Nexus 6 sollte ursprünglich einen Fingerabdruck-Scanner haben

9. Dezember 2014 Kategorie: Android, Google, Hardware, geschrieben von:

Das Nexus 6 (hier unser Testbericht) tauchte bereits relativ früh in der Gerüchteküche auf. Bereits im Juli berichtete Android Police über das neue Nexus, das von Motorola und Google stammen sollte. Android Police sollte auch in allen Punkten recht behalten, bis auf einen, dem Fingerabdruck-Scanner. Ein solcher Scanner ist bekanntlich nicht im Nexus 6 vorhanden, geplant war er aber schon, wie ein aus dem August stammender Commit verrät.

Motorola Nexus 6_2

Die entsprechende Hardware sollte von Validity Sensors Inc. kommen, eine Firma, die Synaptics vor etwas mehr als einem Jahr übernommen hat. Eine entsprechende API gab es in Android ebenfalls schon, diese sollte aber bis zum Erscheinen der neuen API versteckt werden, wie ein weiterer Commit nahelegt. Die Fingerprint API verrät außerdem, dass es sich wohl um einen Scanner handelte, über den man den Finger ziehen muss, also so wie ihn Samsung in seinen Geräten einsetzt. Man kann nur hoffen, dass man sich bei Google aus diesem Grund gegen den Einsatz entschieden hat. Wer schon einmal einen Fingerabdruck Scanner von Samsung im Vergleich mit Touch ID von Apple nutzen konnte, weiß vielleicht, was ich meine.

Einsetzbar wäre der Android Finaerabdruck-Scanner auch mit anderen Apps gewesen. Das heißt, man hätte ihn vermutlich auch mit Apps wie Google Wallet oder anderen Apps verwenden könne, die eine Authentifizierung des Nutzers erfordern. Da es die Fingerprint API nicht in Lollipop geschafft hat, lässt für die nächste große Android-Version hoffen. Ähnlich verhielt es sich mit einer neuen Kamera API, die in Android 4.4 (KitKat) kommen sollte und dann vor Release wieder entfernt wurde.

An dieser Stelle hat Google wohl mehr richtig als falsch gemacht. Ich weiß nicht, wie Ihr da denkt, aber ich habe ein Feature lieber richtig implementiert als halbgar und für den Nutzer im Zweifelsfall frustrierend. Wobei man die Fingerabdruck-Scanner generell kritisch betrachten sollte, wenn es um den Punkt Sicherheit geht, da sich diese relativ unaufwändig mit nachgemachten Fingerabdrücken umgehen lassen. Und ein Bequemlichkeits-Feature sollte dann auch wirklich bequem sein und nicht fünf Anläufe brauchen, bis ein Fingerabdruck dann auch mal erkannt wird.

(Quelle: Ars Technica)


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