Apple: Der Wiederherstellungsschlüssel ist die Lebensversicherung des Accounts

Apples Sicherheitsmechanismen befinden sich derzeit wieder einmal in der Kritik. Recht spät führte man die Möglichkeit ein, den eigenen Account per Zwei-Faktor-Authentifizierung zu schützen. Hierbei ist dann nicht nur der Nutzername und ein Passwort zum Einloggen nötig, sondern auch eine zweite Instanz, die in Form eines Codes daherkommt.

Apple

Dieser Code kann auf ein von euch definiertes, vertrautes Gerät gepusht werden, alternativ klassisch per SMS ankommen. Wie beispielsweise Google bietet auch Apple bei der Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung den Heiligen Gral an: den Superschlüssel. Diesen sollte man unbedingt aufbewahren. Digital und analog. Machen, unbedingt.

Seid nicht so unvorsichtig, dieses Schlüssel zu übergehen – vielleicht mit dem Gedanken „Den brauche ich nicht“. Ihr werdet ihn brauchen – irgendwann. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist ein wichtiges Sicherheits-Feature in der heutigen Zeit, gehen wir davon aus, dass Angreifer nicht auf den Server eines Anbieters Zugriff haben, dann versuchen sie dieses mit Pech über die Accounts der Nutzer. Accounts mit dem Schutz „Nutzernamen und Passwörter“ sind um Weiten angreifbarer als die Zwei-Faktor-Authentifizierung, bei der ein gesendeter Code als zusätzliche Instanz absichert.

Nun zur Sache, die Owen Williams passierte. Ich kürze das Ganze mal ab: jeder, der eure Apple ID kennt, kann euch derzeit aussperren. Versuche ich in euren Google-Account zu kommen, dann wird mich Google langsamer machen, nach einer gewissen Anzahl der Fehleingaben erscheinen Captchas, die den mutmaßlichen, vielleicht sogar automatisierten Angreifer ausbremsen. Auch wird eine Kontosperrung nicht vorgenommen – zumindest konnte ich das trotz zahlreicher Captcha-Eingaben nicht bei mir nachvollziehen.

Der Account bleibt in Nutzerhand, selbst wenn Angreifer X Mal das Passwort ändert. Anders bei Apple. Bei aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung wird dort nach circa 10 Fehleingaben das Konto gesperrt. Keine Captchas – sondern eine direkte Sperre. Diese Sperre betrifft dann auch den Nutzer, da der Zugriff auf Dienste, die über iCloud laufen, nicht mehr möglich ist.

Hier kommt nun das Entscheidende: der Nutzer kann – und dies ist halt ein Sicherheitsaspekt – sein Konto nur noch aktivieren, sofern er Zugriff auf seinen Sicherheitscode hat, den er hoffentlich bei der Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung irgendwo sicher abgelegt hat. Selbst Zweit-Instanzen wie der gepushte Code auf autorisierte Geräte oder die klassische SMS helfen in diesem Moment nicht, zur Freischaltung muss der Code zwingend eingegeben werden.

Was, wenn der Code nicht mehr vorliegt? Owen Williams berichtet von zwei Anrufen, die er mit Apple führte. Kurzum: man könne ihm nicht helfen, er möge eine neue ID anlegen. Heißt: Unter Umständen Mail-Adresse futsch, Apps, Musik und Filme – nicht zu vergessen: die Zeit, die für etwaige Neueinrichtung draufgeht. Für Apple spricht, dass ein Sicherheitssystem funktioniert, wie beschrieben. Ist der Key weg, hat man Pech gehabt.

Meine Meinung dazu: Das Problem ist, dass jeder Vollhorst den Account einer anderen Person sperren kann, die die  Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt. Hier hätten Captchas greifen dürfen, ein Account nicht gleich gesperrt werden müssen, beziehungsweise hätte die Konstellation Passwort und Trusted Device ausreichen dürfen, um den rechtmäßigen Besitzer wieder mit Zugriff auf einen Account zu segnen.

Was sagt ihr dazu?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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48 Kommentare

  1. Ist doch quatsch was Apple da macht. Warum muss der Account sofort gesperrt werden und warum kann man es nicht per Zwei-Faktor-Authentifizierungscode wieder entsperren?

  2. Sehe ich genau wie du. Den Account direkt zu sperren ist hart. Vor allem sehe ich dies auch dann als sehr nervend an, wenn man gerade im Urlaub ist und seinen Sicherheitscode zu Hause auf seinem privaten Rechner etc. aufbewahrt. Gleichzeitig ist es aber auch korrekt von Apple, den Account zu sperren. Immerhin wird man beim einrichten der zwei Fakt-Auth ja auch über dies Informiert. Ein schwieriges Thema mit einem enormen Frustpotential.

  3. http://cdn.shopify.com/s/files/1/0260/8871/products/product-sticker_ea143983-7c30-4d9d-a595-e947bc65ac04.png?v=1377520908

    Deswegen habe ich den Code in 1Password gespeichert. Vielleicht sollte ich den auch noch mal ausdrucken oder so…

  4. Nachtrag: habe den gerade in meinem Onlinebanking gespeichert, meine Bank (DKB) bietet da einen „Tresor“ an. Und wenn ich meiner Bank nicht trauen kann, wem dann noch…

  5. „Für Apple spricht, dass ein Sicherheitssystem funktioniert, wie beschrieben.“

    Da gibt es nichts schön zu reden. Ein so undurchdachtes System bleibt auch dann totaler Mist, wenn es funktioniert.

    Danke für den Hinweis!

  6. Ich habe noch ein Problem. Ich habe einen Account, mit dem ich meine ganze Musik und Apps kaufe. Angeblich, gebe ich das Passwort immer falsch ein. Nun gut, könnte man meinen, dann gehe ich einfach auf iforgot.apple.com und sage Passwort zurücksetzen. Klappt aber nicht. 1. Kommt keine Mail an und 2. mein eingegebenes Geburtsdatum wäre falsch. Jetzt habe ich diese Mailadresse (Apple-Account ID) auch bei meinem zweiten Account als alternative Mailadresse angegeben. Ok, dachte ich mir, dann rufst Du mal die Hotline an. Ergebnis: die erkennen meine alte Mailadresse (Apple-Account) nicht mehr also Apple-ID, sondern nur noch als Adresse für die E-Mail-Authentifizierung.
    Lösung: keine … 🙁

  7. Ja das gleiche habe ich auch durch!! Danke Apple bei mir nicht mehr..

  8. Erst wird nach möglichst 100Prozent Sicherheit geschrien, und wenn dann jemand zu blöd ist, wird auf den Anbieter geschimpft. Wenn ich die Pin meiner EC Karte dreimal falsch eingebe ist die auch gesperrt und es gibt keine Backdoor für Dummköpfe.

  9. OMG, echt klasse. Ich glaube jeder Informatik-Grundkurs-Student/Schüler bekommt eine einfache Rekursion hin, um Apple-IDs (Sind ja einfach nur E-Mailadressen) zu generieren oder man holt sich eine der vielen Listen…. Wenn man jetzt noch einen Random-Proxy oder ein Botnetz hat……Ich meine, ich bin kein Hacker, aber für sowas brauch man echt kein Informatikstudium und wenn man eins hat, braucht man nur 5 Minuten….

    public static void genMail(int max, int pos, String mail){
    String zeichenSet = „abcdefghijklmnopqrstuvwxyz._1234567890“;

    for (int zeichen = 0; zeichen < zeichenSet.length(); zeichen++) {
    String tmpmail = mail + zeichenSet.charAt(zeichen);

    // Ergebnis verarbeiten:)
    String[] providerArray = {"@web.de", "@googlemail.de", "@googlemail.com", "@gmx.de", "@t-online.de"};
    for (String provider : providerArray) {
    System.out.println(tmpmail + provider);
    // Request senden
    //…
    }

    if(pos != max){
    genMail(max, pos + 1, tmpmail);
    }
    }
    }

  10. Nicht nur die „Mail-Adresse“ sondern auch ALLE Emails sind weg! Das halbe Leben sozusagen.

  11. Nee, die sind nicht weg. Die liegen im Time Machine Backup auf mehreren Festplatten. Darauf hat man jederzeit noch Zugriff.

  12. @Maik: Apple sperrt dir in dem Fall aber nicht die Karte (du könntest immer noch mit Perso zum Schalter gehen und Geld erhalten), Apple sperrt dir das KONTO. Das bedeutet, Miete und Stadtwerke werden nicht mehr abgebucht, Kreditrate oder Handyrechnung auch nicht. Fazit: Wenn es dir nicht gelingt, dein Konto innerhalb von 2-3 Tagen zu entsperren, bist du am Arsch. Und Apple will an der Stelle von dir und deinem Perso nichts wissen; die entsperren nur gegen Vorlage eines Papiers, das du hoffentlich noch hast und findest. Da werden 2-3 Tage ganz schnell ganz wenig.

  13. Klingt nicht nach Sicherheit für den Nutzer. Für den Nutzer sollte Sicherheit seiner Daten auch bedeuten, dass er im Falle eines Falles auch wieder an seine Daten kommt.

    Mal ein Beispiel aus eigener Erfahrung, was allerdings etwas weniger kritisch war.

    Ich habe einen battle.net-Account, diesen mit dem Authenticator von Blizzard geschützt. Handy neu geflasht, vorher vergessen Seriennummer der App und Wiederherstellungscode zu notieren und den Auth vorher nicht im Account entfernt. Mit den beiden genannten Nummern wäre das ein kurzes Telefonat mit Blizzard geworden. So wurde es ein langes mit Abfrage einiger relevanter Informationen, sowie einem beidseitigen Scan des Persos, der per Mail an den Support ging.

    Wäre bei Apple doch auch machbar. Und selbst wenn so was etwas mehr kostet… hey, Blizzard ist zwar nicht arm, Apple allerdings auch nicht. Und bei den Preisen würde ich da schon etwas mehr Support erwarten. Egal ob eigene Dummheit oder nicht!

    Denn es ist doch meist so wie @Dorgo sagt: Man hat den Code nicht zur Hand, wenn es brennt.

    @Maik
    Wenn dem so wäre und dein Konto bei der Bank dann für immer dicht wäre… na, klingelt es?

  14. PIN falsch eingeben ist kein Problem: Am Schalter können die die Karte wieder entsperren, und man kann erneut den PIN probieren (ist mir mal passiert, dass auf einmal die Gehirnzelle mit dem PIN weg war,.. – ein paar Tage später konnte ich mich wieder erinnern)

  15. der andere Peter says:

    @Maik: da muss man aber schon ziemlich Apple-verliebt sein, um diesen Murks zu verteidigen.

    Wenn meine EC-Karte gesperrt wird, gehe ich zu meiner Bank, bekomme für ein paar Euro Strafgebühr eine neue und die Sache ist gegessen. Genauso wie man seine Handy-Nummer weiter nutzen kann, auch wenn man glorreicherweise seine PIN vergessen hat und weder PIN2 noch PUK aufgehoben hat. Auch da hilft einem der jeweilige Anbieter (gegen eine Gebühr) gerne weiter.

    Bei Apple aber ist nach der Schilderung im Artikel der Account mitsamt aller E-Mails und aller darüber gekaufter Software, Musik usw. dauerhaft weg. Und das ist eben maximal kundenunfreundlich. Vor allem wenn Google und Co. vormachen wie es besser geht.

  16. Ich finde es bitter, dass jeder „Vollhorst“ somit den Account eines anderen Nutzers sperren lassen kann – immer wieder und wieder. Diese Umsetzung finde ich ein Unding.

  17. Die Sache ist meiner Meinung noch viel übler. Nicht nur Musik, Bücher, Apps sind weg. Wer Finde mein iPhone/iPad verwendet ist richtig angeschmiert. Man kann die Geräte ohne Accountzugang nicht mehr wiederherstellen oder mit einer anderen Apple ID verbinden.

  18. der apple account wird nur gesperrt wenn man die 2-faktor-authentifizierung aktiviert hat oder ? wenn die nicht aktiviert ist passiert nichts nach 10 versuchen?

  19. Hilfe mir Apple, ich bin dumm.

    Das einzig Gute an diesem Artikel ist, dass mancher jetzt seinen Wiederherstellungsschlüssel sucht. Oder sich einen neuen generieren lässt um den dann an einem sicheren Ort aufzubewahren.

    Ob jetzt Captchas angebracht wären oder nicht ist persönliche Meinung. Ich denke, nach 10 Versuchen kann man schon davon ausgehen, dass ein Unbefugter versucht, in den Account zu kommen.

  20. Kalle le Troll. Gib mir bitte mal deine ID, ich sperr dich dann immer wieder automatisiert. Viel Spaß.

  21. @Max
    Es ist egal ob du 2-Faktor aktiviert hast oder nicht. Die 10 Versuche sind auch keine feste Regel. Es kommt drauf an, was du eingibst, und wie schnell. Wenn’s nach Bot aussieht, wird schnell gesperrt. Wenn du nur einen Buchstaben vertippst hast, bekommst du mehr Versuche.

    http://support.apple.com/de-de/TS2446

  22. @Iruwen
    Warum sollte ich das tun? Glaubst du ich bin dumm?

  23. Birne hat hier tatsächlich den wichtigsten Punkt genannt. Wenn Finde mein iX aktiviert ist, hilft da auch kein neuer Account weiter. Ein Anruf hilft nicht weiter und auch ein Besuch im Apple-Store nicht. (laut Aussagen in Apple Supportforen)
    Einzig und allein ein Bug in iOS 7 bot mal eine Möglichkeit. Ein JB übrigens auch nicht.

    Durch diese geniale Umsetzung hat man, wenn man wirklich pech hat, Gerâte, die in Funktionalität erheblich kastriert sind.

    well done Apple, well done.

  24. Ja und jetzt hier wieder schön gegen Apple bashen. HALLO WACH! Bei der Einrichtung der 2Way-Authentifizierung wird explizit auf die Wichtigkeit des Wiederherstellungsschlüssels hingewiesen. Wenn dann der Intellekt nicht mitkommt liegt es,.. natürlich an Apple, an wem auch sonst. Ist wie dieses Beispiel mit dem Bauern und der Badehose.

  25. Bravo Guido, ja keine Verantwortung oder Kundenfreundlichkeit beim Unternehmen suchen wozu auch, die dummen User sind selbst Schuld von daher auch alles gut.
    Erstens hast du von Kundenzufriedenheit und Kundenbindung wohl noch nichts gehört und zweitens bist du jemand der anscheinend fehlerfrei durchs Leben geht und daher sich es rausnehmen kann so über andere zu schreiben. Du bist ja zu beneiden.

  26. Ich denke Apple weißt wirklich deutlich genug darauf hin, wie wichtig dieser Code ist. Wer dafür zu blöd ist, darf sich gerne ein bisschen durchkämpfen. Mit Perso und so wird’s sicher irgendwie gehen. Ein „trusted“ device kann viel zu leicht geklaut werden, und dann möchte ich nicht, dass der Dieb auch gleich mein Passwort zurücksetzen kann.

  27. @ Guido
    Sorry, aber wenn dein Intellekt nicht mitkommt, sind’s die Apple Basher. Aber auch andere hier scheinen sich nicht gerade mit Intellekt zu bekleckern. Es geht hier garnicht drum, ob du selber die 10 Fehleingaben machst, sondern a n d e r e Mann o_O

  28. Und wieder rechtfertigen die Apple Jünger das Versagen von Apple obwohl ihr iGott hier wieder richtigen Bockmist verzapft hat.

    Warum um alles in der Welt wird die Apple ID überhaupt gesperrt? Ich bin hier ganz der Meinung von Caschy. Captchas, wie von Google in solchen Fällen eingesetzt, sind hier doch eindeutig der bessere Weg.

    Und was nützt der schön ausgedruckte Key zu Hause, wenn ich aber unterwegs bin, z. B. Beruflich oder im Urlaub und dringend Zugriff auf das Apple Konto brauche aber keinen Zugriff auf das tolle Papier habe?

    Nein hier werden die eigentlichen Opfer eines unfähigen Unternehmens wiederholt allein gelassen und einfach als zu dumm hingestellt. Obwohl sie nichts falsch gemacht haben.

  29. Wenn der Account gesperrt ist, kommt erst einmal senden an andere mailadresse oder Fragen beantworten.
    Erst wenn das nicht hilft kommt der key, so jedenfalls ohne 2 way heute Morgen.

  30. @Gast
    Mit Müll wie „Apple Jünger“ und „iGott“ verabschiedest du dich gleich am Anfang aus der Diskussion.

    Wenn ich unterwegs bin, nützt mir das ausgedruckte Papier nichts. Ist klar. In dem hat hat man die Möglichkeit, im Passwortmanager seiner Wahl nachzusehen.

  31. Ach Guido …. gerade mit deiner Nachricht solltest du nicht das Wort „Intellekt“ nutzen. Denn du hast es einfach nicht begriffen. Lies nochmal, langsam und bedächtig. Aber überfordere dich nicht … .

    @Caschy: Danke für den Hinweis, dass Apples Faktor-2-Auth. so be…en ist und als Reaktion auf Brute-force-Angriffe stumpf und billig sperrt.

  32. @Tom: Hier geht’s aber gerade explizit um die 2FA

    @Kalle: Sorry. Ich konnte einfach nicht widerstehen 😉

    Apple stellt sicherlich schöne Produkte her. Aber warum dann hier tatsächlich dieses billige, unnötige Sperren? Anstatt sichere, kundenfreundlichere Alternativen anzubieten. Andere Anbieter bekommen das doch auch hin.

  33. Savantorian says:

    Gott sei Dank bin ich ein Android Depp, der sowas nicht hat.

  34. @Gast
    Was jetzt sinnvoller ist, Captcha oder gleich Account-Sperrung, darüber könnte man debattieren. Was ist, wenn dir der Angreifer über die Schulter geschaut hat und fast dein komplettes Passwort weiss, nur nicht den letzten Buchstaben? Dann wartet er einfach die Captchas ab. In dem Fall wäre Sperrung und Reaktivierung über den Code sinnvoll.

    Was Caschy schreibt stimmt so nicht ganz. Google sperrt Accounts bei „ungewöhnlicher Aktivität“ auch ohne Captcha. Bei mir bisher zwei mal. Einmal nachdem ich ihn zum ersten mal im Ausland benutzt habe. Ein anderes mal nachdem ich drei Gmail-Sessions offen hatte (zwei mal zu Hause und nach ner Viertel Stunde später beim Kumpel eingeloggt, sicher kein alltägliches Scenario). Also die selbe Situation. In meinem Fall hatte ich damals noch kein zwei-Faktor aktiviert.

  35. @Richard: Kannst du bei Apple doch genauso! Gegen Vorlage eines wichtigen Dokuments. Ob das jetzt dein Ausweis oder dein Sicherheitscode ist, ist dabei doch Wayne. Es wird dir bei der Einrichtung ausdrücklich gesagt, das der Code wichtig ist. Er wird sogar ganz groß und in Fettschrift eingeblendet.

    @Guido: Korrekt! Aber die Apple Hater, wollen es ja nicht hören^^

    Ansonsten ist die Lösung aufjedenfall Effektiv! Zudem besteht scheinbar Handlungsbedarf, wenn jemand schon deine Apple ID kennt und nur noch nach dem richtigen Passwort sucht…

    Aber Hauptsache man kann wieder Apple bashen, richtig 😉

    Zudem es gibt nur: Sicherheit vs. Benutzerfreundlichkeit. Eines von beiden leidet in der Regel immer, wenn das andere erhöht wird! Und mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung entscheidet man sich ganz klar für mehr Sicherheit auf kosten der Benutzerfreundlichkeit!

  36. @Kalle Ja darüber welche Methode sinnvoller ist, kann man wahrlich debattieren. Das Hauptproblem beim sofortigen Sperren sehe ich wie Caschy dabei, dass jeder Volltrottel unter Umständen einfach dein Apple Konto sperren kann. Das kann ein bot sein oder einfach jemand der dich persönlich ärgern möchte. Und als Opfer hat man keine Möglichkeit sich zu wehren bzw wieder an seine Daten und Eigentum zu kommen, wenn man diesen key nicht mehr hat.

    Ich habe mich schon länger von Apple verabschiedet. Mein letztes iPhone war ein 4er. Seit einiger Zeit nutze ich die 2FA bei Google. Unterwegs ist mein Phone immer mit Pin oder Muster gesperrt. Habe bei Google eine Telefonnummer und eine alternative email zur Wiederherstellung angegeben.

  37. Ich finde es super, was Apple da macht. Hoffentlich zerschiessen sich die ganzen Apple-Fanboys schön Ihre Konten 🙂

  38. Genau wegen diesen „Sicherheitsfeatures“, nutze ich die 2-Faktor-Authorisierung nicht.

  39. @Gast
    Vorher muss er die Apple-ID erstmal kennen. Ein automatisierter Angriff auf beliebige generierte Adressen geht nicht, dann greift die Bot-Sperre.

  40. @Ralf
    Solltest du aber. Hast du den Artikel gelesen? Es geht um jemanden, der seinen Wiederherstellungsschlüssel nicht hinterlegt hat.

  41. @Ralf: Wenn du nicht fähig bist einen Wiederherstellungsschlüssel sicher zu hinterlegen, solltest du es vielleicht ganz mit dem Internet lassen 😉

  42. @Kalle Aber soweit ich weiß, ist die Apple ID doch eine ganz normale E-Mail Adresse oder? Und es werden sicherlich sehr sehr viele Menschen diese E-Mail Adresse neben der Funktion als Apple ID auch zur normalen Kommunikation mit anderen benutzen. Z. B. Mit email, imessage, facetime usw. Also an eine Apple ID zu gelangen, halte ich jetzt nicht für unmöglich.

    Und es kann ja durchaus auch jemand aus dem privaten Umfeld sein, dem deine Apple ID bekannt ist.

  43. Was offenbar nicht verstanden worden ist: Die Apple-ID ist Teil des Sicherheitskonzepts und ist somit möglichst geheim zu halten. Wer blöd überall seine einzige Mail-Adresse eingibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn es zu Datenmissbrauch kommt.

  44. Also ich muss sagen, dass die Infos doch sehr missverständlich formuliert sind. Egal wen ich zu dem Thema befrage, hat komischer Weise jeder etwas anderes verstanden.

    Apple hat eine FAQ Seite ( http://support.apple.com/de-de/HT5570 ), auf der ebenfalls eine Formulierung verwendet wird, die ich einmal aufzeigen möchte … „Apple kann nach der Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung Ihr Kennwort nicht mehr zurücksetzen.“

    Das heißt dann aber auch, dass wenn ich die Zwei-Faktor-Authentifizierung NICHT aktiviert habe, kann mir der Apple Support SEHR WOHL weiterhelfen, wenn mein Account gesperrt ist.

    Ich bin mir auf jeden Fall sehr unsicher, welche Vor- und vor allem Nachteile entstehen können, wenn ich die zusätzliche Authentifizierung aktiviere.

  45. Vorteil ist klar die erhöhte Sicherheit, allerdings musst du eben auch den Wiederherstellungsschlüssel sicher aufbewahren. Wenn du dazu nicht fähig bist, solltest du lieber ohne die Zwei-Faktor-Authentifizierung auskommen.

    Wie ich schonmal anmerkte: Sicherheit vs. Benutzerfreundlichkeit

    Mehr Sicherheit, weniger Benutzerfreundlichkeit oder Mehr Benutzerfreundlichkeit, weniger Sicherheit. Beides geht in der Regel nicht.

  46. @r0m123 Das ist Satire oder? Eine ganz normale E-Mail Adresse die u. U. mehrfach im Apple Universum benutzt wird, ist Teil des Sicherheitskonzepts? Sorry. Dieses Konzept taugt genau 0. Apple selbst weißt mich beim erstellen einer Apple ID nirgends darauf hin, daß ich die E-Mail super duper geheim zu halten habe, da diese Teil ihres hochkomplexen Sicherheitskonzepts ist.

    http://store.apple.com/de/help/your_account

    @Peter Genau diese Argumentation verleitet mich immer wieder von Apple Jüngern zu sprechen. Dieses Konzept mit dem sofortigen sperren des Kontos ist doch absoluter Mist. Es kann nicht sein, dass jemand, der nur meine Apple ID E-Mail zu kennen braucht, einfach mein Konto sperren kann. Und das womöglich für immer. Da gibt es bei anderen Anbietern viel bessere Lösungen. Und anstatt Apple zu kritisieren und eine bessere Lösung zu fordern, wird alles schön geredet und der User als selbst schuld hingestellt.

  47. @Savantorian: ich auch 😀

  48. Bin gespannt wann der erste bot Millionen von Accounts sperrt. Mail-listen gibt es ja genügend im Netz…

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