Google+ will durch intelligente Fotodarstellung euer Datenvolumen schonen

12. Januar 2017 Kategorie: Google, Internet, Mobile, Social Network, geschrieben von: André Westphal

Wer unterwegs in sozialen Netzwerken stöbert, kennt das Problem: Gerade große bzw. hochauflösende Bilder laden je nach Verbindungsgeschwindigkeit lange und hauen eben auch reichlich Datenvolumen weg. Gerade wenn man das jeweilige Foto sowieso nur auf einem kleinen Smartphone-Display mustert, kann das nerven. Hier will Google in Google+ wieder einmal etwas Abhilfe schaffen. So will man eine neue Technik namens „Raisr (Rapid and Accurate Image Super-Resolution) mit maschinellem Lernen kombinieren. Im Grunde handelt es sich dabei um eine recht effiziente Skalierungstechnik, welche etwa auch aus niedrig aufgelösten Bildern höhere Auflösungen berechnet.

Google+ erlaubt es so Anwendern, Bilder statt in sehr hohen Auflösungen auch mittlere Auflösungen zu nutzen und die Aufnahmen dann hochzurechnen. Zwar ist das Ergebnis dann natürlich nicht identisch mit einer nativen, hohen Auflösung, soll aber gerade an mobilen Endgeräten trotzdem sehr gut aussehen und enorm Datenvolumen sparen. Laut Google habe man so bei sehr großen Bildern teilweise die Größe um bis zu 75 % reduzieren können. Im Vergleich mit anderen Skalierungstechniken soll Raisr dennoch die Schärfe bewahren aber Treppchenbildung vermeiden.

Zuvor nutzte Google Raisr bereits, um niedrig aufgelöste Bilder hochzurechnen. Nun wandelt man quasi aber auch höher aufgelöste Bilder teilweise um, damit sich die Dateigröße reduziert. Ich bin ein wenig skeptisch, wie sich das auf die Bildqualität auswirkt – allerdings dürfte das in der Tat an mobilen Endgeräten mit kleinen Bildschirmen wohl nicht die größte Rolle spielen. Google will die Kombination aus Raisr und maschinellem Lernen in den nächsten Wochen großflächiger für Fotos im Netzwerk Google+ einsetzen. Solltet ihr Google+ demnach oft unterwegs nutzen, könnte euer Datenvolumen in Zukunft etwas länger halten.

(via Google)

Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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