Google muss sich auf hohe Strafe im EU-Kartellstreit um Shopping-Ergebnisse einstellen

20. Juni 2015 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Google hat sich seit Jahren mit der EU in den Haaren. Es geht um die Bevorzugung eigener Ergebnisse im Bereich von Google Shopping. Nach Ansicht der EU nutzt Google hier seine Position aus und benachteiligt Mitbewerber. Google schlug in der ganzen Zeit bereits mehrmals Änderungen vor, diese gingen aber nicht weit genug. So kommt es nun anscheinend zu einer Strafe, die Google empfindlich treffen soll, außerdem wird von der EU vorgegeben, dass Google seine Vorgehensweise ändern muss.

Google Office

Seit 2010 dauern die Untersuchungen der Europäische Union bereits an, Google wird der Vorwurf gemacht, andere Shoppinganbieter seit 2008 durch die Art und Weise der Darstellung der Suchergebnisse zu benachteiligen. Die Strafe soll nun hoch genug ausfallen, dass sie Google tatsächlich auch abschrecken. Als Basis für die Berechnung könnten AdWords-Einnahmen, Einnahmen aus dem Shopping-Vergleich und Einnahmen aus normalen Suchergebnissen zu Produkten herhalten.

Die Europäische Kommission geht davon aus, dass Google Wettbewerber wissentlich benachteiligt hat und durch die Darstellung der Suchergebnisse auch die eigene Position bevorteilt wurde. Google hat nun noch Zeit, um sich den Vorwürfen erneut zu stellen, kann diese Zeit auf Wunsch auch verlängern. Die 10-Wochen-Frist begann im April, sodass diese nun bald vorbei sein dürfte.

Berühmte Empfänger empfindlicher Strafen hat die EU bereits hervorgebracht. Microsoft und Intel mussten beide schon Strafen in Milliardenhöhe zahlen, wobei Microsoft insgesamt fast doppelt so viel auf den Tisch legen musste. Vielleicht reiht sich Google nun in die exklusive Gesellschaft der Höchststrafenzahler ein, wir werden sehen. Dem Nutzer kann es relativ egal sein, er wird auch weiterhin seine Produkte bei Google suchen, wenn er nicht eh direkt Amazon oder andere Preisvergleichsseiten aufsucht.

(Quelle: Bloomberg)


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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