Kids haben weniger Bock auf PC-Gaming

30. September 2015 Kategorie: Games, Hardware, Mobile, geschrieben von:

artikel_npdDie NPD Group, nicht zu verwechseln mit der identisch abgekürzten, rechtsextremen Partei, kommt im Rahmen ihrer Studie „Kids and Gaming 2015“ zu dem Ergebnis, dass Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 2 und 17 Jahren vorwiegend an Smartphones und Tablets zocken (zu 63%). Vor allem Gaming-PCs verlieren bei der jüngeren Generation an Beliebtheit. Aber auch die Rolle der Spielkonsolen ist für die Kiddies nicht mehr so groß wie noch vor ein paar Jahren.

So spielen nur noch 45 % der befragten Kinder und Jugendlichen an PCs – 2013 waren es noch 67 %. Die Abnahme der Anteile erstreckt sich über alle Jugendlichen der Altersgruppe, ist aber besonders hoch bei kleinen Kindern zwischen 2 und 5 Jahren. Was die Konsolen betrifft, ist die Abnahme nicht ganz so hoch und speziell 9- bis 11-Jährige zocken laut NPD immer noch sehr gerne an Spielkonsolen.

Laut dem Analysten Liam Callahan sei besonders überraschend, dass PCs so an Bedeutung für die spielenden Kiddies verlieren. Denn gerade klassische Computer galten bisher als Einstiegspunkt für junge Gamer. Doch genau diese Rolle kommt nun mobilen Endgeräten zu. Bei jenen hat sich die Verbreitung an sich nicht groß verändert, allerdings verbringen Kinder mehr Zeit an den Gadgets. Im Schnitt liegt die mit Mobile Gaming verbrachte Zeit bei den Befragten bei 6 Stunden pro Woche.

Am meisten Geld geben die Kinder und Jugendlichen für physische Spiele aus. Doch bei digitalen Inhalten gibt es höhere Zuwachsraten. Trotzdem geben die Kids ca. doppelt so viel Geld für Games auf physischen Datenträger aus wie für rein digitalen Content. Jungen sind dabei etwas ausgabefreudiger als Mädchen. Auch spielen Mädchen tendenziell eher als Jungs auf mobilen Endgeräten, während Jungs lieber als Mädchen Geld für Konsolenspiele auf den Tisch legen.

Am Ende sind die Ergebnisse nicht unbedingt verwunderlich: Gaming-PCs sind beispielsweise notwendig, um das technisch hochwertigste Spielerlebnis zu erhalten, kosten aber nunmal auch am meisten Geld. Gerade letzteres ist in der angesprochenen Altersgruppe knapp, so dass die Hinwendung zu günstigen bzw. kostenlosen Mobile Games wenig überrascht. Allerdings kann die Entwicklung vielfältige weitere Ursachen haben – vielleicht setzten die Eltern Töchterchen oder Sohnemann mittlerweile schlichtweg lieber an ein Kinder-Spiel am Tablet, um sich selbst der PS4 widmen zu können.

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Über den Autor:

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