Neues vom Technik-Crowdfunding: 7 Dollar PC, Rauchmelder, Blutdruckmesser und GPS für Bastler

30. Januar 2014 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Es gibt wieder ein paar interessante Produkte aus dem Bereich Technik-Crowdfunding. Das Gute diese Woche: interessiert man sich für eines der Produkte, kann man ziemlich sicher sein, dass man dieses auch erhält. Ihre Finanzierungsziele haben die Projekte bereits erreicht oder stehen kurz davor. Bis auf einen Ausreißer, der wohl noch ein bisschen Aufmerksamkeit braucht. Dabei handelt es sich um einen USB-Stick, der mit einem kompletten Betriebssystem ausgestattet ist. Die Indiegogo-Kampagne soll für die Finanzierung sorgen, damit Menschen in Mathare Zugang zur vernetzten Welt erhalten können. Spannende Geschichte mit einem guten Hintergrund, auch das kann Crowdfunding bewirken.

Keepod_Indiegogo

Keepod Unite: Der günstigste PC, den es gibt

Keepod ist ein USB-Stick für nur sieben US-Dollar, der aus jedem öffentlichen Computer einen indviduellen PC macht. Das sichere Betriebssystem auf dem Stick läuft von jedem USB-Laufwerk. Dadurch, dass die Nutzer ihr persönliches Betriebssystem wieder mitnehmen, wenn sie den USB-Stick entfernen, können auch Computer mit mehreren Benutzern ohne Sicherheitsbedenken genutzt werden. Keepod geht es vor allem darum, die „digitale Lücke“ zwischen reichen Industrienationen und Entwicklungsländern zu schließen. Genutzt werden für die Initiative Computer, die normalerweise auf dem Schrott landen würden. Das erste Projekt von Keepod soll in Mathare stattfinden, einem Slum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Wer das Projekt unterstützen möchte, bekommt für 45 US-Dollar einen eigenen Keepod-USB-Stick inklusive Betriebssystem zugeschickt (plus 15 US-Dollar Versandkosten).

Birdi_Indiegogo

Birdi: Der intelligente Rauchmelder

Birdi ist eine Weiterentwicklung des klassischen Rauchmelders, der bei einer möglichen Gefahr nicht sofort losschreit, sondern über die Verbindung zum Smartphone auf mögliche Gefahren hinweist. Apps für Android und iPhone ermöglichen es, sich nicht nur bei Feuer oder Rauch alarmieren zu lassen: Auch wenn keine unmittelbare Gefahr besteht, informiert Birdi über die allgemeine Luftqualität, Temperatur oder Luftfeuchtigkeit und verfügt sogar über einen Sensor, der vor Pollen warnen soll. Dank der Steuerung per App wird man auch in der Ferne gewarnt, wenn zu Hause etwas nicht stimmt. Gehen die Batterien im Birdi zu Neige, bestellt das System automatisch Wochen im Voraus neue Batterien. Den in mehreren Farben erhältlichen Birdi gibt es während der Indiegogo-Kampagne für 99 US-Dollar plus Versandkosten. Ihr Finanzierungsziel von 50.000 US-Dollar haben die Birdi-Entwickler aus New York schon fast erreicht. Geliefert werden die Birdis dann ab Oktober 2014. Erinnert stark an den intelligenten Rauchmelder von Nest, was aber mehr positiv gemeint ist.

Qardioarm_Indiegogo

QardioArm: Cool bleiben beim Blutdruck messen

Dieser kleine Blutdruckmesser passt nicht nur in die Jackentasche, sondern auch in jeden Alltag. QardioArm verknüpft sich mit dem Smartphone, misst und dokumentiert den Blutdruck und übermittelt die Daten an den Arzt oder die Familie. Bei der Entwicklung wurde vor allem Wert auf eine unkomplizierte Nutzung Wert gelegt. Wer selbst den smarten Apparat ausprobieren möchte, kann sich jetzt noch sechs Tage lang für 85 US-Dollar (plus 15 US-Dollar Versand) ein Exemplar auf Indiegogo sichern. Geliefert werden soll bereits im März. Von geplanten 100.000 US-Dollar sind schon über 80.000 für das Entwicklerteam aus San Francisco zusammen gekommen.

NavSpark_Indiegogo

NavSpark – DevBoard mit GPS

NavSpark ist ein sehr kleines und kräftiges 32bit-Development-Board – breitbandfreundlich, kompatibel mit Arduino und ausgestattet mit einem GPS-Receiver für einen Preis von unter 15 US-Dollar. Bisher benötigt Arduino ein zusätzliches GPS-Shield, bei NavSpark ist GPS jetzt schon eingebaut. Die günstigsten Varianten vom NavSpark sind auf Indiegogo bereits ausverkauft. Für 19 US-Dollar ist es allerdings noch acht Tage lang zu haben, inklusive Versandkosten. Geliefert werden soll schon im März. Das ursprüngliche Ziel von 27.000 US-Dollar wurde schon um mehr als 20.000 US-Dollar übertroffen. Sicher etwas für die Bastler unter Euch.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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