Konzept-Browser Opera Neon legt mit spannenden Features los

Opera hat einen neuen „Konzept-Browser“ für Apple Macs und Windows-PCs veröffentlicht: Opera Neon. Laut Opera soll Neon einen Ausblick auf die Zukunft der Desktop-Browser bieten. Der Browser ist experimentell, nutzt aber immer noch die Blink-Engine als Basis. Allerdings soll eine Vielzahl neuer Effekte und Animationen für ein modernes Gefühl sorgen – ohne die Geschwindigkeit zu bremsen. Dabei ist es in Opera Neon möglich, bei Betrachtung von Webinhalten an der Ansicht herumzuwurschteln und Elemente zu verschieben oder leichter Inhalte zu speichern. Viele Kleinigkeiten sollen den Browser zudem enger mit dem jeweiligen PC vernetzen.

Beispielsweise nutzt die Startseite in Opera Neon dann auch den Desktophintergrund als Wallpaper. In der Sidebar prangen eine eigene Bildergalerie, ein Video-Player und der obligatorische Download-Manager. Eine vertikale Leiste für die Tabs soll es erleichtern zwischen den einzelnen Tabs zu wechseln. Dabei sollen häufig geöffnete Tabs automatisch nach oben wandern, während seltener besuchte Sites nach unten rutschen.

Eine Funktion namens Video-Pop-Out erlaubt es Videos quasi aus Websites herauszulösen und sie weiter zu schauen, selbst wenn man eine andere Page aufruft. Snap-To-Gallery wiederum erstellt Aufnahmen von Website-Bereichen und speichert sie in der Galerie. Ein Splitscreen-Modus ist hingegen dafür gedacht mehrere Websites parallel zu navigieren.

Das Player-Symbol in der Sidebar bündelt übrigens Tabs, auf denen Musik bzw. Videos laufen. Auch das soll die Bedienbarkeit verbessern. Auch wenn Opera Neon dabei viele, neue Features zum Testen anbietet, fehlen allerdings noch viele gewohnte Funktionen aus dem regulären Opera-Browser.

Ihr werdet daher den nativen Adblocker, VPN und die Möglichkeit Erweiterungen zu installieren erstmal vermissen. Laut Opera sei dies aber eine bewusste Entscheidung, da Opera Neon eben ein Konzept-Browser sei, der für sich genommen zum Experimentieren einladen solle.

Opera Neon ist deswegen auch kein Ersatz für den regulären Opera-Browser. Die Features, welche bei der Community am besten ankommen, sollen aber noch im Frühling auch in den regulären Opera-Browser integriert werden. Herunterladen könnt ihr Opera Neon für Apple Macs und Windows-PCs direkt unter diesem Link. Der Browser ist natürlich kostenlos.

(via Opera)

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

9 Kommentare

  1. Nach einer halben Stunde rumprobieren muss ich sagen: Geiler Sch***! Und selbst auf meinem antiquierten MacBook (late 2008) ist das Edelgas echt flott!

  2. Bin eher ein Chrome Fan, aber ich denke für kreative wäre das was tolles, einfach, flott und ohne großes tara, bin zwar nicht überzeugt das diese Art von Browser alle anderen ersetzen wird, aber er wird seine Nutzer finden, wie Vivaldi es tut 🙂

  3. Wie finanziert sich Opera eigentlich?

  4. Splitscreen-Modus klingt lässig – gibt es so etwas auch in anderen Browsern? Meinetwegen als PlugIn? Hab ich noch nie gesehen und frage mich gerade, warum eigentlich noch nicht.

  5. @Matthias gab es im Opera bis Version 12. Die MDI konnte damas sogar mehr. Man konnte praktisch jeden Tab frei anordnen innerhalb des Hauptfensters.
    Hoffentlich schafft es der Splitscreen-Modus bald in die Hauptversion.

  6. Ich habe es jetzt selbst gefunden, leider befürchte ich auch Datenhandel

    http://www.operasoftware.com/press/faq

  7. taudorinon says:

    @Matthias – Vivaldi bietet auch Splitscreen an, oder Seiten als Panels.

    Opera Neon ist ganz witzig, mal schauen was da tatsächlich für den eigentlichen Browser abfällt.

  8. Maximilian Werner says:

    Wozu braucht man splittscreen im Browser, wenn es jedes moderne Betriebssystem schon unterstützt?

  9. schneller Browser auf jeden Fall.
    Die „Tab-Ansicht“ am Rand ist gewöhnungsbedürftig. Da die Icons aber genug anzeigen, um Rückschlüsse auf die Webseite ziehen zu können, eigtl. gar nicht so schlecht.
    Adblock & Co habe ich bis jetzt nicht vermisst.
    Daheim werde ich aber bei der gewohnten Kombination Vivaldi und Edge bleiben