Google kündigt YouTube VR 180 an, Lenovo die passende Kamera

23. Juni 2017 Kategorie: Google, Internet, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

YouTube hat Neuigkeiten im Bereich VR zu verkünden. VR 180 heißt der neueste Streich, der VR noch weiter voranbringen soll. Bislang kennt man VR vor allem als 360 Grad-Ding, man kann hinschauen, wo man will, immer gibt es etwas zu sehen. Die populärste Form von VR-Inhalten sind laut Google Videos – und diese sollen sich künftig leichter erstellen lassen. Dafür aber eben auch nicht mit Rundblick, sondern mit einem erweiterten Sichtfeld auf das Geschehnis vorne.

Das neue VR 180 Videoformat wurde zusammen mit dem Daydream-Team entwickelt, aber auch mit Hardware-Partnern hat man sich zusammengetan. VR 180 konzentriert sich auf das, was vor der Kamera passiert, hochaufgelöst, in 3D (stereoskopisch) und sowohl via VR-Headset als auch auf dem Desktop problemlos betrachtbar. Die Erstellung der Videos soll dabei genauso einfach sein wie für normale Videos, auch beliebte Programme werden das Format künftig unterstützen.

Zudem kann das Videoformat auch für Livestreams genutzt werden, dem Content-Ersteller soll es so einfach wie möglich gemacht werden, auf dieses Format aufzuspringen. Ob Vlog, Tutorial oder Musikvideo, VR 180 soll sich für alles gleichermaßen eignen.

Kameras wird es gegen Ende des Jahres von verschiedenen Herstellern geben, Z CAM stellt dabei den ersten Partner dar, es wird aber auch Cams von Yi, LG und Lenovo geben. Die ersten sollen diesen Winter verfügbar sein. Lenovo hat seine VR 180-Kamera bereits vorgestellt. Allerdings werden nicht wirklich Details zur Cam selbst genannt und auch die veröffentlichte Grafik sieht aus wie frisch von Zeichenbrett.

Aber bis Winter ist auch noch ein bisschen Zeit. Interessant ist, dass VR 180 über ein Dual-Cam-Konzept funktioniert. Schrumpft die benötigte Technik da ein bisschen, wird man VR 180-Aufnahmen bestimmt auch in gar nicht so ferner Zukunft mit dem Smartphone anfertigen können. Wäre doch was für ein Pixel 3 (für das Pixel 2 kommt das wohl ein bisschen zu spät).


Über den Autor: Sascha Ostermaier

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