Kodi (ehemals XBMC) auf dem Amazon Fire TV

26. November 2014 Kategorie: Hardware, Streaming, geschrieben von: caschy

Wer eine Festplatte mit Medien im Netz hängen hat, der wird diese benutzen wollen. Logo. Viele Smart TVs bringen heute die Möglichkeit mit UPnP-Quellen zu lesen, sodass oftmals gar keine Frickelei möglich wird. Netzwerk-Festplatte oder NAS dahingehend einrichten, dass das TV-Gerät zugreifen darf – fertig. Ich habe ein Synology NAS, auf dem auch der Plex Server läuft, dazu einen Smart TV – eigentlich keinen Grund für weitere Spielereien.

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Da ich heute mal ein bisschen Zeit hatte, habe ich mir mal Kodi, das ehemalige XBMC angeschaut, welches man auch auf dem Amazon Fire TV installieren kann. Ganz so stressfrei, wie mittels Plex ist es nicht – aber recht flott machbar. Man kann den ganzen Spaß mittels Terminal installieren, was vielleicht einige abschreckt, alternativ kann man zum bereits vorgestellten adbFire greifen.

adb amazon

In den Einstellungen des Amazon TV stellt man zuerst einmal die IP-Adresse fest und aktiviert ADB-Debugging und gibt die Erlaubnis, dass man Apps unbekannter Herkunft installieren darf. Zu finden in den Einstellungen > Entwickleroptionen. Nun startet man adbFire und gibt die IP des Amazon Fire TV an und verbindet sich. Die Statusleiste informiert, ob alles korrekt verbunden ist.

adb

Hier kann man dann direkt Kodi installieren, das geschieht über die Schaltfläche „APK installieren“. Vorher muss man sich am besten die aktuelle Kodi-Version besorgen, momentan ist 13.2 Gotham aktuell. Diese pusht man also auf das Gerät und wäre damit eigentlich schon durch. Das Problem ist, dass sich per Sideload installierte Apps nicht einfach so ausführen assen. Ihr müsstet hierzu dann immer in die Einstellungen gehen und unter „Alle installierten Apps“ Kodi anwerfen. Absolut nerviger Kram, der umgangen werden kann.

settings apps starten

Findige Menschen haben herausgefunden, dass sich tricksen lässt. So kann man Llama auf dem Fire TV einschleusen um Aktionen auszuführen. Llama arbeitet Bedingungen ab, dies macht man sich mit Kodi zunutze. Im Wiki von Kodi ist beschrieben, dass man zuerst einmal die App Ikono TV installieren solle. Kostenlose App, die Kunst und Co zeigt. Brauchen die meisten sicher nicht. Hat man dies getan, so installiert man noch einmal über adbFire Llama und wählt aus, dass man Ikono TV nutzen will, um Kodi Huckepack zu laden.

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Hier wählte ich aus, dass ich Llama installieren wolle und zeitgleich Kodi auf Ikono TV linken, zudem das Icon austauschen wolle. Heißt im Endeffekt: Llama wird installiert, ein Icon ausgetauscht und statt eines Starts von Ikono geht halt Kodi los. War leider nicht der Fall, ich musste die Bedingung in Llama noch von Hand anlegen. Sollte dies bei euch auch der Fall sein, müsst ihr über die Einstellungen Llama starten und eine Bedingung anlegen: Wenn Ikono TV gestartet wird, starte die App Kodi. Das Ganze ist recht einfach, die entsprechenden Apps werden euch angeboten, sind nur ein paar Klicks.

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Hiernach sollte auf jeden Fall Kodi starten, wenn ihr das entsprechende Icon in der Oberfläche eures Amazon Fire TV anklickt. Ab dann könnt ihr mit der Einrichtung von Kodi beginnen – was, je nach Netzwerkeinrichtung und externen Datenträgern, natürlich unterschiedlich aussehen kann.

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Zu bedenken ist, dass nach der Installation von Kodi auf einem Amazon Fire TV dessen automatischer Standby nicht mehr funktioniert, der so ca. nach 30 Minuten anspringen sollte. Hier hat man die Möglichkeit einer Funksteckdose, man klemmt von Hand ab oder man nutzt den mit dem letzten Update hinzugekommenen Standby-Modus in den Einstellungen, der leider weit versteckt wurde.

Das Wiki zu Kodi auf dem Amazon Fire TV ist prall gefüllt und kann bei Bedarf gerne frequentiert werden, hier findet man auch Wege, um Kodi zur direkten Oberfläche des Fire TV zu machen, was aber nicht für mich infrage kommt, da tatsächlich Netflix und Amazon die Anwendungen sind, die wir zum Medienkonsum nutzen. Falls ihr noch knackige Tipps und Must Haves für Kodi und / oder Amazon Fire TV habt, dann lasst hören.



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Über den Autor: caschy

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