Microsoft warnt vor großer Abschreibung durch Nokia-Übernahme

27. April 2015 Kategorie: Windows Phone, geschrieben von:

Letzte Woche gab Microsoft Geschäftszahlen heraus, erklärte einen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar mit 8,6 Millionen Windows Phone Smartphones. Was eigentlich gar nicht negativ aussieht, wird dann negativ, wenn man die Kosten des Umsatzes mit einbezieht. Diese lagen nämlich bei 4 Millionen Dollar höher als der erwirtschaftete Umsatz, wie aus einem Dokument hervorgeht. So soll Microsoft bei jedem verkauften Mobiltelefon mindestens 12 Cent Verlust gemacht haben, in den Lumia-Reihen dürfte dieser Wert jedoch noch viel höher liegen, da in die Verkäufe auch normale Handys mit einbezogen sind.

Lumia640

Microsoft übernahm Nokia für 7,9 Milliarden Dollar, eine Summe, die man wohl zumindest teilweise abschreiben wird, so wie man es auch schon nach der Übernahme von aQuantive 2012 gemacht hat. Seinerzeit wurde das Unternehmen für 6,2 Milliarden Dollar erworben, brachte aber nicht den erhofften Umsatz. Dieser wird auch von der mobilen Hardware-Sparte nicht gebracht. Zwar konnten die Verkäufe von Lumia-Smartphones um 18 Prozent gesteigert werden, mit welchen Kosten dies aber verbunden ist, sieht man jetzt.

Microsoft CEO Satya Nadella erklärte, dass man die Kosten verringern müsse. Dies soll so schnell wie möglich geschehen, während man die Pläne für Windows 10-Hardware ausführt. Welchen Einfluss die ganze Geschichte auf Windows Phone-Hardware haben wird? Vermutlich noch mehr günstige Geräte, um über die Masse wieder Licht zu sehen. Davor sollten aber die Kosten in der Tat reduziert werden, bringt ja nichts, wenn man noch mehr Geräte mit Verlust verkauft.

(Quelle: Computerworld)


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