Google erklärt die Videostabilisation der Pixel 2 und Pixel 2 XL

14. November 2017 Kategorie: Google, Hardware, Mobile, geschrieben von: André Westphal

Google hatte beim ersten Pixel noch auf optische Bildstabilisation (OIS) verzichtet. Dazu hatte das Unternehmen letztes Jahr sogar eine lange Erklärung abgegeben. So versuchte Google die Vorzüge elektronischer Bildstabilisation (EIS) transparenter zu machen. Die Pixel 2 und Pixel 2 XL nutzen nun sowohl OIS als auch EIS – was nochmals bessere Ergebnisse bringen soll. Auch dazu lässt Google sich nun recht ausgiebig aus und hat sogar ein Video veröffentlicht. So nutzt Google für seine neue Videostabilisation nicht nur eine Kombination aus OIS und EIS, sondern setzt auch auf Machine Learning.

Dabei werden Informationen aus OIS und Gyroskop miteinander verknüpft. Via Machine Learning wird sozusagen die Bewegung des Nutzers ausgewertet, um vorherzusagen, in welche Richtung ihr das Google Pixel 2 / Pixel 2 XL als nächstes verwackeln werdet. Dadurch ist eine bessere Korrektur möglich, als wenn nur der OIS für sich allein beansprucht würde.

Das Ergebnis will Google in obigem Video eingefangen haben. Wenn es so korrekt ist und auch eure Erfahrungen mit den beiden Smartphones widerspiegelt, dann ist das schon sehr beeindruckend. So ist der Vergleich zwischen einer Videoaufnahme komplett ohne Stabilisierung und mit OIS sowie EIS ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Laut Google lasse sich auf diese Weise ein sehr ruhiges Bild erzeugen. Tatsächlich greift sogar ein Algorithmus ein, um zu starke Unterschiede in der Schärfe anzugleichen, wenn ihr mit dem Smartphone zu viel umherwackelt. Völlig fehlerlos funktioniert das ganze Procedere aber dennoch nicht. Besitzer der Pixel 2 / Pixel 2 XL haben etwa kritisiert, dass manchmal das Bild auf unerwünschte Weise zurechtgeschnitten werde oder es bei Aufnahmen mit wenig Licht zu mehr Unschärfe und Detailverlust komme, als bei Konkurrenzmodellen.

Die Ergebnisse sind dennoch beeindruckend. Falls ihr mehr über die Hintergründe der Technik lesen wollt, könnt ihr bei Google selbst mehr Informationen finden.

(via Engadget)

Über den Autor: André Westphal

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