Google wollte mit Oculus VR konkurrieren, strich aber die Pläne

16. Juli 2016 Kategorie: Games, Hardware, Wearables, geschrieben von: André Westphal

GoogleLogo150Google hat wohl zu einem früheren Zeitpunkt geplant ein High-End-Virtual-Reality-Headset zu veröffentlichen. Das Ergebnis hätte dann direkt mit der Oculus Rift bzw. der HTC Vive konkurriert. Zumindest behaupten das derzeit einige Quellen. Gerüchte, welche in diese Richtung gingen, gab es bereits im Mai. Das Ergebnis, ehemals als Android VR bekannt, war dann aber das Daydream-Referenzdesign. Letzten Endes soll sich Google hinter den Kulissen entschieden haben High-End-VR für sich zu begraben, um sich auf die populäreren, mobilen Lösungen zu konzentrieren. Das ist sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung.

Nach einigem Hype wirkt der Markt für Virtual Reality derzeit nämlich noch etwas ziellos. So entwickelt man teilweise sehr kuriose Ideen, um VR voranzutreiben. Insofern ist es aus Googles Sicht vermutlich sinnvoller, sich aus den Gefilden der Oculus Rift und HTC Vive herauszuhalten und sozusagen Casual-VR über eben Daydream oder Google Cardboard ins Zentrum der eigenen Bemühungen zu stellen.

Schenkt man den Angaben Glauben, habe Google jedoch in seinen X-Forschungslaboren zeitweise 50 Mitarbeiter an einem eigenständigen Virtual-Reality-Projekt basteln lassen. Für dieses High-End-VR-Headset sollte gar ein eigenes Betriebssystem, abgekoppelt von Android, zum Einsatz kommen. Wie weit fortgeschritten das Projekt gewesen sein könnte, bleibt jedoch Googles Geheimnis. Das Unternehmen enthält sich offiziell eines Kommentares.

Letzten Endes muss das alles aber keineswegs heißen, dass Google komplett auf höherwertige VR-Lösungen verzichtet. Schon Daydream ist ja ein Schritt in diese Richtung, wenn man den Vergleich zu Cardboard zieht. Vermutlich wird Google den Markt erstmal weiter beobachten. Schließlich weiß man ohnehin nicht genau, wie lange das Interesse an der aktuellen Inkarnation von Virtual Reality noch anhalten könnte. Aktuell zeigt beispielsweise „Pokémon Go„, dass vielleicht sogar mehr Potential in der Augmented Reality steckt.



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Über den Autor: André Westphal

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