Mozilla stellt bis Ende 2016 Unterstützung für NPAPI-Plugins ein

9. Oktober 2015 Kategorie: Firefox & Thunderbird, Internet, Software & Co, geschrieben von:

firefoxMozilla hat angekündigt, dass man in seinem Browser Firefox bis Ende 2016 die Unterstützung für die meisten NPAPI-Plugins (Netscape Plugin Application Programming Interface) einstellen werde. Dieser Schritt sei auch deswegen sinnvoll, weil man etliche Funktionen, die ehemals nur über die Plugins zur Verfügung standen, als native Web-APIs habe integrieren können. Dazu zählen etwa Features wie das Streamen von Videos, verbesserte Grafik und weitere Gaming-Techniken. Für Mozilla genießen mittlerweile Funktionen Priorität, die es auch Websites möglich machen auf zusätzliche Plugins zu verzichten.

Der Zugriff auf Clipboards etwa benötigt mittlerweile auch keine Plugins mehr, während früher Adobe Flash die Voraussetzung gewesen ist. Verwunderlich ist es nicht gerade, dass auch Mozilla den Abstand zu NPAPI sucht. Microsoft hat den Support im Internet Explorer bereits 2007 aus Sicherheitsgründen gestrichen. Google zog mit seinem Browser Chrome dieses Jahr nach. Die Begründung bei Google war die gleiche, die nun auch Mozilla nutzt: NPAPI sei veraltet und unsicher: „Plugins sind eine Quelle für Performance-Probleme, Abstürze und Sicherheitslücken.“

firefox logoVorbereitet hatte Mozilla den Abschied von NPAPI schleichend: Die manuelle Plugin-Aktivierung sollte Nutzer langsam wegführen von NPAPI-Überbleibseln. Mozilla weist auch darauf hin, dass der Browser Firefox in der 64-bit-Variante für Windows ohnehin keine Legacy-Plugins mehr an Bord hole. Eine Ausnahme gebe es jedoch weiterhin: Weil immer noch viele Websites auf Adobe Flash setzen, wolle man die Unterstützung in diesem speziellen Fall beibehalten. Zu diesem Zweck arbeite man direkt mit Adobe zusammen, um die Benutzererfahrung weiter zu verbessern.

Auch wolle Mozilla aber seine Partnerschaft mit Unity intensiveren, um die Browser-Erfahrung ganz ohne Plugins immer vielfältiger zu gestalten. Man rät dagegen Website-Betreibern, die aktuell noch mit beispielsweise Silverlight oder Java arbeiten, schnellstmöglich umzusatteln. Denn Seitenbetreiber sollten sich darauf einstellen, dass alle Firefox-Versionen vor Ende 2016 keine Plugins mehr unterstützen. Betroffenen Inhabern von Websites bietet Mozilla seine Unterstützung an, um den Umstieg so leicht wie möglich zu machen.

Werdet ihr die NPAPI-Unterstützung vermissen oder seid ihr vielmehr froh, dass der lange herumgeschleppte „Schmodder“ nun endlich wegfällt?


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei
Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich
eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das
erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto
auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 2622 Artikel geschrieben.