Eine Geschäftspraktik von Apple: Zulieferer & Co unter Druck setzen

14. Februar 2012 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Aufreger oder nicht – dies darf der geneigte Leser entscheiden. Ich selber finde es nicht so toll, obwohl ich mir denke, dass nicht nur im Hause Apple so gearbeitet wird. ASUS wie ihr es kennt ist eigentlich ASUSTeK aus Taiwan. Haben nicht nur ASUS am Start, sondern auch ASRock. Naja, 2007 hat man einen Fertiger aus der Taufe gehoben, der eben Notebooks und Co baut. Pegatron, der als Teil von ASUSTeK firmierte, seit 2010 aber aber eigenständig ist. Pegatron arbeitet aber nicht nur für die Jungs von ASUS, sondern auch für Apple. Für die Jungs aus Cupertino baut man iPhones und auch einen Auftrag über die Fertigung von iPads steht im Raum.

Nun ist Apple aber der Meinung, dass ASUSTeK nicht mehr für ASUS bauen soll – die Ähnlichkeit zwischen ZenBook und MacBook Air sei zu frappierend. Und nun wird Pegatron die ZenBooks von ASUS nicht mehr herstellen, da man Angst hat, die Aufträge von Apple zu verlieren – denn mit diesen wird man mehr verdienen, als mit der Fertigung von Notebooks und Ultrabooks für andere Hersteller. Dies könnte zur Folge haben, dass Ultrabooks generell teurer werden, was ein ziemlicher Murks ist – für ASUS wird ab Ende März Wistron oder Compal fertigen. Dem Endanwender wird das Treiben sicherlich egal sein, ich als Techie finde es einfach nur mistig. Aber wie eingangs erwähnt: dies wird sicherlich nicht nur bei Apple der Fall sein – ist wahrscheinlich (leider) gängige Vorgehensweise. (via, Bild via)

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34 Kommentare

werner67 14. Februar 2012 um 11:00 Uhr

Wann wird eigentlich das Zenbook von Apple aus dem Markt geklagt? Sieht doch wirklich wie ein MacBook Air aus …

Justus 14. Februar 2012 um 11:03 Uhr

schon geschickt gemachtes Foto, denn schaut man sich das Notebook auch mal von den anderen Seiten an, dann kann man da jetzt nicht mehr wirklich großartig von Ähnlichkeit oder gar Verwechslungsgefahr sprechen.

JürgenHugo 14. Februar 2012 um 11:10 Uhr

Was soll einen da wundern? Das ein Käufer mit Marktmacht einem Zulieferer bestimmte Verhaltensweisen “empfiehlt”?

Würd ich mit ähnlicher Lage sicher auch machen:

“Für einen Besuch auf dem Blog von Caschy solltet ihr 2x auf meinen Blog kommen – ich soll doch bestimmt guter Laune bleiben, oder? Ihr wollt doch eure vielen Sachen weiter an mich verkaufen… – SO eine angenehme Geschäftsbezieheung setzt ihr doch sicher nicht leichtfertig aufs Spiel?” :mrgreen:

Justus 14. Februar 2012 um 11:11 Uhr

Ja schon, die Tastatur, das große Pad, der Alubody… ^^
aber ich meinte jetzt in die Richtung gehend, dass Apple nicht sagen könnte, dass der unbedarfte Kunde die verwechseln könnte… so wie bei dem Geschmacksmusterstreit mit Samsung

Mat 14. Februar 2012 um 11:25 Uhr

Schon krass, mit welcher Konsequenz (/Arroganz ?) Apple die Produkte SEINER EIGENEN ZULIEFERER bekämpft…und da auch noch alle mitspielen!

Vor allem wenn man bedenkt, dass Apple absolut auf seine Zulieferer angewiesen ist! Echt zu hart!

Okay, rational gedacht logisch…aber dennoch heftig. Bin mal gespannt, ob und wann sich das Blatt mal zu ungunsten von Apple wenden wird, wenn die so weitermachen.

@Justus: Da muss ich dir zustimmen. Denke von der Seite betrachtet haben einige Notebooks etc. eine sehr ähnliche Silhouette. Wer hingegen Zenbook und MacBook von vorne betrachtet verwechselt, der sollte echt mal zum Optiker gehen.

Zudem, wenn Notebooks immer dünner werden, dann ergeben sich eben entsprechende Formen. Früher hat ja auch niemand geklagt, dass ‘alle’ Notebooks von der Seite betrachtet rechteckige Kästen sind. Und es war eben auch schon immer so, dass Bewährtes irgendwann nachgeahmt wird.

Klar, wenn Apple bei ‘Asus’ fertigt, dann könnte man sich schon denken, dass die Jungs von Asus da mal genauer hinschauen.

Aber mal ehrlich gesagt, das kann auch jeder andere Hersteller in dem er sich ein MacBook kauft und auseinander nimmt. Also was soll der ganze Quatsch.

Mike 14. Februar 2012 um 11:34 Uhr

Genau richtiges Vorgehen von Apple!

Mat 14. Februar 2012 um 11:36 Uhr

Es gab aber auch bereits ‘designmäßig Vergleichbares’ von ASUS.

Der ASUS Eee PC 1018P – eben in kleinerem Formfaktor.

http://www.netbooknews.de/14153/asus-eee-pc-1018p-aluminium-netbook-im-hands-on/

captaincannabis 14. Februar 2012 um 11:48 Uhr

Mein Gott geht mir dieses Verklagen und Verhindern auf den Sack – sollen sie doch einfach die besseren Produkte bauen. Dann kann man auch ruhigen Gewissens ein paar Euro mehr dafür verlangen – einfach nur alles an Wettbewerb mittels Juristerei zu unterbinden lässt mich darauf tippen das Jobs Vermächtnis wohl doch um einiges bescheidender ausgefallen ist als man immer annimmt.

Nur noch heisse Luft..

Grüße,
CC

Sebastian 14. Februar 2012 um 11:48 Uhr

@Cashy: Hast schon recht. Die Ähnlichkeit auf den Fotos ist schon groß. Aber was mich an dem Teil von ASUS stören würde wär: Es wär ohne OSX ;)

so ist das 14. Februar 2012 um 11:57 Uhr

-.- jedes Laptop sieht dem anderen ähnlich.

Manni 14. Februar 2012 um 12:01 Uhr

Hey Cashy,

wollte dich gerade für The Bobs (http://thebobs.com/deutsch/) anmelden aber das geht nur mit gewissen Accounts die ich nicht habe. Sicher findet auch sonst jemand deine Seite einer Anmeldung würdig…

Paul Kriner 14. Februar 2012 um 12:03 Uhr

Ich habe in GB bei einem grossen Elektronikladen alle Ultrabooks auf einem Tisch gsehen und daneben das MB Air. Wenn jemand diese Notebooks verwechselt, dann verwechselt er auch einen Porsche 911 mit einem Nissan 350Z. Die Oberfläche beider Notebooks ist verscheiden, die Tastatur “grau” mit schwarzem Hintergrund, beim MB ist es umgekehrt, der Deckel ist Chormstahlähnlich und nicht matt… Jedes Notebook sieht den Mac Books ähnlich und umgekehrt. Ich bin der Meinung sie sollen das Zenbook schwarz (oder eine andere Farbe) einfärben, dann kann Apple defintiv nicht mehr von Ähnlichkeit reden.

Sven 14. Februar 2012 um 12:16 Uhr

@Sebastian

Aber was mich an dem Teil von Apple stören würde wär: Es wär mit OSX ;)

Vinz 14. Februar 2012 um 12:20 Uhr

” ich hab das Book auch hier gehabt ;) Die Ähnlichkeit ist da….”

Ja und?! Bau mal ein Flugzeug ohne Flügel -.- Schau dir Airbus und Boing an! Kannst du die voneinander unterscheiden? Offensichtlich nicht.

jupp 14. Februar 2012 um 12:22 Uhr

Ich habe noch nie ein Produkt von Apple gekauft, hat sich halt nie ergeben. Mittlerweile würde ich aus Überzeugung kein iProdukt kaufen.

Sind wir mal ehrlich: Niemand, der ein Apple Produkt kaufen möchte “vergreift” sich, weil das Produkt eines anderen Herstellers zum Verwechseln ähnlich sieht. Im Gegenteil. Ich behaupte, daß 95% aller Apple-Kunden GENAU dieses oder jenes Produkt ganz zielgerichtet von Apple kaufen und sich von vorneherein für keine andere Marke interessieren. Genau von diesem Hype lebt Apple.

Genauso, wie ich zielgerichtet eben KEIN Apple Produkt kaufe. Der Vergleich – zumindes bei mir – findet zwischen den anderen Marken statt.

Mittlerweile allerdings finde ich die Nachrichten von Apple-Prozessen genause nervig wie die tägliche Wulff-Beschallung ;-)

DerWoz 14. Februar 2012 um 12:55 Uhr

Die jüngst oftmals zur Schau getragene Betroffenheit ob der Arbeitsbedingungen in crApples Sklavenbetrieben halte ich für verlogen.

Hat den wirklich bis jetzt jemand gedacht, ein Unternehmen könnte so exorbitant hohe Gewinnmargen erreichen bzw. solche Unmengen an Bargeld anhäufen, ohne erstens seine Zulieferer und Produktionsbetriebe unter Druck zu setzen und auszuquetschen bis zum Maximum, und zweitens sein Elektrospielzeug zu überteuerten Preisen an unmündige und verblendete Konsumopfer zu verscherbeln?

Die asiatischen Fertiger sollten sich endlich einmal untereinander abstimmen und geschlossen gegen crApples Arroganz vorgehen. Ohne die könnte crApple nämlich außer viel heißer Luft (was sie ja jetzt schon machen) rein gar nichts verkaufen.

Alles was dieses Unternehmen alleine zustande brächte, wäre seine Designer ein paar Bildchen für Trivialpatente und Gebrauchsmuster malen und seinen aufgeblähten Marketingapparat ein paar neue Märchengeschichten und Lobpreisungen unters Volk zu bringen zu lassen.

shrewm 14. Februar 2012 um 13:08 Uhr

Ich bin verwirrt, muss es nicht “Nun ist Apple aber der Meinung, dass Pegatron nicht mehr für ASUS bauen soll” ?

KChristoph 14. Februar 2012 um 13:11 Uhr

Schon vom Namen her ziehe ich das “ZENBook” vor …

Ingo 14. Februar 2012 um 13:34 Uhr

Sicher sind die Zulieferer von Apple bis VW immer unter Druck und irgendwelchen Zwängen ausgesetzt.Ich finde Apple erreicht hier immer grössere (fiesere) Qualität.Sie bauen zwar günstige (das meine ich ernst) und teilweise Konkurrenzlose Produkte.Vermissen würde ich diese Firma aber sicher nicht.
mfg Ingo

Negativity 14. Februar 2012 um 13:42 Uhr

und taiwan hat kein kartellamt oder was?

ich finde es ja schon unglaublich, was apple in europa mit den mobilfunkbetreibern abzieht. nicht, dass ich mitleid mit vodafone, telekom und co hätte, aber apples geschäftspraktiken sind einfach unter aller sau.

und ja, marktführer anderer branchen machen das genauso. aber nur weil die deutschen autobauer sich ebenfalls so scheiße benehmen, macht das apple trotzdem nicht zum heiligen.

JürgenHugo 14. Februar 2012 um 14:06 Uhr

Jeder guckt zu, das er “mit dem Arsch an die Wand kommt” – die hehre Geschäftwelt gibts so wenig wie “immer mit allen gut Freund sein”.

Ich habe mich letztens erst GEGEN ein Produkt von Apple entschieden (15″ MBP), aber nicht weil ichs schlecht finde.

Es war schlicht doppelt so teuer in der gewünschten Konfiguration mit mattem Screen, wie ich für ein (nur etwas schwächeres) ThinkPad bezahlt habe.

Wenn ichs mir hätte aussuchen können, OHNE auf den Preis zu achten, hätt´ich wohl das MBP genommen.

Ich schätze aber auch, das Lenovo seine Zulieferer ähnlich behandelt – und die Leute in den Zulieferbetrieben AUCH nicht mehr verdienen.

addumied 14. Februar 2012 um 14:18 Uhr

wär ICH apple, würde ganz genauso handeln. ist einfach so. vielleicht bin ich zu vuel arschloch oder hab ne falsche lebensansicht. aber ich finde es richtig was apple macht. würde es nicht anders tun in dem fall.

Paul 14. Februar 2012 um 14:26 Uhr

Die Asiaten werden 100%tig auch den ersten Mensch klonen! -.-

Area30 14. Februar 2012 um 14:27 Uhr

Hochmut kommt vor dem Fall…

wosa 14. Februar 2012 um 14:39 Uhr

- Klauen ist so alt wie die Menschheit (Kain+Abel; Esau…).
- Verklagen ist so alt wie die Rechtsprechung.

Gier, Geiz & Co nehmen aber (subjektiv) deutlich zu; sicher tragen dazu auch die – unausgewogene – Ausgestaltung von Handelsbeziehungen, Gesetze-Gebung und -Unterlassung(! “… das herrschende Recht ist immer das Recht der Herrschenden.” oder, als Illustration, die amerikanische “Besiedelungs”-Geschichte…)
Aber auch ins eigene Auge kann sich wohl jeder fassen und findet je nach Suche wohl (s)einen Balken.

Was ich sagen will: es ist keine einfache Frage der Moral, erst recht keine, das ich/wir besser bin/sind. Änderung würde wirklich umfassendes, radikales Umdenken erfordern und zur Folge haben(!).
Wer will das? Wer stellt sich mutig auch dem eigenen Dämon?

(in Dem Sinne denke ich z.B. auch: Wir haben den Präsidenten den wir verdienen. Schnäppchenjäger, Kleinkarierter Spießer, im innersten gewollt unberührbar von Bedenken und eigener realitäts-Schau.
Schönen Nachmittag

Achisto 14. Februar 2012 um 16:53 Uhr

Wie prophezeit, die Diskussion ist in vollem Gange. Aber wenn man ehrlich ist, ist es wirklich weder ungewöhnlich noch besonders verwerflich, auch wenn es doch irgendwie Mist ist – so funktioniert das nun mal, ob man das gut findet oder nicht…

Martin 14. Februar 2012 um 22:26 Uhr

Der Apple-Makrokosmos kotzt mich immer mehr an!

Andy 14. Februar 2012 um 23:13 Uhr

ASUS hat bei anderen Herstellern angefragt ob man Zenbooks herstellen könne (Compal und Wistron in Taiwan). Das ist alles was man mit relativer Sciherheit sagen kann. Alles Andere sind idiotische Spekulationen die jeder widerkäut und neu auskotzt weil Apple-News immer ziehen, dümmliche Kommentare auf Stammtischniveau, und ein weiteres Gerücht das ab jetzt als Fakt gilt.

Elke 15. Februar 2012 um 11:42 Uhr

Steve Jobs selbst ist ein Meisterwerk dieses Jahrhunderts. Apple Produkte muss man deshalb nicht notwendigerweise kaufen.

Werk und Künstler sollte man immer getrennt betrachten. So auch in diesem Fall, gleich ob Spekulation oder wahr.

Mat 15. Februar 2012 um 12:08 Uhr

@Elke: Steve Jobs war Egomane und (ist) kein Kunstwerk.

Werk und Künstler sind immer gemeinsam zu betrachten.

Aber jedem seine Meinung.


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