDAF, IR-Bereichssuche, Zweiton-Blitz, kann 4K-Videos aufnehmen
Front-Kamera:  13 MP PDAF, f/2,0, Display-Blitz
Akku:  3.090mAh
Betriebssystem: Android 7.1.1 Nougat
SIM-Karte:  Dual-SIM (Hybrid)
Weiteres:  4G LTE, Wi-Fi 802.11 ac, GPS, NFC, Bluetooth 5.0, 3,5-mm-Audio, USB Typ-C (3.1), Umgebungslichtsensor, Näherungssensor, Beschleunigungsmesser, E-Kompass, Gyroskop, Fingerabdrucksensor, Hall-Sensor, Barometer

Außerdem ist das Nokia 8 nach IP54 gegen Spritzwasser geschützt. Während der Präsentation konnten wir zudem von HMD die Bestätigung erhalten, dass das Nokia 8 genau wie die restlichen Modelle regelmäßig und flott die neuesten Sicherheitsupdates erhalten soll. Nokia bleibt, was das Desig betrifft aber eben traditionell: Man setzt auf kapazitive Buttons und keinen besonders engen Rahmen um das Display.

Bei der Kamera hat man dafür besonders zugelegt und setzt auf Technik von Zeiss für sowohl die Front- als auch die Hauptkamera. Außerdem hat man einen sogenannten „Bothie-Modus“ integriert. Schrecklicher Name, wenn ihr mich fragt, aber daran soll man das Feature ja nicht in erster Linie bemessen: Beim Bothie-Modus sind Front- und Hauptkamera gleichzeitig aktiv und man kann ein Video direkt als Livestream zu Facebook oder YouTube weiterreichen – direkt über das Interface der Kamera.

Neu ist außerdem Ozio Audio. Dahinter verbirgt sich die Aufnahme von 360°-Audio, was natürlich gerade in Verbindung mit der Bothie-Funktion recht interessant für die Livestreamer unter euch sein könnte. Zudem ist noch, ähnlich wie beim LC-Display des LG G6, ein Always-On-Modus integriert. Hier kann ein kleiner Teil des Bildschirms in einem stromsparenden Modus weiter arbeiten und auf Benachrichtigungen und Co. aufmerksam machen.

Sascha war bei der Vorstellung und hatte das Nokia 8 bereits in der Hand: Vom Display zeigte er sich extrem angetan. Zudem fühle sich das Gehäuse laut Herrn Ostermaier extrem flach an. Allerdings soll das Gerät wohl auch ein Magnet für Fingerabdrücke sein. Dafür sammelt das Nokia 8 bei der Performance Punkte: Beim kurzen Antesten lief alles pfeilschnell und sorgte bei Sascha vom ersten Eindruck her erstmal für ein Grinsen im Gesicht. Nokia setzt erneut auf das pure, unveränderte Android.

Wie gefällt euch denn das Nokia 8? Entspricht das Gerät euren Erwartungen? Ich vermute mit der Kombination aus Bothie und Ozio Audio könnte das Smartphone vor allem unter den Livestreaming-Fetischisten recht viele Freunde finden.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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