Google kündigt YouTube VR 180 an, Lenovo die passende Kamera

YouTube hat Neuigkeiten im Bereich VR zu verkünden. VR 180 heißt der neueste Streich, der VR noch weiter voranbringen soll. Bislang kennt man VR vor allem als 360 Grad-Ding, man kann hinschauen, wo man will, immer gibt es etwas zu sehen. Die populärste Form von VR-Inhalten sind laut Google Videos – und diese sollen sich künftig leichter erstellen lassen. Dafür aber eben auch nicht mit Rundblick, sondern mit einem erweiterten Sichtfeld auf das Geschehnis vorne.

Das neue VR 180 Videoformat wurde zusammen mit dem Daydream-Team entwickelt, aber auch mit Hardware-Partnern hat man sich zusammengetan. VR 180 konzentriert sich auf das, was vor der Kamera passiert, hochaufgelöst, in 3D (stereoskopisch) und sowohl via VR-Headset als auch auf dem Desktop problemlos betrachtbar. Die Erstellung der Videos soll dabei genauso einfach sein wie für normale Videos, auch beliebte Programme werden das Format künftig unterstützen.

Zudem kann das Videoformat auch für Livestreams genutzt werden, dem Content-Ersteller soll es so einfach wie möglich gemacht werden, auf dieses Format aufzuspringen. Ob Vlog, Tutorial oder Musikvideo, VR 180 soll sich für alles gleichermaßen eignen.

Kameras wird es gegen Ende des Jahres von verschiedenen Herstellern geben, Z CAM stellt dabei den ersten Partner dar, es wird aber auch Cams von Yi, LG und Lenovo geben. Die ersten sollen diesen Winter verfügbar sein. Lenovo hat seine VR 180-Kamera bereits vorgestellt. Allerdings werden nicht wirklich Details zur Cam selbst genannt und auch die veröffentlichte Grafik sieht aus wie frisch von Zeichenbrett.

Aber bis Winter ist auch noch ein bisschen Zeit. Interessant ist, dass VR 180 über ein Dual-Cam-Konzept funktioniert. Schrumpft die benötigte Technik da ein bisschen, wird man VR 180-Aufnahmen bestimmt auch in gar nicht so ferner Zukunft mit dem Smartphone anfertigen können. Wäre doch was für ein Pixel 3 (für das Pixel 2 kommt das wohl ein bisschen zu spät).

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. „auch beleibte Programme werden das Format künftig unterstützen“ – finde ich gut, nicht immer nur die schlanken Programme 😉 #scnr

  2. Um noch etwas sinnvolleres zu schreiben: Für mich sind diese „3D“ (Parallaxen-)Videos noch immer eher etwas kurios mit Demo-Charakter.
    Es ist schon schwierig genug „mal eben zwischendurch“ ein Video zu schauen. Sich mal wirklich Zeit für ein etwas längeres Video zu nehmen, also mal 15, 30 oder gar 60 Minuten, gelingt mir noch viel seltener.

    Müsste ich dann noch mit dem iPhone in der Hand nach links/rechts schwenken, um die vom Künstler versteckten Gags oder Infos zu sehen – oder eine spezielle Brille aufsetzen – würde das bei mir wohl gar nicht mehr stattfinden.

    Einzelne Clips werden weiterhin den Wow-Effekt haben und eine gute Demonstration für eine Brille oder ähnliches sein. Darüber hinaus sehe ich kaum Potential.

  3. Mir reicht das. Würde so eine Kamera eh nur als „großen“ Bildschirm nutzen wollen.

  4. Mediziner sagen, jeder Zehnte kann mit seinen Augen gar keine 3D-Tiefe wahrnehmen! Für die anderen 9 sind zum Beispiel 3D-Spielfilmszenen in den Straßenschluchten von New York oder im Weltall meist ein unglaublich faszinierendes Erlebnis,

  5. Meine LG 360 kann zb 180 nutzen… reicht das? Kann man 360 in 180 umwandeln?

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