„Find my Phone“: Kurzfilm zeigt die Reise eines gestohlenen Smartphones

9. Januar 2017 Kategorie: Hardware, Internet, geschrieben von: André Westphal

find-my-phone-artikelbild(Update 9.1.2017: Wir haben das auf Deutsch übersetzte Video auch einmal eingebunden!)Passieren kann es jedem von uns: Das Smartphone wird gestohlen. Dabei ist nicht nur der Verlust der Hardware ein Schlag in die Magengrube, plötzlich kommt ein Unbekannter womöglich an unzählige, persönliche Daten heran. Je nachdem, wie gut das Gerät gesichert wurde, durchstöbert ein Fremder eventuell private Schnappschüsse, das Amazon-Konto oder die Kontaktliste. Über diese Erfahrung drehte der Student Anthony van der Meer einen Kurzfilm. Nachdem ihm tatsächlich sein Smartphone gestohlen wurde, ließ er sich ein zweites Gerät bewusst entwenden – präparierte es aber zuvor, damit er weiterhin Zugriff auf die Kamera und die Daten behielt. Auf diese Weise lernte er den Dieb des Geräts etwas kennen.

So konnte van der Meer etwa die Messages des Diebes lesen und über die Kamera und Lautsprecher teilweise Gespräche miterleben. Dabei stellte sich der Student auch die Frage, bis zu welchem Grad man einen Menschen nur über sein Smartphone kennenlernen kann. Denn die gesammelten Eindrücke ließen den Dieb für van der Meer zeitweise fast schon sympathisch erscheinen. So entpuppte sich der Dieb als religiös und durchaus freundlich und hilfsbereit zu seinem eigenen Bekanntenkreis.

Als van der Meer dem Dieb dann allerdings bewusst wieder von Angesicht zu Angesicht entgegentrat, änderten sich die Eindrücke des Filmemachers wieder und er musste einsehen, dass die Daten des Smartphones ihm am Ende doch nur sehr eingeschränkte bzw. gefilterte Informationen geliefert hatten.

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Eventuell will der Student auch noch einen zweiten Teil des Kurzfilms anfertigen, denn er hat offenbar immer noch Zugriff auf das gestohlene Gerät. Mittlerweile ist das Smartphone in Rumänien wieder aufgetaucht – gestohlen wurde es ursprünglich in Amsterdam. Natürlich gibt der Kurzfilm „Find My Phone“ dabei nur einen Denkanstoß, der zeigt, dass man seine Daten besser sichern sollte. Allerdings liefert der Film auch interessante Einblicke dazu, wie ein Dritter das Gerät ausspionieren könnte und aus den Daten (möglicherweise falsche) Rückschlüsse zieht. Ich fand den Kurzfilm jedenfalls recht interessant und kann euch empfehlen mal hineinzuschauen.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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